Claras Allerleiweltsgedanken


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Ein Politiker namens J.Sp. übernimmt die Schirmherrschaft …

über alle? Über eine? Über keine Hartz IV-Empfänger und -Innen?

Und ihr könnt sicher sein, auf MEINEN Balkon ließe ich ihn nicht! Auch wenn das mit der Schirmherrschaft gut aussieht.

Ich könnte gar nicht so viel Shit rauchen, so viel „Gras“ fressen, mich hinter verschiedenen Pflanzen verstecken oder alle Gedanken im Kopf zu Schmetterlingen umformen, um so einen Besuch schadlos zu überstehen. Auch eine Überdosis Medizin würde dagegen nicht helfen. Er als Gesundheitsminister würde vielleicht empfehlen, noch mehr Pillen zu schlucken, falls das Geld für einen Lebensmitteleinkauf nicht reichen sollte.

Oder ich würde einen Antivirusengel aufstellen, um ja nicht etwa von der Art der Politik angesteckt zu werden.

Hätte er zur Begrüßung schöne Blumen in der Hand, würde ich sofort das Trojanische Pferd dahinter wittern.

Käme er mit einem (ausgeliehenen) Sparsamkeitsauto vorgefahren, würde ich ihm nie und nimmer glauben, dass er damit immer fährt, denn nur die wenigsten Politiker sind noch glaubwürdig.

Was wäre ich froh – sollte er sich doch zu mir durchgeschlichen haben – wenn alles vorbei ist und ich in aller Ruhe meinen abgasgefärbten Abendhimmel genießen könnte.

 

 

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Clara-Line startet auf (Fantasie)-Flughafen BER

Von meinem defekten Bürostuhl und den bestellten Rollen hatte ich in meinem letzten Artikel erzählt.

Und bei mir sind Zeichen und Wunder passiert – ich gehe unter die Unternehmerinnen. Das Einsetzen der Rollen war leider nicht in wenigen Sekunden erledigt, denn sie passten nur in etwa in das vorgesehene Loch. Wie immer das sein kann, könnte mir nur der Technikgott erklären, doch seine Hotline ist immer besetzt.

Also nahm ich den Holzhammer und drosch wie dolle und verrückt auf die Rollen ein, die es zum Glück überstanden. Als alle 5 eingerastet waren und der Stuhl auf seinen Rollen stand, ging mir ein Leuchten über das Gesicht und die Unternehmeridee ward gleich und sofort geboren:

Ich gründe die Clara-Line, die vorläufig nur nach LilaLand fliegt.

So sieht das Fahrwerk der ersten Maschine aus. Die wuchtigen Breitreifen, die später auf den bekanntesten Flughäfen der Welt auf den Landebahnen aufsetzen werden, lassen jedes Flugzeugbauerherz schneller schlagen.

Manche Sachen muss man sich einfach mal im Detail ansehen. So wird es also sein, wenn sie in Kürze 🙂 😉 an den Start rollt. Zu Beginn, wenn die Profile der Räder noch etwas uneingefahren sind, wird die Fahrbahn künstlich aufgeraut. Der neue Flughafen hat ja nicht nur solche hochmodernen technischen Features, nein, auch Brände sollen gelöscht werden können – wird behauptet!

Wenn LilaLand angeflogen wird, sollen das die Passagiere auch sofort sehen. Zu Ehren dieses Superlandes ist der ganze Flughafen in lila Flutlicht getaucht.

Momentan kämpfen die Piloten bei ihren Probestarts noch ein wenig mit dem Wetter. Nicht immer ist ja solch strahlender Sonnenschein wie hier, wo man schon fast geblendet wird:

Nein, bei schlechtem Wetter sieht das so oder so aus. Die riesigen Pfützen, auf denen Kerosin schwimmt, machen die Startbahn glitschig, die normalen Pfützen beschmutzen die schicken lila Uniformen der Flugbegleiterinnen. Auch auf des Piloten adretter Uniform in neutraler Farbe  (alle Piloten haben darauf bestanden, so dass sie schneller den Arbeitgeber wechseln können) machen sich Flecken natürlich nicht gut.

Und wer immer lieb zu mir war, darf einmal zum 50% ermäßigten Preis fliegen. Um 100 % Preisnachlass zu gewähren, haben die Maschinen noch zu wenig Geld in die Kassen gespieltflogen.

Wenn allerdings die Verantwortlichen für die riesigen Schlampereien am Flughafen mit Geldstrafen belegt oder eingesperrt werden und alle Linienbetreiber ein wenig von diesem fetten Kuchen abbekommen, dann sieht alles schon ganz anders aus.

Also drücken wir uns gegenseitig die Daumen.

 

 


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Feengrüße „schweben“ durch das All …

… sie brauchen zum Schweben allerdings die DHL, und das ist auch gut so, denn die rotgelben Engel wollen ja wie die gelben Engel auch leben.

Ich hoffe, dass meine liebe Fee nicht sauer ist, dass ich ihre so persönlich gedachten Geschenke anders verwende als sie vielleicht von ihr gedacht waren. Als erstes zeige ich mal die Fotos. Dass da lila eine Rolle spielt, dürfte auch dem seltensten Besucher auf diesem Blog klar sein.

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Eine schöne lila Filzblüte mit einem Stiel und einer Sicherheitsnadel – sicher gedacht, um es an meinem schönen lila Loop zu befestigen – oder auch wo anders. Doch wie ich mich kenne, hätte ich diese Blüte nach kürzester Zeit verloren – doch hier, an meinem lila Geschenkeregal, lacht sie mich immer freundlich an.

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Ich meine das, was an dem Griff der Küchentür baumelt. Sicher habe ich schon mal den Begriff „Handschmeichler“ gehört, den ich dann zwischen den vielen Jackentaschen immer wieder umlagern müsste. Und auch der wäre bald irgendwie WEG – und SO bleibt er immer da. Das rote Säckchen war Schuld, dass das Behältnis einfach in die Küche MUSSTE. Ich kann üüüüüüüüüberhaupt nichts dafür, schließlich braucht das lila Clarazimmer ein Gegengewicht, sonst bekomme ich ja einen Lilastich, den ich sicher schon habe.

Ganz, ganz lieben Dank, liebe Fee. Mein roter Hirsch in der Küche passt ja exzellent zu deiner Weihnachtskarte.

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Und jetzt möchte ich euch noch eine Geschichte aufschreiben, die ich auch von der Weihnachtsfeier im Großelterndienst mitgebracht habe. – Ich hoffe, niemandem ist es bei der gestrigen Bescherung so gegangen.

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Einen Hund als Geschenk

Hermann und Hermine saßen zusammen auf dem Sofa. Hermann und Hermine, das Rentnerehepaar. Ich höre ihnen so gern zu, weil ich bei ihnen immer irgendwie etwas fürs Leben lerne. Etwas, was ich mir merken muss.»Wir sollten uns zu Weihnachten gegenseitig einen Hund schenken!«, sagte Hermann zu Hermine. »Also jeder einen halben.« Dabei stopfte er sich seine Pfeife.

»Nein«, sagte Hermine ganz entschieden, »lieber nicht.«

»Doch, das sollten wir. Wenn einer von uns beiden stirbt, dann bist du allein und dann brauchst du einen Hund.«

»Ich will aber keinen Hund.«

»Du brauchst aber einen Hund. Wenn ich tot bin, dann kommt doch kaum noch jemand zu Besuch und du bist allein. Wenn du dann einen Hund hast, kannst du wenigstens mit dem über alles reden.«

»Nein, ich will keinen Hund.«

»Warum denn nicht? Alle alten Menschen reden mit ihren Hunden. Über Krankheiten reden sie mit ihrem Hund oder wenn sie sich über die Nachbarn geärgert haben.«

Hermine seufzte: »Nein, ich will keinen Hund!«

„Ja, verdammt noch mal“, Hermann wurde ärgerlich, »warum willst du denn keinen Hund haben?«

Hermine sah ihren Mann merkwürdig an.

»Ich hätte Angst, Hermann. Wenn man fünfzig Jahre mit einem ewigen Meckerkopp, Besserwisser und Nörgler wie dir gelebt hat und kriegt dann so einen lieben Hund – da ärgert man sich doch nur, dass man sich nicht von Anfang an einen Hund genommen hat und keinen Mann!«

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Ich bin schon weg, damit ich keine Schläge bekomme.

 


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Geschenkideen gewünscht?

Vielleicht sucht noch jemand für das heranwachsende Kind oder Enkelkind ein „preisgünstiges“ Geschenk. Da kann ich mehrere Läden auf dem Kurfürstendamm empfehlen.

2112 Luxus Kinderkleidung 76

2112 Luxus Kinderkleidung 77

Man gönnt sich ja sonst nichts!


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„hier werden sie geholfen“ …

… frei nach verona p., ehemals verona f.

ich hoffe, sie hat sich diesen satz nicht patentieren lassen, sonst bekomme ich (wieder mal) ärger – deswegen habe ich ihn ein wenig verändert.

für grammatikschwache leser übersetze ich jetzt den ausspruch:

hier bei clara wird ihnen geholfen, hier geht ihnen über manches manchmal ein licht auf 🙂 – oder auch nicht!

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Ich brauche in fast allen Situationen Licht, meist sogar viel davon – nur beim Schlafen nicht, aber auch dort stört es mich nicht wesentlich. Mit Deckenflutern kann man energiefressend (Halogenstab, 300 Watt) den Raum erhellen – besser geht es aber mit den neumodischen LED-Lampen. Da „frisst“ eine Lampe mit Deckenfluterteil und Leselampenarm insgesamt 37 Watt – da kann frau doch nicht meckern.

Deckenbeleuchtung macht den Raum zwar heller, aber beleuchtet keine Arbeitsflächen. Deswegen habe ich diese Lampen zwar, nutze sie jedoch wenig.

Na gut, die viel gepriesenen Sparlampen bringen ja auch schon was – aber wehe sie fallen mir in meiner Totterigkeit mal runter – wer fegt dann das Quecksilber zusammen? Oder ist das nur als Dampf da drin? Früher als Kind habe ich mal mit Quecksilberkugeln gespielt, als ein Fieberthermometer kaputt ging. Zum Glück habe ich es schadlos überstanden.

Bei der folgenden Collage kann man den (richtigen) Eindruck gewinnen, ich habe eine besondere Affinität zu Deckenstrahlern.

Aber ich versichere euch, ich habe noch viele, viele andere Lampen. Ob ich im ersten Leben mal Lampenhändlerin war???

Jetzt habe ich euch genügend zuge“lampt“.


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Man kann auch übertreiben

Heutzutage sind die Pflaster so steril und so aufreißsicher verpackt, dass ich „fast verblute“, bevor ich überhaupt das Pflaster aus der Verpackung geschält habe.

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Jetzt zeige ich euch Fotos, die im ersten Moment nach einem Pflaster für die Seele schreien – aber in ca. 10 Tagen wird von diesen „Wand-Wunden“ nichts mehr zu sehen sein.

Alle Tapeten werden bis auf den Beton abgeweicht. Das war für den Maler und seine „Assistentin“ – (wenn ich Langeweile habe und auf einen Termin oder anderes warte, dann beteilige ich mich an dem Abfetzen der Tapete) – ein wirklich hartes Brot, besonders im Wohnzimmer. Sein Standardausspruch: „Die müssen mit Pattex geklebt worden sein“. Sie gingen wirklich nur quadratzentimeterweise ab. Anders im kleinsten Zimmer: Eingeweicht und die Bahnen blieben zum Teil von oben bis unten heil – allerdings auch da drei Schichten. Die Vliestapeten spalten sich ja in eine Ober- und eine Unterschicht – und das ist nicht politisch gemeint. – Aber noch darunter war zum Ausgleichen von Unebenheiten Papiertapete geklebt. – Genau nach einer Woche – Freitag zum Arbeitsschluss, war alles abgerissen. Die Müllsäcke stapeln sich nur so – und die langen Gardinenblenden samt indirekter Neonröhrenbeleuchtung versperren den Balkon.

Den hatte ich neben dem bereits fertigen Badezimmer schon aufgehübscht – neue Balkonkästen mit Vorratsbewässerung gekauft (die kosten ja inzwischen auch ein halbes Vermögen) und die fertigen Pflanzbehälter aus der Wohnung hingetragen und einfach in die Kästen gesetzt.

Etwas will ich noch zu dem hübschen Badezimmerschrank sagen, der leider meiner Waschmaschine weichen muss. Darin müssen die Kronjuwelen der englischen Krone gelagert worden sein, denn der Schrank war hinten in eine Schiene eingehängt, überall mit Silikon verkittet und  mit mehreren Schrauben rechts und links an die Nachbarschränke verschraubt. Sogar der sehr pfiffige Maler wollte schon das Handtuch werfen, bis er den Trick mit den Schubladen gefunden hat.

Der Schrank war sooooooooooo schwer, dass ich ihn noch nicht mal vor die Wohnungstür tragen konnte, geschweige die Treppen zum Keller. Wahrscheinlich lagert hinter den Pfeilen der Kronschatz!!!!!  – deswegen das Gewicht 🙂

Und hier zum Entspannen noch ein schönes Foto:

0908 Balkonausblick 93

Berlin ist nicht Paris – und Marienfelde nicht Mont martre, aber ich fand es dennoch passend:


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Claras Allerleiweltsgedankensplitter (3)

Oder die Vorbildwirkung von Erwachsenen

Wartezimmer einer kinderpsychiatrischen Beratungsstelle. Eine Mutter kommt mit zwei Mädchen zur Tür herein, daseine geht in das Behandlungszimmer, das andere sitzt neben ihr. Ca. 8 Jahre, sehr brav, sehr still, sehr gelangweilt. Die Mutter tippt und tippt und tippt immer noch auf ihrer Smartphonetastatur herum, hat keinen Blick, kaum eine Geste für das Mädchen übrig, sie muss ja mailen, simsen, kommentieren oder sonstwas. Fragen ihrer Tochter beantwortet sie kurz und abgehackt.

Ihr Smartphone konnte so oder so hübsch aussehen, mir tat das Mädchen Leid.

0411 Smartphone 9

0411 Smartphone

(Diese Hüllen sind noch aus meiner Pink-Periode 🙂 – das gleiche in lila habe ich noch nicht erstanden)

Als das zweite Mädchen wiederkommt, steht sie auf und verlässt grußlos den Raum.

Clara, man kann seine Kinder so oder so erziehen – und das hier war mehr die Methode „so“ 🙂