Claras Allerleiweltsgedanken


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Es war einmal eine Fee …

… so oder so ähnlich fangen manche Märchen an.

Doch mein „Märchen“ fängt anders an, und zwar:

Es gibt noch immer eine gute Fee – und zwar im kleinen B.

Was SIE an MIR für einen Narren gefressen hat, kann ich nur manchmal nachvollziehen – aber ich kann immer bemerken, dass sie ihr Feenauge auf mir ruhen lässt. Und sie ist die Feenfrau, die am konsequentesten mein Lilaregal im LilaClarazimmer mit Lilaschnuckeligkeiten belebt und bestückt hat.

Der Postbote brachte ein kleines Päckchen mit ihrer typischen Feenhandschrift darauf. Besonders erstaunte mich daran, dass es aus Zeitgründen erst für die Zeit nach Weihnachten angekündigt war. Doch Feen haben eine wunderbare Nase, auch für kleine Kümmernisse. Und wenn schon aus Gegenden, wo es sehr gewünscht ist, in diesem und im vorigen Jahr auch schon kein Zeichen der Liebe und Verbundenheit durch den Äther flatterte, da ist sie in die Bresche gesprungen. Und sie hat ihre Sache vorzüglich gemacht.

Wie immer ist alles im Päckchen noch einmal in Weihnachtspapier/-servietten eingepackt und damit meinen neugierigen wissbegierigen Augen nicht zugängig. Nur die beidseitig eng beschriebene Karte mit ihren lieben Worten erschloss sich mir.

Und dann fing es an. Der kleine lila „Zweizahn“ bewirbt sich bei mir um einen Job als Fingernagelbürste. Ich habe ihn sofort eingestellt, weil die anderen Bürsten immer so groß sind.

Als ich ihm seinen neuen Arbeitsplatz zeigte, grunzte er vor Begeisterung.

 

Ob der (lila) Traumfänger ebenfalls so glücklich ist, zu mir gekommen zu sein, bin ich mir noch nicht so sicher. In der Regel ist es so gedacht, dass die Traumfänger den/die SchläferIn vor bösen Träumen bewahren sollen, die sie in ihrem Netz fangen. Doch was machen sie mit solchen Leuten, die nicht träumen oder sich zumindest so gut wie nie an Träume erinnern? – Mal sehen, was er sich einfallen lässt. Zumindest habe ich ihn an meinem Bettkopfende angebracht vor dem Fenster, so dass er den Ein- und Ausflug der Träume gut überwachen kann.

Doch noch immer waren Dinge in Weihnachsservietten eingehüllt. Ich wählte zuerst das größere und schwerere Dingens – – – und lachte schallend. Die Fee hat die KAMPF-CLARA gezeigt. Na gut, eine Pumpgun würde ich nicht gleich nehmen, aber kämpfen immer. Wahrscheinlich habe ich beim Fotografieren noch gelacht, so dass es mittelprächtig verwackelt ist. Nehmt es hin!

Das letzte war dann eine lila Kerze im Glas, die am Abend noch eine große Schwester bekam. Ich glaube, meine überall hinausgetrötete LILALIEBE macht das Aussuchen von Geschenken manchmal leichter. Ich bekam sie von des Sohnes Freud- und Leidgefährtin, die sowohl für den großen Mann als auch den kleinen Hund ein liebevolles Herz hat. Und ich bekam nicht nur eine Kerze – nein, auch einen großen Sack eine große Tüte selbst kreierte Kekse – hier ohne Foto geblieben.

 

Ich finde, sowohl die Große auf ihrem eleganten Schieferuntersetzer als auch die Kleine machen sich im Umfeld der lilagefleckten Vase als auch neben dem Froschkönig sehr gut.

Ich hatte die Große kaum eine Stunde aus dem Auge gelassen, da hat sie schon Junge bekommen – aber die habe ich alle weggenommen, weil ich denke, frau soll es auch mit lila nicht übertreiben – obwohl, damit kann man eigentlich gar nicht übertreiben. (Widerspruch wird abgeschmettert!)

Können Feen eigentlich auch fliegen? Dann hättest du es doch selbst über Berlin-Marienfelde im R-T-D und meinem Balkon abwerfen können. Vielleicht warst du es ja auch, aber ich war beim Empfang nicht zu Haus.

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Doch der Heiligabend brachte noch andere freudige Sachen. Das Phantasiewunder Mallybeau hat mir eine Collage zusammen“gebaut“, die an mein Herz gerührt hat. Und das ganz allein für mich – wie schön!

Jetzt kann ich also testen, wie leicht oder schwer es ist, Queen zu sein.

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Dann war ich mal kurz fleißig, um Salat zu machen, den ich zum Abendessen zusteuern wollte. Hat allen geschmeckt und es gab zwei Fraktionen: Die Mit- und die Ohne-Rosinen-Fraktion. Ich bin in der „Mit-“ – Und mein Leckermaulschüsselchen hat sich gefreut, dass es auch noch was aufbewahren durfte.

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Ich warne euch jetzt alle – LILA kann ansteckend sein, in den verschiedensten Arten und Weisen – und wenn man nur einfach versucht ist, einen Bettbezug zu kaufen und zu verschenken, nur weil er einen dicken lila Anteil hat. – Nun hatte ich Glück, ich wurde von meinen lieben Nachbarn beschenkt und musste keinerlei Angst haben, mit der Lilaseuche infiziert zu werden. – Manchmal hat es auch Vorteile, wenn man schon „angesteckt“ ist.

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Und nun noch zum Heiligabend. Mein Sohn, dessen total renovierte und neu bestückte Wohnung ich zuerst besah, nahm mich mit nach Blankenburg. Dort erwartete den Sohn eine liebende Freundin und uns beide zwei rührende Küchenfeen, die ein zauberhaftes Abendessen mit Rote-Beete-Suppe, Klößen, Rotkohl, Rosenkohl, zwei Enten und Lecker-Sauce mit einem anschließenden Nachtisch zauberten. Lenny war der King und wurde verwöhnt von Hacke bis Nacke. Erst bekam er Riesenportion aus einer Schüssel. Nach ca. 2 Minuten wurde gerade noch die leere Schüssel ausgeleckt. Und kurz danach ging er mit „hungrigen“ großen Augen von Person zu Person, um noch was zu erbetteln. Er sah ungefähr so aus.

Und jetzt wünsche ich euch allen noch einen schönen zweiten Feiertag.