Claras Allerleiweltsgedanken


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BB = Balkon nach den Bauarbeiten – Teil 3

Das ist der Artikel, der ganz im Zeichen der Scheuerleiste steht. Ich hatte den ersten Besuch auf dem hergerichteten Balkon. Mitten beim nettesten Kaffeeplausch kam die Frage: „Aber die Scheuerleiste machst du noch, die bleibt nicht so hässlich?“ Und damit hatte er voll ins Schwarze bei mir getroffen. Warum ich das nicht vor dem Auslegen der Kunststofffliesen gemacht habe, weiß ich nicht – ich scheute die unmögliche Haltung beim Streichen und die Anstrengung. Als ich Farbe besorgt und mit weiß aufgehellt hatte und begann, kam ich mir vor wie ein Moslem beim Freitagsgebet oder so, als wenn ich die Scheuerleiste küssen wollte. Ich hatte mir ein Sitzkissen gefaltet und unter die Knie gelegt – dennoch war es immer noch anstrengend genug.

Bevor ich anfing, hatte ich mit Spachtelmasse die schlimmsten Stellen ausgebessert. – Den ersten kurzen (20 cm) Anstrich machte ich mit der Originalfarbe. Obwohl dunkelgrau, wirkte sie wie schwarz. – Als kurz nach dem Streichen der erste Regen der Sintfluttage kam, wurde alles abgewaschen.

Und dann habe ich mir auch noch die Mühe gemacht, alles abzukleben, um mit meinem Tatterich nicht zu viel Schaden anzurichten.

Ich war noch nicht lange fertig mit einem 1,50 langen Stück und es begann wieder zu regnen. Mit zwei Fußabtretern und einer Plastiktischdecke schützte ich den frischen Anstrich.

Meine geliebten Metallkugeln haben ihre Daseinsberechtigung auf dem Balkon erkämpft – mal nass, mal trocken.

Ja, so nach und nach wurde eine Sache nach der anderen fertig. Das sind jetzt die Blumenkästen, wie sie nach dem Wechsel aussehen und am Ende ist die, die das alles gemacht hat.

Jetzt noch ein paar Einzelfotos zu den Balkonkästen.

Die beiden Grünpflanzen entwickeln sich immer mehr zu einem Balkonschmuck – das dürfen sie.

Zum Abschluss Kugel-Clara, nicht in lila!

Oder doch?


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Wetten dass …

… 99,9 % der Menschen eine blickdichte Folie auf ihre Fenster kleben, damit ihnen keiner beim Duschen, pullern, lieben oder ankleiden zusehen kann??? Natürlich kann man auch Gardinen dafür verwenden, doch diese sind im Bad unüblich. Damit nicht so umständlich mit Folien gearbeitet werden muss, haben die Anti-Durchblick-Akteure geriffeltes Fensterglas erfunden.

Was ist nun aber mit den 0,1 % der Menschheit?

Diese Minimalmenge heißt z.B. Clara. Sie geht in den Baumarkt, kauft eine Rolle solcher Folie, legt sich alle Werkzeuge zurecht und schneidet sie fenstergerecht zu. Dieses Foto zeige ich hauptsächlich deswegen, damit die liebe Fee etwas wiedererkennt.

3008 Fensterfolie 28

Kann man mich in der 8. Etage ohne Gegenüber beim Duschen, ankleiden, ausziehen beobachten? Eher nein! Also will ich die Folie nicht benutzen, damit keiner hineinschaut, sondern dafür, dass keiner rausschauen kann, ganz konkret ich nicht. Die hässliche Industrie geht mir gegen den Strich.

Ich säubere mit Glasreiniger die Scheibe klinisch rein und schaffe es sogar, die Folie blasenfrei auf die Scheibe zu kleben.

Die Industrie konnte ich im Sitzen nicht mehr sehen, nur beim Stehen war sie natürlich noch da.

Leider hafteten die beiden Fensterblumentöpfe auf der Folie nicht – und ich fand es ungeheuer blöd, nicht rausgucken zu können. Die Folie war genau 12 Minuten auf der Scheibe und jetzt ist der Blick auf Baukran oder Sonnenuntergang wieder frei – im Sitzen und im Stehen.

Ich habe einen anderen Weg gefunden, ein wenig von dem Durchblick abzulenken. Im Wohnzimmer wurden passend zu den Blumentöpfen Hibiskusblüten auf die Scheibe geklebt – sehen irgendwie lustig aus.

Und jetzt noch zwei Blüten original.

3008 Hibiskusblüte 15

3008 Hibiskus rot 41

Aber ich habe ja noch viele andere Fenster, die verziert werden können. Auf zwei von ihnen habe ich einfach Schmetterlinge fliegen lassen – da habe ich das Gefühl, länger oder immer Sommer zu haben.

Für heute erst einmal genug Klebebilder.

Update: Mein kleines Badezimmerfenster ist frei von Schmetterlingen und Hibiskusblüten, dafür kleben dort zwei kleine Olivenbäumchen.


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Gott, du bist keine Göttin …

wie hier manchmal behauptet wird.

Sehr geehrter Herr Gott,

wärst du eine Göttin, dann wärst du gerechter zu den Frauen. Du aber bist parteiisch, parteiisch für die Männer wie ein Schiedsrichter, der „seine “ Mannschaft bevorzugt.

Männern hast du ein drittes Bein gegeben, mit dem sie sogar neues Leben schaffen können, so wie du.

Ausgleichend hättest du ja Frauen wenigstens einen dritten Arm geben können, damit sie bei handwerklichen und hauswirtschaftlichen Arbeiten nicht immer auf Hilfe von anderen zum Festhalten angewiesen sind.

Unterschrift: Eine, die es wissen muss,


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Clara will ja nicht immer Recht haben …

… aber manchmal, vielleicht oft, immer öfters und überhaupt!!!! 🙂

Am 2. August gegen 15.00 Uhr hat mir die Stichsäge Recht gegeben, denn sie hat sich ohne ein einziges Mal zu mucken in weniger als einer Minute durch je ein Rohr gefressen.

Und das schrieb ich am 28. Juli:

Und wie Recht ich habe mit meinem Wunsch nach einer Stichsäge. Kaum hatte ich sie zu seinem Eigentümer zurück gebracht, habe ich mir so einen Altweiber-/männersitz für die Badewanne gekauft – doch wie ihr auf dem Foto sehen könnt, ist er etwas zu lang. Die beiden Alurohre, die die Randauflagen halten, müssen 3 cm gekürzt werden. – Also wieder dorthin dackeln – das einzig Gute daran, ich sehe Sohn und Hund dadurch wieder.

 

 


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BBS = Balkonbilderstory

Wenn schon nicht Stichsäge – dann wenigstens Schlagbohrmaschine oder BOHRHAMMER – letzterer ist geil, da kann man sich mit dem ganzen Haus bekannt machen oder auch verfeinden, falls man den zu lange bohren lässt.

Ich beschloss plötzlich, auf diesem schönen Balkon noch viel schönere Bilder haben zu wollen. Leider gab es die preiswerte, wasserfeste Version, wie ich sie im Bad habe, nirgends mehr zu kaufen. Es hätten ja nicht Muscheln sein müssen

Von einem recht geschäftstüchtigen Baumarkt wurden mir die Glasbilder angepriesen – und ich Blöde habe sie genommen – obwohl ein Stück ca. 20,00 € kostet. Aber mir gefielen die Motive so gut – und im Winter, wenn es auf dem Balkon nass und kalt ist, passen sie von der Farbe her gut ins Wohnzimmer.

Jetzt erst eine Gesamtaufnahme, denn danach ging der Ärger richtig los.

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Ich meinte, eine Verkleidung vor mir zu haben und setzte den Akkuschrauber / -bohrer an. Die Wand lachte. Ich holte die elektrische Bohrmaschine und fing an zu bohren: Die Wand lachte. Ich stellte auf Schlagbohren – da lachte niemand mehr, aber es passierte dennoch nichts. An drei verschiedenen Stellen probiert: jeweils ca. 1,5 mm in die Tiefe gebohrt.

Zum Sohn gefahren, die Stichsäge zurückgebracht und Trost gesucht. Seine Worte: Du schaffst das schon. Das ehrt mich immer so, das Vertrauen meines Sohnes.

Dann in den Baumarkt gefahren. Der Preis für einen einzelnen 4er Betonbohrer haute mich fast um – für das Geld habe ich früher einen ganzen Satz bekommen. Der Mitarbeiter wollte mir einen Bohrhammer zur Ausleihe andienen: 4 Stunden für 15 Euro – da bohre ich die Löcher lieber mit der Nagelfeile in die Wand 🙂

Und mit dem neuen Bohrer kam ich wenigstens einen knappen cm in die Wand – dann stieß ich bei zwei Löchern auf die Bewehrung aus Stahl – das Zeux heißt ja auch Stahlbeton. Also kürzte ich die Dübel, nahm dicke, kurze Schrauben und …. und … passt, wackelt und hat Luft. – Bei zwei anderen Bohrlöchern, natürlich an der gleichen Wand, gab es plötzlich einen Runx und das Bohrfutter saß auf der Wand auf. Ich hatte nicht mit Abstandshalter gebohrt – ich hatte es für überflüssig gehalten. Dort ging aber wenigstens ein kompletter Dübel hinein.

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Mit „Hugo“ ist doch jetzt auch ständig ein Mann gegenwärtig, der auf den Balkon und das Wetter aufpassen kann und alle schwierigen handwerklichen Arbeiten durchführen darf.

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Auch hier geht es um Saures und Getränke, dieses eine Petersiliensträußchen vernachlässige ich jetzt. Kalte Getränke sind bei Hitze für mich das A & O.

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Hugo in Grünpflanzen gebettet. Die drei Töpfe stehen auf einem Elektrogrill, der viel zu selten genutzt wird. Da wollte ich ihm eine sinnvolle Interimslösung zuweisen.

Danach war ich so breit, dass ich nur noch Kaffee trinken konnte auf meinem aufgehübschten Balkon.

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