Claras Allerleiweltsgedanken


23 Kommentare

Bekennerschreiben – Update

Keine Angst – hier kommt kein Bekennerschreiben einer unterirdischen Bloggerorganisation, die sich zu einem Angriff auf fremde Blogs bekennt.

Nein, Clara bekennt sich zu ihrer Fernsehserienleidenschaft. Ob es an dem Erstberuf als Physiotherapeutin oder an dem unerfüllten Wunsch nach einem „medizinischen Schwiegerkind“ (am besten Zahnarzt) liegt, weiß ich nicht. Jedenfalls kann sie an einer „Arztserie“ selten vorbei schauen – schon der charismatische Schwarzwaldklinikdoktor, mehr noch aber sein hübscher „Sohn“ Sascha riefen mich regelmäßig an die Kiste, die damals noch recht klein und unscheinbar war.

Seit langer Zeit läuft ja „In aller Freundschaft“ – und die Schauspieler von dort sehe ich -zig mal häufiger als die Mitglieder meiner näheren und ferneren Familie – ich „fiebere “ fast schon mit ihren Schicksalen mit – in Maßen natürlich nur 🙂

Und diese Serie hat vor kurzem „ein Kind“ bekommen – der Herzensbrecher und Schwesternverführer Niklas hat Karriere gemacht und ist der Klinik in Leipzig untreu geworden. Seine neue Wirkungsstätte ist jetzt Erfurt, er ist Oberarzt und die neue Serie heißt „Die jungen Ärzte“.

So weit – so gut, das war jetzt alles Vorgeplänkel. Vor langer Zeit hat finbar = Lu ein Foto von 5 Eiszapfen gezeigt, das mich an eine Hand erinnerte. Zwei der 5 Eiszapfen waren „zusammengewachsen“ . Hand = Handchirurg = neue Serie = Starchirurg Dr. Morot – genau in dieser Reihenfolge liefen meine Gedanken ab. Ein kleines Mädchen, deren Mittelfinger und Ringfinger zusammen gewachsen waren, kam in die Klinik. Nicht nur die Karriere einer Pianistin wäre ihr verwehrt gewesen. – Gut, er hat es gemacht, er hat es exzellent gemacht – zumindest laut Film – und es gab während der Op ausnahmsweise mal keinen Herzstillstand :-).

Dieser Mann ist fachlich der Schmuck der Klinik, doch menschlich ist er der hinterletzte Armleuchter, den man sich vorstellen kann. Er springt mit den jungen Assistenzärzten wie mit Leibeigenen um und behandelt seine gleichgestellten Kollegen wie Fußabtreter.

So, und jetzt komme ich endlich zu meinem Anliegen.

Warum besetzt die ARD so eine menschlich fiese Rolle ausgerechnet mit einem Schauspieler mit Migrationshintergrund? Der Unmut gegen Ausländer bzw. gegen Eingewanderte ist doch in unserem Land bei vielen Leuten wahrlich schon groß genug, da muss das Fernsehen diese Abneigung nicht noch schüren. –

Hugh – ich habe gesprochen! 0103 Clara - Schriftzug

Auf meine Anfrage erhielt ich vom Sender folgende Antwort:

Liebe Frau Himmelhoch,

wir bedanken uns sehr für das Interesse an „In aller Freundschaft – Die jungen Ärzte“. Auch, dass Sie sich so intensiv Gedanken zum Format machen, wissen wir sehr zu schätzen. Im Bezug auf die Besetzung versuchen wir immer gemeinsam mit Regie und Produktion, die bestmögliche Besetzung für die jeweiligen Rollen zu bekommen. Da spielen ganz unterschiedliche Faktoren eine Rolle. Auch für den von Ihnen angesprochenen Part.

Es würde uns sehr freuen, wenn Sie auch weiterhin die Serie schauen würden. …. Blablabla

Wenn ihr mich fragt: Die Antwort ging am Thema vorbei!


18 Kommentare

Tag 3 findet nicht in der Luft statt

Als mein Enkel bei mir zu Besuch war, wollte ich mit ihm und Anna in den Kletterpark fahren. Die beiden waren schon ganz begeistert – doch leider musste diese wieder auf Null zurückgefahren werden, nicht nur des Regenwetters wegen. Aber es stellte sich raus, dass Kinder unter 12 nur in Begleitung von Erwachsenen klettern dürfen. Der Enkel ist seit wenigen Tagen 13, aber Anna wird erst im Januar 12. Sieht man die beiden nebeneinander, ist Anna ca. 10 cm größer und sieht aus wie 13, der Enkel könnte auch noch als 11 durchgehen. – Nun denkt aber bitte ja nicht, dass ich mich bereit erklärt hätte, die erwachsene Begleitung für die beiden abzugeben. Das Ergebnis wäre nämlich gewesen, dass die beiden MIR und nicht ICH IHNEN hätte Hilfestellung geben müssen. – Oma Clara macht sich schon mal gern zum Affen, aber alles hat seine Grenzen.

Also wurde ein würdiger Ersatz gesucht, um das Geburtstagskind noch nachträglich zu beschenken. Meine Frage: „Hast du Lust, dass wir ins Wachsfigurenkabinett gehen?“, wurde mit einem begeisterten „Jaaaaaaaaaaaa“ beantwortet. Die neu erworbene Joy-Karte machte die Eintrittspreise bezahlbar. Ohne diese hätte ich für eine Erwachsene und ein Kind 40,00 Euro auf das Bezahltablett legen müssen, so war es nur die Hälfte. Die 5,00 Eus für die Karte haben sich also schon mehrfach amortisiert.

Hände können lügen oder Hände können einfach nur eine Pfeife halten. Die Meineidhand gehörte dem ersten Staatsratsvorsitzenden der DDR, Walter Ulbricht. Noch wenige Tage vor Mauerbau schämte er sich nicht, mit absolut unsympathischer Stimme zu tönen: „Keiner hat die Absicht, eine Mauer zu bauen!“

0610 Ulbrichts Hand

Sein Konterfei und seinen ganz schlecht sitzenden Anzug erspare ich euch heute – morgen ist im Fotoblog noch was zu sehen.

Günter Grass ist in der Nähe vieler Worte modelliert. Seine Hand, die eine Pfeife hält, zeigt kleinste Falten und Adern. Es ist schon ein Kunstwerk, so eine Figur zu schaffen. Wenn sie dann der lebenden Person auch noch ähnlich sieht – hier nur bedingt bei allen zu sagen – ist es ein Meisterwerk der Kunst.

0610 Grass Hand

Solche Besuche sind ja immer eine wunderbare Gelegenheit, eigenes Wissen an die Generation nach uns weiterzugeben. Als wir vor der Figur von Sophie Scholl standen, ließen sich ein paar Worte über die Widerstandsgruppe „Die weiße Rose“ einstreuen und auch darüber, dass sie alle hingerichtet wurden – viele noch nicht mal 20 Jahre alt – und das alles nur, weil sie mit dem System nicht einverstanden waren und Widerstand geleistet hatten. – Im ersten Moment, als ich so neben ihr stand, hielt ich sie für eine Besucherin.

0610 Sophie Scholl

Bleiben wir gleich bei der Politik. Wer kennt diese wunderschöne Frau? Das „Bermudadreieck ihrer Finger“ ist nur allzu gut bekannt. – Den kleinen Parlamentsredner dagegen kenne ich nur zu gut.

Seht es mir nach, dass die Bilder von schlechter Qualität sind, aber da drin ist es fast so finster wie in einem Bärenpopo, alle Nasen lang hat frau einen Ellenbogen in den Rippen und meine Miniknippse hat kein lichtstarkes Objektiv.

0610 Merkel

Und bleiben wir doch gleich bei dem Parlamentsredner – hier macht er doch tatsächlich einen Besuch bei Albert Einstein – und ich habe ihm strengstens untersagt 🙂 , für das Foto die Zunge rauszustrecken. Prompt hat er sich umgedreht.

0610 Einstein

Und mit diesem „lustigen Gesellen“ will ich mich für heute verabschieden. Die Fotos morgen sind sehenswerter als die heutigen.

0610 ET