Claras Allerleiweltsgedanken


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Fotos oder Texte in gebundener Form verschenken

Ich habe in letzter Zeit doch schon mal eines meiner geliebten Fotobücher oder auch das Buch „Word-Perlen & Foto-Blasen“ verschenkt. Wenn es eines war, was ich in doppelter oder sogar dreifacher Ausfertigung habe drucken lassen, dann war das so halbwegs okay für mich – ansonsten fühlte ich mich, als gäbe ich ein Kind zur Adoption frei.

Mir wurde mal vorgeworfen, dass ich zu viel „Dank“ erwartete, aber das stimmt meiner Meinung nach nicht. Ich möchte mich lediglich mit dem oder der Beschenkten danach über das Buch unterhalten, über einzelne Fotos oder über den Gesamteindruck. Ich weiß, das Löwen gern ein wenig gelobt werden wollen, doch ist das wirklich derart abartig gedacht, denn ich habe ja viel Zeit, Liebe, Mühe und auch etwas Geld in das Geschenk gepackt. Und wenn dann außer einer Eingangsbestätigung nichts erfolgt, bin ich mir manchmal nicht sicher, welche Emotionen hier die richtigen wären.

Eine Freundin habe ich, die schon zwei Fotobücher bekommen hat – doch bei ihr waren sie auch genau richtig, da hatte ich das Gefühl, dass sie sich sehr gefreut hat und dieses auch mir gegenüber zum Ausdruck gebracht hat.

Wenn ich Bücher nach meinem Ableben „verschenke“, haben die, denen ein großer Briefumschlag ins Haus flattert, dieses Problem nicht mehr.

Ich habe bisher kein Testament gemacht, weil es keine großen Schätze zu vererben gibt. Ich habe mir auch sonst wenig Gedanken gemacht, wer irgendetwas bekommen soll, was noch ein wenig Wert hat. Nur um eine Sache habe ich mir tatsächlich Gedanken gemacht:

WER BEKOMMT EIN FOTOBUCH ALS ERINNERUNG AN MICH?

Vielleicht muss ich diese Datei und die in die Bücher eingelegten Hinweiszettel noch manchmal ändern, denn es ist ja nicht immer gewährleistet, dass ich vorher gehe. Mein Umfeld ist ja nicht immer unter 50 – es gibt einige, die schon wie ich darüber hinweg sind. 🙂 😉

Jetzt zeige ich euch ein paar Fotos von dem letzten Buch, das ich verschenkt habe – leider auch ohne Reaktion.

Erste und letzte Seite

.Da es alles nur abfotografierte Buchseiten sind, ist die Qualität der Fotos nicht exzellent – einiges kann man aber vielleicht dennoch erkennen, obwohl die Seiten einen Mittelfalz haben.

 

Vielleicht erwarte ich einfach zu viel – aber wenn ich etwas bekomme, worüber ich mich sehr freue, dann lasse ich das die Schenkende auch richtig miterleben – einiges davon ist ja schon hier im Blog erschienen.

Ich weiß, dass die Menschen sehr unterschiedlich sind – aber ein paar Worte der Kommunikation dürften doch nicht so schwierig sein.


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Ich werde mich trennen

Nun bleibt nur die Frage, von wem oder wovon oder wann oder wie!!!

Leserinnen, die schon lange hier Gast sind, können sich an ANNA erinnern. Ich habe sie mit 5 Jahren übernommen und bis zu ihrem 12. Geburtstag betreut. Da die Mutter allein lebend war und Schichtdienst hatte, übernahm das Jugendamt in bestimmtem Grad die Betreuungskosten.

Sie war für mich mindestens so wichtig wie meine eigenen Enkelkinder, da ich sie viel häufiger gesehen habe und mit ihr sehr viel unternommen habe, unter anderem habe ich sie in Urlaub nach Görlitz mitgenommen und einmal in den Norden nach Greifswald, Gettorf, Hamburg und Norttorf.

Zu ihrem 10. Geburtstag habe ich ein Fotobuch erstellt. Aus Gründen, die ich nicht aufzählen möchte, wurde nur ein Exemplar gedruckt, was bei mir geblieben ist.

Anna hat Anfang Januar Geburtstag. Der diesjährige war ihr 17. – das heißt, nächstes Jahr wird sie 18 und damit in gewisser Weise erwachsen. Ich habe sie gefragt, ob sie sich über das Buch freuen würde. Wir haben es uns damals zusammen angesehen und es hat ihr riesig gut gefallen.

So ganz leicht kann ich mich von dem Buch mit den wunderschönen Fotos nicht trennen. Deswegen habe ich ALLE seiten fotografiert und kann es mir mehr oder weniger wie eine Diashow ansehen – das überzeugt mich.

Und euch zeige ich zur Erinnerung an Anna oder zum neu Kennenlernen einige Seiten aus diesem Buch. Natürlich ist sie jetzt nicht mehr dieses süße Kind, sondern eine ganz, ganz hübsche junge Dame. Wirklich rundum bezaubernd.

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Ich bin wieder auf der Jagd …

… nicht nach Juwelen oder Männern …

sondern nach schönen Fotos und neuen Eindrücken

Welcher Teufel mich in diesem Jahr geritten hat, dass ich so viele Reisen gebucht habe, weiß ich selbst nicht richtig – aber ich habe eine Ahnung. Durch mein superschlechtes Hören und den quasi nicht vorhandenen Orientierungssinn fällt es mir jetzt schon wahnsinnig schwer, immer zur rechten Zeit am rechten Ort zu sein und auch – wenn ich mal von der Leine gelassen wurde – mich wieder zurück zu finden.

Und wenn dann noch eine deutlich ausgeprägte Altersdemenz dazu käme, könnte ich ja kaum noch einen Fuß vor die Tür setzen – deswegen habe ich 2019 so viele Füße vor die Tür gestellt 🙂 😉

Wir fahren am Sonntag in aller Herrgottsfrühe vom Busbahnhof ab – um diese Zeit fahren kaum öffentliche Verkehrsmittel – also musste ich mir ein „privates Taxi“ organisieren.

Zuerst dachte ich, dass ich zum ersten Mal auf einem Schiff schlafe – aber das stimmt nicht ganz. Vor Jahren hatte ich eine Übernachtung auf einer Fähre an der Küste des italienischen Stiefels entlang. Ziel war dann Palermo.

Ich denke, bis auf die eine noch gebuchte Reise im Mai nach Sardinien werde ich mich allmählich mit Deutschland begnügen. Wenn ich da nicht in ausgeprägte Dialektgegenden fahre, kann ich mich wenigstens verständigen, wenn es nötig ist. – Als die Pleite mit dem Reiseunternehmen Cook war, habe ich voller Schreck überlegt, wie ich mich in so einem Fall fühlen und verhalten würde.

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Nummer 1: Da ich gerade mein 13. Fotobuch frei Haus geliefert bekommen habe, leiste ich mir jetzt hier einen Rückblick. – Das war das allererste und ist auf jeden Fall vor 2010 gedruckt worden. – Bis zum letzten Softwareupdate hätte ich bedingungslos für die ALDI-Fotobücher geschwärmt. Doch jetzt ist die Software umständlich und viel schlechter geworden – das angefangene Buch wird dort noch fertig gestellt – dann suche ich einen anderen Anbieter.

Nummer 2: Hier sieht man die Entstehungszeit und es hat auch schon mit der Bloggerei zu tun.

Nummer 3: Reisen habe ich also auch schon früher gemacht und beschrieben und fotografiert.

Nummer 4:  Irgendwann fühlte ich mich „berufen“, allen meine Stadt zu zeigen – zumindest per Foto. Nach der Größe der Enkel zu urteilen, ist es auch schon eeeeeeeeeeeewig her. – Der Bärenerstürmer darf inzwischen schon allein Auto fahren.

Nummer 5: Und dann wurde mein liebstes Betreuungsenkelkind 10 Jahre alt und ich fertigte dieses Buch an.

Nummer 6: Das muss so um 2013 herum gewesen sein. Mit dem Titelbildfoto fing alles an.

Nummer 7: Hier habe ich mal ein rein thematisches Fotobuch über die Landesgartenschau in Prenzlau gemacht.

Nummer 8: Dieses Fotobuch habe ich Luzie gewidmet – es sind ganz viele Fotos von ihr und unseren gemeinsam verbrachten Tagen drin. Aber leider konnte sie es nicht mehr sehen.

Nummer 9: Und hier müsste eine von den Betrachterinnen ihre „Handschrift“ erkennen. Es ist doch schön, wenn ich auch „Werke“ von anderen verarbeiten kann.

Nummer 10: Im Jahr 2018 komme ich das erste Mal auf die Idee, das A4 Querformat zu probieren und zu nutzen. Da ja die meisten Fotos auch quer fotografiert werden. lassen sich aus einem hochpixligen Foto wunderbar Seitenhintergründe gestalten – dann bin ich nicht mehr auf die jetzt fast vollkommen fehlenden von ALDI angewiesen.

Nummer 11: Und prompt bleibt das Reisefotobuch über Marokko auch in diesem Format.

Nummer 12: Aller guten Dinge sind drei – offensichtlich macht mir Fotografieren großen Spaß, obwohl ich nach wie vor keine (technische) Ahnung davon habe. Mit Blenden- oder Zeiteneinstellung habe ich nichts am Hut – meine Fotoapparate müssen einen sehr guten Automatikmodus haben, so dass ich nur noch das Auge für die Motive beisteuern muss.

Nummer 13: Und jetzt das bisher letzte. Als es 100 Seiten stark war, habe ich es ausdrucken lassen und es geht als Weihnachtsgeschenk nach Baden Württemberg. Ich führe es noch ein wenig weiter und lasse es ausdrucken, wenn die maximale Seitenmenge erreicht ist. – Und ich bin wieder zum Hochformat zurück gekehrt.

Nach so viel Fleißarbeit darf ich mich jetzt im Urlaub ausruhen.