Claras Allerleiweltsgedanken


15 Kommentare

Keine Männer in Sicht …

… auch keine Handwerker oder Computerhilfsmenschen

Nachdem sich der geplante Fenstereinbautag 4 x erfolglos wiederholt hatte, schrieb ich dem Fenster-Einbau-Meister eine SMS und wollte über den weiteren geplanten Ablauf informiert werden. – Doch offensichtlich wollte das nur ich – er war nicht bereit, auch nur ein einziges Wort zum weiteren Fortgang zu schreiben oder zu sprechen – SEHR FRUSTRIEREND!

Das Lieblingswort des Computermenschens ist „morgen“ oder „Morgen“ oder „Habe ich heute nicht mehr geschafft!“ – Und das kam immer dann, wenn ich ab 16:00 Uhr bis zu seinem Feierabend 18.30 Uhr erwartungsvoll gehofft habe, dass was passiert und dass mein Mozilla Firefox wieder so ist, wie ich ihn vor der Neuinstallation bzw. kurz danach auch noch verlassen habe. Dass ich ihn mir durch eines der übereifrigen Zusatzprogramme von Avast offenbar zerschossen habe, war ja nicht zu ahnen. Aber jetzt, nach einer Woche nach dem Defekt, ist er immer noch nicht wieder in meine (Computer-)Arme zurück gekehrt, der Browser, nicht der Computermensch.

Die ganze Sache hat den Vorteil, dass ich mich endlich mit dem „neuen Editor“ befasse, weil mir der Zugang zum klassischen Editor durch die Hirnwindungen meines Gedächtnisses geschlüpft ist.

Freudig erregt habe ich festgestellt, dass ich die „abgespeckten“ Fotos, die ich hier für eine Veröffentlichung vorgesehen habe, vom Handy DIREKT in die Mediathek einfüttern kann. Da kann ich ja meinen Sonyboy = Fotoapparat meistbietend auf dem Heiratsmarkt an begierige Frauen versteigern.

Da ich euch ja nicht wochenlang damit abspeisen kann, dass ich mir eure Blogs nicht ansehen kann, habe ich von Maksi einen guten Tipp mit einiger Hilfestellung bekommen, so dass ich mich mal drangemacht habe, die allerallerallerwichtigsten Blogs im Feedreader von Thunderbird abzuspeichern. Damit hatte ich ausreichend Probleme, weil ich nicht überall das RSS-Symbol finden konnte. Oft war sie in der Begleitleiste in Worten abgespeichert – aber bei WordPressfremden Blogs wie zum Beispiel Blogspot oder so versagte der Speicheralgorhythmus.

Um zu wissen, wer bei mir in der letzten Zeit kommentiert hat, habe ich 100 Kommentare zurückgespult – aber eigentlich ja nur 50, denn die Hälfte sind ja meine Antwortkommentare. Und all diese Leute habe ich aufgerufen und abonniert.

Und dann habe ich mich noch ausgiebiger mit der Tastatur beschäftigt. Die gerade mal neu aufgeschriebenen Buchstaben waren nach zwei Tagen schon wieder verschmiert und verschmaddert. – Ich holte mir ein Fläschchen durchsichtigen Nagellack, säuberte die Tasten erneut und beschrieb sie auch neu. Und dann bekamen sie alle eine Lackschutzschicht. – Bis jetzt hält es. – Zur Feier des Tages habe ich die Auflage für die Hände auch gleich Nagellack-geschützt.

Wegen überschüssiger Arbeitskraft habe ich meine Metallbrüstung auf dem Balkon mit Autopolitur bearbeitet – sie sollte etwas mehr glänzen. Das macht sie nicht unbedingt, aber die Wassertropfen verhalten sich jetzt anders.

Dann habe ich noch ein wenig dem Dekowahn gefröhnt, bevor ich müde ins Bett gefallen bin.


26 Kommentare

Aufmaß ist nicht gleich Aufmaß

Zuerst zeige ich euch ein paar Fotos, die mit dem Überschriftsthema nichts zu tun haben.

Meine Fenster sind wirklich extra für mich gemacht worden, was man anhand des Datums sehen kann. Zwischen den drei Scheiben sind die genaue Typbezeichnung, die Größe und das Herstellungsdatum aufgedruckt. Durch das Verkleinern kann ich die unteren Werte kaum lesen – aber ich habe ja das Original.

Irgendwie habe ich mich jetzt mit mir geeinigt, was drin auf dem Fensterbrett und was draußen an Pflanzen stehen wird. Wer weiß, wie oft ich das noch umräume.

Es gibt doch die Redewendung „Da zieh dich mal schön warm an“, wenn man größere Unternehmungen vor hat. Ich fange erst mal mit zwei Kopfwärmern an – bei meinen dünnen Haaren sehr angebracht.

Die untere junge Dame sieht doch durch die Spiegelungen wirklich aus wie ein Gesicht 🙂 )

Aus Begeisterung oder aus Übermut oder aus Wahnsinn habe ich beschlossen, die Fenster in den restlichen Räumen auch erneuern zu lassen. Das ist der eine Flügel im Arbeitszimmer, das Fenster im Schlafzimmer, das aus zwei Flügeln besteht und Küche und Bad. Dort ist es für die Monteure nicht nur unbequem, sondern auch äußerst schwierig. Obwohl die Fenster 20 cm von der Höhe her kleiner sind, sind sie teurer als die anderen. Es ist mehr oder weniger ein Fenster, dessen großer Flügel in der Küche ist und der kleinere im Bad. – Meine Nachbarin meinte nur, das war sehr kompliziert.

Schmalzstullenspenden muss ich danach noch nicht von euch erbetteln, aber teure Reisen kommen vorläufig nicht in Frage. Von den Fenstern habe ich mein ganzes Wohnleben was – von einer Reise nur kurzzeitig, weil ich alles bald wieder vergessen habe.

Doch jetzt endlich zur Überschrift.

Aus einem gewissen Erfahrungswert habe ich mich bei zwei Firmen umgesehen und ich habe mir auch bei beiden einen Aufmaßtermin geben lassen – einen am 9. und den anderen am 10. Juni.

Der Mitarbeiter eines ziemlich großen Unternehmens am ersten Tag war jung, hübsch, freundlich, witzig – und mit relativ wenig Ahnung versehen, wie ich allerdings erst am nächsten Tag bemerkte. Er ist nur für das Aufmaß zuständig – die Montage machen dann andere. Die hätten in meinem Falle seine Fehler ausbügeln müssen – oder sie wären mehr oder weniger zu meinen Lasten gegangen, wenn zum Beispiel die Balkontür nicht mehr vollständig aufgeht, weil die Befestigungen der Plissees in Kollision mit der Scheuerleiste kommen. – In den anderen Zimmern wäre es noch schlimmer gekommen. Ich wollte ja die Plissees breiter anfertigen lassen, damit sie dann beim Fensterwechsel mit den breiteren Scheiben auch passend gewesen wären. Die Befestigung hätte dann im Metallwinkel der Flügel erfolgen müssen, was Schwierigkeiten hätte mit sich bringen können.

Er zog ab und bisher habe ich das Angebot noch nicht vorliegen.

Am nächsten Tag kam ein Vollbluthandwerker – er ist zwar schon etwas über 70, arbeitet aus Spaß an der Freude, nicht, weil er muss oder weil er das Geld unbedingt zum Leben braucht. Er hatte den Vorteil, das Aufmaß zu machen und auch die Montage der Plissees vorzunehmen.

Im Wohnzimmer werden die Balkontür und das Fenster mit der Klebemontage angebracht – auch wenn es deutlich teurer ist. Beim großen Fenster muss gebohrt werden, weil ich nicht die zwei Klebestreifen in der Mitte des Fensters haben möchte.

Und dann haben wir uns geeinigt, dass die Bestellung der restlichen Plissees so lange warten wird, bis die neuen Fenster montiert sind.

 

 

 

 

 

 


28 Kommentare

„Es werde Licht …“ –

… so steht es in der Schöpfungsgeschichte und damals sprach Gott bei der Erschaffung der Welt diese Worte. – Später sagte er zu den Menschen: „Macht euch die Erde untertan!“ und schickte die Menschen in die Welt hinaus.

Und deswegen sprechen heute Handwerker diesen Satz – zwar nicht so wörtlich, sondern mehr sinnbildlich. Bei mir waren es die Fenster(ein)bauer.

Am 7. Juni standen sie pünktlich 7.30 auf der Matte. Als sie zu zweit die erste Ladung am Fahrstuhl abstellten, wollte ich schon fragen, ob sie bei mir einziehen wollen.

Hätte ich geahnt, was noch so alles kommt, ich hätte mir eine Wohnung mit größerer Treppenhausfläche gewünscht.

Die drei Fenster wurden auch vor dem Fahrstuhl abgestellt. Sie müssen so (sau)schwer sein, dass keinerlei Diebstahlsgefahr besteht. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass sie innerlich über die 8 Stufen geflucht haben – Fahrstühle in Höhe der Wohnungstüren sind angenehmer.

Das handwerkergerecht präparierte Wohnzimmer wartet bei sehr gut geeigneten Temperaturen auf das, was jetzt kommt.

Und sie machten sich sofort daran, den gesamten Fußboden mit Schutzmatten auszulegen und die Möbel gegen den Staub beim Ausbau der alten Fenster zu schützen.

Und irgendwann ging es dann mit einigem Getöse und Krach los – angefangen wurde genau mit diesem kleinen Fenster, was hier zu sehen ist.

Ihr glaubt es nicht – als der Fensterflügel drin war, habe ich ganz vorsichtig die Finger ausgestreckt, ob da wirklich Glas ist. Die neuen Scheiben sind derartig hell und durchsichtig – es ist ein Unterschied zu vorher. Außerdem ist die eigentliche Glasfläche in der Höhe 5 cm und in der Breite 7 cm größer, da die Rahmen kleiner sind. Mir ist das sofort aufgefallen – der Chef wollte es gar nicht glauben.

Beim Hereintragen der Balkontür mussten sie ziemlich aufpassen, nichts von der Einrichtung ungewollt mitzunehmen. Dem jungen Mann traute ich solche Kraftakte kaum zu – aber da er schon 10 Jahre in dieser Firma angestellt ist, konnte er seine Muskeln ausreichend trainieren.

Dieser Moment war für mich einer der lustigsten. Ich konnte mir natürlich nicht verkneifen, immer wieder mal ins Zimmer zu gucken, um zu sehen, wie weit alles vorangegangen ist. Außerdem musste ich ja auch Getränkewünsche erfragen und erfüllen.

So eine riesengroße Fleiluftfläche werde ich nie wieder in meinem Wohnzimmer haben.

Die alten Fenster mussten ja auch irgendwo abgestellt werden. Ich konnte gerade noch sicherstellen, dass die Wohnungstür der Mittelwohnung nicht zugebaut wird, denn die kommen immer mit dem Kinderwagen aus der Wohnung – was dann nicht möglich gewesen wäre. Aber der junge Mann von gegenüber ist eh nie da oder arbeiten oder bei seiner Freundin – da störten

 

Zwischendurch musste ich mal frische Luft schnappen gehen, die nicht nach verschwitzten Handwerkern riecht. In diesem historisch wertvollen Hänger sind also meine Fenster spazieren gefahren.Hier hat mich mal wieder der kleine Beelzebub geritten – ich stellte mir gerade das Getöse vor, wenn ich diesem Rollbrett einen kleinen Schubs gebe. Preisfrage: Wer würde sich da am meisten aufregen? – Die alten Rahmen wurden zersägt, da sie nicht im ganzen ausgebaut werden können. –

Schwierig war, dass unter dem Rahmen Wasser war, was auf ziemlich kaputte Fenster (25 Jahre alt) hinweist. Nur ob ich diesen sehr teuren Handwerker für die restlichen 5 Fensterflügel nehmen würde – darüber bin ich mir nicht im klaren. Im Netz sind Kunststofffenster mit maximal 600,00 € angegeben – ich habe für diese drei Sachen weit über 3000,00 € gezahlt. – Dieses Jahr wird auf keinen Fall mehr etwas passieren – für nächstes Jahr lege ich nicht die Hand ins Feuer.

Ich musste doch gleich mal testen, wie fest sich diese Tragegriffe ansaugen. Geschickter Weise habe ich auf die richtigen roten Knöpfe gedrückt und die Scheibe ließ sich nicht einen mm verschieben.

So, und jetzt ist die Story auch schon fast zu Ende. – Sie haben am ersten Tag nicht alles geschafft, so dass der Mitarbeiter am nächsten Tag noch einmal kam und alles ganz super hinterlassen hat. – Der gute Draht zwischen uns kam vielleicht auch daher, dass er in Potsdam aufgewachsen ist und auch jetzt noch dort wohnt. – Das alles hatte er mir zum „Pfand“ dagelassen, dass er am nächsten Tag wirklich noch einmal kommt.

Und jetzt noch ein Blick durch das schöne große Fenster – wirklich ein herrlicher Aus- und Durchblick.

Am nächsten Tag kam dann ein junger Mann, der die Maße für alle Plissees in der Wohnung genommen hat. Ich hoffe, diese runden dann die Schönheit noch einmal ab.

 


21 Kommentare

Gedult? Gehduld?? oder Gedullt???

Ich kann nur Un-Geduld richtig schreiben

Auf dem Hinweg zum Friseur sah mein Kopf noch so aus:

Die Friseuse hat zwar Abhilfe geschaffen, aber ich sah schon besser aus, nachdem ich 29,00 € auf den Tresen gelegt hatte. – Egal, jetzt habe ich wieder für einige Wochen Ruhe.

Auf dem Heimweg kam ich an diesem Auto mit der „lustigen Autonummer“ vorbei. Der arme Eigentümer wird Zeit seines Autolebens an die Phase der FFP2-Maskentragerei erinnert werden. – Ich kenne bessere Sachen, an die ich erinnert werden möchte.

So, aber jetzt zur Überschrift, denn das soeben Gezeigte meine ich nicht damit.

Wenn heute Freitag ist, dann war gestern Donnerstag – und vier Tage später erfolgt der Fensterwechsel. Ganz bequem hätte ich alle notwendigen Vorbereitungsarbeiten am Vortag erledigen können, denn es steht keine Reiseaktion oder anderes im Kalender.

Früher habe ich mich immer über meine Mutter belustigt, die alles schon Tage, gar Wochen im Voraus in Angriff genommen hat. Und endlich sehe ich ein, dass ich das von ihr geerbt habe.

Denn, was habe ich schon alles erledigt???

Blumen von den Fensterbänken im Wohnzimmer in mein Zimmer getragen:

Das kann man ja notfalls noch „entschuldigen“, denn ob die Pflanzen Wohnzimmersonne oder Clarazimmersonne bekommen, ist ja eh egal – vor allem dann, wenn die Jalousien nach unten gelassen sind.

Aber schon die „Getränkebar“ für die Handwerker aufzustellen, grenzt ein wenig an Übereifrigkeit 🙂 😉

Aber die nächste Aktion ist noch ein wenig verrückter. Die beiden Aufmaßtermine bei zwei verschiedenen Firmen habe ich am 9. und 10. Juni. Ein Aufmaß hätte die Aufmaßperson im Arbeitszimmer sicher auch noch hinbekommen, wenn sie sich auf die Couch knien müsste. Und ich hätte noch bis zum Termin der Plisseemontage (so ungefähr Ende Juni rechne ich damit, es kann ein paar Tage früher oder später sein) ein ganz bequemes Arbeiten am Computer gehabt.

Stattdessen bekomme ich den Flitz, das nötige Umräumen gleich und sofort mit großer UNGEDULD  in Angriff zu nehmen. Das Wenden der Couch war wirklich Millimeterarbeit, denn ich wollte ja nicht den Arbeitsplatz rausräumen. Wenn das nötig gewesen wäre, hätte ich mir eine starke Person zum Anheben geholt.

Alles Überflüssige wird in den Korridor gestellt und dann durch Schrägstellung der Liege getestet, ob der Platz zum Wenden mit einigen Rangiervorgängen ausreicht. Als sie übergangsweise an ihrem Interimsstandort angekommen war und ich den Bürostuhl hinschob, fluchte ich darüber, dass die Damen und Herren Architekten diesem Zimmer nicht wenigstens 20 cm mehr Breite gegönnt haben, denn dann hätte es gereicht. Fünf cm konnte ich noch gewinnen, indem ich den Computertisch ganz an die Wand schob, aber auch dann hätte ich die ausgefahrene Computertastatur ständig im Bauch drücken gehabt. – Jetzt werde ich ca. 4 Wochen mit dem Provisorium leben müssen – aber zum zurückrücken der Liebe hole ich mir Verstärkung.

Noch übereilter war die letzte Aktion, denn mein Superhandwerker kommt ja erst im Juli, um den Balkon aufzuhübschen. Ich wollte ein wenig seiner Zeit und meines Geldes sparen und machte mich an die von mir gestrichene Scheuerleiste. Eine untauglichere Farbe hätte ich kaum wählen können, denn schon nach kurzer Zeit platzte sie überall auf und ab.

Arbeiten in Bodennähe gehören nicht zu meinen Lieblingsarbeiten.

Genug jetzt von der Zukunft, noch ein wenig Gegenwart, denn heute habe ich wieder einen Akustikertermin. Da haben sich für mich ein paar gute Aussichten herausgestellt. Vielleicht kann ich ein wenig Geld sparen, das ich dann an Fensterbauer, Plisseemonteure oder Balkonverschönerer verteilen kann.

Um all diese Wunderdinge zu vollbringen, müssen wir drei: Gerät, Akustiker und ich noch ein wenig miteinander arbeiten.