Claras Allerleiweltsgedanken


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Schönes für die „13“

Diese Herren (Engel sind ja im Deutschen maskulin), aber für dich hoffe ich ganz intensiv, dass auch feminine Damen  seit längerer Zeit deine Spielgefährtinnen oder Weggefährten oder Diskussionspartner sind — oder es gibt gar keine Engel und dann gibt es auch keine Diskussionen mehr, wenn wir nicht mehr hier auf der Erde sind.

1309 DF Engelmontage Friedhof

Ich war und bin schon immer eher wuselig als ruhig und gelassen – aber in deiner Nähe war es ganz besonders ausgeprägt – du hast mich so beeindruckt, dass ich oft nicht klar denken konnte. An folgendes kann ich mich noch gut erinnern: Du wolltest nach der Arbeit eine kühle Apfelsaftschorle trinken, ich einen Kaffee. So weit, so gut:

1309 Saft-Milch-Shake 84

Doch als ich dir dann folgendes Ergebnis kredenzte, war wohl irgendeine Flüssigkeit im falschen Gefäß gelandet:

1309 Saft-Milch-Shake 82

Diese konfuse Erinnerung soll jetzt nicht stehen bleiben, sondern ich komme auf Boote zu sprechen. Zu Lebzeiten durften es ja nur Segelboote sein, die dein Herz erfreuten. Das habe ich jetzt nicht – aber was meinst du zu einem ganz speziellen Bootsgruß von mir?

1309 Spreepark CC boat

Reicht die Kraft nicht mehr zum Segeln, dann lassen wir uns in diesem Schwan durch das Paradies treiben.

1309 Spreepark Traumboot

Bei der Brücke im Fotoblog sind alle Schlösser von mir 🙂


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Gemeinsam ins Wasser gehen (2/2)

oder: „Nordseewasser schmeckt nicht!“ (1995)

Der erste Versuch in der Alster war für die beiden Liebenden von Verona Hamburg schief gegangen, gemeinsam in Neptuns Reich einzureisen. *grins*

Also musste die Sache etwas besser eingefädelt werden. Wochenendausflug nach St. Peter Ording – keinen Tidenkalender im Gepäck. – Der große Segler vor dem Herrn überredete mich zu einer Wattwanderung, obwohl ich mich erst über die Gezeiten informieren wollte, in diesem Fall über die zu erwartende Flut.

„Das sehen wir doch, wenn uns das Wasser entgegen kommt, da können wir doch dann schnell umkehren!“ Verliebt, wie ich war, glaubte ich ihm jedes Wort – allerdings nicht mehr lange nach dieser Erfahrung.

Ahnungslos und bar jeden Wissens über Nordseegepflogenheiten vertraute ich also seinen Worten und wir wanderten dem Meer entgegen bzw. matschten mehr durch Schlick und Schlamm. Das gerade mal knöchelhohe Wasser in den Prielen war angenehm warm an den nackten Füßen.

Doch halt, was war das denn? Das Wetter, vor allem aber die Sicht, verschlechterten sich zusehends. Das Strandrestaurant auf Stelzen war plötzlich nur noch mit ein paar Lichtpunkten zu erkennen. Und das Wasser stand uns schon bis zur halben Wade. Es kam nicht – wie es sollte oder besser von ihm gedacht – von vorn, sondern es schoss – anders konnte man es nicht nennen – von der Seite in den Prilen heran und füllte die leere Fläche langsam, aber stetig auf.

Uns verging sämtlicher Spaß. Es hieß nur noch: Sachen aus, an einem Arm aneinander festkrallen und Richtung Ufer, so schnell wie möglich. Mir hing das Herz vor Angst schon 3 cm unter der Kniekehle.  Dem großen Hamburger Segler gefror das sonst so kecke Lachen mitten im Gesicht. Als das Wasser unsere Achselhöhlen wässerte und die Strömung immer stärker zu werden drohte, waren es zum Glück nur noch wenige Meter bis zum Ufer.

Für die Gedanken der Einheimischen hätte ich einen Kasten Flensburger verwettet, hätte ich sie denn gekannt. Wir betraten nämlich so aufgeweicht dieses Strandrestaurant auf Stelzen, das uns im Wasser den Weg gewiesen hatte.

„Idiotische Landratten“ wird einer der harmlosesten Gedanken in ihren Köpfen gewesen sein.

Und was ‚lernt‘ uns das, Frau C.H.?“ „Mach dich in Zukunft selbst schlau, dann kannst du nachher einzig und allein mit dir selbst meckern!“

Wenn es ein „Anschlag“ oder ein „Versuch“ war, gemeinsam die Schwelle vom Trockenen zum Nassen zu überschreiten, dann war es zwar ein guter, aber kein gelungener!

Ob mir die Verkleidung von dort mich vor dem Gang ins kalte Nordseewasser bewahrt hätte, wage ich anzuzweifeln, aber man hätte mich im Wasser vielleicht besser gesehen.


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Gemeinsam 1994 in’s Wasser gehen (1/2)

… könnte natürlich jetzt bei sommerlichen Zeiten und diesen tropischen Temperaturen  eine durchaus natürliche, sehr angenehme  Sache sein, die in allen Seen und Meeren Deutschlands, Europas oder der Welt stattfinden könnte, ohne dass es eine Zeile im Blog erforderlich machte.

Wenn Clara aber an einem 1. Mai  bei 8 ° C Wassertemperatur unfreiwillig, förmlich zwangsweise ins Wasser der Hamburger Außenalster geschickt wird, ist das mehr als unangenehm und für mich berichtenswert.

Wenn dann einige Monate später ein erneuter Versuch unternommen wird, dieses „Ertränkungsmanöver“ in den einströmenden Fluten der Nordsee in dem schönen Badeort St. Peter Ording zu wiederholen (die Presse war vor Ort und wird berichten), könnte doch eine gewisse Skepsis aufkommen: Steckt hier Methode dahinter?

Methode nein, „Dummheit“ ja.

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Und wie ging die Ertränkungsaktion vor sich?

Die Außenalster ist groß, tief und nass und zu frühlingshaften Zeiten auch noch kalt.

Der Segel“meister“ Heiko L. und seine vollkommen ahnungslose Elevin Clara H. wollen auf einer Conger-Jolle (so ziemlich das lökrigste, was es unter den Jollen gibt) ansegeln, also die Saison eröffnen.

Ich verlangte nach einer Schwimmweste, worüber Heiko leicht spöttisch  lächelt, sie mir aber gibt. Da ich nicht vollkommen segelunerfahren war, bemerkte ich vor dem Ablegen (alt)klug, das Schott zum „Laderaum“ doch besser zu schließen. Auch hier nur ein mitleidiges Lächeln des „Kapitäns“, diesmal allerdings ohne die Sache auszuführen.

Und noch so einen belächelten Vorschlag mache ich, nämlich die Persenning (Abdeckplane) an Land zu lassen, da sie ja unterwegs nicht gebraucht wird. Doch der „kluge“ Käpt’n belässt sie im Laderaum, dessen Luke …, na, ihr wisst schon.

„Dummes Geschwätz von Greenhorns, muss Segeloldie nicht drauf hören!“ – diese Gedanken müssen Heikos graue Zellen gewälzt haben.

Also Leinen los – schöner Wind, schöne Böen, schöne Fehler von der Jollenelevin.

Wie es kam, dass der Kapitän plötzlich im Wasser schwamm statt an der Pinne zu sitzen, das Boot zuerst auf die Seite kippte und später ganz herumrollte, so dass es mit dem Mast im Schlamm steckte, kann ich leider weder nachvollziehen noch genau beschreiben.

Meine Erinnerungen an diese Momente: „Sehr kalt und sehr nass!“

Da lange Jahre vorher ein guter Freund unserer Familie beim Ansegeln ertrunken war, weil er einen Mitsegler zurückholen wollte, der ans Ufer schwimmen wollte, spielte sich bei mir ungutes Kopfkino ab, zumal auch die vorher so vehement eingeforderte Schwimmweste durch die darüberliegende Vliesjacke zu gut geschützt wurde und sich nicht automatisch mit Luft füllte.

Plötzlich sah ich den am Steg so lachenden Kapitän hektisch nach untergehenden Sachen tauchen, aber sowohl seine Tasche mit den Wohnungsschlüsseln als auch die Persenning waren schneller auf dem Grund als er zupacken konnte.

Meinem bibbernden Elend machte die DLRG (Deutsche Lebensrettungsgesellschaft) mit einer warmen Decke ein Ende, nachdem sie mich aus dem Wasser gezogen hatten. Zitternd konnte ich zusehen, wie Heikos Boot, das übrigens den leicht irreführenden Namen „Einer geht noch“ trug, gedreht wurde und wie die Männer über die offene Luke  den Kopf schüttelten.

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Dieses war der erste Streich (des gemeinsamen Ins-Wasser-gehen), der zweite folgt sogleich (genau in sieben Tagen).

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Diesen dummen Spruch: „Und wenn sie nicht …, dann segeln sie noch heute“ kann man ja hier schlecht anbringen.

Aber wenn Heiko jetzt nicht dem himmlischen Fährmann zur Hand ginge, wäre es vielleicht zu solch ähnlichen Situationen gekommen, wie auf dieser Fotomontage zu sehen ist. – Die Kleideraufnahmen sind alle mit Selbstauslöser fotografiert. Diese Einstellung im Apparat und die richtige Position für die Kamera zu finden – das waren Herausforderungen der besonderen Art, bei diesen Temperaturen!

Das Kleid, das ich mir wegen übergroßer Hitze und tropfenden Schweißes heute gekauft habe, wollte Frau Doktor sehen. Bitte, voila!


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Memory of Heiko-Man is memory for me …

Nur für Heiko-Kenner oder sehr Neugierige. Hier habe ich für diesen für mich so ungewöhnlichen und bedeutsamen Mann eine lebensfrohe Geschichte zu seinem Todestag geschrieben – nämlich die etwas ungewöhnlichen Umstände, unter denen wir uns kennen gelernt haben.

Bin ich abergläubisch? Vielleicht ein wenig.

Am 12. saß ich auf meinem Balkon und las Zeitung. Gerade rechtzeitig, um es zu seinem heutigen Geburtstag zu posten, las ich einen sehr freudig stimmenden Artikel. Es waren die näheren Umstände, die mich glauben ließen, es wäre ein Wink von oben, dass auch er mich nicht vergessen hat.

Der Artikel „Rettendes Blut“ handelt von einer Frau, die mit 53(!) ihre fast todbringende Diagnose erfährt. Nach Jahren des diagnostischen Rumprobierens  wird festgestellt, dass ihr nur eine Knochenmarkstransplantation bzw. Stammzellenspende helfen kann. (Das hätte ich bedingungslos gespendet, so es geholfen und gepasst hätte)

Ein Spender ist gefunden, der zufällig Heiko heißt. (Die Namen sind nicht von der Redaktion geändert) Und als diese Behandlung bei einer Berlinerin auch noch im Hamburger Universitätsklinikum Eppendorf ausgeführt wurde, das Krankenhaus, in dem er bei der versuchten, angefangenen  Chemo so gelitten hat, konnte ich nur noch an einen Gruß von ihm glauben.

Die jetzt inzwischen kerngesunde Seniorin hat durch die Transplantation die Blutgruppe gewechselt und hat jetzt die von Heiko.

Spender und Empfängerin standen sofort in anonymem Kontakt mit Briefen über das DRK (direkt ist 2 Jahre lang nicht erlaubt). Kaum war diese Sperre aufgehoben, telefonierten sie miteinander. Dann lud Frau Hanni Kohl ihren Lebensretter samt Lebensgefährtin zu einem Wochenende mit vielen kulturellen Höhepunkten ein. Bianca, die  „frisierende“ Lebensgefährtin, wollte unbedingt den Salon von Udo Walz besuchen, was dieser nicht nur gestattete, sondern zu einem besonderen Erlebnis für Bianca gestaltete.

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Doch nun zu dem Geburtstagskind:

Mensch, du wärst ja jetzt schon ein „alter Mann“ mit deinen heute 68 Jahren – na verziehen, ich bin ja auch nicht mehr die Allerjüngste.

Für eine Sache möchte ich mich bei dir entschuldigen: „Dass du mir zuliebe die Sache mit der Chemotherapie auf dich genommen hast, deswegen mehr leiden musstest, aber nur ganz wenige Tage bis Wochen länger gelebt hast – vielleicht auch gar keine.  Ich hätte dich nicht so betteln sollen.“

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Das Leben ist auch in aussichtslosen Situationen nicht aussichtslos!


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Gestern Nachmittag …

habe ich euch alle, die Ihr mir so lieb geschrieben habt, mitgenommen – in Gedanken – aber dann habe ich euch irgendwann euch selbst überlassen, weil ich allein sein wollte.

Ich musste nämlich das hier hören:

(Noch nie seit Heikos Tod konnte ich es ohne Tränen in den Augen hören, aber jetzt diese Version mit den passenden Bildern dazu ist für mich einfach nur … ohne Worte)

Keiner von euch wird sauer sein, dass wir nicht zum langweiligen Teltowkanal gegangen sind, denn das wäre eh kein Segelrevier für Heiko gewesen  – sondern zum riesengroßen Flugplatz, der jetzt den Menschen gehört, ohne die Technik, das ist doch mal was.

Wahnsinn – es rollerte, radelte, skatete und menschelte, dass es eine wahre Freude war.

Der Himmel zeigte alles: meine Lieblingswolken, dräuende Finsternis, doch immer lugte irgendwo die Sonne dahinter hervor – zur Stimmung passend.

Als ich das hier sah, musste ich an Abschied, Vergänglichkeit denken:

Aber dann gab es auch das auf den wundervollen Naturwiesen:

Die farbigen Blumen zwischen den weißen – genau diese Farbe hatte meine Jacke, die ich anhatte. Und plötzlich kommen 4 junge türkische Mädchen auf dem Fahrrad und rufen mir zu: „Schöne Jacke!“

Hoffnung gab es auch, dass Leben immer weiter geht und neu entsteht:

Unter diesem Baum habe ich mich hingesetzt und geträumt – mit offenen Augen, wachem Herzen und klarem Verstand. – Nicht einen Tag von dieser Zeit möchte ich hergeben.

Mit einem „Rosinenbomber“ kann ich euch nicht erfreuen. Das Flugzeug, was hier rumsteht, wurde von der Flughafenfeuerwehr zu Übungszwecken verwendet. Dementsprechend ramponiert sieht es aus.

Mit diesem Bild lässt sich das Verhältnis Ost:West gut zeigen. Der Osten ist klein und schon ganz weit weg, wohingegen der Westen mit seinem Flughafenturm auch nicht mehr das ist, was er mal war:

Damit man Gedanken in den Himmel schicken kann, braucht man Himmelsboten. Ich habe dafür Drachen und einen Mini-Paraglider genommen.

Und als ich den Flugplatz wieder verließ, musste als Abschied noch das hier kommen:

Zu Hause war alles dann wieder okay und ich machte mich daran, die Bilder zu bearbeiten, die ich dort gesehen habe. Und jetzt könnt ihr sie sehen.

Ich wünsche euch eine schöne Woche.

Und morgen beginnt hier das „Sommerfest in Bloggerland“