Claras Allerleiweltsgedanken


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RB 13 – Norwegisch-Schnellkurs

Ist man in einem Land, dessen Sprache man nicht beherrscht, freut man sich doch sehr – ich zumindestens – wenn es ab und zu dann doch klappt. Soooooooooooooo schwer kann also norwegisch gar nicht sein 🙂  , denn auch ihr werdet sofort verstehen, was ich fotografiert habe:

Noch dreimal hinfahren – und ich spreche fließend norwegisch – nur verstehen werde ich es nicht.

Über Hotels habe ich schon lange nichts mehr gesagt, zumal wir „heute“ (18.8.) in das Hotel mit der schönsten Aussicht gefahren sind. Es steht in Molde – und diese Stadt ist die Stadt der Rosen.

Im Hotel hängen in jeder Etage verschiedenen Rosenfotos. – Das letzte Foto gehört gar nicht in dieses Hotel, ich wollte nur zeigen, dass ich es immer mit der Elektrik habe in den Hotels auf meinen Reisen.

Vor dem Abendessen, das wir außer Haus eingenommen haben, gab es unterwegs noch eine kleine Stadtführung.

Unterwegs mit dem Bus gab es ab und zu auch mal schöne Sachen, nicht nur Toiletten 🙂

Und mit dieser Gewissheit verabschiede ich mich bis übermorgen – und besuche in der Zwischenzeit diese wichtige Institution mehrmals 🙂

 


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RB 9 – Buntes Reiseallerlei um den 17. August herum

Fangen wir doch mal mit dem „fensterln“ an – in diesem konkreten Fall mit dem „Fenster putzen

Dass ich die erste Fenstersituation selbst erlebt habe, kann man unschwer an dem roten Bus darunter sehen. Die zweite habe ich nur fotografiert. – Schon bei den ersten Fensterflügeln habe ich es nicht geschafft, bis in die Ecken zu kommen – wie viel weniger bei dem Drehfenster, das man nicht um 360° drehen kann. – Aber die norwegischen Fensterputzermenschen werden sich schon etwas ausgedacht haben – vielleicht so einen Roboter oder einen Fassadenkletterer, der dann am ganzen Haus die Scheiben von außen putzt 🙂

An irgend einem Tag kamen wir an diesem „Exquisit-Hotel“ vorbei – ExDDRler wissen, was wir mit diesem Begriff verbunden haben. Es war – zumindest von der Fassade her – ganz aus Holz, hatte eine exzellente Lage und für die oberen Zehntausend sogar einen Balkon. Drin waren wir nicht – wir haben uns mit unserem nächsten Thon-Hotel zufrieden gegeben.

Um unser Hotel in Svingvoll waren viele schöne Holzhäuser gebaut, die jetzt allerdings ALLE leer standen. Die Gegend – ziemlich hoch in den Bergen – ist reines Wintersportgebiet – und dann werden die Hütten sicherlich auch belegt sein.

Bei unseren Zimmern klagten alle über zu wenig Abstellmöglichkeiten in den Toiletten. – Sich in die Duschkabinen mit den beweglichen Glasscheiben einzufädeln, verlangte schon manchmal strategisches Vorgehen. Die hätten mal den Platz, den sie auch hier für das Bügelbrett mit -eisen reserviert hatten, anderweitig verwenden sollen. – Andersherum, wenn man nasse Skisachen schnell bis zum nächsten Tag trocknen will, muss man wohl zum Bügeleisen greifen. – Jetzt waren überall natürliche Rasenmäher im Einsatz – das Hotel musste nicht über zu üppigen Graswuchs klagen.

Am 16.8. wollten wir uns auf allerengsten Schleichpfaden zu der bemerkenswerten Stabkirche Ringebu heranfahren. Doch da fiel dem Busfahrer seine Abneigung gegen Navis auf den Fuß – wir kamen plötzlich nicht mehr weiter und er musste diese ganze lange Strecke rückwärts fahren. Er hat es geschafft – aber uns hat es sehr viel Zeit gekostet – mussten wir uns eben bei der Besichtigung von Kirche und Friedhof etwas mehr sputen. – Hätte er ein Navi benutzt, wäre kurze Zeit später eine gut ausgebaute Straße vorbei gekommen, die wir dann auch gefahren sind.

Leider kamen wir zu spät, um diese Kirche von innen sehen zu können. – Die Gräber auf diesem Friedhof sahen alle sehr gepflegt aus und waren vor allem liebevoll mit frischen Blumen bestückt. Gräber von Kindern sind für mich immer sehr berührend und ich bin glücklich, dass ich das selbst und in der weiteren Familie nicht erleben musste.

Jetzt etwas „Unterwegskunst aus der Vorzeit“ – wo liegen schon Mammutschädel auf der Wiese herum? Auf unserer Strecke!!!! Und wenn sich Clara darin spiegelt, braucht sie sich um kein Pfund mehr wegen guter Urlaubskost zu sorgen – so rank und schlank war sie schon lange nicht mehr.

Da kommt doch gleich wieder das kindliche Gemüt mit der Freude über diesen schönen Platz in Lillehammer raus. Ein ganz normaler Rathausvorplatz – aber bestückt mit vielen Kinderfahrzeugen, so dass diesen beim Warten nicht langweilig wurde.

Und jetzt machen wir einen kleinen Zwischenbesichtigungsstop in der ehemaligen Bergarbeiterstadt Roros. Bei Facebook benannte ich diese Stadtführerin als „Stimmenkreissäge“ – und mir fällt immer noch kein anderes Wort ein – sie war nicht nur meinen Ohren so unsympathisch.

Bei Fb schrieb ich: „Hat jemand eine schrille hohe Stimme, spricht nur mittelprächtig deutsch und kennt sich mit Übertragungstechnik für alle Kopfhörergeräte nicht aus, dann sollte diese Person einen Beruf nicht ausüben: Reiseleiterin oder Stadtführerin“ – Das erste Foto zeigt sie nicht – es ist Kunst am Geschäft. – Die Steinansammlung waren Überreste aus dem Metallbergbau.

Da war doch dieser ruhige Zwischenstopp ohne (über)flüssige Erklärungen erholsamer – Steinmännchen in Norwegen, nicht erwartet, doch freudig zur Kenntnis genommen.

 

 

 

 


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RB 7 – Das Norsk Folkemuseum …

… als Zusatzausflug für 50,00 €

Wir sind immer noch am 15. August. Ich will euch mal eine Zeitvorstellung geben, warum ich nichts richtig genießen konnte. Nach dem Frühstück ging es zur vierstündigen Stadtbesichtigung, von der ich ja samt Vigelandspark schon berichtet habe. Gegen 13.30 Uhr standen dann alle Sonderausflügler gleich in der Stadt parat, um mit dem Bus zu der Ablegestelle des Kleinboots gebracht zu werden. Das Volksmuseum liegt auf einer Halbinsel.

Wir mussten ein ganzes Stück laufen, bekamen die Eintrittskarten überreicht und waren uns dann ganze 1,5 Stunden zur Besichtigung selbst überlassen, denn kurz nach 17 Uhr waren wir schon wieder im Hotel. Ich ging ja meinen „feudalen“ Salatteller essen, wohingegen alle Leute mit eingebautem Orientierungssinn sich in die Stadt begaben, um wenigstens auf diese Weise ein wenig von Oslos Innenstadt mitzubekommen.

Doch jetzt zu diesem Volkskundemuseum.

Diese norwegischen Holzkirchen haben schon ihren eigenen Charme – sie war sogar geöffnet, doch mein Innenfoto taugt nichts.

Diese Holzhütten sehen ja sehr anheimelnd und museal aus – nur wohnen möchte ich nicht darin. Sogar die ganze Zeit auf so einem Pflaster zu laufen, ist ungewohnt und anstrengend – könnt‘ ihr mir glauben!

In einem speziellen Haus war ein Sondermuseum eingerichtet mit Zimmern aus den verschiedensten Zeiten. Ich habe nur dieses Schlafzimmer fotografiert und habe irgendwie das kalte Grausen bekommen. In so einem Zimmer wäre ICH kinderlos geblieben ;.) 🙂

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Da ich mich von der Berichterstattung immer noch im 15. August bewege, muss einfach ein wenig LILA hier her – ich mache es als Galerie, da geht es für die (wenigen) Nicht-LiebhaberInnen schneller vorbei. Auf dem ersten Foto die Katja, unsere Reiseleiterin. Sie hat ihren Job ganz ordentlich gemacht. – Und dass in Norwegen sogar die Veterinäre in lila auftreten, finde ich bemerkenswert.

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Da ich pro Beitrag ca. 20 Foto zeigen will, um nicht noch Weihnachten mit Norwegen beschäftigt zu sein, kommen jetzt noch ein paar Hotelfotos.

Das war die Zusatzübernachtung am Anfang und am Ende der Reise, um am frühen Morgen in Hamburg am ZOB sein zu können. Für ein Ehepaar waren diese zwei Übernachtungen mit 129,00 €/pro Person relativ preiswert, bei mir kamen noch 99,00 € Einzelzimmerzuschlag dazu.

Mit ihren eigenartigen Verschlüssen für Kühlschrank und Schränke dachten die Architekten bestimmt, den großen Knüller gelandet zu haben – ich fand es einfach nur nervig. – Warum war jedes Zimmer das Dock (Sex) Sechs? Männerphantasien???

Aber am nervigsten fand ich diese Plastiktuben mit Shampoo und anderem Zeux – das geht doch wirklich besser, wie ALLE Hotels in Norwegen bewiesen haben. Allgemeine Spender reichen vollkommen aus.

Dreimal auf der Tour haben wir in einem Thon-Hotel übernachtet – dreimal habe ich die Chance verpasst, einen Sack Bügelwäsche von zu Hause mitzubringen und diese Arbeit in den unausgefüllten Abendstunden zu vollbringen.

Ich wollte es nicht glauben, als ich diese Klappe öffnete – ein Bügelbrett, ein Bügeleisen – was man doch alles so im Hotel brauchen kann.

Die „preiswerten Getränke und Snacks“ hätten mich dann beim Bügeln bestimmt aufgeheitert (Kurs ca 1:10)

 


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Urlaubsvideos – 2

Ich habe ja immer gesagt, dass ich nichts verstehe. Und damit ihr alle das Gegenteil behaupten könnt, lasse ich euch die Stimme der Reiseleiterin Nelly hören – mit beiden Fotoapparaten aufgenommen. Und ich wette, IHR werdet sie alle verstehen und nicht verstehen können, warum ich sie nicht verstanden habe. – Wahrscheinlich bin ich tatsächlich absolut fremdsprachen-unbegabt. Denn schon lange vor meinen „schlimmen Ohren“ – z.B. im Jahr 2004 – habe ich einen Englisch-Intensiv-Kurs über das Arbeitsamt bekommen. – Ich wäre durchgefallen, obwohl ich megafleißig war, wenn sie mir nicht das verstehende Hören von einer CD erlassen hätten und mir den Text als Ausdruck vorgelegt hätten. – Auch damals haben meine Sinnesorgane den Inhalt des Textes NICHT ERFASST. Ist eben so. – Als uns aber Nelly dann Musik auf die Ohren gespielt hat, fanden das die meisten nicht gut. Eine Kostprobe habe ich euch eingespielt.

Und als letztes nehme ich euch mit zu einer Hausbootfahrt auf dem Sewansee – vom Mittagessen bekommt ihr allerdings nichts ab 🙂

Und jetzt raus aus dem Bus – rauf auf das Hausboot auf dem Sewansee.

Für mich ist die Frage, ob ich mit diesen Kurzvideos noch zwei Beiträge weitermache oder aufhöre. – Vielleicht sagt ihr was dazu, bitte.

 

 

 


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Baltikum 1

Also versprochen – ab jetzt wird weder gejammert noch geklagt, nur meckern ist erlaubt.

Da ich wie gesagt die Ansagen zu Sehenswürdigkeiten alle nicht verstanden habe, kenne ich keine Einzelheiten, wie Kirchen, Schlösser und Burgen oder anderes heißen – doch das ist eh überflüssiges Wissen.

Ich werde die Fotos thematisch zu Galerien zusammenfassen. Der erste Bustag am 19.5.2019 dauerte von 7.30 Uhr Abfahrt am Alexanderplatz bis 18.00 Ankunft in den Masuren. Unterwegs gab es einen Stop bei einer bekannten Kathedrale. Sonntags ist ja immer halb Polen oder sogar noch mehr auf den Beinen, um in die Kirche zu strömen. Und genau diese Menschenmassen kamen uns entgegen.

So ein kleines Pavillonchen als Sommerresidenz – wäre das was? – Mit der Lampe wollte ich sagen: „Es werde Licht, wenn ihr in die Kirche geht“ – So große Ostereier – und das nicht nur zur Osterzeit! – Würde ich beim Herzprojekt mitmachen, wäre ich fündig geworden.

Das Hotel „Country Holyday“ in der wald- und seenreichen Landschaft der Masuren im Raum Olsztyn = Allenstein hatte eine ganz freundliche Belegschaft, sehr billige Getränke- bzw. Bierpreise und sehr gutes Essen zum Abendbrot und zum Frühstück. Außerdem lag es romantisch an einem Seeufer – die Mücken fanden es offenbar auch sehr romantisch.

Dafür war das Zimmer um so mieser – nicht nur von der Elektrik her. Ich musste den Koffer über 35 Stufen und enge Wendeltreppen nach oben tragen. Einzelzimmer haben immer ein wenig die A….karte gezogen. – Dabei sei bedacht, dass ein Einzelzimmer immer mindestens 20,00 € pro Nacht teurer ist.

Nur 1/3 des Zimmers konnte ich im aufrechten Gang nutzen – ansonsten rammte ich alle Nasen lang gegen den in Augenhöhe befindlichen Querbalken. – Wir kehrten auf der Heimreise noch einmal dort ein. Meine Nachbarn hatten sich ein Zimmer weiter unten mit weniger Treppen geben lassen, so dass ich in deren (Tanzsaal-)Zimmer übernachten durfte.

Das schräge Dachfenster war IMMER beschlagen, diesmal sogar sehr eisig.

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2. Tag – 20.5.2019

Da sich die Berichterstattung über diesen Urlaub nicht bis zum Sankt Nimmerleinstag hinziehen soll, hänge ich den zweiten Tag gleich mit dran.

Auf dem Weg zur Schiffsfahrt auf einem See der masurischen Seenplatte gab es ein wenig Schaukelspaß für Erwachsene.

Das Steinbeet hat mir auch gefallen.

An dem See hatte ich den Eindruck, dass hier nicht die ärmsten Polen ihre Boote zu liegen hatten. – Die Rettungsinseln, in die ich mich unbedingt hineinschummeln musste, sind aus Metall und sauschwer. Schwimmt jemand im Wasser, beendet er das Schwimmen gleich und sofort, wenn er so eine Rettungsinsel abkriegt. – Die Schlaufen rundherum reichen genau für 14 Personen.

Dann saßen wir wieder recht lange im Bus und landeten in Klaipeda. Gelernte DDR-Bürger kannten Klaipeda als einen bedeutenden Hafen der Sowjetunion. – Aber jetzt ist alles anders – jetzt ist es  Litauens Tor zur Welt.

Nachdem wir unsere Zimmer im Hotel Palanga Alanga bekommen hatten, blieb nach dem Abendessen noch Zeit für einen Spaziergang zum Strand.

Unterwegs stand ein lustig dekorierter Baum, Schirme flatterten vom Himmel herab, ein ehernes Liebespaar schmachtete sich an, Naturzäune waren mal was anderes und an der Küste tauchte am Abend die Sonne ins Meer.

Die dort versammelten E-Roller bekommen einen Extrafotoplatz spendiert. Ich ahne schon, was sie bald auf unseren Straßen und Bürgersteigen für Schrecken verbreiten werden. Die sind mit ihren 20 kmh richtig schnell und sie werden definitiv auf dem Bürgersteig gefahren werden, obwohl sie unser Verkehrsrecht auf Fahrradwege oder Straßen schicken will..


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Wochenende in Görlitz – 1

Vom 2. bis 4. November war ich also in meiner alten „Heimat“stadt. Mir geht das Wort Heimat schlecht über die Tasten – ich glaube, ich bin eher ein heimatloser Typ – woran das auch immer liegen mag.

Gründe und Anlässe gab es – der Hauptgrund war das Klassentreffen mit der Grundschulklasse (1. – 8. Klasse), der Besuch einer Schulfreundin, neben der ich 3 Jahre (10. – 12. Klasse) gesessen und die am 2.11. Geburtstag hatte und den Besuch einer anderen Freundin, deren Mann ich endlich mal unmissverständlich klar machen wollte, dass ich seit 40 Jahren Christine genannt werde und den Namen „Christel“ mit 30 abgelegt habe.

Heute will ich mich mit Galerien etwas zurückhalten, damit ich zu den einzelnen Fotos was sagen kann. Das erste Foto habe ich vom Bildschirm abfotografiert – deswegen gab es Farbprobleme und ich habe die meisten Fotos in SchwarzWeiß oder sepia oder so verwandelt. Es sind Seiten aus dem neuen Fotobuch.

Besonders spannend fand ich die Sache mit dem „Notausgang“ – ich hätte tatsächlich auf eine wackelige Fußbank steigen müssen, um das Fenster insgesamt öffnen zu können und dann hoffentlich in ein Sprungtuch springen zu können – denn eine Leiter gab es nicht.

Der Mönch aus der Sage vom Klötzelmönch = Hotelname wurde mehr als genug vermarktet.

Mir kam bei meinen zahlreichen (Alt-)Stadtspaziergängen so einiges vor die Linse.

Hier „residierte“ der Fotograf, der u.a. auch unsere Hochzeitsfotos gemacht hat. Schöne Tür. Seinen Schriftzug kann man noch gut lesen.

Stellen die hier ihre „Särge“ senkrecht, nachdem sie sie vorher auf dem Autodach transportiert haben?

Nein, Clara!!! Du irrst.

Am Abend des 2.11. wurde ich zu einer Veranstaltung im „Schlesischen Museum“ mitgenommen. Viele kluge Leute referierten über den „Breslauer Psalter“ in mehr oder minder ausgeprägter Görlitzer Mundart, so dass Nicht-Verstehen und Müdigkeit mich fast entschlummern ließen. – Peinlich! Besonders für meine Freundin, die dort in dem Verein eine wichtige Funktion hat.

Clara, such dir einen anderen Verein oder Club, wo du deine Löweneigenschaften ausleben kannst. – Aber mit Politik muss es wirklich nichts zu tun haben.

No politics!

Das NAW – das ehemalige DDRler noch sehr gut kennen werden – war auch eine Form von Politik, doch meistens kam viel Besseres dabei heraus als heutzutage.

Ich hatte auch viel Spaß in den Tagen.

Extra Toilettenpapier für mich wäre doch gar nicht nötig gewesen.

Gab es in Görlitz gerade rote Auto zum Supersparpreis?

Steht das Hotel wenigstens noch so lange, wie ich hier untergebracht bin? – Und das war kein aufgemalter Riss, der war leider echt – auch an anderen Stellen!

Verdienen Lehrer in Görlitz so schlecht, dass sie schon Zimmer vermieten müssen? Gut, dass meine Mutter nicht mehr in Görlitz unterrichtet – und andere auch nicht.

Görlitz oder die Görlitzer haben so viel Herz, dass sie damit schon in Schaufenstern hausieren gehen. Vielleicht hätte ich das Foto in den nächsten Görlitzartikel verschieben sollen, dann hätte ich es in das Montags-Herz-Rennen schicken können.

Wenn ich so an meine Zeit in Görlitz denke, dann hat in der Zwischenzeit nicht nur der „Zahn der Zeit“ an mir genagt, sondern ein ganzes Gebiss, wie man hier an der Bank gut sehen kann.

Ist das Kunst? Ist das Politik? Zeigt das, dass viele beim Wählen eine Mütze über den Kopf ziehen, damit sie nicht so genau sehen, dass sie das Kreuz bei der blauen Partei gemacht haben. In Görlitz ist sie sehr stark.

Da ist mir doch der nach Berlin ausgewanderte Elefant lieber, den ich euch bald zeigen werde.

Ob sich der Elefant vor der Wanderung nach Berlin seine Schuhe HIER gekauft hat, damit er eben KEINEN Muskelkater bekommt?

Die letzten Fotos kommen jetzt doch als Galerie – bis auf das erste.

Das ist der Leitspruch von der Instandsetzung des wunderbaren Jugenstilkaufhauses in Görlitz, das schon seit Jahren geschlossen ist. Wenn ich den Spruch abwandle, könnte ich ihn auch auf den Berliner Flughafen umsetzen.

Die Fotos habe ich alle aus Vitrinen abfotografiert, in denen die Scheiben ein vernünftiges Foto verhindert haben. Doch etwas von der Jugendstilschönheit kann man trotzdem erkennen.

 

Nach 666 Wörtern und 27 Fotos sage ich tschüss bis übermorgen. Lasst es euch gut gehen bis dahin! Clara

 

 

 

 

 


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Marokko – Hotelerfahrungen – Teil 2

Gibt es einen Teil 1, dann gibt es natürlich auch einen Teil 2, manchmal sogar noch mehr Teile – aber ich habe mich beschränkt. Die Fotos, die jetzt kommen, sind alle aus der Verlängerungswoche, in der ich mutterseelenallein in einem Hotel in Marrakech war, das schon fast in der Pampa gelegen war, so wiet außerhalb der Stadt im „Niemandsland“ war es. Alle anderen aus der Gruppe, die länger geblieben sind, waren in Agadir am Meer – und das wäre auf jeden Fall die bessere Entscheidung gewesen.

Für jeden Gast gab es bei all inclusive ein Armband – leider habe ich keines in lila bekommen, die gab es drei Tage nach meiner Ankunft.

Das direkte Hotelgelände und die Innenausstattung waren durchaus in Ordnung. Fußballfans kamen auf ihre Kosten – sie mussten nicht ein Spiel der Weltmeisterschaften verpassen, dafür gab es extra eine TV-Sportbar, die aber nicht im kostenlosen Service inbegriffen war.

Doch wehe, Frau wollte mal einen Schritt vor die Pforten des Hotels setzen. Wir wurden Tag und Nacht bewacht – vielleicht ist das dort nötig. – Kam man durch diese Schranke, erstreckte sich eine endlos lange öde Straße, die mehr oder weniger von Pampa gesäumt wurde. Blumen gehen in Marokko immer, aber auch viele triste Flächen. Es gab schöne Häuser, die aber fast alle leer standen. Entweder war der Kaufpreis zu hoch oder niemand wollte so außerhalb des Geschehens wohnen. Kein Geschäft, keine Schule, keine Infrastruktur – einfach nur: „Bonjour tristesse!“

Auf den drei mittleren Querformatfotos habe ich Ameisen bei ihrem emsigen Tagewerk beobachtet – die sind ja wirklich echte Arbeitstiere.

In meinem Zimmer gab es immer stumme Auseinandersetzungen mit den Zimmerfrauen. Immer wieder machte ich ihnen klar, dass ich NICHT JEDEN TAG neue Handtücher möchte, weil ich die Umwelt schonen wollte – und was bekam ich: Natürlich jeden Tag neue Handtücher. – Noch schlimmer war es mit den Betten. Die unendlich vielen Kissen und Tagesdecken und Zierkissen nervten mich – ich packte sie beiseite. Wo sie jeden Tag wieder lagen, muss ich euch nicht erzählen.

Würde ich auf Hotelkosmetik stehen – ich hätte einen vollen Koffer nach Haus tragen können. – Der Mond wurde runder und voller und ich wusste, wenn er richtig VOLL ist, kann ich eine Nacht schon zu Haus nicht schlafen. – Das vierte Foto zeigt das Hotel von seiner schäbigen Seite, dort, wo aller Abfall hinkommt. – Für Tischtennis wäre es mir in der prallen Sonne echt zu heiß, aber ich hatte auch keine „Gegner“ gefunden. – Auf dem schlecht lesbaren Aushang steht, dass man nicht in Badebekleidung in die „Bar“ kommen soll – ich habe eigentlich nichts anderes als Badebekleidung dort gesehen. – Und das letzte war der unheimlich wichtige Code für das WLAN – nur ein wenig umständlich.

Und das war es dann auch schon. Die Hotels gehörten fast alle der Labranda-Kette an und auf den bunten Bilderchen wurde gezeigt, welche Reisebüros dort vertreten sind.