Claras Allerleiweltsgedanken


Blumen und Blüten aus dem Britzer für Barbara … BBBB

… nicht eine Barbara aus Bloggersdorf, sondern aus Hamburg. Wir gingen vor vielen Jahren zusammen zur Schule.  Einige ihrer Geburtstage  verbrachte sie in Nigeria, weil ihr Ehemann von dort ist.

Ob sie den heutigen Tag noch richtig vorbereiten und feiern kann, weiß ich nicht, denn die Alles-vergessen-Krankheit ist schon ziemlich weit fortgeschritten.

Doch ich schenke dir die Blumen trotzdem, denn ob du sie zu sehen bekommst oder nicht, ist nicht so wichtig. Für dich und deine Familie sind jetzt ganz andere Sachen wichtig.

Alles Liebe und alles Gute, liebe Barbara!

Am Anfang ein Foto außerhalb der Galerie

0306 Tausend-schöne-Blumen-Wiese

Und am Ende noch ein Foto außerhalb der Galerie – der Brunnen des Lebens möge dich noch lange Zeit erfrischen.

0306 Springbrunnen Barbara


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Wenn das Vergessen stärker wird als das Erinnern

Heute breche ich mal mit meiner Tradition, an einem 13. immer nur von guten Sachen zu erzählen.

Seit meiner Schulzeit – konkret seit der 1. Klasse – habe ich eine Freundin. Im Juni 2010 beantwortete ich mal ein Stöckchen und schrieb folgendes über sie (es ging um Sachen, die wir das erste Mal gemacht haben)

Zum ersten Mal einen Spickzettel geschrieben (1952)

  • Clara ist in der ersten Klasse; das erste Diktat, bestehend aus 5 Wörtern, wird vorbereitet (und, das …)
  • Freundin Bärbel und sie beschließen, einen Spickzettel zu schreiben, obwohl sie alle Wörter auswendig und richtig schreiben können
  • Claras Zettel bleibt unbenutzt unter der Bank, Barbara wird erwischt und verpetzt ihre Mittäterin

Fazit: Spickerkarriere vorzeitig wegen Nichteignung abgebrochen

Unser Kontakt ist nicht sehr eng, aber er ist auch nicht abgebrochen, als sie in der 5. Klasse mit ihrer Mutter „in den Westen abhaut“ und später lange Jahre in Nigeria wohnt, weil sie einen nigerianischen Arzt geheiratet hat. Irgendwie haben wir uns immer wieder gefunden – und nach der Wende natürlich um so besser. Ich fuhr ja drei Jahre lang fast jedes Wochenende nach Hamburg – und dort hat sie eine wunderschöne Wohnung. Oft besuchte ich sie mit ihren beiden hübschen Söhnen. Den jüngeren von beiden habe ich euch damals in dem Artikel mit den Hörnern vorgestellt. Bis vor kurzem lebte auch ihre Mutter noch, die sich gut an unsere Freundschaft in Kindertagen erinnern konnte.

Schon seit längerer Zeit hatten wir, ihre Freundinnen, festgestellt, dass die Demenz immer stärker bei ihr wird.

Unser letztes Telefonat verlief in etwa so: (sie hatte mir auf dem AB zum Geburtstag gratuliert)

C: Barbara, willst du mich schon wieder ein Jahr älter machen? Ich habe doch jetzt gar nicht Geburtstag.

B: Doch, ich habe doch deinen Namen in der Küche auf einem Kalender gelesen. (Da sie immer anonyme Kosebezeichnungen wie Spätzchen oder so verwendet, fragte ich sie, welcher Name denn dort gestanden hat. Und ich musste leider feststellen, dass es nicht meiner war und sie meinen auch nicht wusste – und dann ging das Gespräch weiter)
Du mus
st mich unbedingt mal in Hamburg besuchen kommen, denn du kennst ja meine schöne Wohnung noch gar nicht.

C: Barbara, du wohnst doch schon lange Jahre dort und ich war doch schon so oft bei dir.

B: Da kann ich mich gar nicht erinnern. Bist du mit einem Partner bei mir gewesen oder allein?

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Und so ähnlich ging es weiter. Es ist erschütternd, was diese Krankheit aus einem Menschen machen kann. Es ist, als wenn die Erinnerungen wie diese Drachen in die Luft steigen.

1302 Alster Skulptur Drachenkinder

 

 


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Die Welt ist auch nur ein Dorf – RB

Diese wahre Begebenheit ist als Geschichte über die Jahre hinweg einer meiner Lieblingsposts geworden. Mir wurden fast seherische Fähigkeiten zugeschrieben, obwohl alles nur Jux und Dollerei war. – Jetzt denke ich (obwohl ich nicht mehr in die Sauna gehe): Wer weiß wie ich heute entscheiden würde??? 🙂 😉 – denn er sah wirklich gut aus!!!

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Februar 2010

Die Welt ist auch nur ein Dorf

Eine fröhliche Clara-Geschichte

Clara freute sich riesig auf den Besuch ihrer Freundin Jutta aus Hamburg. Als Jutta endlich da ist, sitzen beide in der gemütlichen Wohnküche bei einer Tasse Clarakaffee und einem Kännchen Juttatee. Nach kurzer Zeit bittet Jutta um das Telefon, weil sie sich übermorgen mit ihrem Cousin verabreden möchte.
Neugierig, oder besser natürlich wissbegierig, wie Clara schon immer war, fragt sie: “Wie heißt er denn, der Knabe?” Etwas irritiert über diese despektierliche Bezeichnung für ihren “ehrenwerten” Cousin antwortet sie: “Max Mütze”.
Noch irritierter jedoch guckt sie, als Clara fröhlich in die Küche trötet: “Den kenn’ ich.” Jutta verstand öfter mal Claras Späßchen nicht so richtig. Würde er “Rhinozeros” heißen, könnte sie Claras Ausruf verstehen, aber so wartete sie einfach noch ein wenig mit dem Wählen. Vielleicht hörte dieses vollkommen sinnlose Fragespiel gleich auf und entpuppte sich als typischer Clarawitz.

Doch jetzt ging Clara in die Offensive: “Hat dein Cousin drei Töchter?” Nach kurzer Überlegung nickte Jutta. “Wohnt er in einem Einfamilienhaus in Reinickendorf?” Langsam wurden Juttas Augen immer ungläubiger, sie ließ sogar ihren heißgeliebten Ostfriesentee kalt werden und bejahte nur stumm.
Natürlich bekam Clara mehr und mehr Oberwasser und spielte ihre letzte, alles entscheidende Frage wie den Kreuzbuben beim Skat aus: “Arbeitet er in der Blaustraße beim Evangelischen Konsistorium als Rechtsanwalt?” Hätte Jutta ein Gebiss getragen, es wäre ihr vielleicht rausgefallen, so weit sperrte sie den Mund auf. Bei der Straße musste sie passen, doch alles andere stimmte.

Am Anfang war es für Clara noch ein vergnügliches Spiel gewesen. Woher sie diese Selbstsicherheit beim Fragen nahm, wusste sie selbst nicht. Er hatte niemals von einer Cousine in Hamburg gesprochen, nur die anderen Fakten hatte er nach und nach bei den vielen Treffen in der Sauna ausgeplaudert.
Bis hierhin klärte Clara ihre Freundin auf. – Dass er aber nach jedem Saunagang näher rückte und am Ende am liebsten in ihrer Wohnung das Bett (stundenweise) mit ihr geteilt hätte, das behielt sie dann doch lieber für sich. Und da er nicht obdachlos war, lehnte sie dieses Ansinnen kategorisch ab.

Original: https://chh150845.wordpress.com/2010/02/24/die-welt-ist-auch-nur-ein-dorf/

Kommentare: Es werden nur die 2010 abgegebenen Kommentare aufgezählt: Ruthie


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Happy birthday to you,

… happy birthday to you! – Achtung, 100 % Überlänge!

Insider wissen Bescheid, die anderen müssen es nicht wissen. Aber ich dachte mir so: „Adel verpflichtet, und Freundschaft auch!“ Also habe ich aufgefahren, womit frau dir zu deinem Geburtstag Freude machen kann.

Heute überschreitet die Zahl meiner Fotos die zulässige Höchstzahl um vieles, aber es ist ja auch ein ganz besonderer Geburtstag. Wer die Neugier gar nicht mehr aushält und wissen will, wer es ist, muss eben mal gockeln oder voriges Jahr bei mir nachsehen.

Als erstes wünsche ich dir, dass alle deine kleinen und großen Wünsche in Erfüllung gehen, und als zweites schenke ich dir einen Zoobesuch nach Clara-Art. Ich sage dir bei jedem Foto, was ich dir damit wünsche.

1803 Hahnenzaun

Mit dem ersten Hahnenschrei an diesem Tag, der für dich vielleicht schon um 00.05 Uhr ist, soll dir klar werden, dass das heute DEIN TAG ist.

Alles, was dich ärgert oder wer dich ärgern will, kann dich „AM TÜFFEL TUTEN“ – damit du nicht deinen dafür hergeben musst, habe ich dir einen Ersatz gesucht.

1803 Affenarsch

Egal, wo du bist, wenn du es willst, soll immer jemand ein Auge auf dich werfen oder ein offenes Ohr für dich haben. Als ich dieses1803 Auge Flusspferd genau 3 Stunden, 33 Minuten und 03 Sekunden bei unserem letzten Telefonat hatte, waren sicher beide Ohren rot – deins und meins – und dir tat zusätzlich der Arm weh – was mir ja nicht passieren kann.

1803 4 Fräulein vom Amt

Und wenn du jetzt schon soooooooooo ein Gesicht vor Freude ziehst, dann habe ich mein Ziel erreicht, dich zum Lachen zu bringen – und das, obwohl wir noch gar nicht im Zoo angelangt sind. – Ich habe rausgehört, dass du dir einen Zoospaziergang wünschst, und schon geht dein Wunsch in Erfüllung.

1803 Gesicht Kokosnuss

Dein Tag heute soll hell und lichtdurchflutet sein, damit er dir Freude bringt.

1803 Licht und Sonne

Dir soll das Herz aufgehen, nicht nur der Darm *frechgrins“

1803 Herz

Eine grauhaarige Freundin hat da so ihre Erfahrungen, an denen sie dich gern teilhaben lässt. Lasse dich nicht davon irritieren, dass sie hier als „Ziege“ oder auch „Zicke“ auftritt – nicht für alle, nur für manche.

1803 graue Haare

Vielleicht schafft es gerade diese Altersweisheit, aus der Ferne einen (Rettungs-)Schirm über dir oder dich zu spannen

1803 Baumschirm

Sie sagt dir auch, dass ein „hohler Baum“ nicht ein „hohler Kopf“ sein muss.

1803 ausgehöhlt

Und jetzt kommen sie schon, deine Geburtstagsgäste, einige kenne ich davon, und die will ich natürlich auch beim Namen nennen.

Wer hat hier wohl so ein wachsames Auge über alles? Das kann nur Blinki sein, der unter der Wasseroberfläche wie ein Eisberg ist – tief und unergründlich.

1803 Flusspferd

Bilderrätsel: Wer ist das? Wo dreht es sich sehr oft um Wolle? Na gut, hier ist es mehr Fell, Winterfell, was abgestoßen wird.

1803 Winterfell

Du hast natürlich erkannt, dass ich Gudrun meine. – Aber wer gehört denn außer mir zu den Bloggerinnen, an denen der Zahn der Zeit schon ein wenig mehr genagt hat als an dir?

1803 Zahn der Zeit

Tja, auch du wirst nicht jünger (ich sage aber jetzt auch nicht das Gegenteil). Den Namen von dem „Zahntier“ sage ich jetzt nicht.

Tja, und dann gibt es eine, die momentan ein wenig Blogschlaf hält, weil sie sich mit anderen Baustellen beschäftigen muss – ich meine die bärige Anna-Lena. Na gut, ganz tief und ganz fest schläft sie nicht.

1803 Bärenskulptur

Der Reigen wird fortgesetzt von einer Dame, die in ihrem Gravatar hoch zu Ross geritten kommt. Ich habe für Renate Pischinjo nur ein Pony gefunden.

1803 Pony

Und jetzt kommt ein wunderschöner schwarzer Schwan, der sich unter deine Geburtstagsgäste mischt. Er ist vom Foto her nicht ganz „maßstabsgerecht“, aber Lucie wird es mir verzeihen. Dafür sind das Gefieder und der Doppelhals (nicht das Doppelkinn) um so schöner.

1803 Schwan

Na – kannst du noch? Wollen wir mal irgendwo ein Käffchen trinken und über alte Zeiten plaudern? Dann gehen wir weiter. Und jetzt kommt ein ganz, ganz süßes Foto – durch das trübe Wasser ein wenig verschwommen. Warum es mich an die M-Gästinnen minibar und Mandy erinnert, kann ich gar nicht so genau sagen. Ein Flusspferdbaby versucht, sich unter Wasser auf den Rücken seiner Mama zu setzen. – Das ging für eine halbe Minute gut –

1806 Flusspferd 36

alle Zuschauer freuten sich – und schon war die Freude wieder vorbei – das kleine Ding rutschte auf der anderen Seite wieder runter. Und das ist die Zeit, wo Andrea mit ihrem Coaching eingreifen könnte.

1806 Flusspferd 37

Mein Gott, das ist ja fast eine richtige Party hier – so viele Gäste – dabei ist es doch noch gar kein runder Geburtstag. – Jetzt kommt endlich mal jemand, den ich nicht kenne – das ist entweder ein heimlicher Verehrer oder einer von den vielen Likern, die immer bei dir kleine Bildchen hinterlassen. – Mein Gott, hat der Krallen, der sollte mal zur Pediküre gehen. – Die Hinterglasfotos werden immer so verschwiemelt, weil die Scheiben so dreckig und zerkratzt sind.

1803 Pandabärnachfolger

Blinkfeuer hat noch jemand mitgebracht. Ich erkenne Daggi, heute mal schmal und hoch und nicht klein und rund, und Clementina in ihrem Schlepptau. – Es jungt ganz schön im Zoo.

1803 Giraffenkind mit Mama

Warum erinnert mich diese Fütter – oder Futterszene an Dements? – Kannst dir selbst was ausdenken. (Auch hier wieder Scheibenfoto)

1803 Pinguine

Wie heißt es immer so schön: Je später der Abend, desto schöner die Gäste. Da kommt ein Pinguin – ich dachte, es sei bigi, aber vielleicht habe ich mich auch verguckt? Sie hat ja oft mit kaltem Wasser zu tun.

1803 Pinguin

Dieses Tapir kannst du für alle deine männlichen Gäste nehmen, die ich nicht kenne.

1803 Tapire

Jetzt stehen nur noch zwei vor der Tür, die reinwollen. Die, die da so neckisch guckt und immer „tschaka“ ruft, ist Babbel, die hat es sich auch nicht nehmen lassen.

1803 23 Babbel

Und last, but not least, kommt noch der Rosenspringer aufs Parkett gehüpft.

1803 24 Springtier

Jetzt habe ich unser aller Geduld genug strapaziert, knapp 1000 Worte geplaudert und jetzt ist Schluss mit lustig.

Dein „echtes Geburtstagsgeschenk“ ist da versteckt. Das kannst du dir ansehen, wenn du dich von diesem Zoomarathon erholt hast.