Claras Allerleiweltsgedanken


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Hirsch Heinrich wird zu Clara HimmelHIRSCH

Den Heiligabend verbrachte ich nicht in oder mit Familie, sondern im Freundeskreis. Eine der Frauen, die sich um die Organisation und das Essen gekümmert hat, hielt ein Wichteln für angebracht.

Mit zwei Würfeln rückten wir dem Geschenkepaketeberg in der Mitte zu Leibe. Jede bekam ein Päckchen, wenn sie eine 1 oder eine 6 gewürfelt hatte und in der nächsten Runde durfte jede – wiederum auf eine bestimmte Würfelzahl – ihr Paket auspacken. Gleich und sofort fiel mit ein „Gegenstand“ auf, der mein Interesse weckte.

Die nächste Würfelrunde nahmen die einen mit Freude, die anderen mit Kummer auf. Die etwas „Blödes“ erwürfelt hatten, waren froh, wenn sie mit einer anderen tauschen konnten – die anderen waren unfroh, dass sie ihre Beute wieder abgeben mussten.

Das Objekt meiner Begierde kam nicht auf dem Wege des Tauschens zu mir. Erst ganz zum Schluss wurde der freie Tausch angeboten. Ich machte der Besitzerin meines Wunschgegenstandes so wunderschöne blaue Augen, dass sie gar nicht anders konnte, als mit mir zu tauschen. Und als ich diesen „Gegenstand“ auf die Nase setzte, sah sie ein, dass diese Brille und ich einfach zueinander gehören.

Engel – Bengel – Teufel Clara

 

Immer mit einem Schmunzeln im Gesicht

So, jetzt lasse ich euch wieder mit Euer ZweitFeiertagsStimmung alleine und in Ruhe.


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ClarAnna in der Hamburger Großstadtwelt – VIII

28. Juli bis in den August hinein

In großer Besetzung brechen wir auf. „Groß“ heißt in diesem Fall einfach, dass Ingrid mitkommt, die uns die letzten Tage so wunderbar beköstigt hat und uns auch ein Bett mit einem Dach über dem Kopf zur Verfügung stellte. Weiterhin ist nicht zu unterschätzen, dass wir durch ihren einen Bekannten einen sachkundigen Führer durch die Rendsburger Schiffs- und Brückenwelt bekamen und mit dem anderen im Wohnmobil durch Hamburg fahren konnten.

Von hier aus nochmal ein ganz herzlicher Gruß und ein großes Dankeschön von uns Berlinern.

In Hamburg erwartet uns Barbara mit einem leckeren afrikanisch angehauchten Essen. LeserInnen mit gutem Gedächtnis, die schon lange hier lesen, werden sich vielleicht an die Geschichte mit den Büffelhörnern erinnern, die ihr Sohn vertreibt. – Und in einem Stöckchen verriet ich mal, dass ich mit Barbara in der ersten Klasse mit negativem Erfolg versuchte, ein Diktat mit Spickzettel zu schreiben. Solche Erlebnisse schweißen natürlich zusammen, *grins*.

29.07. Tja, womit fange ich bei dieser schönen Stadt an, die immer noch meine große Liebe ist, auch wenn Heiko dort nicht mehr zu finden ist. – In den letzten Tagen war ich ja mit Fotos etwas zurückhaltender. Da ich Hamburg nur in Fotoblog (morgen) und hier aufteilen will und nicht noch weiter, kommen heute mehr Fotos.

In Hamburg scheinen diese coolen Sprüche zu fruchten – Berlin bleibt trotz pfiffigster Texteragentur dreckig und müllig. – Der Hansestädter und somit auch die Touristen achten auf ihre Stadt.

Ich überlege ernsthaft, ob es die gleiche Agentur ist, denn „Kippen gehören eingelocht“ steht auf vielen der dickbäuchigen Orangenen in Berlin.

Das ist ein „absichtlich verwackeltes unscharfes Foto“, das durch das Tempo des Wohnmobilfahrers zustande kam. – Nein, die Hamburger Maiden sind etwas spröder und zeigen ihre Schönheit nicht auf den ersten Blick.

An den Landungsbrücken stiegen wir tief hinab und liefen unter der Elbe auf die andere Seite hinüber. Fotos davon zeige ich später. Der Hafen hat für mich immer und immer Anziehungskraft, die bekannten Blickpunkte wie das Feuerschiff und die Rickmer Rickmers werden fast wie alte Bekannte begrüßt, von denen es auch später Bilder gibt.

Fast am Hafen ist das Zeitungsverlagsgebäude von Gruner & Jahr, doch diese Statue von Hermes, dem Götterboten, erinnert an einen Segelbedarfsladen, der bis zum Ende seiner Tage sein Gelände nicht an den Zeitungsriesen verkauft hat . Hermes stand auf seinem Dach.

Auf diesem Foto http://www.fotocommunity.de/pc/pc/display/3126434 steht Hermes im Vordergrund, auf diesem von mir Anna. – Als wir von unserem gefahrenen und gelaufenen Stadtbummel heimkamen, setzte schlagartig Hamburger Wetter ein, nämlich Starkregen, der uns aber nicht mehr störte.

Im Nachbarhaus besserten wir unsere Schokoladenreserven auf und hier unsere Kenntnisse über Jugendstil.

Wir wurden zu einer Käseverkostung gebeten – leckerer Schweizer Käse, über dessen Vermarktung ich etwas sagen sollte. Den Geschmack fanden wir beide sehr gut – dennoch wurden die Häppchen nicht aufgefüllt, die Verpackung jedoch scheußlich. Dennoch bekamen wir zur Belohnung jeder eine Tafel Schokolade von feinster Schweizer Art (lebt deswegen auch nicht mehr).

Von Kunst kann man kaum noch leben, aber ohne Kunst auch nicht. Und deswegen kann man auch in jungen Jahren schon mal was von Kunst hören. Vielleicht bleibt der Begriff „Jugendstil“ hängen.

Mit „Jugendstil“ habe ich mich ja inzwischen angefreundet – mit Barock werde ich das den Rest meiner Tage nicht mehr tun.

An einem anderen Tag machten wir zwei Weiber allein einen Stadtbummel. Wir holten uns eine wirklich preiswerte Tageskarte (für beide 5,60 €) und waren den ganzen Tag auf Achse. Das Rathaus wollte ich schon immer mal genauer sehen, vor allem von innen.

Vom Rathaus und seinen Lampen gibt es bestimmt schönere Fotos, aber irgendwann war bei mir auch mal die Luft raus beim Bearbeiten der Fotos.

Nachdem ich definitiv weiß, dass ich Innenaufnahmen auch bloggen darf, zeige ich euch diese schöne Tür und das eben so hübsche Mädchen – fällt euch auf, dass wir den gleichen Farbgeschmack haben? Lila ist ihre Lieblingsfarbe.

Brave Mädchen kommen in den Himmel – böse Löwen kommen überall hin!

Vor dem Rathaus an den Alsterarkaden standen bzw. schwebten diese beiden Straßenkünstler. In voller Aktion zeige ich sie im Fotoblog. Hier seht ihr, wie geheimnisvoll die Platzeinnahme vor sich ging, damit ihnen niemand hinter das „Geheimnis“ der schwebenden Konstruktion kommt.

Sie schwebt, er wuselt noch.

An einem anderen Tag fuhren wir mit  Barbara an den Elbestrand, und auch nach Blankenese, das Viertel der Reichen und Schönen, wie es allgemein genannt wird. – Hier in Berlin tobt(e) ja schon der Bär, als es um die Verlegung der Flugrouten ging, die bisher immer nur den „ärmeren Norden“ getroffen haben, jetzt soll der „wohlhabendere Süden“ auch seine Phons abbekommen. – Und so ähnlich müssen die Blankeneser auf den Pudding gehauen haben, als ihnen die Firma Airbus ihre schöne Aussicht nahm und ein reines Fabriktionsgelände vor die Nase setzte, wo es vielleicht sogar ab und an laut ist. Den Leuten in diesem Stadtviertel ist es bestimmt ziemlich egal, ob da drüben Arbeitsplätze für die Stadt geschaffen werden – sie verdienen oder verbrauchen ihr Geld auf andere Art.

„Schön“ soll das Foto nicht sein, nur informativ.

Da ich bei einer lieben Freundin war, konnte ich Anna unbesorgt am Abend bei ihr lassen, um die Tageskarte noch weiter zu nutzen und zu einer Nachtkarte zu machen. Ein Besuch auf St. Pauli, dem Vergnügungs- und Freudenviertel der Stadt, war angesagt. Auch hierzu Ergänzungen im Fotoblog.

Was an diesem Viertel die „Große Freiheit“ sein soll, hat mir früher schon nicht, aber heute gleich gar nicht eingeleuchtet.

Sogar die Geldautomaten bekommen auf St. Pauli und der Reeperbahn einen sexuellen Touch.

Das kleine, daneben knieende Männchen mit den erhobenen, flehenden Armen habe nicht ich da hineingesetzt. 🙂

Und jetzt noch ein wenig Normalität. Das Niendorfer Gehege, dicht bei Barbaras Wohnung, ist ein beliebtes Erholungsgebiet.

Der Kerl kann ganz schön was umschaufeln, vielleicht muss er die Pferdeäppel wegfegen, die das Pferd vom nächsten Foto hinterlässt.

 


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Geschenke für Eva und Martha (2)

Hier gibt es ganz was Außergewöhnliches

nicht so sehr das „Was“ ist außergewöhnlich, sondern viel mehr das „Für wen“. Eva lässt sich kommentartechnisch kaum mal bei mir sehen – nur in Notsituationen, wenn ich schreibe, ich fange an den Fingern an einzuschlafen und alles andere kommt dann nach und nach hinterher.

Aber ich weiß, dass sie da ist – im Hintergrund – ganz im Gegensatz zu diesem wunderschönen Gnu, das hier so im Vordergrund ist. Es schaut so spitzbübisch, so neugierig, so freundlich einher – ob mich das dazu animiert hat, ihr dieses Foto zu schenken, mehr oder weniger zu widmen?

Vielleicht war es auch mehr ihr schwarzer Humor, der diese Schwärzung des Bildes hervorrief?

Oder waren es die Hörner, die sie durchaus (Gott sei Dank) ausfahren kann? Oder die ständig gespitzten Ohren?

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Ich habe noch jemand, die nicht all zu oft in der Kommentarliste zu sehen ist – die ich aber immer dann entdecke, wenn ich mal in meine Besucherstatistik schaue.  Und das ist die liebe, treue Martha. – Auf den ersten Blick wirst du sagen: „Was soll ich denn mit diesem Hirsch anfangen“. – Wenn du aber meine krausen Gedanken verfolgst, dann sage ich dir: „Dieser Hirsch betet! Mehr noch: Der schreit förmlich gen Himmel!“

Und was er in deinem Namen schreien soll, das kannst du ganz allein festlegen, daaaaaaa rede ich dir nicht mehr rein.

Im Fotoblog findet ihr euch da und da.