Claras Allerleiweltsgedanken


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Eine Eigentumswohnung sollte man nur bewohnen …

… wenn man einen handwerklich hochbegabten Freund, Mann oder Spielgefährten hat

… wenn das eigene Konto so gut gefüllt ist, dass man jede Handwerkerrechnung lächelnd begleichen kann

… oder wenn man einen Sohn hat, der das flehentliche Rufen seiner Mutter ernst nimmt, alles auseinander baut, das kaputte Teil sofort im Netz bestellt und nach einigen Tagen die Sache so aussehen lässt, als wäre nie etwas kaputt gewesen

(… auch wenn es nicht die eigene Wohnung ist.)

Plötzlich und unerwartet – starb mein Kühlschrank zwar nicht – sondern verabschiedete sich nur von dem oberen Scharnier. (Dieses Foto ist schon NACH dem ersten Teil der Reparatur gemacht worden, denn ich habe schon wieder eine Tür vor den Sachen, die gekühlt werden sollen)

Ohne eine besondere Bewegung gab es einen deutlichen Knacks und ich konnte die Tür nicht mehr schließen. Manchmal blieb sie nur ein kleines Stück auf, manchmal fast 10 cm, so dass ich das Aggregat abschaltete. – ICH würde mir nie im Leben freiwillig einen Einbaukühlschrank zulegen, aber:

Was du ererbt von den Besitzern, reparier‘ es, um es gut zu pflegen.

Der Sohn hat zielstrebig das Scharnier ausgebaut und beide hörten wir die gebrochenen Plastikteile und die Feder darin klappern. Je nach Lage der Bruchstücke konnte ich mal das Scharnier fast schließen, mal eher nicht. Alle Arbeitsgeräte, die er verlangte, hatte ich vorrätig und konnte sie ihm (fachgerecht) reichen – jetzt bin ich schon darauf stolz, früher hätte ich es allein reparieren wollen. – Mit einer Wahnsinnsgeduld hat er die Bruchteile aus dem Scharnier gefriemelt – da fing ich an zu zweifeln, ob er wirklich MEIN Sohn ist, denn ich schreibe ja Geduld mit T am Ende, weil ich das Wort nicht kenne 🙂 😉

Jetzt lebe ich ein paar Tage vorsichtig mit einem Miniprovisorium, bis die neuen Scharniere (nur im Doppelpack für 40,00 € zu erhalten) eingetroffen sind und er die Holztür wieder anbauen kann.

Die Gunst der Stunde nutzend, habe ich alle Einschübe in die Spülmaschine gesteckt – ich hoffe, das überleben sie schadlos.

Vielleicht hat es bei der Umweltausstellung doch was genutzt, dass ich die Glückskleeblätter so liebevoll bewundert habe.

Obwohl ICH eher denke, dass es mit dem wahrgenommenen LILA zu tun hatte.

NEIN! Die dritte Erklärung ist richtig – die Leinwandartistin Ines hat ein kleines Vögelchen auf die Reise geschickt, was jetzt mit kräftiger Singstimme den Augustlöwen vom Bildschirm weggeträllert hat.

Meinen Bildschirm zeige ich euch jetzt nicht – sonst fliegt der kleine Kerl womöglich zu euch – nenenene!

Nahrung hätte er bei mir ausreichend, denn in meiner Küche = ganze Wohnung ist wieder mal die Fruchtfliegenplage ausgebrochen. Ich habe ständig zwei Sauggeräte im Einsatz, was schon zu sehr viel Erfolg geführt hat, denn die anderen ertrinken in einer süßen Lösung. – Von der Decke, die mit schwarzen Punkten übersät war, habe ich kein Foto gemacht, sondern nur das lange Staubsaugerrohr erfolgreich genutzt.

Ansonsten, falls mich jemand überfallen will, weil ich meine Wohnungstür so gut wie nie abschließe (fast alle anderen im Haus haben auch am hellerlichten Tag ihre Wohnungstüren 3x, 4x oder noch häufiger abgeschlossen), bin ich jetzt Zwillings-bewaffnet. Dass die Messer was taugen, konnte mein Daumen gleich am ersten Tag bei leichtestem Druck testen.


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Geldsparende Serie – N

Button Rahmen Buchstaben 300Dreißig mal berührt
Dreißig mal ist nichts passiert.

Elektrisierender Marathon von und mit C+C klein 2

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NonStromFresser = Meine Tiefkühlkombi

oder „Die Alternative zwischen Platz und Strom“

… und ich schwöre euch, es gewinnt immer der Strom, denn Platz gibt es in diesem kleinen Dingelchen mit den dicken Wänden nie genug. Es ist wie in der Berliner S-Bahn zur rush hour, nur stinkt es nicht so.

„Geometrie “ beim Einräumen der Sachen wird zur gelebten Hauptbeschäftigung, denn das Ausnutzen jeder kleinen Freifläche ist Aufgabe. Rein optisch passt er sich wunderbar in die Küchenfront ein, auch wenn ich für ihn eine 60 cm²-große Arbeitsfläche opfern musste.

2704 EPR N 35

Bevor jemand nach den blau-orangenen-Schnipp-Schnapp-Dingern fragen will: Das sind Heiß-Henkel-Topf-Anfasser, sehr gut. Aber besonders beliebt bei meiner Enkeltochter, die hat die sofort zweckentfremdet und sich damit als Küchenungeheuer bewährt.

Das Innenleben, welches der S-Bahn ähnelt, in der unteren Etage sieht so aus: Ihr seht, bei der S-Bahn ist der Strom ausgefallen und es ist eiseiskalt. Die Abteile Fächer  sind so klein, so dass ich mit meiner geliebten Fertigkost schon Stapelprobleme bekomme, wenn ich auf großen Vorrat einkaufen will. (Jetzt höre ich schon das Raunen hinter vorgehaltener Hand: Iiiiiiiiiiih, die Clara isst Tiefkühlkost!!!)

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Im oberen Bereich ist es auch nicht viel anders. Hätte ich nicht diese drei Sammelbehälter, käme es zeitweilig zum Chaos. – Die Unterbringung von Flaschen ist problematisch. Ich muss diesen Apfelnektar kaufen, denn die normalen 1,5 l-Flaschen passen von der Höhe her nicht rein. – Den Schrank hat bestimmt ein ???? konstruiert, der mit dem Poppes gedacht hat.

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So, jetzt habe ich euch genug in Claras Kühlschrankgynäkologie gucken lassen 🙂

Am Ende eines Kalenderjahres habe ich dann bestimmt so viel Geld – wie auf dem Foto zu sehen ist – an Stromkosten gespart, sonst muss ich mit dem Herrn Geheimrat mal Fraktur reden. Hoffentlich in einer vernünftigen Währung.

2704 DDR Geld

 

 


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Clara auf Kilo-Jagd …

aber nicht die Kilo auf dem Display einer Personenwaage werden gejagt, sondern die Kilo-Wattstunden auf dem Stromzähler. Seit Wochen habe ich alle Geräte in der Wohnung mit einem Stromverbrauchsgerät gemessen – und war erschüttert. Der ca. 14 Jahre alte Kühlschrank und der kaum jüngere Tiefkühlschrank müssen in übertragenem Sinne in Strom gebadet haben – natürlich auf meine Rechnung.

Da ich bisher einen Pauschalpaketvertrag mit 1.700 kWh pro Jahr hatte, konnte ich es noch so recht und schlecht verkraften, dass die beiden Geräte fast ein Drittel dieser Summe verschlangen, nämlich ca. 550 kWh.

Und dennoch tappe ich wie bei XY ungelöst im Dunklen. In letzter Zeit habe ich wöchentlich abgelesen. Als ich in einer Woche 4 Tage verreist war und dennoch 26 kWh  verbraucht habe, rotierten meine Gehirnzellen. Für 13 ließ sich eine halbwegs vernünftige Erklärung finden – doch wer hat die anderen 13 verschlungen, verbraucht, verschluckt? – Ist der Zähler nicht richtig geeicht? Habe ich einen illegalen Stromabnehmer irgendwo dranhängen? – Ich habe wirklich fast überall diese ätzenden Stromsparlampen – wo kommt der Verbrauch her? Ich weiß es wirklich nicht und messe weiter – Gerät für Gerät . Ich weiß, wie viel Strom es kostet, meine schmutzige Wäsche in saubere zu verwandeln oder mein Geschirr blitzen zu lassen.

Doch die Hauptveränderung war die Anschaffung einer Gefrier-Kühl-Kombination in A+++. Die beiden einzelnen Teile im Unterbauformat, die ich bis dato hatte, waren viel geräumiger als die jetzige, dafür braucht diese nur 106 kWh im Jahr – in der Beschreibung. Ich werde natürlich nachmessen.

Mein Sohn musste die Platte absägen und es war Millimeterarbeit, das 147 cm hohe Teil unter den Hängeschrank zu bekommen, der rein theoretisch 147 cm hoch hängt. Es war sehr eng, ihn darunter zu platzieren. Manchmal braucht auch Clara handwerklich begabte Männer oder Söhne – danke, mein lieber Sohn! –

Und so schaut es aus – erst einmal die alte, geräumige, aber gefräßige Situation des alten Tiefkühlers und des alten Kühlschrankes:

 

0306 Kollage Tiefkühl alt

Aber mit ihm hätte ich für 14 Tage Krankheit Fertigkost einlagern können – mit dem neuen verhungere ich schon nach 5 Tagen, wenn nicht freundliche Nachbarn Nachschub besorgen. Fazit: Nicht länger krank werden.

Ich will das alte Gerät an die Polen verschenken, die immer an den Altstoffstellen stehen.

Achtung: Ist nicht mehr nötig. Der Schrank stand ohne Bemerkung, dass er verschenkt werden soll, für ca. 2 Stunden vor der Wohnungstür, da war er schon weg. Die dazugehörigen Schubladen hatte ich in der Wohnung. Nachträglich gab ich meine Telefonnummer an, damit sich der „Beschenkte“ die Schubladen abholen kann. – Mal sehen, ob sich jemand meldet. Ich tippe auf nein! – Es ist ein ehrenwertes Haus, wo schon Sachen „gefunden“ werden, die andere noch nicht „verloren“ haben.- Ich stelle mir gerade vor, ich wollte nur renovieren und habe deswegen die Sachen vor die Tür gestellt. – Wenn es so gewesen wäre, hätte ich sofort und gleich die Polizei geholt. – Ob die kontrolliert hätten?

Meinen alten Kühlschrank werde ich „stromlos“ als Lagerschrank behalten, um die Getränke zum nächsten runden Geburtstag im Hochsommer kühlen zu können. In den jetzigen geht gerade so der Wochenbedarf für einen Einpersonenhaushalt.

0306 Kühlschrank alt 20

Was langweile ich euch eigentlich mit meiner Kühlschranksituation??? Aber da ich die neue Kombination sooooo gut (und sooooooooo klein und hoffentlich auch sooooooooo sparsam) finde, kommt dieses Foto auch noch.

0306 Kollage Kombi

Für die nächsten Tage muss ich mein Navi  in der Küche statt im Auto verwenden, denn vieles steht an einem anderen Platz als vorher, was ich ja gar nicht mag.