Claras Allerleiweltsgedanken


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Erinnerungen an einen lila Sommer

Im Garten einer Freundin und den Hund bei einem Straßenfest fotografiert.

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Ach diese vergesslichen „Großmütter“

Zum Glück nimmt er nicht übel, zum Glück weiß er es nicht, dass er am 29. April 7 Jahre altjung geworden ist. Bei Hunden ist das ja ganz anders als bei uns, denn er könnte in seinem „zarten“ Alter schon längst Vater einer großen Familie sein. Na gut, ein wichtiges Teil fehlt ihm dazu – aber er hat ja einen großen Knochen bekommen und von mir mit zwei Tagen Verspätung große Wienerwürste. Für so einen Hund ist die Welt fast immer in Ordnung.


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Feengrüße „schweben“ durch das All …

… sie brauchen zum Schweben allerdings die DHL, und das ist auch gut so, denn die rotgelben Engel wollen ja wie die gelben Engel auch leben.

Ich hoffe, dass meine liebe Fee nicht sauer ist, dass ich ihre so persönlich gedachten Geschenke anders verwende als sie vielleicht von ihr gedacht waren. Als erstes zeige ich mal die Fotos. Dass da lila eine Rolle spielt, dürfte auch dem seltensten Besucher auf diesem Blog klar sein.

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Eine schöne lila Filzblüte mit einem Stiel und einer Sicherheitsnadel – sicher gedacht, um es an meinem schönen lila Loop zu befestigen – oder auch wo anders. Doch wie ich mich kenne, hätte ich diese Blüte nach kürzester Zeit verloren – doch hier, an meinem lila Geschenkeregal, lacht sie mich immer freundlich an.

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Ich meine das, was an dem Griff der Küchentür baumelt. Sicher habe ich schon mal den Begriff „Handschmeichler“ gehört, den ich dann zwischen den vielen Jackentaschen immer wieder umlagern müsste. Und auch der wäre bald irgendwie WEG – und SO bleibt er immer da. Das rote Säckchen war Schuld, dass das Behältnis einfach in die Küche MUSSTE. Ich kann üüüüüüüüüberhaupt nichts dafür, schließlich braucht das lila Clarazimmer ein Gegengewicht, sonst bekomme ich ja einen Lilastich, den ich sicher schon habe.

Ganz, ganz lieben Dank, liebe Fee. Mein roter Hirsch in der Küche passt ja exzellent zu deiner Weihnachtskarte.

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Und jetzt möchte ich euch noch eine Geschichte aufschreiben, die ich auch von der Weihnachtsfeier im Großelterndienst mitgebracht habe. – Ich hoffe, niemandem ist es bei der gestrigen Bescherung so gegangen.

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Einen Hund als Geschenk

Hermann und Hermine saßen zusammen auf dem Sofa. Hermann und Hermine, das Rentnerehepaar. Ich höre ihnen so gern zu, weil ich bei ihnen immer irgendwie etwas fürs Leben lerne. Etwas, was ich mir merken muss.»Wir sollten uns zu Weihnachten gegenseitig einen Hund schenken!«, sagte Hermann zu Hermine. »Also jeder einen halben.« Dabei stopfte er sich seine Pfeife.

»Nein«, sagte Hermine ganz entschieden, »lieber nicht.«

»Doch, das sollten wir. Wenn einer von uns beiden stirbt, dann bist du allein und dann brauchst du einen Hund.«

»Ich will aber keinen Hund.«

»Du brauchst aber einen Hund. Wenn ich tot bin, dann kommt doch kaum noch jemand zu Besuch und du bist allein. Wenn du dann einen Hund hast, kannst du wenigstens mit dem über alles reden.«

»Nein, ich will keinen Hund.«

»Warum denn nicht? Alle alten Menschen reden mit ihren Hunden. Über Krankheiten reden sie mit ihrem Hund oder wenn sie sich über die Nachbarn geärgert haben.«

Hermine seufzte: »Nein, ich will keinen Hund!«

„Ja, verdammt noch mal“, Hermann wurde ärgerlich, »warum willst du denn keinen Hund haben?«

Hermine sah ihren Mann merkwürdig an.

»Ich hätte Angst, Hermann. Wenn man fünfzig Jahre mit einem ewigen Meckerkopp, Besserwisser und Nörgler wie dir gelebt hat und kriegt dann so einen lieben Hund – da ärgert man sich doch nur, dass man sich nicht von Anfang an einen Hund genommen hat und keinen Mann!«

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Ich bin schon weg, damit ich keine Schläge bekomme.

 


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Leichter Gedächtnisschwund …

oder könnt ihr mir sagen, warum ich mir diese Hausschuhe und diesen Karton mit Eiern lange nach Ostern gekauft habe. 🙂

2805 Eier 01

Wenn Sohn und Hund zu Besuch kommen, muss ich alles, was nach Fressen riecht, von der Balkonbrüstung räumen – Lenny würde sonst aus Fressgier noch abstürzen.

2805 Lenny Balkon

 


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Bloggerhund Lenni … RBFB

Keine Angst – kein Tier wird gequält, kein Hund wird bei diesen Temperaturen ins Wasser gejagt – damals war Sommer, als die Fotos entstanden, jetzt wäre die Zeit, um auf den Seen Schlittschuh zu laufen. Hunde sind längst nicht solche Frostbeulen wie wir Menschen – sie würden sicherlich auch jetzt ins Wasser gehen. Mein Sohn, der „Hundepapa“ behauptet jedenfalls, Lenni würde schwimmen. – Ich habe aus dem Originalartikel von 2012 nur die Fotos kopiert. Die wenigen Textstellen habe ich dort gelassen, dort kann man sie auch lesen.

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Link: Bloggerhund Lenni geht ins Wasser

26. Sept. 2012

https://clarahimmelhoch.files.wordpress.com/2012/09/2609-lenni-im-wasser-2.jpg?w=682&h=682


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Der Adoptivhund in der Waschmaschine – RB

An diesen Beitrag werden sich Stammleser mit und ohne gutem Gedächtnis sicher noch erinnern, denn wo gibt es – außer bei Clara – über einen Hund in der Waschmaschine zu lesen?

Tierschützer können alle ruhig bleiben, nichts Widerrechtliches passiert und weder Lenny noch Lussy noch Lasko (gibt es eigentlich nur Hundenamen mit L 🙂 ) müssen in den weißen Kasten schlüpfen, wo sich am Ende die Trommel ganz schnell dreht.

Und die Adoption war eine auf Lebenszeit – mal sehen, wer den längeren Atem hat, Clara oder Benno. Zumindest sitzt er bei mir auf der Liege, verfolgt jede Fernsehsendung mit (gemäßigtem) Interesse und wird am herzlichstem von meiner Enkeltochter begrüßt, wenn sie hier zu Besuch ist. Ich (Kulturbanause) benütze ihn überwiegend als Kopfstütze.

Link: Der Adoptivhund in der Waschmaschine

3. September 2011 44 Kommentare

Ich habe es nicht übers Herz gebracht.

Vor ein paar  Tagen bot sich mir an einer Mülltonne dieses Bild:

Relativ ungerührt ging ich daran vorbei, obwohl mich der verkleidete Bär schon ein wenig an die Modenschau mit Bär und Hund bei mir zu Haus erinnerte. Beim Weitergehen überkamen mich so Fragen zu unserer Wohlstandsgesellschaft. Beide Tieren sahen so neuwertig aus, so “unbespielt” – gibt es nicht eine andere Möglichkeit der Weitergabe als “Endstation Mülltonne”?

Nun, man kann ihnen zugute halten, dass sie die beiden Tiere ja neben und nicht in die Tonne gepackt haben – vielleicht wollten die Entsorger Adoptiveltern anlocken. – Doch andersherum – wer nimmt heute schon noch etwas von Leuten, die er nicht kennt – da könnten ja Herr Bazillus Pommeranz und Frau Virusia Hinterschnupf im Fell sitzen und den lieben Kleinen schaden.

Ihr lest richtig – “den lieben Kleinen schaden” – aber auch den lieben Großen?

Schon in Görlitz hatten wir so eine traurige Story von einem blauen Langohrhaasen, der ausgesetzt auf einer Bank sein Dasein fristete. Aber er sah schon stark mitgenommen und vor allem sehr schmutzig aus – da regten sich keinerlei Adoptivomagefühle in mir.

Ich beobachtete die beiden Ausgesetzten – am nächsten Tag waren sie noch immer da. Ich beäugte sie ein wenig näher – sie sahen wirklich gut erhalten aus. – Und siehe da, als ich vom Einkauf oder so wiederkam, war Herr Bär adoptiert worden. – Und nun war der schwarze Hund mit dem wunderschönen Gesicht ganz allein — und er tat mir noch mehr leid. – Ich setzte ihn auf die orangefarbene Tonne, wünschte ihm eine süße kleine Adoptivmama und ging zum Akustiker. Die ganze Zeit sagte mein innerohriges Hörgerät  meine innere Stimme:

Du bist doch blöd, dass du dir um ein Kuscheltier Gedanken machst – soll es doch in der Tonne landen.

Doch nach ein paar Minuten kamen andere Töne:

Du bist ja leichtsinnig – wenn du wiederkommst, hat es dir jemand weggeschnappt und dann guckst du in den Mond – oder in die Tonne!?!

So, und jetzt machte ich es einfach vom Schicksal abhängig, ob ich Adoptiv-Mama oder Oma eines wunderhübschen schwarzen großen Hundes werde.

Und die Überschrift zeigt das Ergebnis an – veni vidi vici – was ja üblicherweise mit “Er kam, sah und siegte”  übersetzt wird und von mir abgeändert wird in:

Er lag neben der Abfalltonne
guckte mich mit seinen dunklen Augen an
und wanderte stehenden Fußes in meine Waschmaschine

um keimfrei zu werden und dann meinem in die Jahre gekommenen Hund Gesellschaft zu leisten. Ich muss mich mal bei der Hausverwaltung erkundigen, ob die Haltung von zwei Hunden in einer Wohnung erlaubt ist. *grins*

Wenn ein Kind adoptiert wird, bekommt es sehr oft einen neuen Namen – bei einem Hund ist das ähnlich. “Benedikt” wollte ich ihn nicht nennen, was kann der arme Hund dafür – also entschied ich mich für Benno (Name ohne L am Anfang!)

Benno kommt aus der Waschmaschine: Meine Nase, war ihm schlecht durch die Dreherei beim Schleudern – völlig entkräftet hängt er über der Klappe der Maschine.

Die nächste Station war die Trockenstange – aber die gefiel ihm erst recht nicht, weil sie das wenige, was noch im Bauch drin war, zusammenquetschte.

Also schlug ich ihm vor, mit mir auf den Balkon in die Sonne zu ziehen – und damit hatte ich endlich das Richtige gesagt. Sein schwarzes, bisher noch ziemlich zotteliges Fell wurde in der Sonne zunehmend schöner und schöner.

Könnt ihr sehen, wie geschafft er ist – er hat vollkommen die Fasson verloren.

… und das andere sind wunderschöne Zirrhuswölkchen.

Und wie er als vornehmer Clara-Stubenhund aussieht, zeige ich später mal – oder auch nicht.


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Lenny gibt Laut …

aber richtig. Doch der Reihe nach.

Als ich gestern ins Geschäft kam, hat mich Lenny schon wieder schwanzwedelnd an der Tür begrüßt. Eine Infusion war lt. Tierärztin nicht mehr nötig – er durfte Schonkost schleckern – Fleischbrei, mit Wasser verdünnt. Ich schwöre, die Schüssel hätte ich nachher nicht abzuwaschen brauchen, so sauber hat er sie geleckt. Seine Verfressenheit macht sich bei Medikamentengaben gut, da er JEDE Tablette und jede Pille schluckt, wenn sie nur in leckerem „Mantel “ daher kommt.

Bei den Außengängen ist er weder Draufgänger noch Rüpel – sondern einfach nur „Zahmling“, wenn es das Wort gäbe. Ich denke, in weniger als einer Woche wird das schon wieder anders sein.

Wenn schon meine Hundebetreuungsarbeitskraft nicht gebraucht wurde, dann wenigstens meine handwerklichen Fähigkeiten. Für das hintere Zimmer hatte mein Sohn 5 stabile Lagerregale gekauft, von denen eines schon stand und zwei noch zusammen gebaut werden müssen. Es war ein wenig kompliziert, hat mir aber sehr großen Spaß gemacht und mich von einem anderen Problem abgelenkt, das nicht mit Lenny zu tun hat.

Dann wurde ausgemacht, dass Sohn und Hund am nächsten Tag, also heute, für die nächsten medizinischen Schritte zu mir kommen, da bei mir noch ein Stück Schrankwand-Rückwand per Kreissäge ausgesägt werden sollte.

Freudig schwänzelte er zur Tür herein, doch leider verging ihm das bald. Das Ziehen der Braunüle – oder wie es jetzt richtig heißt: Venenverweilkanüle – ging ja noch halbwegs. Da er jetzt schon die Dosen-Schonkost   von der Hand durch den Maulkorb lecken durfte, konnte ich ihn ziemlich gut ablenken. Es blutete nicht nach – also blieb die Pfote danach unverbunden.

Aber dann sollte das Pflaster von der ca. 12 cm langen Wunde entfernt werden und diese mit einem Pflasterspray eingesprüht werden. Was hätten wir zwei Menschen dafür gegeben, einen Dolmetscher zu finden, der hundisch spricht. Am Bauch hat ein Hund zwar nicht sehr viele Haare – aber diese waren offenbar nicht abrasiert. – Ich weiß nicht, in wie vielen verschiedenen Stellungen wir Anlauf genommen haben – aber er hat sich laut und böse bellend immer wieder rausgewunden, ehe was passieren konnte. Doch irgendwann habe ich es mit Ruck und Zuck entfernt und in der Hand.

Lange, lange Erholungspause für Herr und Hund – und für Hundeoma auch 🙂 – beim Foto musste ich die Qualität etwas vernachlässigen.

0811 Lenny und Sohn 87

Schon beim Klickern der Spraydose fing er an zu knurren – also ging ich ins Bad, um das Pflasterspray flüssig zu bekommen.

Dann wieder verschiedene Anläufe – es wollte so und auch so nicht klappen, Lenny war immer schneller und kräftiger als mein Sohn. Von der endgültigen Erfolgshaltung haben wir natürlich kein Foto, weil alle vier Hände von uns gebraucht wurden. Sohn packte ihn von hinten an den Vorderbeinen und hielt ihn so hoch, dass ich die Wunde einsprühen konnte. Als der erste kalte Schreck bei Lenny vorbei war, ließ er sich seinen Unterbauch silbern spritzen.

Dann sollte der Hund zur Erholung im Schlafzimmer auf seiner Hundedecke gebettet werden, damit er sich nicht vor dem Kreissägen-Geräusch so erschrickt. Da erst stellte mein Sohn fest, dass er keine Säge eingepackt hatte – und das war auch gut so. Diese Arbeit hat Zeit.