Claras Allerleiweltsgedanken


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Die Folien sind der Clara (zweit)liebstes Kind

Ganz ehrlich gefragt und geantwortet: Hat schon jemand „Entzugserscheinungen“ weil hier schon soooooooooooo lange nichts von Folien berichtet wurde??? Ihr denkt wohl gar, ich gehe fremd und widme mich einem anderen Hobby? – FALSCH gedacht.

In meinem Flur habe ich drei weiße Türen mit Glaseinsätzen – leider jede anders, eine Keine-Tür in der Küche, eine Panzertür als Wohnungseingangstür und eine Badtür in dem von den Vormietern offenbar geliebten Bahamabeige – passend zu den Fliesen.

Warum ich diese Farbe nicht sonderlich mochte und mag, kann ich gar nicht genau begründen – aber in mir wuchs der Entschluss, daran etwas zu ändern.

Wieder stundenlang das Netz durchforstet und dann doch wieder beim fast teuersten Anbieter hängen geblieben. Doch die anderen hatten Maße, die in der Breite einer Kirchentür nahe kamen. Wenn ich dann die Hälfte des Motivs hätte wegschneiden müssen, wäre der Rest nicht mehr aussagekräftig gewesen.

Inzwischen habe ich endlich gelernt, mit Lesezeichen zu arbeiten, so dass ich mir alle abspeichern konnte, die mir gefielen. Und von diesen (knapp 50) wurde eine nach der anderen gelöscht.

Als meine zwei Wunschfolien unterwegs waren, gingen die Vorbereitungen los. Tür gründlich reinigen und alle Beschläge abschrauben. Und da fing der Ärger an. Der Beschlag von der Verriegelung muss sich vakuumartig angesaugt haben – jedenfalls hat er so lange Widerstand geleistet, bis ich beinahe aufgehört hätte. – Die Klinke durfte bis zum Schluss bleiben, denn ich wollte mich nicht ein- oder aussperren.

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Als ich mich im Bauhaus nach chromfarbenen Türbeschlägen umsah, ließ ich diese Absicht ganz schnell fallen. Ich denke immer, ich muss 10 Jahre Preissteigerungsrate versäumt und verschlafen haben.

Alles liegt auf der Waschmaschine geordnet und sortiert, denn nicht alles passt zu allem.

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Auf los gehts los – beide Seiten sind blank und kahl.

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Ich entschließe mich, mit der Innenseite (also vom Badezimmer aus) zu beginnen. Eine Bekannte hält die Rolle, auf der noch die Folie ist, so dass ich in aller Ruhe und Gemütlichkeit streichen und befestigen kann. Alles klappt, keine Blasen, keine Falten.

Das maritime Feeling des Badezimmers wurde aufgenommen.

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Als ich die Wahl der Folie zeigte, die ich für den Flur vorgesehen hatte, waren manche ganz, ganz leicht pikiert – ich weiß nicht, warum. Ich wollte, dass man bei geschlossener Tür erkennen kann, das dahinter das Bad ist. Es ist alles sehr schemenhaft und nichts ist anstößig – und leider sehe ich sooooooo nicht mehr aus.

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Dieser leichte lila Schimmer, der hier auf das Foto gekommen ist, ist in Wirklichkeit nicht da.

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Lieber Gott, ich wünsche mir …

(Clara) … zum Geburtstag eine Stichsäge!

(Gott) Clara, habe ich richtig gehört: Eine Stichsäge? Du weißt ja, ich bin schon uralt und meine Ohren sind durch das ganze Getöse, Geknalle und Geschieße auf der Welt auch nicht mehr die besten.

(Clara) Ja, du hast genau richtig gehört.

(Gott) Verzeihung, aber was willst DU denn in DEINEM ALTER mit einer Stichsäge? Den Sarg können andere Leute viel besser tischlern, oder willst du auch das mal selbst ausprobieren?

(Clara) Nein, mit STICH habe ich ja schon immer gesägt oder gehämmert oder genagelt, aber STICHGESÄGT, und das auch noch elektrisch, habe ich noch nie. – Außerdem hat mir und meinem schwarzen Humor der Witz von dem kleinen Jungen, der den ganzen Tag Trekker fährt, gefallen.
Mit einer Stichsäge hätte ich die Chance, den Witz irgendwie anders zu erfinden.

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Und damit das mit meinem Wunsch auch klar geht, wacht Lenny darüber.

Und wie Recht ich habe mit meinem Wunsch nach einer Stichsäge. Kaum hatte ich sie zu seinem Eigentümer zurück gebracht, habe ich mir so einen Altweiber-/männersitz für die Badewanne gekauft – doch wie ihr auf dem Foto sehen könnt, ist er etwas zu lang. Die beiden Alurohre, die die Randauflagen halten, müssen 3 cm gekürzt werden. – Also wieder dorthin dackeln – das einzig Gute daran, ich sehe Sohn und Hund dadurch wieder.

 

 

 

 


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Bei Clara ist ’ne Schraube locker …

bitte nicht sagen: „Clara hat ’ne Schraube locker“ – da sind Welten dazwischen .-)

Nachdem ich jetzt mehrmals Claras Ordnungsliebe gelobt oder belächelt habe, kommt heute ein anderer Fimmel von ihr dran: „Ich kann das alleine! Das will ich machen“ – So hat sie jeden Mann zur Verzweiflung gebracht, wenn sie alle Löcher mit Schlagbohrmaschine selbst in die Wand donnern wollte, jedes Brett zurechtsägen und jede Elektroleitung selbst außer Strom setzen wollte. – Im Laufe der Zeit ist sogar was hängen geblieben und als alle Männer erfolgreich vergrault waren, blieb ihr gar nichts anderes übrig, alles allein zu machen, wenn sie sich nicht finanziell in den Ruin handwerkeln wollte.

Und so kam ihr eines Tages die Idee, die vor Monaten abgeschraubten Seitenlehnen am Computerstuhl wieder anzuschrauben.

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Wäre ich nicht schon grauhaarig – diese eine Schraube hätte das geschafft. Der richtige Inbusschlüssel stand oder lag bereit – aber da er sich platzmäßig nicht entfalten konnte, war das Festziehen eine Millimetersache. – Ist das sehr männerfeindlich, wenn ich sage, das hat bestimmt ein Mann so konstruiert!

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Es war ganz schön schwierig, die richtige Stellung Position zu finden, um arbeiten zu können. Dass von 6 Schrauben eine aus der Reihe tanzt, ist wohl besser als im echten Leben – da sieht das Ergebnis vielleicht nicht so gut aus.

Und das ist dann das Ergebnis:

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