Claras Allerleiweltsgedanken


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Drachenfest in Tempelhof

Dort, wo früher die etwas größeren Maschinen gestartet und gelandet sind, durften an diesem Tag die abenteuerlichsten Gebilde in die Luft gehen – wenn sie es denn geschafft haben.

Es war ein Samstag und ich hatte Anna-Dienst. Vergnügt machten wir uns auf die Füße – im wahrsten Sinne des Wortes, denn wir stiegen zwei Stationen zu früh aus. Das Kind wollte sich nicht an einen aufgeblasenen Bären,

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1610 DrF Flugfiguren 84Drachen oder sonstiges hängen – nein, es wollte hüpfen, springen, rutschen – alles kostenlos, alles von der veranstaltenden Wohnungsbaugesellschaft finanziert. Die Hüpfburgen ließen schon ihr Herz höher schlagen, aber noch heftiger schlug es wohl auf dem Trampolin, aus beiden Gründen: Freude und Anstrengung.

 

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(Da Annas Vater momentan computermäßig nicht erreichbar ist, konnte ich keine Freigabeerlaubnis bekommen – deswegen verpixxelt.)

Ich konnte sie gerade noch zu einem Rundgang bewegen – den Rest der „Kunst“ musste ich mir dann allein ansehen.

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Den großen, weißen Männern zollte sie ein wenig Respekt – aber sie wollte zurück zu der Hüpferei.

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Als wir dann jedoch „Clara“ am Himmel entceckten (lila), freuten wir uns beide, dass sie so mutig war.

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Die teilweise recht unverständliche Kunst, die auf ausrangierten Minigolfbahnen angeordnet war, zeige ich als Minigalerie.

 

Morgen gibt es noch ein paar Fotos im Fotoblog.


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Gestern Nachmittag …

habe ich euch alle, die Ihr mir so lieb geschrieben habt, mitgenommen – in Gedanken – aber dann habe ich euch irgendwann euch selbst überlassen, weil ich allein sein wollte.

Ich musste nämlich das hier hören:

(Noch nie seit Heikos Tod konnte ich es ohne Tränen in den Augen hören, aber jetzt diese Version mit den passenden Bildern dazu ist für mich einfach nur … ohne Worte)

Keiner von euch wird sauer sein, dass wir nicht zum langweiligen Teltowkanal gegangen sind, denn das wäre eh kein Segelrevier für Heiko gewesen  – sondern zum riesengroßen Flugplatz, der jetzt den Menschen gehört, ohne die Technik, das ist doch mal was.

Wahnsinn – es rollerte, radelte, skatete und menschelte, dass es eine wahre Freude war.

Der Himmel zeigte alles: meine Lieblingswolken, dräuende Finsternis, doch immer lugte irgendwo die Sonne dahinter hervor – zur Stimmung passend.

Als ich das hier sah, musste ich an Abschied, Vergänglichkeit denken:

Aber dann gab es auch das auf den wundervollen Naturwiesen:

Die farbigen Blumen zwischen den weißen – genau diese Farbe hatte meine Jacke, die ich anhatte. Und plötzlich kommen 4 junge türkische Mädchen auf dem Fahrrad und rufen mir zu: „Schöne Jacke!“

Hoffnung gab es auch, dass Leben immer weiter geht und neu entsteht:

Unter diesem Baum habe ich mich hingesetzt und geträumt – mit offenen Augen, wachem Herzen und klarem Verstand. – Nicht einen Tag von dieser Zeit möchte ich hergeben.

Mit einem „Rosinenbomber“ kann ich euch nicht erfreuen. Das Flugzeug, was hier rumsteht, wurde von der Flughafenfeuerwehr zu Übungszwecken verwendet. Dementsprechend ramponiert sieht es aus.

Mit diesem Bild lässt sich das Verhältnis Ost:West gut zeigen. Der Osten ist klein und schon ganz weit weg, wohingegen der Westen mit seinem Flughafenturm auch nicht mehr das ist, was er mal war:

Damit man Gedanken in den Himmel schicken kann, braucht man Himmelsboten. Ich habe dafür Drachen und einen Mini-Paraglider genommen.

Und als ich den Flugplatz wieder verließ, musste als Abschied noch das hier kommen:

Zu Hause war alles dann wieder okay und ich machte mich daran, die Bilder zu bearbeiten, die ich dort gesehen habe. Und jetzt könnt ihr sie sehen.

Ich wünsche euch eine schöne Woche.

Und morgen beginnt hier das „Sommerfest in Bloggerland“