Claras Allerleiweltsgedanken


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Keine nachträglichen Scherze zum 11.11. 11 Uhr 11

An was denkt eine „besorgte Bürgerin“ 🙂 😉 wie ich, wenn sie auf dem Handy die ersten beiden Eindrücke bekommt in einer Mail von „Keinem Absender“:
Cyberattacke, Virenalarm, wer will Clara hier etwas andrehen?

Ich weiß ganz genau, dass ich mir nicht selbst eine Überraschung hinterlegt habe und lösche alles ganz schnell. – Dann gibt es auf dem Daggiblog die Mitteilung, dass DauerleserInnen eine Mail bekommen haben. Natürlich moniere ich, dass ich keine bekommen habe und auch im Spam nichts ist.

Als dann der Schriftführer alles aufklärte und sie noch einmal schickte, habe ich sie dann tatsächlich geöffnet und war vollkommen beruhigt und erfreut, dass ich mich wieder (intern blamieren darf bei Kniffelfragen) öffentlich amüsieren darf. – DANKE! Jetzt kann ich schon die einzelnen Türchen suchen – da dauert es kurz nach Mitternacht nicht mehr so lange.

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Und jetzt zu meiner Heizung, die allerdings schon einige Tage früher instandgesetzt wurde.

In der DDR konnte man sich als Installateur eine goldene Nase verdienen, weil manche Leute, die schneller oder besser bedient werden wollten, mit blauen DM-Scheinen bezahlten. Da konnte schon ein kleines Westgeldvermögen zusammen kommen.

Der Chef von der Firma, bei denen wir die beiden Reparaturen in Auftrag gegeben haben, stammt auch aus der DDR. Vielleicht hat er sich diese „Reich-werde-Mentalität“ auf eine andere Art und Weise erhalten.

Der Chef selbst kam, um den Auftrag zu konkretisieren. Er schrieb die Maße für den neuen Heizkörper in meinem Zimmer auf und schaute sich den halbherzig heizenden Flachheizkörper in der Küche an. Er bemerkte – wie ich schon einmal hier berichtete – dass die beiden Rohre vertauscht wurden – Zufluss und Abfluss waren falsch montiert.

Mehr als 4 Wochen nach der Besichtigung wurde der Termin festgelegt. Gegen 7.00 Uhr sollte der Klempner auf der Matte stehen. Einen Tag vorher wurde der Termin um eine Stunde nach hinten verschoben. Die Kollegin am Telefon sagte mir, dass der Monteur erst sein Auto in die Werkstatt bringen muss. (Später stellte sich heraus, dass das gelogen war, der Monteur war im Auftrag der Firma früh unterwegs.)

Gegen 8.00 Uhr stand der Monteur mit einem Azubi aus Syrien vor der Tür. Meine sofortige Frage: „Wo ist der neue Heizkörper?“ Worauf er mir entgegnete, dass er den erst aus dem Lager holen müsse. Wenn das nicht eine knappe Stunde gedauert hätte, in der der Azubi wartend auf seinem Handy spielte, wäre ich nicht so erstaunt gewesen.

So schön, so gut schlecht: der Heizkörper war falsch. Die Angaben vom Chef stimmten alle, aber die Kollegin hatte (aus Dummheit oder Unaufmerksamkeit) den falschen bestellt.

Also das gleiche Spiel noch einmal: Telefonat, neuer Heizkörper wurde geordert, der Monteur war wieder eine knappe Stunde unterwegs, der Azubi spielte.

Dann klappte es mit der Heizung und der Einbau war erledigt. Neues Ventil war dran und alles paletti. Mein Pendant, der Löwe, nickt die Arbeit ab. Aber der Löwe kann nicht überall sein.

Der Monteur verlegte seinen Arbeitsplatz in die Küche und setzte wunderschöne Kupfer- und Messing- und überhaupt -teile ein. So sah es aus:

 

Gegen 14.00 Uhr verließ er die Wohnung. Auf dem Arbeitsbogen, den ich unterschreiben sollte, stand als Arbeitszeit 7.00 Uhr bis 15.00 Uhr. Natürlich veränderte ich das selbstherrlich in 8.00 – 14.00 Uhr, wobei aber nur 4 Stunden reine Arbeitszeit war, denn die restliche Zeit brauchte der Monteur zur Beschaffung zweier Heizkörper.

Als dann beide weg waren, wartete ich immer auf den großen „Knalleffekt“ – dass meine Heizung endlich warm wird. Als sie das auch später und am nächsten Tag nicht tat, erboste mich das doch sehr und ich rief in der Firma an.

Er kam – leicht genervt – und ich bemerkte, dass er weder entlüftet hatte noch Wasser in die Heizung hat laufen lassen. Er musste am Ablaufventil noch was ändern, bevor ich mich in wohliger Küchenwärme aufhalten konnte.

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Und dann warteten wir auf die Rechnung. Gleich vornweg: ICH hätte sie reklamiert, aber mein Sohn, der Wohnungseigentümer, hat sie bezahlt.

Sie hatten die Arbeitszeit im Gegensatz zu dem Angebot zwar herunter gesetzt, aber nicht ausreichend, denn die Zeit zur Beschaffung EINES Heizkörpers war in der Gesamtzeit von 5 Stunden eingerechnet.

Der Helfer war ein junger Mann aus Syrien, der maximal eine halbe Stunde im Einsatz war – für ihn waren nur 3,5 Stunden angesetzt. Früher hieß es immer: „Aufbauhilfe Ost“ – jetzt sage ich: „Hilfe für Migranten“ – das war der einzige Posten auf der Rechnung, den ich willig abgenickt habe.

 

 

 


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Der Osten erkennt sich – Update

Am 22. August erzählte ich euch, dass der Heizkörper in meinem Arbeitsschlafzimmer durchgerostet ist und erneuert werden muss. Wahrscheinlich wird er von zu wenigen genutzt, so dass das Wasser zu rostig wird und Schaden anrichtet, denn zwei verschiedene Bewohner aus unter mir liegenden Wohnungen mussten das auch schon machen.

Anfang September kam dann endlich der Chef von der Sanitärfirma, weil wir den Auftrag eventuell erweitern wollten. Als er meinen perfekt ausgefüllten Zettel mit allen Heizkörpermaßen in der Hand hielt, flossen ein paar lobende Worte über mein technisches Verständnis. (Und da war es schon wieder, dass ich dachte, ich „könnte“ Technik 🙂 )

Meine Antwort war: „Ich hatte ja auch polytechnischen Unterricht.“

Und darauf sein leichtes Grinsen: „Aha, auch aus der DDR.“

Und damit flutschte die Sache. Der Heizkörper in meinem Zimmer wird so schnell wie möglich erneuert, damit es nicht durch die einsetzende Heizperiode unnötig erschwert wird.

Dann erläuterte ich ihm meine Schwierigkeiten mit dem Küchenheizkörper. Der steht zu Winterszeiten ständig auf 5 und wird dennoch nur mittellau. Der Hausmeister hat ihn schon mal entlüftet mit einem Ergebnis gleich Null. – Allerdings habe ich beim allgemeinen Ventilaustausch dieses nicht tauschen lassen – das wäre eine mögliche Ursache. Auch könnten die Zuleitungen verschmutzt sein – doch warum gerade an diesem Heizkörper?

Wir wollten in einer Wohnung unterhalb meiner die Strangführung fotografieren, was ich dann auch tat, als die Mieterin wieder anzutreffen war. Als ich die Fotos sah, fiel es mir wie Schuppen aus den Haaren und ich bestätigte innerlich den Verdacht, den der Installateur schon geäußert hatte. Ich hatte es für unwahrscheinlich gehalten, dass der Monteur so einen gravierenden Fehler gemacht hat.

Ich zeige euch die beiden Fotos und bin gespannt, ob euch etwas auffällt. Das erste Foto ist aus meiner Wohnung, was Kennerinnen sofort an der Café-Tapete erkennen.

Manchmal empfinde ich es als sehr hilfreich, polytechnischen Unterricht oder einen „Tag in der Produktion“ verbracht zu haben, mindestens einen pro Monat. Dümmer bin ich dadurch nicht geworden.

Noch eine Frage: Hat jemand Erfahrungen mit Rippenheizkörpern?

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Wundert euch nicht – ausnahmsweise moderiere ich die Kommentare.

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Daggi hat einen klugen Schriftführer – denn der hat es erkannt.

Der Heizungsmonteur, der diese Heizung angeschlossen hat, war entweder blau, blind oder unerfahren. Er hat tatsächlich das Zuflussrohr und das Abflussrohr miteinander verwechselt. Das rechte Rohr, wenn man auf das Foto schaut, muss oben an den Zufluss mit dem Thermostat angeschlossen sein. – Jetzt, wie es bei mir ist, bekomme ich nur das „ausgelutschte“ lauwarme Wasser der anderen und muss mich nicht wundern, wenn die Heizung noch nicht mal meine Hände richtig wärmt, geschweige denn meine Küche.

So, das war es schon – doch man kann es wirklich nur erkennen, wenn man die beiden Fotos nebeneinander sieht.


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Es gibt Dinge im Leben … 2

… die frau nicht will, nicht braucht, aber dennoch ab und an über sich ergehen lassen muss.

Deswegen fange ich damit an, was ich in solchen Zeiten versuchen sollte. Dem Kalender, den ich vor Jahren von Lucie geschenkt bekam, habe ich einfach das Kalendarium abgeschnitten, so kann ich ihn je nach Situation verwenden.

Wer mich länger kennt, weiß, wie schlecht ich im Suchen bzw. natürlich im Finden bin. Also muss ich mir andere Brücken bauen.

Am 10. August hatte ich eine Untersuchung, die mit einer Blutabnahme und einer kurzzeitigen Sedierung  einherging. Daran war vom Prinzip her nichts einzuwenden – das (kleine) Problem war nur, dass die ausführende Krankenschwester tat, als wenn sie in meinen Venen nach Gold suchen wollte, so wie sie darin herumgestochert hat.

Die Fotos sind nicht gut, denn die Veilchen blühen darauf nicht so richtig.

Nach der Untersuchung und dem absolut leeren Magen und Darm belohnte ich mich in einem italienischen Eiscafé dementsprechend.

Und dann bekam ich am 12. ganz lieben Besuch. Die Temperaturen und die Fahrpreise der BVG waren so, dass wir nach Möglichkeit nur im näheren Umfeld der Wohnung kreisten. Das nähere Umfeld bei beiden sah jederzeit so aus, wenn nicht essen, schlafen, spielen oder kochen an der Reihe waren.

Und dann kamen Dinge, die mir das Laufen und die Bewegung mächtig erschwerten, Minigolf durften nur die anderen spielen, ich nicht. Ein eingewachsener Zehennagel erlaubte weder Socken noch geschlossene Schuhe, eine Harnwegsinfektion keinen entspannten WC-Aufenthalt und eine sehr schmerzhafte Muskelverspannung erhöhte den Tablettenkonsum ins Unermessliche.

Tagesdosis

Ich schreibe diesen Artikel am 20. August – und nichts davon hat sich bisher ernsthaft gebessert. Sooooooooooo wollte ich das neue Jahr nicht begrüßen.

Da ist ja so ein kleiner Schaden richtig begrüßenswert – den konnte ich ja ziemlich unauffällig. kleben. – Unangenehmer ist da schon die tropfende Heizung in meinem Zimmer. Das „Drama“ hatte ich ja schon mal im kleinen Zimmer – da lief das Wasser ungebremst und das ganze Zimmer stand schon unter Wasser. Es wäre eine sehr unangenehme Sache geworden, wenn es bei den unter mir wohnenden Leuten durchgelaufen wäre. Deswegen muss ich mich jetzt schleunigst kümmern. – Eigentumswohnungen, auch wenn es nicht die eigene ist, haben nicht immer Vorteile 🙂 😉

Der Hausmeister hat es begutachtet und festgestellt, dass der Heizkörper durchgerostet ist. Da muss ein neuer her. Da ja alle Heizkörper zur gleichen Zeit eingebaut wurden, ist die Frage, ob gleich im kleinen Zimmer und im Wohnzimmer die Heizkörper auch getauscht werden sollten. Vielleicht ist es eine Frage des Preises so nach dem Motto: „Im (viertel) Dutzend wird es billiger!“


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Männer sind besser …

… zumindest beim handwerkeln!

Vor laaaaaaaaaaaaaaaanger Zeit wollte ich ursprünglich auch im Bad Ostersachen verstecken. Da meine Heizung immer ziemlich bullert (Nordbad ohne Sonnenschein), stellte ich sie ab, damit alle Schokoküken und anderes ihre Form behalten.

Gut, das Bad wurde dann doch ausgespart als Versteckort, aber die Heizung blieb erst einmal abgedreht.

Drei Tage später will ich sie wieder anstellen – doch NICHTS! Sie bleibt so eiskalt wie sie in den Tagen zuvor war. Früher konnte ich den Thermostatknopf nach meiner Erinnerung einfach abziehen – doch ich zog vergeblich.

Der als Dritter angerufene Maler erklärt mir, wie es geht. Ich erwartete eine verklemmte kleine Spiralfeder – doch wieder Fehlanzeige.

Mit weinerlichem Gesicht (das weckt in Männern den Beschützer- und Handwerkerinstinkt) gehe ich mit dem Thermostatkopf zum Hausmeister. Nach einigen „lustig-blöden“ (aber nicht bös gemeinten) Bemerkungen erklärt er mir, dass ich mit einem harten Gegenstand auf den verklemmten Stift am Heizkörper drücken soll. Falls das nicht hilft, könnten LEICHTE Hammerschläge die Sache beschleunigen und erledigen.

Alles durchgeführt – UND???? Bei dieser Überschrift natürlich ohne Erfolg.

Dann lieh ich mir Kriechöl-Spray oder so etwas ähnliches. Über Nacht mehrmals nachgesprüht und am frühen Morgen voller Erwartung mit dem Hämmerchen das Sparschwein Hammer auf den Stift gehauen.

Da mich der Hausmeister am Tag zuvor „versetzt“ hatte, kam er gleich nach meinem Anruf – ja mehr noch, er erkennt jetzt schon auf dem Diensttelefon meine Handynummer – ich habe also Karriere gemacht.

Er sprüht noch einmal mit seiner Dose, nimmt seinen Hammer (der dem meinigen aufs Haar gleicht), führt drei Schläge aus und sagt: „Warum konnten Sie denn das nicht?“ – Wir haben so laut und herzhaft gelacht und ich konnte es ihm wirklich nicht beantworten.

Es tut mir jetzt schon Leid, wenn er mal in Rente geht und in sein Anwesen in Pasewalk zieht.