Claras Allerleiweltsgedanken


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Ich studiere jetzt FBW …

… was auf Claradeutsch heißt: „FensterBeschlagsWissenschaft“

Doch zuvor möchte ich mich zu meinem Computer äußern. Diesen Artikel schreibe ich echt und ehrlich mit der Tastatur vor dem großen neuen Bildschirm und mein Tower zeigt mir unter der herausgezogenen Arbeitsplatte mit einem blauen Ring, dass er für mich arbeitet.

Was ist passiert. Per Fernzugriff hat der Computermensch das von mir angelegte Konto gelöscht – obwohl ich das noch nicht ganz glaube. Wenn ich den Computer hochfahre, erscheint ein Bildschirm von Bing und oben ist mein Konterfei in ganz klein zu sehen, das ich für dieses Konto gewählt hatte.

Egal, es läuft und ich bin echt und ehrlich im „Netzwerk Internet“. Meine einzige Aktivität bestand darin, das LAN-Kabel an der Fritzbox in einen anderen der vier Anschlüsse zu stecken – das war eine meiner leichtesten Übungen.

Und jetzt kann ich nur abwarten, Tee Kaffee trinken und mir selbst am meisten die Daumen drücken.

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Doch jetzt zu der Überschrift.

Es ist schon ein seltsames Gefühl, wenn ich morgens in mein Wohnzimmer komme und sehe, dass das Fenster ein wenig beschlagen ist. Ich dachte natürlich – wie bei den alten Fenstern – an ein Beschlagen von der Innenseite her, musste aber feststellen, dass es auf der Außenseite ist.

Gut, ich habe es schnell weggewischt und nicht mehr daran gedacht. – Aber es trat erneut auf und der Bereich war größer und ich wurde unruhiger. Es war nur an dem Einzelfenster – Balkontür und großes Fenster blieben beschlagsfrei. – Ich rief den freundlichen Chef von der Fenstereinbaufirma an und er erzählte mir ganz viel von „Taupunkt“ und „Zeichen für eine sehr gute Qualität“.

Zu Christuszeiten hätte ich dem ungläubigen Thomas Konkurrenz gemacht, denn was ich nicht selbst gelesen und verstanden habe, kann ich auch nicht akzeptieren. Also habe ich gekullert:

Und ich finde einen Artikel „Fenster von außen beschlagen – ein Zeichen von Qualität“ – ich schwöre, da waren kein Smiley oder ein Fragezeichen dahinter. Ursache sind ein Neueinbau und neue, bessere Wärmeschutzverglasung – früher hatte ich Zweifachverglasung, jetzt halten 3 Scheiben mit exzellenten Dämmwerten Kälte und Lärm besser ab als vorher.

Und jetzt wird in dem Artikel der Taupunkt erwähnt, der eine wichtige Rolle spielt. (Ich hoffe, Herr Taupunkt will nicht bei mir einziehen!) Es ist die Temperatur, bei der das Wasser aus der Luft kondensiert. – (Wenn die ganze Scheibe beschlagen ist und ich das am Morgen wegwische, wird dieses Fenster überproportional oft geputzt – also muss ich es von selbst trocknen lassen 🙂 😉

Eine Maßnahme dagegen ist häufiges Stoßlüften mit weit aufgerissenen Fenstern.

Jetzt zeige ich euch, dass auch meine Pusteblumen gut bewässert werden. – doch leider ist das ein Irrtum. Die Pflanzen sind innen und das Wasser ist außen und wie die zwei Königskinder können sie nicht zueinander kommen.

Das war noch vor dem Fenstertausch. Da hatte ich sehr oft das Problem, dass ich die Feuchtigkeit von innen auf dem Fensterrahmen wegwischen musste. Das war auch nicht besser.


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Noch nie hat es jemand gewagt …

… so unmissverständlich sein Missfallen über meine neuen Errungenschaften = Fenster auszudrücken

Das finde ich mehr als respektlos, einfach auf meine neuen Fenster zu sch….ietern, dazu waren sie viel zu teuer. Dieser Vogel braucht sicher kein Kijimea Reizdarm pro – auch kein Kijimea regularis bei Verstopfungen.


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Zum Monatsende kommt der Modernisierungszug in die Puschen

Da hier vom Prinzip her nichts bis gar nichts Neues passiert, langweile ich euch einfach mit für mich freudigen Vorankündigungen.

Am 7. Juni werden die Wohnzimmerfenster getauscht – dann wird es mir nicht mehr am kleinen Fenster durch Zugluft die Nackenmuskulatur verspannen – im Winter natürlich mehr als im Sommer. Auch wird die zusammengeschobene Jalousie mit ihren Strippen, Halterungen und Drehstab wegfallen – ich werde sie nicht vermissen. – Und da ja in 6 Monaten um diese Zeit schon wieder Advent ist, stimme ich euch schon mal darauf ein. 🙂 😉

Bei der Balkontür werde ich mich darüber freuen können, dass ich sie ankippen kann und dass sie „schließt“, wenn ich auf dem Balkon bin – aber hauptsächlich darüber, dass ich nicht mehr über diese überhöhte Schwelle stolpern werde. Die Kugelbäume sind schon „umgetopft“. – Und wenn ihr euch dann noch vorstellt, dass die „Fleischerladenfliesen“ ab Juli von meinem Lieblingsmaler gespachtelt und gestrichen werden und der Fußboden grün strahlt, dann wird das Glück vollendet sein. – Der Wäschetrockner und die Blumenkästen wurden schon den Mülltonnen anvertraut.

Und das letzte ist dann das große Fenster. Ich glaube nicht, dass mir die dicken Fensterholme und die Griffe in der Mitte fehlen werden. Richtig geöffnet habe ich keines der beiden Flügel, da das (seltene) Fensterputzen vom Balkon aus passierte.

 

Für (fast) alle Fenster in der Wohnung kommen am 9. und am 10. Juni Leute von zwei unterschiedlichen Firmen, um das sogenannte Aufmaß zu nehmen. Das machen alle Firmen kostenlos, um Kunden an die Angel zu bekommen. Dann erstellen sie ein Angebot, das man nehmen oder ausschlagen kann. Eine Firma wird das eine treffen und die andere das andere.

Beim Wohnzimmer sind grüne Plissees vorgesehen. Ob ich für das Einzelfenster den dunkleren Ton wähle oder alle in dem hellen Grün ausführen lasse, werde ich beim Aufmaß entscheiden. Die Tendenz geht in diese Richtung.

Das Arbeitszimmerplissee wird diese Farbe bekommen:

und für mein Zimmer gibt es leider nur einen Farbton in lila – ich hätte es auch in dunkler genommen. Ihr seht, die Maserung ist bei allen Stoffen gleich – der Preis auch 🙂 😉

Die Plisseefirma braucht nach der Bestätigung des Angebots noch ca. 2 bis 3 Wochen zur Anfertigung und dann können sie angebracht werden und meine Fenster verzieren oder verunstalten – letzteres hoffe ich natürlich nicht. Also komme ich auch hier in den Juli, so dass ich davon ausgehen kann, dass ich meinen nächsten Geburtstag sonnen- und lichtgeschützt auf einem schönen Balkon oder in einer modernisierten Wohnung feiern kann.

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Und dann habe ich doch tatsächlich in der letzten Woche noch eine un-gute Tat begangen. Es klingelte und ein sehr junger Mann stand vor der Tür. Er wies sich mit einem Ausweis als Mitarbeiter des Magentariesen aus. – Er rührte mein großmütterliches Herz, da er so ungefähr im Alter meines Enkels ist. Ich wollte ihm was Gutes tun und unterschrieb den Wechselauftrag von V*odafone zur T*elekom, denn er bekommt ja für jeden gewonnenen Kunden eine Provision.

Leider konnte er sich höchstens 24 Stunden über diesen erwarteten Geldseen freuen, denn da hatte ich den Vertrag schon widerrufen. Sechs Monate gibt es einen anständigen Preisnachlass, dafür schlägt das Imperium danach um so stärker zu. Nicht nur die fast 40,00 € Monatsgebühr sind für eine 50.000er Leitung zu zahlen, sondern auch noch monatlich 6,00 Miete für den Router. Natürlich kann man sich den auch für 160,00 € kaufen oder beim großen A für 130,00 €. Doch wenn da irgendwas nicht funktioniert, muss man einen neuen kaufen – beim gemieteten bekommt man einen neuen.

Jeden Monat 46,00 € vom Konto abgebucht zu bekommen, das erscheint mir dann doch zu teuer – also bleibe ich bei meinem jetzigen Anbieter, wo ich noch nie Ärger hatte Wenn ich dem was von Kündigung erzähle, bekomme ich bestimmt eine Bestandskundenbelohnung – und dann bin ich wieder glücklich.

 

 

 

 


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Schön ist anders …

… aber ich will mal nicht zu pessimistisch sein …

und immer nur über das halbleere Glas jammern.

  • Gestern, inzwischen vorgestern, wurde ich geimpft und mein linker Arm schmerzt derartig, dass ich mir für die Nacht einen Trick einfallen lassen musste, um ja nicht etwa nach links in die Embryostellung zu rollen. Er ist dick und äußerst berührungsempfindlich. Zum Glück weiß ich von der ersten Impfung gegen Gürtelrose, dass das nach ein paar Tagen verschwindet und ich dann diese widerwärtige Krankheit nicht bekomme.
  • Morgen will sich mein Herr Urologendoktor aus nachvollziehbaren Gründen meine Blase von innen ansehen – ich kann mir das nicht interessant vorstellen. Aber wieder hat ihm mein Status nicht gefallen, weil er eine leichte Cystitis signalisiert – das hätte ich allein vom Ansehen OHNE Laboruntersuchung bemerkt. – Also muss ich Antibiotika schlucken – offensichtlich ziemliche Hammerdinger, denn sie werden nur 5 Tage eingenommen. Wenn ich mir da auf dem Beipackzettel die häufig und weniger häufig auftretenden Nebenwirkungen durchlese, ist Astra seneca viel, viel sicherer. – Ich kann gut reden, ich bekomme ja ein anderes.
  • Am letzten Tag des Monats erwartet mich ein Termin, dem ich ein wenig skeptisch entgegen sehe. Bei der letzten Cataract-Operation im Jahr 2018 ist ein wenig der alten Linsenkapsel im Auge geblieben – und das will er jetzt mit Laser entfernen. – Wird schon schiefgehen. – Vielleicht laufe ich dann wieder so herum.
  • Was haben wir denn noch so zu klönen. Natürlich über mein wichtigstes Thema: Meine Hörgeräte. Ich hatte sie ja fast als Porsche angekündigt, bestenfalls ein Mercedes – aber im Moment erfüllen sie noch nicht mal die Kriterien eines Golfs. Für die – so wie sie jetzt sind – würde ich noch nicht einmal 1000,00 @ zuzahlen, geschweige denn mehr als die dreifache Summe. Sie wurden mit 1,2 benotet, ich würde ihnen momentan eine 3,5 geben. – Mein Akustiker, mit dem ich in regem Mailkontakt stehe, hat mir einen vorgezogenen Termin gegeben und er meint, dass er viele meiner Kritikpunkt ausräumen kann. Schau’n wir mal. – Aus verschiedenen Gründen werde ich sie wahrscheinlich dennoch nicht nehmen. – Ich sehe doch fast wie das große Sandohr aus.

Damit ich noch einen hellen Ausblick habe, kommt morgen nachmittag der Chef einer Firma, die hier im Haus schon in vielen Wohnungen die Fenster zur vollen Zufriedenheit der Bewohner gewechselt haben.

Alle Wohnungsfenster werde ich nicht tauschen lassen, das wäre mir zu teuer. – Ich habe mich bei den Leuten erkundigt, wann sie die Fenster einbauen ließen – es war 1993, also nicht gerade vorgestern. Auf meine Frage, warum er bei dem großen Balkonfenster die 2-Fenster-Variante gewählt hat, grummelte er nur – in der ganzen Wohnsiedlung haben in etwa 80 % der Wohnungen eine durchgehende Scheibe, die nicht geöffnet werden kann. Aber putzen ist vom Balkon aus möglich, also entscheide ich mich für die durchgehende Version. Dann sind aber alle Hibiskusblüten weg. – Er hatte sich bei der Verwaltung erkundigt, die ihm gesagt haben, eine Veränderung wäre nicht erlaubt. – Alle anderen haben nicht gefragt, sondern einfach tauschen lassen.

Das kleine Fenster ist ja das, was mir beim davor-sitzen einen kalten oder steifen Nacken beschert. Im Winter steht das Wasser mehrere Zentimeter hoch auf dem unteren Schenkel. – Aber auch hier werden die Schmetterlinge ins Nirwana flattern, denn ich kann sie nicht umsetzen.

Die Balkontür ist vom Prinzip her noch in Ordnung. Mal sehen, welches Argument er anführen wird, ums die auch zu tauschen. – Und wieder kann ich nur bedingt meine Fensterbilder retten.

Der Chef hat mir versprochen, dass die beiden Rollos für Tür und kleines Fenster wieder angebracht werden.


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Wetten dass …

… 99,9 % der Menschen eine blickdichte Folie auf ihre Fenster kleben, damit ihnen keiner beim Duschen, pullern, lieben oder ankleiden zusehen kann??? Natürlich kann man auch Gardinen dafür verwenden, doch diese sind im Bad unüblich. Damit nicht so umständlich mit Folien gearbeitet werden muss, haben die Anti-Durchblick-Akteure geriffeltes Fensterglas erfunden.

Was ist nun aber mit den 0,1 % der Menschheit?

Diese Minimalmenge heißt z.B. Clara. Sie geht in den Baumarkt, kauft eine Rolle solcher Folie, legt sich alle Werkzeuge zurecht und schneidet sie fenstergerecht zu. Dieses Foto zeige ich hauptsächlich deswegen, damit die liebe Fee etwas wiedererkennt.

3008 Fensterfolie 28

Kann man mich in der 8. Etage ohne Gegenüber beim Duschen, ankleiden, ausziehen beobachten? Eher nein! Also will ich die Folie nicht benutzen, damit keiner hineinschaut, sondern dafür, dass keiner rausschauen kann, ganz konkret ich nicht. Die hässliche Industrie geht mir gegen den Strich.

Ich säubere mit Glasreiniger die Scheibe klinisch rein und schaffe es sogar, die Folie blasenfrei auf die Scheibe zu kleben.

Die Industrie konnte ich im Sitzen nicht mehr sehen, nur beim Stehen war sie natürlich noch da.

Leider hafteten die beiden Fensterblumentöpfe auf der Folie nicht – und ich fand es ungeheuer blöd, nicht rausgucken zu können. Die Folie war genau 12 Minuten auf der Scheibe und jetzt ist der Blick auf Baukran oder Sonnenuntergang wieder frei – im Sitzen und im Stehen.

Ich habe einen anderen Weg gefunden, ein wenig von dem Durchblick abzulenken. Im Wohnzimmer wurden passend zu den Blumentöpfen Hibiskusblüten auf die Scheibe geklebt – sehen irgendwie lustig aus.

Und jetzt noch zwei Blüten original.

3008 Hibiskusblüte 15

3008 Hibiskus rot 41

Aber ich habe ja noch viele andere Fenster, die verziert werden können. Auf zwei von ihnen habe ich einfach Schmetterlinge fliegen lassen – da habe ich das Gefühl, länger oder immer Sommer zu haben.

Für heute erst einmal genug Klebebilder.

Update: Mein kleines Badezimmerfenster ist frei von Schmetterlingen und Hibiskusblüten, dafür kleben dort zwei kleine Olivenbäumchen.