Claras Allerleiweltsgedanken


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Zwei Kluge, ein Gedanke …

Als ich am Donnerstag bei meinem Lieblingsakustiker war – grammatisch vollkommen verquer, da ich nur einen einzigen habe – empfing er mich gut gelaunt, trotz der Mails, die ich ihm mit den Fehlermeldungen geschickt hatte.

Er hinwiederum hatte seine Hausaufgaben gemacht und sich mit Phonak kurzgeschlossen. Ich hatte im letzten Artikel folgenden Verdacht geäußert: „Mir ist so, als wenn sich das Gerät von der Drosselung der lauten Straßengeräusche ab und an erholen muss und mir zeigen will, wie laut es wirklich wäre, wenn es Phonak Audeo Paradise 90 nicht gäbe.“

Und genau so ähnlich ist es abgelaufen. Er wollte mich und mein Gehör schonen und hat deswegen die lauten Straßengeräusche zu stark gedämpft. Und das war wohl offensichtlich für die Software zu viel. Er hat es ein wenig korrigiert und seit dem ist es nicht wieder aufgetreten.

Dann zeigte ich ihm mit anklagenden Augen, dass die Phonak-App mich nicht annehmen will, weil sie meine Hörgeräte nicht erkennt. – Und das war für ihn ein Kinderspiel. Er hat sich sehr über mein neues Samsung S20 gefreut, weil er so ein Handy noch nicht in den Fingern hatte. Aber da oder da gesucht, Untermenüs geöffnet, Haken gesetzt und schon ist sie da, die App. Ich muss nur früh Bluetooth auf dem Handy einschalten und sofort werden mir wichtige und unwichtige Meldungen in die Ohren geleitet. Für Benachrichtigungen habe ich mir „Alien“ aufgesucht – das hört sich an wie „huschhusch“.

Also ist momentan erst mal alles okay. Der Akustiker erholt sich jetzt mit Frau und Sohn auf Rhodos – und das hat er sich auch redlich verdient.

Jetzt zeige ich euch ein paar Fotos. Der nette Mensch von CVS, der mir alles vom alten Handy auf das neue kopiert hat, hat es tatsächlich geschafft, dass das neue aussieht wie der große Bruder vom älteren. – Ich habe sie extra unterschiedlich angezogen, damit ihr sie nicht verwechselt.

Die Fläche, die ich mit Pfeilen gekennzeichnet habe, ist eigentlich das Eingabefeld für den Fingerabdruck. Doch an dieser Eingabe bin ich bisher gescheitert. Ich kann streichen, Muster, Pin, Code – aber nicht biometrisch. Die Gesichtserkennung hat auch nicht gewollt – ich hatte zwei Fotos hinterlegt – aber die Vorderkamera sagt zu mir (in übertragenem Sinne): „Das ist nicht die Person, der das Handy gehört.“

Der Mensch wächst mit seinen Aufgaben – das bekomme ich sicher auch noch hin. – Auf dem nächsten Foto sieht man eindeutig, dass das lila Dingens der Clara Himmelhoch gehört.

Ich finde es schön, dass die Hülle auch von der Seite lila ist.

Schluss jetzt – genug geschwärmt. – Gestern wurde eine Gastroskopie bei mir gemacht. Da ich auf einer Schlafspritze bestanden habe, überfiel mich keinerlei Brechreiz beim Einführen des Gastroskops – es ist wohl alles in Ordnung. Vor Jahren hatte ich in der gleichen Praxis eine andere „Innenraumbesichtigung“ ausführen lassen und habe mich – genau wie heute – in der gleichen Eisdiele belohnt.

Warum die Fotos mit dem neuen Handy so furchtbar geworden sind, weiß ich nicht – das ist aber im Moment mein kleinstes Problem.


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Ich bin unsagbar wütend auf PHONAK

„Phonak“ ist nicht eine Gruppenbezeichnung, die sich aus Paula-Helma-Otto-Nora-Anton-Kotzbrocken zusammensetzt, sondern es ist ein Schweizer Hörgerätehersteller – einer, der zu den besseren zählt – obwohl gerade letzteres fange ich an anzuzweifeln – auf jeden Fall zählt er zu den hochpreisigeren.

Da ich aber schon seit mehr als 8 Jahren Phonakgeräte im Ohr trage, habe ich mich an den Klang gewöhnt. Es ist tatsächlich so, dass unterschiedliche Hersteller auch ein unterschiedliches Klangbild übermitteln können. Und ich war bisher immer zufrieden. Die Betonung liegt auf bisher.

Als ich die neuen ins Ohr gesetzt bekam, die ich immer noch nicht gekauft habe (Begründung kommt später), wollte ich natürlich, wie eigentlich üblich, auch die dazugehörige App benutzen. Diese PhonakApp auf dem Handy, das ich IMMER bei mir habe, würde die 165,00 € teure Fernbedienung überflüssig machen. Es ist nämlich mehr als unangenehm, hinter dem Ohr den Kipptaster zu suchen, um lauter oder leiser zu stellen oder das Programm zu wechseln. Die Hörgerätemikrofone sind so empfindlich, das es in meinen Ohren in diesem Fall raschelt wie bei einem Orkan. Deswegen ist eine externe Schaltung die weitaus angenehmere Version.

Aber Phonak sagte zur Verwendung der App: NEIN, Nein, nein und verbindet die Hörgeräte einfach nicht. Das vor drei Jahren gekaufte Galaxy S 7 – na gut, es war schon beim Kauf nicht mehr das allerneueste Modell – arbeitet mit der Androidversion 8, die sich auch nicht updaten lässt. Phonak ist so blasiert, mindestens Android 10 zu verlangen. Kurz auf dem Handyneukaufmarkt umgesehen – und da blieben im Grunde genommen nur die neueren Geräte. Und da ich seit meinem allerersten Handy, was noch gar kein Smartphone zur Internetbenutzung war, ein Samsunggerät benutze, bleibe ich in dieser Kategorie – als ich jünger war, war ich bei technischen Neuerungen flexibler – aber jetzt will ich nicht übertreiben.

Mein Sohn empfahl mir einen Händler, der sowohl online handelt, aber auch in Berlin eine Niederlassung hat. Sie ist zwar genau am anderen Ende meiner Wohnung – aber für den Kauf eines neuen Handys fahre ich schon mal eine Stunde hin und eine zurück.

Nach einigen Empfehlungen und kurzer Recherche entschied ich mich für das Samsung Galaxy S20 FE 5G. Im Mediamarkt begann der Kaufpreis mit einer 7 vorn – das missfiel mir sehr. – Auf der Website von CSV waren von dieser Sorte 7 im Angebot – das siebente ist jetzt weg, das habe nämlich ICH. Ich wunderte mich über die große Preisspanne, die mit 5 vorn anfing und mit 7 vorn aufhörte – ALLE hatten die gleichen technischen Parameter – nur die Farbgestaltung war eine andere. Dieses Mal habe ich meine Vorliebe für Farben hinten angestellt und mich lieber für die Schnapszahlenliebe entschieden. – Dieser Preis wurde dann allerdings durch die Gebühr fürs Einrichten erhöht – aber diesem Stress wollte ich mich nicht auch noch aussetzen.

Das, was ich bisher erneuern musste, hat mich schon genug Nerven gekostet. Wenn man schon extra googeln muss, um einen Weg zum Ausschalten zu finden, fand ich das schon crazy. Und das Übertragen meiner BankApp wollte und wollte …. nicht klappen – aber der Bankmitarbeiter war 23:57 Uhr sowohl entspannt als auch hilfreich. – So nach und nach glaube ich, dass ich mein Handy in einer Woche vollkommen im Griff habe. Ich zeige euch aber erst ein Foto, wenn es in seiner neuen Hülle ist.

Ich zeige euch mal den passenden Bildschirmhintergrund, den ich mir geladen habe.

Und jetzt zu den Hördremmeln, die ich in diesem Artikel schon adoptieren wollte.

Wann die „Störung“ angefangen hat, kann ich gar nicht genau sagen. Ich sitze auf der lauten Potsdamer Straße und spiele – mit dem Rücken zur Straße – mit meinen „Mädels“ Doppelkopf. Immer und immer wieder höre ich ein sehr lautes, aber undefinierbares Geräusch. Natürlich frage ich die anderen, da dieses Geräusch zwar nur wenige Sekunden anhält, aber in kurzen Abständen immer und immer wieder auftaucht. Ich würde es so beschreiben: „Ich bin in einem gleitenden Ballon und der Pilot gibt immer wieder Gas, damit der Ballon nicht zusammenfällt. Dieses Geräusch ist wirklich nicht zu überhören!!!“ Und das machen meine Hörgeräte. Anfangs verortete ich es nur im rechten Gerät – dieses, was auf sehr viel stärkere Leistung eingestellt ist, weil das Gehör dort besonders schlecht funktioniert.

Mir ist so, als wenn sich das Gerät von der Drosselung der lauten Straßengeräusche ab und an erholen muss und mir zeigen will, wie laut es wirklich wäre, wenn es Phonak Audeo Paradise 90 nicht gäbe.

Also meldete ich das beim nächsten Akustikerbesuch und dieser schickte das Gerät ein. Wie gut, dass es noch nicht gekauft ist, denn die ausgeführte Reparatur wäre fast an ein neues Gerät herangekommen. Außer den Mikrofonen wurden noch einige andere Dinge getauscht – bei allen war es sehr, sehr unwahrscheinlich, dass die kaputt gegangen sind. Und genau so kam es dann auch: Die Störung war keinesfalls behoben – im Gegenteil – sie tritt jetzt auch im linken Gerät auf. Für mich ist es nur schwer nachzuweisen, da der Fehler nicht auf Knopfdruck auftritt.

Ob ich auf dem Balkon mit Straßenlärm sitze, ob ich im Bus oder neuerdings sogar in der U-Bahn fahre, ob ich an einer belebten Straßenkreuzung in „Ruhe“ mein Eis essen will: Die beiden Geräte fahren fast im Minutentakt ihre volle Lautstärke aus und das dauert jeweils bis zu 5 Sekunden.

Und jetzt bin ich gespannt, wie es weitergehen soll. Die App, die der eigentliche Kaufgrund für das Handy mit Android 11 war, macht auch ein wenig, was sie will. Ich hatte das Handy über Nacht vom Netz getrennt – und am Morgen musste ich die Hörgeräte wieder neu koppeln mit der App, was ein ganz klein wenig umständlich ist. –
So hatte ich eigentlich nicht gewettet. Und was noch unangenehm ist, wenn die Hörgeräte mit dem Smartphone verbunden sind: Immer, wenn eine Nachricht eingeht, setzt der Ton im Fernseher aus. Also sollte ich sicherheitshalber die Bluetoothverbindung beim Fernsehen unterbrechen. – Ob Phonak wirklich die besten sind, muss ich jetzt ganz intensiv nachdenken.
 


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Neuer Monat … Neues Halbjahr … Neue „Adoption“ geplant

Mein letzter Artikel ist ja schon eine kleine Weile her – zumindest für meine sonstigen Maßstäbe. Aber das liegt daran, dass ich meinem rechten Unterarm ein wenig Schonung angedeihen lasse – er tut schlicht und ergreifend weh. Dank Frau Dr. Google ist es kein Karpaltunnelsyndrom, denn diese „Tunnelkrankheit“ macht andere Beschwerden. Egal, was es ist, wenigstens im neuen Halbjahr muss ich doch wieder mal auftauchen. Zumal der heutige Artikel irgendwie zum letzten passt – aber eben nur ganz anders.

Ich werde mal wieder jemand in mein Dasein, in mein Leben aufnehmen, mehr oder weniger „adoptieren“ – und zwar die heimatlosen Zwillinge Lara und Rala. Die beiden machen es mir ja leicht, denn beide haben eine Vorzugsseite. Die kleine Lara will immer nur an meine linke Seite und ist deswegen diskret blau gekennzeichnet. – Dann ist wohl klar, dass Rala die rechte Seite liebt und auch die rote Farbe. – Hier fremdeln wir noch ein wenig miteinander, denn ich denke immer und immer wieder, dass es doch „Zwillinge“ geben müsste, die NOCH besser zu mir passen, weil sie mir NOCH MEHR gesprochene Worte von anderen als Worte in mein Gehirn transferieren.

Jetzt habe ich die beiden mit ihren Aufgaben vertraut gemacht und sie gebeten, Höchstleistungen zu erbringen. Im Normalfall bin ich nicht so für dieses schneller – weiter – höher – besser, aber solche Maßstäbe hören eben bei den eigenen Ohren auf. Da heißt es: Klappen dicht (nur mit geschlossenen Batterieklappen können sie arbeiten) – Stöpsel in das richtige Ohr und der neuen Klangwelt gelauscht.

Lange genug war ich ja in der Erprobungsphase – kaum ein Akustiker hätte diese Geduld aufgebracht. Ich hätte doch so gern Geräte IN DEN Gehörgängen gehabt. Aber da war leider keines davon tauglich.

 

Jetzt will ich die Sache nicht unnötig in die Länge ziehen – ich werde die „Adoptionsgebühren“ bezahlen

und sie in ihrem jetzigen Zuhause beim Akustiker frei kaufen.

Als ich mein „Sparschwein“ schlachten wollte, habe ich mich aus Troddeligkeit vergriffen und was anderes „geschlachtet“ – da kam zwar kein Geld raus, aber herrlich saftiges Melonenfleisch – ich war entschädigt.


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Ein halbes Pfund – macht 2,80 €

Das kann viel oder wenig sein – je nachdem, was sich hinter dem halben Pfund = 250 g verbirgt. In diesem Fall sind es Erdbeeren, die da in winzigen Schalen auf dem Verkaufstisch von Karls Erdbeerhof stehen. Eigentlich könnte man erwarten, dass es auch Schalen mit 500 g Inhalt oder sogar mit 1000 g = 1 kg gibt. s aber nicht – der Erdbeerhof hat sicher richtig kalkuliert, dass bei diesem Preis kaum jemand große Mengen kaufen wird.

Als ich eine Bemerkung zur Verkäuferin machte, erklärte sie mir lauthals: „Das sind aber deutsche Erdbeeren„, was ich bei einem Erdbeerhof in Brandenburg auch nicht anders erwartet hatte. Wahrscheinlich wollte sie mit dem Attribut „Bio“ den Preis rechtfertigen. Als sie mir dann aber auch noch erklärte, dass sie von deutschen Pflückern geerntet wurden, ging mir ihre Deutschtümelei auf die Nerven und ich hätte am liebsten gesagt: „Die können Sie sich an Ihren deutschen Hut stecken“. Dass für das Einpacken der kleinen Schachteln stinknormale Plastikktüten verwendet wurden, passte nicht zu dem Biosiegel.

Ich begnüge mich momentan mit Erdbeeren an der Wand, im Fotobuch und auf einem neuen Glasschneidebrett – aber besonders bei letzterem muss ich sehr auf meinen Zahnbefund achten 🙂 😉 .

Aber das Leben besteht ja nicht nur aus Erdbeeren – zumindest für mich nicht, für mich sind momentan andere Dinge wichtiger.

Vor ein paar Tagen hatte ich mit meinem Akustiker ein Erlebnis, das ich in meiner 17jährigen Karriere als HG-Trägerin noch nicht erlebt habe. Momentan habe ich Innenohrgeräte von GN Resound – eine Firma, die sehr I-Phone-lastig ist. Man kann mit einem Androidgerät zwar auch die App zur Bedienung herunter laden – aber nicht mit so einer „uralten“ Kiste wie mit meinem. Resound erwartet Android 10.0 – mein Samsung Galaxy S7 bringt nur Android 8.0 mit – und damit klappt fast nichts.

Als ich dann zu Hause feststellte, dass das Streaming vom Fernseher in die Hörgeräte über Bluetooth AUCH NICHT funktionierte, wuchs mein Ärger um einiges. Vielleicht darf auch hier der Fernseher nicht schon 6 Jahre alt sein und ein anderes Fabrikat sein als Samsung. – Jedenfalls sagte ich beim Akustiker Bescheid, aber das Wochenende verlief anders.

Am Montag früh bekomme ich einen Anruf mit der Frage, ob er gegen Mittag mal vorbeikommen kann – ein Kunde hat gerade abgesagt. Wahrscheinlich hat er mir doch nicht geglaubt, dass ich alle Anschlussmöglichkeiten durchgetestet hatte und keine davon funktioniert hat.

Er kam, brachte seinen Auszubildenden mit, telefonierte lange mit GN Resound – und alles blieb wie vorher, nämlich ohne Empfang – ich war also rehabilitiert. – Montag war der Tag, wo die Quecksilbersäule (???) des Thermometers sich am Nachmittag auf dem Balkon der 40°-Marke näherte – und ich bot natürlich beiden kalte Getränke an. Der Azubi lehnte ab und flüsterte mir ins Ohr: „Ich faste gerade“. Und da kam mir mal wieder der Gedanke, dass die pro-forma-Christen unserer Breiten gegen solche konsequenten Moslems wenig Chancen haben.

Ich habe schon mal ein Geschenk für meinen Akustiker vorbereitet, das hat er sich verdient und kann es mit seinen Kollegen teilen, denn die fasten alle nicht.

Je älter ich werde, desto allergischer werde ich gegen den unsäglichen Müll, der überall in den Straßen und Anlagen herumliegt. Aber das Schlimme ist ja – je mehr gesäubert wird, desto mehr Dreck und Müll kommt hinterher. Diese Fotos habe ich in ganz kurzer Zeit aufgenommen. Der umgekippte Einkaufswagen mit den vielen zersplitterten Flaschen liegt in einer wunderschönen Parkanlage.

Auf dem letzten Foto ist zu sehen, dass die Himmelsverschmutzung durch Flugzeuge auch wieder stark zugenommen hat – es war ja mal fast still am Himmel.

Da ist doch so ein lupenreiner Löwenzahn in seiner grünen Umgebung eine richtige Erholung für Auge und Seele.


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Vor lauter Umräumerei …

… bin ich so überdreht, dass ich nur noch Blödsinn im Kopf habe

Da ich weder Zeit noch Lust zum Kochen habe, gibt es heute Abend getoastete Mund-Nasen-Schutz-Scheiben zu essen. Alles ist gut abgehangen und frei von sämtlichen Fremdkörpern wie Antibiotika oder gar Viren.

Sollten die Scheiben etwas trocken oder gar dröge sein, kann alles mit dem Bier des Hauses runter gespült werden. Von 99,99% der menschlichen Gattung wird das Bier getrunken – von mir wurde es ans Regal genagelt.

Ihr seid herzlich eingeladen – es ist genug für alle da!

Doch jetzt zum Texteingang zurück. Im Zuge der geplanten Fenstererneuerung war ich noch mal in einer der Wohnungen direkt unter mir – die Frau wohnt auch mehr oder weniger allein in der Wohnung, da die Söhne aus dem Haus und der Gatte andernorts berufstätig ist.

Sie äußerte ihr Unverständnis, warum ich das kleine Zimmer mehr oder weniger ungenutzt lasse und mich mit dem Arbeitsplatz im Schlafzimmer „abplage“. Und da ist der Knoten bei mir geplatzt. Nach oben gekommen – und fast in der gleichen Minute mit dem Planen und Räumen und Schieben begonnen. Und wenn ich einmal angefangen habe, dann kann ich nicht mehr aufhören. Zum Glück bewegten sich alle Möbelstücke fast lautlos auf dem glatten Fußboden, zumindest, wenn man schwerhörig ist, da fand ich es keineswegs laut. Auch in den späteren Abendstunden kam kein Protest – aber dieses Zimmer, in dem die Haupträumaktionen stattfanden, wird unter mir erst nach Mitternacht genutzt.

Leider fehlt bisher immer noch das Umräumen des Computerarbeitsplatzes. Da es dort mit dem durch die Wand gezogenen WLAN-Kabel Probleme geben kann, muss da der Sohn der Hauptakteur sein – alle Vor- und Hilfsarbeiten habe ich schon geleistet. – Fotos gibt es später, heute erst einmal Fotos von der Aktion: Arbeit an der Hörgerätefront.

Die misslungene Sache mit den ersten Innenohrgeräten hatte ich schnell verarbeitet und vergessen. Doch als mich der Akustiker anrief und meinte: „Frau Himmelhoch, ich habe einen Anruf von der Firma Ph. bekommen und die sagen, dass für die geplanten Neugeräte ihr Gehörgang zu schmal ist – da passen die Geräte mit der beabsichtigten Technik nicht rein!“

Da war ich sehr geknickt, denn „mein“ recht erfahrener Akustiker hatte beim Abdruck gemeint, dass alles gut aussieht.

Er hatte zufällig freie Arbeitszeitkapazitäten und flugs war ich bei ihm. Wir haben die Sache mit den Abdrücken mal fotografiert.

Die Hörgeräte können aussehen wie sie wollen, aber nicht so schlüpferfarbig wie diese rosa Abdruckmasse – und auch hautfarben will ich sie nicht – aber das ist alles sekundär.

Das mit dem aufgesetzten roten und blauen Plastikohr ist hier nicht so schön zu erkennen – aber ich sah aus wie ??? – der mit den großen Ohren.

Zum Trost für die schief gelaufene letzte Aktion – aber die Geräte hatte ICH mir im Netz ausgesucht, der Vorschlag kam nicht von IHM – hat er eine doppelte Abdruckserie gemacht und die Abdrücke an ZWEI verschiedene Firmen geschickt. Dann kann ich wunderbar testen, vergleichen aussuchen und am Ende hoffentlich glücklich sein.

So eine Anfertigung geht nicht von heute auf morgen – den nächsten Termin habe ich am 23. April – zum Glück sind die 6 Jahre alten Geräte nicht defekt, sondern nur unzureichend. Aber es gibt ja im Moment eh nichts zu hören.

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Jetzt habe ich noch zwei Fotos, die ich gern zeigen möchte, auch wenn sie mit dem eeeeeeeeeeeewig zurückliegenden Ostern zu tun haben.

Ich konnte es mir nicht verkneifen, meinen Jüngsten beim Ostereiersuchen zu fotografieren – obwohl er gerade bei diesem Nest ganz enttäuscht geguckt hat – da war nämlich nichts drin.

Und auf dem nächsten Foto hat sich eine gefährliche Situation zusammen gebraut. Vor dem Brandenburger Tor rotteten sich viele Eierköppe zusammen – und als sich unter diese Menge auch noch Vermummte mengten, hätte es gefährlich werden können. – Zum Glück blieb alles ruhig.

Also, dann bis bald mal wieder!


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Schön ist anders …

… aber ich will mal nicht zu pessimistisch sein …

und immer nur über das halbleere Glas jammern.

  • Gestern, inzwischen vorgestern, wurde ich geimpft und mein linker Arm schmerzt derartig, dass ich mir für die Nacht einen Trick einfallen lassen musste, um ja nicht etwa nach links in die Embryostellung zu rollen. Er ist dick und äußerst berührungsempfindlich. Zum Glück weiß ich von der ersten Impfung gegen Gürtelrose, dass das nach ein paar Tagen verschwindet und ich dann diese widerwärtige Krankheit nicht bekomme.
  • Morgen will sich mein Herr Urologendoktor aus nachvollziehbaren Gründen meine Blase von innen ansehen – ich kann mir das nicht interessant vorstellen. Aber wieder hat ihm mein Status nicht gefallen, weil er eine leichte Cystitis signalisiert – das hätte ich allein vom Ansehen OHNE Laboruntersuchung bemerkt. – Also muss ich Antibiotika schlucken – offensichtlich ziemliche Hammerdinger, denn sie werden nur 5 Tage eingenommen. Wenn ich mir da auf dem Beipackzettel die häufig und weniger häufig auftretenden Nebenwirkungen durchlese, ist Astra seneca viel, viel sicherer. – Ich kann gut reden, ich bekomme ja ein anderes.
  • Am letzten Tag des Monats erwartet mich ein Termin, dem ich ein wenig skeptisch entgegen sehe. Bei der letzten Cataract-Operation im Jahr 2018 ist ein wenig der alten Linsenkapsel im Auge geblieben – und das will er jetzt mit Laser entfernen. – Wird schon schiefgehen. – Vielleicht laufe ich dann wieder so herum.
  • Was haben wir denn noch so zu klönen. Natürlich über mein wichtigstes Thema: Meine Hörgeräte. Ich hatte sie ja fast als Porsche angekündigt, bestenfalls ein Mercedes – aber im Moment erfüllen sie noch nicht mal die Kriterien eines Golfs. Für die – so wie sie jetzt sind – würde ich noch nicht einmal 1000,00 @ zuzahlen, geschweige denn mehr als die dreifache Summe. Sie wurden mit 1,2 benotet, ich würde ihnen momentan eine 3,5 geben. – Mein Akustiker, mit dem ich in regem Mailkontakt stehe, hat mir einen vorgezogenen Termin gegeben und er meint, dass er viele meiner Kritikpunkt ausräumen kann. Schau’n wir mal. – Aus verschiedenen Gründen werde ich sie wahrscheinlich dennoch nicht nehmen. – Ich sehe doch fast wie das große Sandohr aus.

Damit ich noch einen hellen Ausblick habe, kommt morgen nachmittag der Chef einer Firma, die hier im Haus schon in vielen Wohnungen die Fenster zur vollen Zufriedenheit der Bewohner gewechselt haben.

Alle Wohnungsfenster werde ich nicht tauschen lassen, das wäre mir zu teuer. – Ich habe mich bei den Leuten erkundigt, wann sie die Fenster einbauen ließen – es war 1993, also nicht gerade vorgestern. Auf meine Frage, warum er bei dem großen Balkonfenster die 2-Fenster-Variante gewählt hat, grummelte er nur – in der ganzen Wohnsiedlung haben in etwa 80 % der Wohnungen eine durchgehende Scheibe, die nicht geöffnet werden kann. Aber putzen ist vom Balkon aus möglich, also entscheide ich mich für die durchgehende Version. Dann sind aber alle Hibiskusblüten weg. – Er hatte sich bei der Verwaltung erkundigt, die ihm gesagt haben, eine Veränderung wäre nicht erlaubt. – Alle anderen haben nicht gefragt, sondern einfach tauschen lassen.

Das kleine Fenster ist ja das, was mir beim davor-sitzen einen kalten oder steifen Nacken beschert. Im Winter steht das Wasser mehrere Zentimeter hoch auf dem unteren Schenkel. – Aber auch hier werden die Schmetterlinge ins Nirwana flattern, denn ich kann sie nicht umsetzen.

Die Balkontür ist vom Prinzip her noch in Ordnung. Mal sehen, welches Argument er anführen wird, ums die auch zu tauschen. – Und wieder kann ich nur bedingt meine Fensterbilder retten.

Der Chef hat mir versprochen, dass die beiden Rollos für Tür und kleines Fenster wieder angebracht werden.


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Gutes Hören kann mich teuer zu stehen kommen

… doch von nichts kommt nichts!

Bekomme ich das Ergebnis, was ich mir seit mehr als 10 Jahren wünsche, ist jeder Euro gut investiertes Geld.

Doch jetzt der Reihe nach. Seit meinem ersten Besuch bei meinem jetzigen Akustiker spürte ich, dass ich hier gut aufgehoben bin. Im Normalfall haben die großen Akustikerketten, die über sehr viele Niederlassungen verfügen, nicht unbedingt immer den besten Ruf. Auf jeden Fall haben sie den Vorteil, mit exzellenter Technik ausgestattet zu sein, die sich kleinere Akustikerniederlassungen gar nicht leisten können.

Ich war schon dort, als eine Neuversorgung noch über ein Jahr warten musste, denn die Zuzahlung der Krankenkassen in Höhe von ca. 1500,00 € für beide Geräte gibt es nur aller sechs Jahre.

Anfang des Jahres war es dann so weit – aber durch die Pandemie fielen für mich die extrem wichtigen Testsituationen wie „Doppelkopf in der Kneipe mit Musik und alle sprechen durcheinander“

Der Slogan:

Raus aus der Hörfalle: Nie wieder wegen Schwerhörigkeit ausgegrenzt werden“

auf der Seite https://hoergeraete-info.net ließ mich dort Stunde um Stunde virtuell verweilen. Als ich dann entdeckte, dass Peter Wilhelm – der Betreiber des Bestatterweblogs – einmal pro Woche telefonische Beratung macht, versuchte ich es und hatte Glück. Ich bekam so viele gute Ratschläge und Tipps, dass die kleine erwünschte Spende gern überwiesen wurde.

Schon die ersten eingesetzten Geräte ließen die berechtigte Hoffnung keimen, dass da was zu machen ist. Ich recherchierte wie eine Irre im Netz, um mich über alle Möglichkeiten zu informieren, was neue Geräte ersetzen können, was mir seit Jahren fehlt. Dazu zählen:

  • Räumliches Hören – um das klingelnde Telefon endlich wieder orten zu können, bevor der AB anspringt
  • Windgeräuschunterdrückung – damit der kleinste Wind nicht Orkangeräusche im Ohr verursacht
  • Lärmunterdrückung –
  • Impulsschallunterdrückung – starke Knallgeräusche werden blitzartig gedämpft
  • Situationserkennung der Umgebung, um daraufhin das richtige Hören automatisch einzustellen
  • Equalizerbänder – mit 16 aufwärts bis hin zu 24 kann der Akustiker Wunder bewirken, wenn er sein Handwerk versteht
  • vernünftige App zur Begleitung, die auch auf Androidgeräten läuft
  • Streaming – Ton wird drahtlos über Bluetooth vom Fernseher oder anderen Tonquellen in die HG übertragen, ohne dass ein Ton im Zimmer zu hören ist – sehr nachbarschaftsschonend
  • Mit Akku = aufladbar oder weiter mit Batterie; mit zittrigen Händen könnte das Einsetzen kleiner Batterien problematisch werden – die HG selbst werde ich hoffentlich auch noch in einigen Jahren in die Ladestation setzen können
  • Eingewöhnungsmanager, der die Geräte von allein nach und nach an die notwenige Lautstärke heranführt
  • Ferneinstellung – kann ich mal nicht zum Akustiker, kann er das Problem beheben und mir dann das entsprechende Datenpaket aufs Handy schicken

Ich will jetzt nicht noch weiter rumschwärmen, wen es wirklich interessiert, der kann es hier nachlesen: Ein fast futuristischer Traum

Ganz kurz nur noch über die „Edge-Funktion“. Will ich doch mal selbst auf das Hörgeschehen einwirken, muss ich keine Knöpfe rechts oder links drücken – nein, angeblich muss ich nur mit dem Finger an die Ohrmuschel tippen, dann weiß das Gerät, dass ich nicht zufrieden bin und sucht in seinem inneren Computer nach anderen Angeboten zum Hören. – Das ist jetzt Clara-life erklärt, aber so ähnlich muss es funktionieren.

Über die Bewertung 1,2 kann man nicht meckern – so gut war mein Abizeugnis nicht.

Ich habe es tatsächlich in schwarz geordert, denn fleischfarben=schlüpferfarben finde ich ätzend. So sähe es aus: (ich habe mir das menschliche Foto von der obigen Seite gemopst, aber noch ein wenig beschnitten)

 

Lila gab es nicht. Bei Brille, angelegten Ohren und Maskenbändern ist es hinter meinen Ohren schon lange viel zu eng – also schau’n wir mal.