Claras Allerleiweltsgedanken


16 Kommentare

Lady Sunshine and Mister Moon (2)

Immer noch Hauptspann:

So nach und nach rückten sie immer näher und bald kam es zum ersten Kuss. Sie entwickelten dafür eine ganz besondere Technik, die sie allerdings nicht verraten wollen. Jeder, der mit so einer Konstellation eine Partnerbeziehung aufbauen will, hat da seine speziellen Kniffe, Handgriffe und Vorlieben.

Sie verstanden sich hervorragend – auch wenn seine Freunde und ihre Freundinnen nicht satt wurden, über dieses Paar zu lästern. Sie strahlten und leuchteten förmlich vor lauter Liebe und Glück, so dass die Meinungen der Umwelt allmählich verständnisvoller und freundlicher wurden.

Als sie zusammenziehen wollten, kam natürlich nur ihr Heim in Frage, denn bei ihm war alles zu klein, zu eng und auch zu nass. Sie wählten eine Wohnung in einer fremden Stadt, um gemeinsam neu zu beginnen.

Mit Sohn Kratzbürste gab es anfangs natürlich Riesenschwierigkeiten – er schämte sich in der Schule, von dem Freund seiner Mutter zu erzählen. Doch so nach und nach, als er von Greenfrog – so nannte er ihn immer – coole Tricks zum Austricksen der Lehrer bekam, freundete er sich mit ihm an, auch wenn dieser viel kleiner als er selbst war.

Trotz aller Vorbehalte heirateten sie und wurden eine glückliche Familie – hier ein Familienfoto, auf dem sich Kratzbürste so richtig in Positur stellt. Nur auf einen gemeinsamen Familiennamen konnten sie sich nicht einigen: Froschpferd? Nilfrosch? Frog-Hippo? Nilhorse-Greenfrog? – Nichts gefiel ihnen und so blieben sie bei ihren alten Namen.

An vielen Abenden beobachtete er, wie seine Mutter und der Grünfrosch immer abgespannter wurden – da strahlte nichts mehr. Dann verschwanden sie beide in verschiedenen Zimmern und luden sich offensichtlich neue Energie in ihre Körper. Er wollte es auch mal probieren, doch bei ihm klappte es nicht. – Mist, er war ja kein geborenes Nachtlicht.

Und wenn er sah, dass die beiden in EINEM Zimmer verschwanden, wusste er, dass sie heiß sind und er stopfte sich vorsichtshalber seine Ohrstöpsel in die dafür vorgesehenen Öffnungen. Greenfrog fing fast immer an mit dem „heiß werden“ – und Kratzbürste war sehr gespannt, ob er das später auch mal so oder ähnlich erleben wird. – Bei heißem Liebesgeflüster nannte sie ihn manchmal zärtlich „Glubschi„, doch das fand er dann doch despektierlich und ein wenig diskriminierend. Hörte sie nicht auf damit, kam ein „Zahni“ zurück und sie waren sich quitt.

Und dieses Verhalten blieb nicht ohne Folgen – da wurde Kratzbürste ein wenig eifersüchtig, denn jetzt war nicht mehr ER die Nummer eins bei seiner Mutter. Außerdem fand er die Kinder ein wenig gewöhnungsbedürftig, aber nur am Anfang. Er gewöhnte sich schnell an ihr außergewöhnliches Aussehen und hatte viel Spaß mit ihnen, denn er war ja schließlich der King, der Obermacher, der große (Halb-)Bruder.

Schnell hintereinander kamen zwei kleine Babys an, wovon das erste sehr dem Papa ähnelte, das zweite aber mehr nach der Mutter ging.

Sie galten jetzt als kinderreich und hatten einige Vergünstigungen. – Doch offensichtlich hatten beide so viel Spaß an- und miteinander, dass es nach ein paar Jahren noch zu einem Nachzügler kam, der wieder stärker nach dem Papa ging, aber auch deutliche Mamazüge trug – zumindest die Augen hatte es von der Mama geerbt.. Und da er genau zu Weihnachten geboren wurde, bekam er eine Weihnachtsgirlande um sein Kinderbett gewickelt.

Und wenn sie nicht gestorben sind, dann lieben sie noch heute.

Nachspann:

Nein. leider kam es dann doch anders. Nach längerer Zeit verflog die Liebe und das Paar wollte sich trennen. Der Frog-Papa nahm seine beiden Großen und zog vom großen B. in das kleine B. Dort wurden sie gut empfangen und lebten glücklich bis ans Ende ihrer Tage. Die Nilpferdmama kam damit gut zurecht und kümmerte sich liebevoll um ihren Großen und um das kleine Baby. Das wurde ein kleines Großmaul – aber sehr liebevoll.

***************

Und jetzt zum Schluss noch eine Offenbarung. Ich hatte tatsächlich erwogen, für wenige Tage meinen (Gr)Avatar zu wechseln und als Nilpferd aufzutreten. Dann verwarf ich den Gedanken – das ist euch also entgangen oder damit wurdet ihr verschont. Ich halte nicht viel davon, das Erkennungsbild alle Nase zu wechseln, denn wer soll mich denn dann noch erkennen? – Mir gefällt in der obersten Reihe das zweite von rechts am besten.

Ich nun wieder, jetzt kommen alle Nilpferdmamaköpfe noch einmal als Galerie.


19 Kommentare

Un-Romantik pur

Er: „Möchtest du meine Frau werden? Ich lege dir mein Herz zu Füßen!“

Sie: „Ach, lege es mal lieber auf den Nachttisch, sonst trete ich noch aus Versehen drauf“

Er: „Da ich deine Neigung zur Romantik kenne, habe ich extra ein unzerbrechliches gewählt, sonst ginge das nicht mir dir!“

Sie: „Wenn du mich jetzt schon so genau kennst, solltest du lieber eine andere heiraten, die noch mehr Überraschungen für dich hat.“

3110 Herz

 

Warum ich das mit dem verschmähten Herzen heute zum Reformationstag ausgesucht habe, hat bestimmt eine tiefere Bedeutung.

 


8 Kommentare

2024 – Kleine rosa Stiefelchen

Ihr denkt es euch, ich denke es mir – die Dominis sollten Recht behalten mit ihren trapsenden, trampelnden Nachtigallen.

Ihr Sohn und Anna waren stark beschäftigt, so dass es manches Mal knapp wurde, sich einmal im Monat zu treffen. Aber an die Silberhochzeit von Johannis und Claudia dachten sie trotz allen Stresses trotzdem. Sie schenkten ihren Eltern mit Felix  gemeinsam ein Wochenende in einem Wellnesshotel. Die Mama war sofort hellauf begeistert, der Papa zog zuerst ein langes Gesicht – aber als er von dort zurückkam, hatte er schon die Buchung für ein nächstes Wochenende in der Tasche, so begeistert war er. Weniger von den Wasseraufenthalten, sondern mehr von den Tennisplätzen. Sein Schlaganfall war ohne Folgen geblieben – und jetzt trieb er mehr Sport, trank weniger Bier, rauchte gar keine Zigarette mehr und fühlte sich rundum wohl.

Doch eines Tages war eine richtige Einladung im Briefkasten. Weiterlesen


12 Kommentare

2022 – Über die Schwelle

Durch die Fürsprache einer Kommilitonin war er an eine kleine, ganz schnuckelige Wohnung mit zwei Zimmern zu einem bezahlbaren Preis gekommen – vor allem so gelegen, dass sie beide einen vernünftigen Weg hatten – er zur Uni, Anna in ihr Büro. Sie arbeitete in einem Kunstmuseum als Ausstellungsmanagerin.

Obwohl es keine Hochzeitszeremonie darstellen sollte, hob er seine Anna beim Einzug hoch und trug sie über die Schwelle. Aber genau deswegen, weil es keine Hochzeit war, gab es auch keinen roten Teppich, sondern nur einen gelben.

2203 2023 über die Schwelle

Mutter Domini sagte nur zu ihrem Mann: „Nachtigall, ick hör‘ dir trapsen!“ Worauf er in bewährter Manier antwortete: „Das ist schon eher ein Trampeln, was die Nachtigall macht!“ – und beide lachten, glücklich, dass der Generationenfluss nicht ins Stocken geraten würde.


4 Kommentare

Anno 2021 – Offen für die Zukunft

Die Party zum 21. Geburtstag von Anno und Felix war toll, laut und feucht – es floss das Bier in Strömen, dennoch lag keiner unter dem Tisch.

So, jetzt waren beide „Söhne“ nach altem Recht volljährig, also 21 – und so langsam wurde Mutter Domini unruhig. Sie sprach es öfter bei Tisch an, dass sich beide Jungen allmählich ihre Sporen in der Welt außerhalb des Hauses Domini verdienen sollten. Zuerst guckten die beiden ein wenig erstaunt, denn schließlich ist es ziemlich bequem, sich an den gedeckten Tisch zu setzen. Doch dann gaben sie der Mutter Recht und zeigten ein offenes Ohr für ihre Zukunft. Weiterlesen


11 Kommentare

Versprechen …

muss man ja nicht unbedingt einhalten.

Ich habe es zwar noch anders gelernt und praktiziere es weitestgehend auch anders, doch die Sitten-, Anstands- und Moralvorstellungen haben sich ein wenig gelockert in den letzten Jahrzehnten. Der Mensch will frei sein, will tun und lassen können, was ihm passt. Ich werde es nicht ändern können – auch wenn ich es manchmal gern wollte.

Da lese ich doch an der einen Ecke:

0611 Straßenspruch 13

Natürlich freue ich mich über ein so offen zur Schau geschriebenes Kreide-Pflaster-Liebes-Bekenntnis. Aileen ist vielleicht sehr glücklich über diese vier Worte – doch vielleicht will sie die lieber von einem anderen hören oder lesen, vielleicht gehen sie ihr am Poppes vorbei, weil sie den Schreiber gar nicht leiden kann.

Und dann geht die Zeit ins Land, vielleicht so drei Jahre? Vielleicht auch ein bisschen mehr? Bei so vielen unterschiedlichen Zeitanzeigern (zum Glück alle ohne Batterie, so dass sie weder nach Sommer- noch nach Winterzeit gehen) kann man das immer nicht soooooo genau sagen.

0611 Die Zeit vergeht

Tja, und dann biege ich wieder mal um eine Ecke und muss das lesen:

0611 Versprechen ade

Tja, und jetzt frage ich  mich (wie so oft bei Trennungen in Freundschaften oder Verliebtschaften, Verlobtschaften und Ehen), ist die Verlassene nun ein

0611 Glückskind ??? Oder verdient sie unser Mitgefühl, weil es ihr schlecht geht.

Verfügen wir über Intelligenz und Gefühl, dann werden wir uns schon richtig entscheiden in unserem Verhalten.

0611 Intelligenz


23 Kommentare

Schönes für die „13“

Diese Herren (Engel sind ja im Deutschen maskulin), aber für dich hoffe ich ganz intensiv, dass auch feminine Damen  seit längerer Zeit deine Spielgefährtinnen oder Weggefährten oder Diskussionspartner sind — oder es gibt gar keine Engel und dann gibt es auch keine Diskussionen mehr, wenn wir nicht mehr hier auf der Erde sind.

1309 DF Engelmontage Friedhof

Ich war und bin schon immer eher wuselig als ruhig und gelassen – aber in deiner Nähe war es ganz besonders ausgeprägt – du hast mich so beeindruckt, dass ich oft nicht klar denken konnte. An folgendes kann ich mich noch gut erinnern: Du wolltest nach der Arbeit eine kühle Apfelsaftschorle trinken, ich einen Kaffee. So weit, so gut:

1309 Saft-Milch-Shake 84

Doch als ich dir dann folgendes Ergebnis kredenzte, war wohl irgendeine Flüssigkeit im falschen Gefäß gelandet:

1309 Saft-Milch-Shake 82

Diese konfuse Erinnerung soll jetzt nicht stehen bleiben, sondern ich komme auf Boote zu sprechen. Zu Lebzeiten durften es ja nur Segelboote sein, die dein Herz erfreuten. Das habe ich jetzt nicht – aber was meinst du zu einem ganz speziellen Bootsgruß von mir?

1309 Spreepark CC boat

Reicht die Kraft nicht mehr zum Segeln, dann lassen wir uns in diesem Schwan durch das Paradies treiben.

1309 Spreepark Traumboot

Bei der Brücke im Fotoblog sind alle Schlösser von mir 🙂