Claras Allerleiweltsgedanken


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Löwinnenemanzipation …

… ist doch schon lange überfällig!

Wenn sogar die tumben Parteien in Erwägung ziehen, dem weiblichen Geschlecht in der Politik mehr Raum einzuräumen, dann sollte man das bei den Löwen auch tun – besonders bei den bildlich dargestellten. Immer und überall sieht man die Nachbildungen dieser prächtigen Tiere – natürlich in der männlichen Form, denn die Mähne macht sich ja so gut.

Ich werde jetzt immer einen männlichen Löwen und das weibliche Pendant gegenüber stellen – mal den König zuerst, mal die Königin als erste.

Beide ziert eine besonders kuschlig-wuschelige Mähne – ihr seid doch nicht anderer Meinung?

Diese beiden sind wohl besonders auf ihre scharfen Reißzähne und den bitterbösen Blick stolz.

Der eine glänzt ganz und gar so gülden, die Löwin dagegen beherrscht den unter ihr stehenden Partner und strahlt in fröhlichem Rot.

Diese Löwin versucht ihren Partner durch ihre tolle Mähne zu beeindrucken – doch was macht er? Er spuckt voller Verachtung aus. – Dann eben nicht!!!!!!

Dieser Salonlöwe (sieht der nicht aus wie der durchgeknallte Designer Glöö…?) (vor einem Frisiersalon fotografiert) findet natürlich, dass einzig und allein ER schön ist – da kann neben ihm glänzen oder glitzern wer will – da wird gar nicht erst hingesehen.

Diese beiden passen doch wunderbar zusammen. Sie sagt ihm: Wenn du nicht parierst, wirst du als fünfter Löwe in meine Quadriga gespannt und dann ist es ein Fünfgespann. (ich habe den vornehmen Namen nicht gefunden)

Ich hoffe, dass ich mit der Löwin tatsächlich eine Löwin gefunden habe – wenn auch eine sehr vermenschlichte, aber ich meine ja auch die weiblichen Löwenmenschen, denen man mehr Rechte einräumen darf – nicht nur in der Politik.

Und jetzt unser letztes Pärchen:

Die Löwin thront auf einem Löwen und lässt es sich gut gehen (ist schon ein paar viele Jahre her) und er – der weiße König der Löwen hat sich mit einem total kitschigen Hausstaat umgeben.


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Belgien – Niederlande – Schiff – 2

Das Jahr ist gerade 3 Tage alt und steht fast am Abgrund. In Australien brennen Tausende von Quadratkilometern und nehmen Menschen und Tieren ihren Lebensraum, vernichten alles, womit die Flammen in Berührung kommen.

Und jetzt haben die Amerikaner durch die Tötung des iranischen Generals die Gefahr eines Krieges im Nahen Osten heraufbeschwört. Und wer will es wirklich wissen, ob sich so ein Krieg nicht auch ausbreiten kann. 

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Lüttich – so heißt die Stadt wohl nur im deutschen Sprachgebrauch – ist eine überschaubare Stadt mit vielen schönen Kirchen. Von ihrer Sauberkeit hatte ich ja schon im letzten Beitrag geschwärmt – und auch bei Tageslicht wurde die Stadt nicht dreckiger oder unansehnlicher.

Die Gruppe wurde aufgeteilt, weil sich trotz Mikrofonübertragung schlecht 42 Leute an einen Reiseleiter koppeln lassen. Und ich kam zu diesem in die Gruppe.

Ich kann nur sagen: Damit hatte ich den falschen Joker gezogen. Der Mann konnte wohl fünf Sprachen – aber er konnte sich nicht schnell genug entscheiden, welche er gerade sprechen wollte oder sollte. Oft warf er uns Worte oder Satzteile in französisch, englisch, niederländisch oder ??? hin und manchmal bekam er dann auch die Übersetzung aus der Gruppe zugerufen. – Egal, frau muss nicht alle Kleinigkeiten über Architektur verstehen.

Mit diesem Gentleman konnte ich mich besser unterhalten – er meinte ernsthaft, ihm sei nicht kalt. Dennoch hatte ich wenig Lust, neben ihm Platz zu nehmen und mich fotografieren zu lassen. – Es gibt Fotos, die sind verschmerzbar.

Und jetzt einige Fotos aus Kirchen. Ich weiß noch nicht mal genau, ob es alles die gleiche Kirche war, von der die Fotos stammen. Doch ich habe gerade bei den Originalen geschaut – die Aufnahmezeiten lassen den Schluss zu, dass es alles der Dom von Lüttich war. Die auf dem letzten Foto war aber nicht die Heilige Clara, die es ja geben soll.

Irgendwie waren wir in dieser Gruppe wohl alle froh, als die Stadtbesichtigung zu Ende war. Die aus der anderen Gruppe waren sehr zufrieden mit ihrem Stadtführer.

Der Nachmittag war entweder zur freien Verfügung vorgesehen oder man konnte für einen Extrabetrag eine Fahrt nach Löwen buchen. Dass Löwen und Löwinnen sich einen Ausflug in „ihre Stadt“ nicht entgehen lassen können, ist ja wohl klar.

Leider kam auch hier die Enttäuschung im Bus – dieser Ort heißt nur für bequeme deutsche Touristenohren so – die belgische Originalbezeichnung hätte ich nie mit einem Löwen in Verbindung gebracht.

 

Überall in allen Prospekten wurde mit der adventskalenderähnlichen Beleuchtung des Rathauses geworben. – Na gut, für mich war sie hart am Kitsch, aber dennoch habe ich fleißig fotografiert und zeige euch hier nur eine Auswahl.

Doch erst noch mal etwas Skulpturenschmuck. Dieser Kanzelschmuck war sehr beeindruckend. Ich staune immer und immer wieder, wieviel Geld, Zeit und Können die Leute früher auf die Ausgestaltung von Kirchen, Schlössern, Burgen und sonstigen Protzbauten aufgewendet haben. Wie gut, sonst hätten wir nicht so vieles bewundern können. – Manchmal frage ich mich, ob die Hinterlassenschaften unserer letzten Jahrhunderte von der Nachwelt auch noch so staunend betrachtet werden.

Jetzt in Nachsilvesterstimmung und „guten-Rusch-Laune“ macht der junge Mann mir hier den Eindruck, als wäre er auch ausgerutscht. Aber das ist sicherlich nur wieder „Clara-Definition“.

Auch zu dieser jungen Dame wollte ich mich nicht dazusetzen – es war mir zu kalt. Die Autos hinter ihr sind eingepackt – und ihr hat keiner eine warme Jacke gestrickt oder gehäkelt.

Einer (Lo???) hatte vor kurzem die Frage erwähnt: Quo vadis? Hier hättest du sie vielleicht beantwortet bekommen.

Das Gelände um das beleuchtete Rathaus war mit weihnachtlichem Schmuck gestaltet. Ein Hirsch weihnachtete da so vor sich hin. Er war aus reinem Naturmaterial. (Vom Hygienemuseum in Dresden gab es immer Körper- und Muskeldarstellungen, an die mich dieser Hirsch erinnerte)

Und Krippen gab es auch an den verschiedensten Orten zu sehen, manchmal wirklich zu bewundern. Die meisten waren „Jesuskind-frei“, weil das Kind ja noch nicht verfrüht in der Krippe liegen durfte. Es wirkt etwas befremdlich, denn die Könige hätten ja auch noch nicht da sein dürfen, die ritten ja erst langsam aus dem Morgenland an und mussten sich von Herodes den Weg weisen lassen.

Genug von frommen Bibelgeschichten. – Nach der Besichtigung blieb noch ein wenig Freizeit. Ich habe die mehrfach angepriesenen Pommes probiert – die sind wirklich ein Gedicht. Liegt es an den Kartoffeln oder am Öl oder an den Zubereitern??? Ich weiß es nicht – ich würde sie sofort wieder essen wollen.


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Es gibt Dinge im Leben … 3

Löwenzeiten – immer und überall (für mich) willkommen

Die LieblingsLöwenbetreuerin war vielleicht 10 oder gar 20 Minuten in der Wohnung, da war der Löwe von seinem Schrankwand-Ausguckplatz herunter geholt und wurde – mit seinem kleinen Ableger – liebevollst umhegt, umkuschelt, umsorgt und bespielt. – Bei der ersten Balkonfrühstücksmahlzeit saß er noch ein wenig abseits. Er bekam die Aufgabe, die Wespen zu verjagen – aber diese Aufgabe lag ihm nicht, warum auch immer. Also zogen wir ins Wohnzimmer.
Wie man sieht, wurden die beiden dort erst einmal als Platzhalter eingesetzt.

Gegen Ende der Bespielzeit wurde der Löwe zum wiederholten Mal getauft oder besser, mit einem Namen versehen. Wir hatten uns die vorher ausgesuchten Namen aber nicht gemerkt, deswegen bekam er jetzt ein Namensschild umgehängt.

Als dann die „Jung-Mama“ wieder fahren musste, fand ich ihn so in ihrem Bett vor und setzte ihn danach wieder auf den Schrank.


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Gemischte Fotogalerie von alt und neu – FA 6

Unter „gemischt“ verstehe ich, dass es immer noch mal wieder ein paar von dem alten Fotoapparat aufgenommene Fotos geben wird und natürlich ein paar (alberne) Fotospielereien vom Prinzen alias Prinzessin gibt. Einen Farbknall hatte ich ja schon lange – und mit dem neuen Fotoapparat macht das so viel mehr Spaß, diesen auszuleben.

Hasen spielen nicht nur Ostern eine Rolle bei mir – aber Löwen auch!

(Mallybeau erkennst du den Hasen? Hier ist er noch angezogen und heil)

Seit Prinz Lumix bei mir ist, habe ich einen Panoramabalkon, der eine geschwungene Außenwand hat

 

Videoaufnahme

Und jetzt will ich versuchen, das erste vernünftige Video einzustellen, das ich im Britzer Garten gemacht habe. Das letzte war ja das mit der Kochblume – aber ich weiß schon wieder nicht mehr, wie ich das gemacht habe.

WP nimmt ja wohl keine MP4-Dateien – also habe ich es geschafft, es bei YT hochzuladen. Nichts Besonderes erwarten – ich kann schon manchmal stolz sein, wenn ich eine kleine Aufgabe gemeistert habe.

 

 


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Die Wiege der Menschheit …

steht nicht in Afrika, auch nicht in Asien, wie hier in diesem Artikel geschrieben ist, nein, sie steht im Spreewald – und zwar konkret in Lübbenau im Schlosspark. Ich habe sie entdeckt, als wir kürzlich einen Sonntagsausflug mit allen Begleiterscheinungen wie Spreewaldkahntour

3108 Spreewald Kahn 16

und so  weiter unternommen haben.

Wenn man Glück hat, sieht der Kahn wie oben aus und nicht so wie dieser hier:

3108 Spreewald Kahn 23

Obwohl bei der Hitze hätten wir gern auch so einen Unterwasserkahn genommen.

Und hier kommt sie nun endlich, die Wiege der Menschheit.

3108 Spreewald Wiege 36

Zum Glück ist sie offensichtlich so schwer, dass nicht befürchtet werden muss, dass sie gestohlen wird. Sie muss also nicht angekettet werden wie diese schon mal gezeigten Bänke.

3108 Spreewald angekettete Bank kl

Auch die Enten dürfen sich noch frei auf dem Territorium bewegen und haben keine gestutzten Flügel – also werden auch offensichtlich sie nicht entführt.

3108 Spreewald Enten 18

Die Neureichen von Lübbenau schmücken ihre Häuser mit Löwen

3108 Spreewald Löwen 24

Damit ihr Reichtum aber immer nachwächst, halten sie bei vielen Preisen kräftig die Hand auf.

3009 Spreewald Plastik Hand 26

 

Doch wenn von dem Touristengeld die Blumen so üppig sprießen wie diese hier, dann wollen wir mal gar nichts sagen.

3108 Spreewald Pflanzsäulen 28

Und last, but not least, zeige ich euch noch ein Foto von dem Schloss, dass liebevoll restauriert wurde.

3108 Spreewald Schloss 35

Doch berühmt ist der Speewald nicht wegen seines Lübbener Schlosses, sondern wegen seiner unendlich langen Wasserarme, und deswegen als letztes ein Wasserarmfoto mit seiner üppigen Vegetation.

3108 Spreewald Reine 20

Auf Wunsch einer einzelnen Leserin wurde ein Spreewaldarm mit einem Krokodil bevölkert. Touristen wurden hier keine mehr gesichtet. 🙂

3009 Wasserarm mit Krokodil

 


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Eberswalde-ein lohnenswerter Ausflug 4

Der Zoo von Eberswalde ist ziemlich bekannt – und er macht auch etwas für seinen guten Ruf. – Doch hier bei den Löwen fühlte ich mich ganz leicht verarschtalbert. Durch einen Tunnel musste man zu dem Gehege gehen, wo die Wildtiere nur durch eine (hoffentlich sehr stabile) Glasscheibe von den Besuchern getrennt sind. Mächtiges Gebrüll ertönte, so dass ich mehrere Mähnenträger erwartete. Doch anwesend war nur eine einzelne Dame – alles andere (das Gebrüll) kam vom Band.

0810 Collage Löwin

Bei den Pinguinen hingegen war alles echt – jede Flosse, jeder Schnabel, jede Geste. Das hat mich dann wieder beruhigt.

0810 Collage Pinguine


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Eine Null und eine Sieben … eigentlich umgedreht …

kullern jetzt hier über den Bildschirm.

Nicht 007 taucht hier auf – nein es geht um eine stolze „70“. Da könnt ihr doch sicher verstehen, dass ich mein Versprechen bezüglich der nicht erfolgten Vorbloggerei einmal brechen musste.

Ute, eine Bloggerin, die ich fast so lange „kenne“, wie ich mich in Bloggersdorf rumtreibe, feiert heute einen runden Geburtstag. Und dazu möchte ich ihr natürlich gratulieren. Wir sind beides „Löwen“ – die eine mehr, die andere weniger ausgeprägt – aber es verbindet. Außerdem geht sie mir tapfer mit diesem „Runden“ voran, den ich in 36 Monaten und 15 Tagen auch feiern kann. –

(Alle Fotos lassen sich durch Anklicken vergrößern)

31. Juli 1942

Wir haben eine Tochter, ein kleines Löwen-Mädchen Ute ist heute geboren worden und alle, alle freuen sich darüber. Da die Zeiten durch Krieg und fehlende Informationsmittel schlecht sind, geben wir das jetzt nachträglich hier bekannt:

31. Juli 1952

Der Geburtstag unserer Tochter ist zum ersten Mal zweistellig und auch sonst macht sie sehr gute Fortschritte im Leben und in der Liebe. Leider sind wir als Eltern nicht so genau informiert, ob sie der obere oder der untere Löwe ist – aber Eltern müssen ja auch nicht alles wissen.

31. Juli 1962

Eine Jahreszahl, die zu damaligen Zeiten fast die Volljährigkeit bedeutete und ein großer Schritt ins Leben waren. Zwei-stellig im wahrsten Sinne, nämlich: 20

Da viele Junglöwen und Junglöwinnen in diesem Alter anfangen, an Familien- und Rudelbildung zu denken, gratuliert hier ein Familienkind – stolz auf einem Berliner Altlöwen sitzend.

31. Juli 1972

„30 Jahr‘ – langes Haar und so wunderschön …“ – Ich weiß es nicht, aber keiner kann widersprechen. Und Ute selbst wird doch nicht so unklug sein, dem letzten Teil des Satzes zu widersprechen 🙂 – und deswegen behaupte ich mit Fug und Recht: Goldene Lebenszeiten fangen an, Deutschland kommt ins Wirtschaftswunder – mit allen und allem geht es stetig und ständig bergauf.

31. Juli 1982

„Ab 40 geht’s bergab“ – einer der vielen boshaften Sprüche über das Altwerden. Und deswegen muss man den ersten Altersanzeichen ganz mutig die Zähne zeigen und über Zipperlein lachen, die so langsam unaufhörlich anfangen. Doch wie gesagt: Tut einem morgens nichts mehr weh, dann hat man ausgesorgt. – Zu dieser Zeit war ja von Bloggern und gar von Bloggerinnen aus dem Osten noch nichts zu ahnen – der Osten war noch ganze sieben Jahre lang weg.  Die Zeiten sind noch goldig, aber das Gold hat schon ein wenig Patina angesetzt.

31. Juli 1992

Der 50. Geburtstag ist für viele der erste richtige Schock in ihrer Geburtstagsfeierlaufbahn. Dabei sollten doch alle, die darüber klagen und lamentieren, froh sein, dass sie ihn erleben – denn: „Wer nicht alt werden will, muss frühzeitig sterben“ – da beißt die Maus keinen Faden ab. – Und deswegen gibt es zu diesem halben Jahrhundert ein Zunftzeichen einer standesgemäßen „Kneipe“ in Görlitz – denn der wilde Osten ist jetzt dabei und will mitfeiern.

31. Juli 2002

Wer die Jahrtausendwende geschafft hat, wird doch wohl auch diesen läppischen Sprung zur 60 schaffen, schließlich winkt ja jetzt schon die Zeit, wo man sich auf eine fette Rente freuen kann, auf ganz viel Freizeit und auf ganz viel Fotografieren.

Und deswegen gibt es jetzt endlich mal eine Löwin, nicht immer nur die männliche, zugegebenermaßen langhaarigere Ausgabe Ausgabe dieser Tierart. Die Löwin ruht auf einem Podest und hat gerade einen Preis für sehr schöne Landschaftsfotografie entgegen genommen.

31. Juli 2012

Da ich von dir nicht solche schönen Löwen-Besetzer-Fotos habe, musste ich mich eben selbst drauf setzen und dir zurufen: Alles Liebe, alles Gute und halte die Ohren steif

22. 2.  2022

Und falls du an diesem schnapszahlenähnlichen Tag mal darüber nachdenken solltest, wie du deiner Nachwelt mal in Erinnerung bleiben willst, habe ich bei einem Steinmetz in Bernau eine schöne Idee 🙂 gefunden. Wie wäre es damit:

Das ist jetzt aber schon außerhalb des Protokolls und nicht ganz ernst zu nehmen.

Im Fotoblog gibt es noch eine Geburtstagscollage.