Claras Allerleiweltsgedanken


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Zum 4.3. etwas Freude und einen Joke

Anfang Februar bekam ich einen Anruf. An der gezeigten Nummer sah ich, dass er aus Österreich kommt.

Die (junge) Frau am Apparat fragte mich, ob ich mich noch an meine Beschwerde wegen des ausgefallenen Flugs nach Wien erinnere, der mich einen gesamten Urlaubstag gekostet hatte. .- Und wie ich mich erinnern konnte. – Da aber an dem Tag in Wien ein Unwetter war, hat die Fluggesellschaft alle Forderungen abgelehnt, da sie für Wetterunbilden nicht zahlen müssen. Und ich hatte das sogar eingesehen und alles ad acta gelegt.

Dem ist nicht so – dieser Fahrgastrechte-Kämpferverein (die heißen natürlich anders) bestätigten mir, dass ich doch entschädigt werde. Und wenn die Summe auf meinem Konto ist, sage ich: „Nicht schlecht und ganz ganz großen Dank“

Ich sollte zwecks Überweisung meine Kontodaten – IBAN und BIC – senden.

Und jetzt der Joke: Ich schrieb: „Sehr geehrte Frau Stockenhuber ...“ und mein automatisches Rechtschreibprogramm machte: „Sehr geehrte Frau Stubenhocker …“ — Zum Glück habe ich es bemerkt und geändert.

Ich kann meine Freude immer noch kaum glauben – ich habe wirklich (plötzlich und unerwartet) 400,00 € mehr auf meinem Konto. – Ich habe mich freudig erregt per Mail bei ihr bedankt.


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Jetzt geht die Reise wirklich los – Reise 3

Wenn auch einen Tag später, geflogen wurde doch und es wurde auch angekommen am Ziel. Ursprünglich sollten wir am 1. September in den frühen Abendstunden mit der Austrian Airlines starten, in Wien zwischenlanden und (mit vorgerückten 2 Stunden) gegen 4.00 Uhr in Jerewan landen. – Doch die erste Maschine wurde ersatzlos gestrichen. So standen 17 Gruppenteilnehmer am Abfertigungsschalter und der Austria-Mitarbeiter suchte fieberhaft nach Alternativen, wo er uns unterbringen konnte. 10 flogen so weiter, wie ich es im nächsten Absatz beschreibe. 7 flogen über Warschau nach Jerewan.

Die Realität war folgende: Start am 2. September – aber schon gegen 13.00 Uhr  in Tegel – die Zwischenlandung in Wien blieb – aber dann ging es mit der griechischen Airlines weiter und wir landeten in Athen zwischen. Leider war die Wartezeit zwar lang, aber nicht lang genug, um was von Athen zu sehen. – Die Landung in Jerewan fand in etwa zur gleichen Zeit statt.

Das ausgefallene Programm vom ersten Tag wurde für die „Spätberufenen“ in Teilen an anderen Tagen nachgeholt.

3. September: Kathedrale Etschmiadsin und Tempel Swartnotz – Obstmarkt – Besuch der legendären Ararat Brandy Fabrik

Die zwei Stunden, die zwischen Check in im Hotel und dem Frühstück blieben, nutzte ich zum Ausräumen des Koffers, für Fotos des „heiligen Berges“ Ararat aus meinem Fenster und zur Identifizierung der eigenartigen Geräusche, die in meinem Zimmer brummten. Leider ist ja der Ararat auf türkischem Gebiet in Ostanatolien. Und die Armenier sind ja auf die Türken ja gar nicht gut zu sprechen – und das aus gutem Grund. Und daran ist nicht nur der jetzige türkische Staats“lenker“ schuld.

Dass das erste Foto mein riesiges Zimmer zeigt, ist ja wohl klar – und das zweite ist nicht das Chaos, das nach dem Ausräumen meines Koffers das Zimmer beherrschte – nein, es ist der unsagbar große Müllhaufen im Innenhof, der bis zu meinem Zimmer in der 5. Etage hinauf stank. Diese völlig überfüllten Mülltonnen fand man an allen Ecken und Enden der Stadt und im Land. – Zwei Nächte später fuhr gegen 23.00 Uhr ein großes Müllauto mit mindestens 8 Mitarbeitern auf den Hof. Unter lautstarkem Gebrüll wurden die Tüten und Abfälle verladen. – Einziger Vorteil für mich: Ich hörte das Brummen in meinem Zimmer nicht mehr.

Doch das Hotel hatte natürlich auch eine gute und vornehme Seite. Immer stand ein sehr hübscher „Boy“ an der Tür, der uns diese offen hielt. Diese Arbeitsbeschaffungsmaßnahme erinnerte mich doch sehr stark an DDR-Zeiten.

Nach dem Besuch von Matenadaran – eine der ältesten und reichsten Aufbewahrungsorte für uralte Bücher – starteten wir zur Kathedrale Etschmiadsin – dort in dem religiösen Zentrum ist der Sitz des Oberhauptes der apostolischen Kirche von Armenien. – Im Laufe der Woche bekam ich den Eindruck, Armenien ist bis in die tiefste Faser seines Herzens katholisch – so katholisch kann Deutschland nie im Leben sein. Die Armenier haben seit 301 den Katholizismus als Staatsreligion – mal von der Sowjetzeit ein wenig abgesehen.

Da ich von den Erklärungen der armenischen Reiseleiterin Nelly viel zu wenig verstanden habe, führe ich jetzt keine falschen Fakten an – das erfahren alle Interessierten, wenn sie selbst hinfliegen.

Immer wieder schnappte ich den Begriff „Kreuzsteine“ auf und begriff, welche Bedeutung sie für das armenische Volk haben.  Aserbaidschan hat  unrühmlich den größten Anteil daran, dass Tausende dieser Kreuzsteine zerstört wurden.

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In Swartnotz zeugen die Ruinen der 652 erbauten dreigeschossigen Rundkirche von einem besonderen byzantinischen Meisterwerk.

Jetzt weg von den geistig-kulturellen Höhepunkten dieses Tages – jetzt wird es kulinarisch und geistig spirituell. – Der Obstmarkt quoll nur so über von Früchten und Verlockungen – doch die von mir so bevorzugten Datteln, wie ich sie in Marokko gekauft habe – waren auf dem ganzen Markt nicht zu finden. – Und eine Verständigung mit den Verkäufern klappte auch mit Zeichensprache nicht.

 

Den Abschluss des Tages machte der Besuch der Brandy Fabrik aus, die gleichzeitig auch Museum ist. – Auf dem vorletzten Foto sind unter Metallschalen die Zutaten versteckt, die alle zur Produktion eines guten Brandys notwendig sind.

Auf dem letzten Foto sieht man die beiden Probiergläser stehen, die jeder vor sich an einer langen Tafel zu stehen hatte.

Eines dieser beiden Gläser habe ich ausgetrunken – das andere verschenkt. Wie mir gesagt wurde, habe ich genau das falsche Glas weitergereicht. Sonst hätte ich vielleicht nicht so eine unmutige Gesichtsverzerrung nach dem Trinken aufsetzen müssen.

Am 22. September geht es weiter!

 

 

 


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Erstens kommt es anders…

oder:

Spiegel kaputt – 7 Jahre Pech?

oder

Die „AUA“ hat Wort gehalten

Eigentlich müsste ich jetzt in Wien auf dem Flughafen sitzen und auf den Weiterflug nach Jerewan warten oder schon in der Boardingsschlange stehen.

Uneigentlich sitze ich aber an meinem heimischen Computer und störe eure versprochene Ruhe vor mir.

Gestern 19.35 Uhr sollte die Maschine der AUstrian Airlines nach Wien fliegen. Als ich mich näher informieren wollte, las ich „Fällt Aus“ oder „Gestrichen“ oder eine ähnliche widerliche Umschreibung. Da ich Ansagen und ähnliches schlecht bis gar nicht verstehe, rief ich die für solche Fälle eingerichtete Hotline der Reisegesellschaft an. Mit deutlicher Stimme gesprochen verstand ich, dass ich mich an die Fluggesellschaft wenden soll. … Dazu hätte ich keine Hotline mit langen Wartezeiten gebraucht.

Alle 17 der Gruppe wurden umgebucht auf eine Maschine der AUA um 21.05 Uhr. Uns wurde zugesagt, dass der Anschlussflieger auf uns wartet, da nur 5 Minuten Umsteigezeit blieben.

Als aber diese Maschine auch große Verspätung hatte, wurden unsere Flüge nach Jerewan dem Fluggott zurück gegeben.

Morgen starten wir schon gegen Mittag, fliegen erst nach Wien mit der AUA, dann nach Athen und von dort dann nach Jerewan – beides mit griechischen Maschinen. Wir kommen wieder erst spät nach Mitternacht an.

Oder war an diesem Pech gar nicht die AUA Schuld, sondern mein Spiegel, der während meiner Abwesenheit in der Küche abgefallen ist? Er war nicht total kaputt, sondern nur eine Ecke – von den 7 Tagen Urlaub war eben nur ein Tag weg.

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Ihr könnt ruhig kommentieren, ich bin noch bis 11.00 Uhr im Haus und habe – so Gott will, dass ich nach Jerewan komme – dort auch WLAN im Hotel.

 


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Marokko 1 – An- und Abreise

Nachdem ich seit meiner Rückkehr aus Marokko am Dienstag, dem 26. Juni, geschindert habe wie eine korsische Hafennutte, habe ich jetzt ca. 850 Fotos bearbeitet, sortiert und kategorisiert – fast wie im Studium zur „besseren“ Bibliothekarin.

Ganz so schlimm werde ich es nicht mit euch treiben, einige habe ich gelöscht, aber natürlich konnte ich mich von den meisten Fotos nicht trennen. Ich habe sie beschnitten und dort nachgeholfen, wo Prinz Lumix keine 100%ige Arbeit geleistet hat. Das war immer dann der Fall, wenn die Lichtverhältnisse nicht ideal waren.

Wenn ich euch Fotos von der An- (12.06.2018) und Abreise zeige, hätte es sich doch eigentlich gleich erledigt. Nenene, so billig kommt ihr nicht davon – wenn ich schon die Arbeit hatte, sollt ihr wenigstens das „Vergnügen“ haben, Fotos zu gucken und bitte, bitte auch paar Worte schreiben, damit ich nicht das Gefühl habe, nur für den Computer gearbeitet zu haben.

Die Flüge waren nicht halb so schlimm, wie ich sie nach den vielen Kritiken auf der Website der Fluggesellschaft erwartet hatte. Die Sitzabstände sind in allen Maschinen zu klein, wenn man so lange Oberbeine hat wie ich. Und obwohl ich mir bei der Hinreise extra ganz kompliziert Getränke in kleinen Behältern mitgenommen habe, gab es wider Erwarten was zu trinken.

Mit der Verlängerungswoche in Marrakech habe ich ja voll in die Sch…. gegriffen, aber so etwas sagt eine Dame nicht. Alle aus der Gruppe von der ersten Woche haben in Agadir am Meer verlängert, nur Clara hat sich bei brütender Hitze in der „Pampa“ dicht an der Wüste rumgetrieben. Ich hatte mir extra einen Reiseführer gekauft und wollte „uff Kultur“ machen, aber das wurde durch zahlreiche Faktoren vereitelt, auf die ich später zu sprechen komme.

Der Start in den Urlaub verzögerte sich um knapp zwei Stunden und dann musste wir nach er superpeniblen Pass- und Zollkontrolle und dem Ausfüllen unendlich vieler und vor allem langer Formulare mit dem Bus ca. 3,5 Stunden in unser Starthotel in Marrakesch fahren. Dort gab es erst mal wieder Formulare und dann Nachtmahl – nachts gegen 2.00 Uhr. Ich verzichtete auf das Hauptgericht und die Nachspeise und fiel gegen 3.00 Uhr todmüde ins Bett – doch nur für wenige Stunden, denn gegen 7.30 Uhr (oder so) sollte es schon weiter gehen.

Ich will ja offen und ehrlich gestehen, dass das nicht unsere Maschine von der Small Air Planet ist, aber die stand in Schönefeld zu weit weg, um sie zu fotografieren. Diese Behauptung können die Stuttgarter nicht überprüfen.

Falls hier (erwünschte) Mitfahrer mitlesen, können die gern Verbesserungen per Kommentar einbringen. Mein Gedächtnis versagt jetzt schon nach so kurzer Zeit, aber wir wollen ja auch nicht krümelkackerisch sein – euch ist es eh egal, wann, wie und wo wir gefahren sind.

In der Verlängerungswoche habe ich immer zum Mond gesagt: Wenn du wieder voll bist, dann bin ich leer vor Lust, noch länger hier zu bleiben.

So eine Abreise früh um 3.00 Uhr hat auch so ihre Romantik – aber eine sehr begrenzte, zumal der Flug erst um 10.00 Uhr starten sollte, dann aber tatsächlich erst 11.50 Uhr abhob. Sicherheitshalber waren wir also – ein voller Bus mit müden Leuten – schon gegen 6.00 Uhr am Flughafen Agadir und warteten dort, bis die Check-in-Schalter öffneten. Man gönnt sich ja sonst nichts. – Und da sich der Abflug dann wieder 2 Stunden verzögerte, war ich zu diesem Zeitpunkt schon 9 Stunden auf den Beinen.

Und falls jetzt noch jemand irgendwas an meinem Koffer wiedererkennt, dann freue ich mich.

Man hört und liest sich – hoffe ich doch.

Als ich auf dem Rückweg vom Flughafen durch Neukölln fuhr, sah ich mehr verschleierte Frauen mit Burka als in Marokko – aus diesem Grund hätte ich also nicht verreisen müssen.