Claras Allerleiweltsgedanken


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Sprichwort-Bilder im Februar – 22

Ja, was nehme ich mir denn nun aus als Stichwort für die Sprichwörter-Lexikonsuche? Trichter? Loch? Verkaufstempel? Spiegelungen?

Auf das französische Kaufhaus La Fayette in Berlin, wo das Foto entstanden ist, trifft alles zu bis auf „Loch“ – das wäre ungerecht, denn verkriechen kann man sich dort nicht in einer einzigen Ecke – immer kommen ganz schnell Verkäufer angewuselt, wollen einen bedienen oder zumindest zurechtweisen, dass die oder die Deko oder Puppe doch bitte nicht fotografiert werden sollte, „weil … das Haus nicht in schlechten Ruf kommen will“ – alles nach den Punkten hinter „weil“ ist einzig und allein meine Definition *grins*

Trichter?“ – erfolglos, gibt es in meinem Buch kein Sprichwort dazu

Verkaufen„? – „Gut ausgelegt ist halb verkauft“ – das gut auslegen beherrschen die dort vollkommen, die Verkaufszahlen kenne ich nicht

Oder sollte ich lieber „Mit guten Worten verkauft man schlechte teure Waren“ wählen? – Doch am besten finde ich: „Wo verkauft wird, da wird gelogen.“ – Jetzt wissen wir es, zumindest wird der Preis unangemessen hochgesetzt.

Und zu Spiegel sagt mein Sprichwörterlexikon:

Der beste Spiegel ist ein alter Freund.
Wenn man dich lobt, so sieh‘ in den Spiegel.
Die Gestalt sieht man im Spiegel, aber das Herz sieht man im Wein.

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Die Verkäufer, die dort eingestellt werden, müssen folgenden Test bestehen: (nach http://witze.net)

Wie wollen sie beweisen, dass Sie eine Verkaufskanone sind?“
„Ich habe eine Melkmaschine an einen Bauern verkauft, der nur eine Kuh hatte. Die Kuh habe ich als Anzahlung genommen.“

Kurz, bevor der Post erscheint, kommt jetzt eine aktuelle Ergänzung. Nachdem ich heute (21.2.) tagsüber bis in den späten Abend hinein mehrere Telefonate geführt habe, die allesamt weder lustig noch erbaulich waren, fällt es mir jetzt soeben wie Schuppen aus den Haaren. Ich weiß, was das Ding in meinem Unterbewusstsein schon immer zu bedeuten hatte: „Es ist ein Strudel –und zwar ein ziemlich gefährlicher. Jemand, der in seinen Sog kommt, muss alle Kraft der Welt aufbieten, um dort heil rauszukommen und nicht unterzugehen. Rettungsringe, Stangen und gute Ratschläge helfen sicher, die Gefahr zu überwinden. – Wie ihr jetzt meine Parabel deutet und rätselt, wem hier geholfen werden muss, das bleibt jedem selbst überlassen.

Zu „Strudel“ habe ich weder ein Sprichwort noch ein Zitat gefunden, auch ein Witz war nicht aufzutreiben.

Also dann bis morgen.

Aber vorher noch schnell im Fotoblog gucken.


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Jeden Tag (ein) Foto von Berlin – V

Die Sehenswürdigkeiten mit „V“ sind ziemlich knapp bemessen in Berlin. Ich könnte euch die beiden Theater „Volksbühne“ zeigen, ich könnte euch wunderschöne Bäume, Märchenfiguren, Brunnen oder Skulpturen in den verschiedenen Volksparks (Friedrichshain, Hasenheide, Schöneberg und wie sie alle heißen) zeigen, aber da kann man die Authentizität so schlecht nachprüfen.

Bei WordPress gibt es Vasen zu sehen, die dumm am Brandenburger Tor rumstehen,  und bei Blogspot das  Virchow-Klinikum.

Und hier will ich ein wenig Verwirrung im Verkehr stifte. Berlin als sehr belebte Stadt hat natürlich auch regen Verkehr – ob auf der Straße, auf dem Wasser, auf der Schiene oder im Bett – sei jetzt erst einmal offen gelassen. Wenn sich große Straßen kreuzen, kann man das bei sehr viel good will einen „Verkehrsknotenpunkt“ nennen. Und wie rasend schnell der Verkehr über diese Knoten huscht, seht ihr daran, dass weder mein Auge noch meine Kamera in der Lage waren, euch ein „scharfes“ Bild vom Verkehr zu übermitteln. *grins*

Aber es gibt auch noch die Verwirrung – die Verwirrung der (finanziellen) Gefühle zum Beispiel. Steht man hier vor dieser reichhaltigen Auswahl an verkehrsbehindernden Delikten, dann kann die Frage aufkommen:

Nehme ich den roten für 195,00 € nicht oder lasse ich lieber den schwarzen für 205,00 € hängen?

(Und die Preise sind weder erstunken noch erlogen noch ausgedacht. Ich habe das Foto extra groß eingestellt, damit jeder was davon hat.)

Ja, also das Verwirren der Finanzen haben wir also abgearbeitet.

Aber, es gibt ja auch noch so etwas wie Gefühle, die verwirrt sein können.

Sollten meine männlichen Leser wissen wollen, ob dieses Foto aus dem S*E*X*Shop stammt, muss ich sie leider enttäuschen – dort ist Fotografieren nicht so erwünscht – also habe ich es heimlich, still (Fotoapparat auf lautlos gestellt) und leise bei La Fayette fotografiert.

Die Entscheidung, wer es denn für den Abend sein soll – diese leblose Lady oder die andere – das überlasse ich jedem selbst.


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Jeden Tag (ein) Foto von Berlin – F

Eine Fotogalerie, die in drei Blogs stattfindet – hier, bei Blogspot (Friedrichstadtpalast) und bei WordPress (Friedhofskapelle in Alt-Reinickendorf).

Hier das LaFayette – ein französisches Kaufhaus auf der Friedrichsstraße. Die deutschen Frauen kommen immer doppelt geschockt dort raus: Erstens wegen der Preise und zweitens wegen der Größe, die sie wählen mussten, da die Französinnen wohl zarter und filigraner sind.  –

Der Hintergrund der Collage ist dieser tolle Trichter, in dem sich die ganze Verkaufswelt spiegelt.

Ein Kaufhaus, in dem man spannende Entdeckungen machen kann, wo ganze Figuren pink sind, nicht pink tragen!

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Nachdem jetzt Blogspot „nachgerüstet“ hat und alles so ähnlich wie bei WordPress gemacht hat, kann ich auch dort die Zugriffszahlen auf den Post bzw. den Blog sehen. Da lässt sich schlussfolgern, dass der Blog mit den schönsten Fotos dieser Serie die wenigsten Zugriffe hat. – Deswegen stelle ich jetzt hier die Fotos in klein ein. – In WordPress Foto eine Friedhofskappelle in Reinickendorf.

Bei Blogspot gibt es mehrere Fotos vom Friedrichstadtpalast, hier zeige ich nur eine Collage einiger dieser Fotos.