Claras Allerleiweltsgedanken


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Den heutigen Montag hatte ich anders geplant

Es ist Urlaubszeit – es ist immer oder schon wieder Coronazeit – es ist Pausenzeit bei meinen noch ausstehenden Handwerkern. Zur Diskussion stehen der „Superhandwerker“ für meinen Balkon, die Fenstereinbauer im Arbeitszimmer, im Schlafzimmer und für das Kombinationsfenster Küche/Bad. Und gleich danach wenn die neuen Fenster nach zwei Tagen noch nicht rausgefallen sind, kann die Firma die Maße nehmen kommen, um die gewünschten Plissees zu bestellen.

Am 19. Juli habe ich mir (fast) ein Loch in den Bauch gefreut, als ich die Nachricht vom Maler bekam, dass er am 26. Juli mit der Balkonverschönerung beginnt.

Eifrig, wie ich in solchen Fällen immer bin, habe ich am Wochenende alles für seinen Einsatz vorbereitet.

Der Balkon wurde – bis auf ein kleines Ablagetischchen zum Abstellen für Kaffeetasse oder Trinkbecher geräumt. Im Wohnzimmer sah es dann so aus:

Vorübergehend kann ich einigermaßen (gut) mit solchen Provisorien leben.

Auf dem Balkon haben die Junikäfer mehr Platz für ihre Suizidversuche. Ich verstehe nicht, dass sie in Massen auf meinem Balkon auf dem Rücken liegen und nicht selbst in der Lage sind, sich durch das Auffalten der Flügel wieder startklar in Flugposition zu bringen. – Also mache ich das und werfe sie vom Balkon. Spätestens zwei Etagen tiefer fliegen sie wieder – sie sind also nicht tot, bestenfalls scheintot. – Na gut, dieses Exemplar liegt nicht auf dem Rücken.

Damit sich die „grüne Wiese“ beim Auslegen nicht so rollt, habe ich sie im Wohnzimmer ausgerollt. Ich konnte wunderbar testen, wie schön es sich barfuß darauf läuft und die Freude um einige Prozent gesteigert.

Weil ich wusste, dass die 2 m in der Breite zu viel sind, habe ich den überflüssigen Streifen abgeschnitten und die Fensterbank „gepolstert“.

Und als allerletzten Akt habe ich in der Küche alles für die Getränke- und Leckerliversorgung zurechtgestellt. So ein hart arbeitender Handwerker muss ja bei Laune und bei Kräften gehalten werden 🙂

Da habe ich ja noch Glück, dass ich nicht am Montag früh schon Kaffee zubereitet habe, denn sonst hätte ich den ganz allein trinken müssen.

Ich hatte mich schon gewundert, dass keine Nachricht von ihm kam, um welche Zeit er auf der Matte stehen wird.

Stattdessen kam gegen 8 Uhr eine Nachricht, dass er am Wochenende, als sie ins Kino gehen wollten, (falsch) positiv getestet wurde. Darüber werde ich mich jetzt nicht näher auslassen – und harre der Dinge, die noch kommen werden.

Sollte mir langweilig werden, kann ich ja Pilze suchen gehen – mehr die großen, die ich besser sehen kann. Ob ich sie dann auch noch besser kauen kann, steht in den Sternen. Noch mehr steht in den Sternen, ob ich sie überleben würde – und das will ich doch nicht riskieren.

 

 


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Manchmal ist es ganz leicht …

… mich einfach nur zu freuen!

Gestern – für mich beim Schreiben also heute – haben sich so viele Probleme erledigt, wie ich bestenfalls mit einer Fliegenklatsche an Fliegen erwischen würde – nämlich vier.

Mein Lieblingshandwerker war da – ich hätte nie und nimmer erwartet, dass er für so einen relativ kleinen Auftrag (anfangs) Zeit erübrigen kann. Ich habe ihm meine runtergewirtschaftete Balkonbrüstung vorgeführt – und er bringt die Sache in Ordnung – einschließlich des einen Seitenfensters. – Wenn er das macht, dann weiß ich, dann reicht es für den Rest der Zeit, die ich noch in dieser Wohnung zubringe.

Dann habe ich ihm die abgeplatzte Farbe an der Decke gezeigt und das macht er auch gleich mit. Der Fleck wächst, da kann ich zusehen.

Er war schon fast im Gehen, da sprach ich das Thema „Den Balkon neu fliesen“ an. Denn die jetzigen Fliesen würden einem Fleischerladen mehr Ehre machen als einem Clarabalkon.

 

Er meinte, er würde die Fliesen drauf lassen (also entsteht beim Abhacken auch kein Krach, der Ärger macht), alles ganz glatt spachteln und dann mit einer freundlichen Farbe streichen – natürlich mit einer wetterfesten – und um diese hässliche Scheuerleiste würde er sich auch kümmern.

Was will ich mehr – wer schreibt vor, dass Balkons von innen gefliest sein müssen? – Ob ich die grauen Kunststofffliesen so entfernen und wieder hinlegen kann, dass sie heil bleiben, wird sich zeigen. Wenn nicht, wird sich eine andere Lösung finden – vielleicht wieder so ein grüner Rasenteppich, wie ich ihn in der vorhergehenden Wohnung hatte. Da kommt beim Abholen und Auslegen wieder der Sohn ins Spiel.

Für die Wandfarbe habe ich online die RAL-Farben aufgerufen, da ich meinen Fächer nicht finde. Ich bin in die Farbgruppen gelb, orange, rot und grün gegangen und habe mir jeweils zwei Muster aufgeschrieben. Die Farbe meiner Stühle könnte ich mir schon vorstellen – aber vielleicht auch etwas in Rot, was ein guter Kontrast zu dem vielen Grau auf dem Balkon ist und zur Markise + Tischdecke passt.

Zumindest musste ich nicht gucken wie hier links im Fotobuch, sondern eher so strahlend wie auf der anderen Seite. Aber dieses Gelb wird es nicht!!!

Dann schon eher dieses Gelb vom Stuhl – aber ich tendiere doch mehr zu einem Rotton.

Jetzt mache ich mir einen Kaffee und schaue mir noch ein wenig das neue Fotobuch an.

Am Nachmittag rief eine Firma zurück, bei der ich einen Besichtigungstermin für ihren Ausstellungsraum haben wollte – so ein bisschen muss ich mich noch über die gewünschten Plissees schlau machen.

Jetzt kann das Wochenende beginnen – vielleicht hört es auch mal auf zu regnen.

 

 

 

 


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Whg 16a – Ich bin nicht als Arbeitgeber geeignet!

Warum? Das werde ich euch gleich verklickern!

Mit dem besten aller Maler – den ich nicht nur wegen seines schönen Vornamens, seines Humors und seines männlichen Charmes gewählt habe – war ausgemacht, dass sie am Montag 7.00 Uhr vor dem Haus sind und ich sie auf den Parkplatz lasse.

Damit ich nicht verschlafe, habe ich den Smartphone-Wecker auf 6.00 und 6.10 gestellt, die Terminerinnerung eingeschaltet und meine innere Uhr programmiert. Und was hat es genützt? NICHTS!!!!!!!!!

Um 7.50 klingelt mein Festnetztelefon und ich fahre aus tiefsten Träumen hoch und stürze an den Apparat.

Frau Himmelhoch, wir warten jetzt seit 50 Minuten auf Sie! Ich habe sie schon mehrmals auf ihrem Handy angerufen – aber nichts!

Ihr ahnt nicht, wie schnell ich in den Sachen und im Auto war – zum Glück tappte ich in keine Geschwindigkeitsmessung – und 8.05 ging ich mit zerknirschter Miene auf die beiden Handwerker zu.

Wenn die Arbeitnehmer vor den Arbeitgebern da sind, läuft was nicht richtig.

Der Lautstärkeregler ist bei den Samsungs soooooooooooo blöd an der Seite angebracht, so dass ich wohl versehentlich auf leise gestellt hatte. Und dann griff natürlich nichts: Kein Wecker, kein Telefon, keine Terminmeldung.

Zum Glück hatte ich am Sonntag „Langeweile“ und habe schon ein wenig angefangen mit Brettern und Scheuerleisten abschrauben – der Akkuschrauber muss sich ja rentieren. Gelacht habe ich, als die kleinsten Bretter, die maximal eine Vase trugen, mit 6 langen Schrauben befestigt waren. – Es gab Stellen, da hätte man die Wände auch mit Schweizer Käse verwechseln können.

Mein entschwundener Freund war auch so ein Typ: Der hat jedes Brett für 3 Bücher sicherheitshalber mit 6 Schrauben gesichert – es könnte sich ja mal jemand drauf setzen! Der hätte hier in dem Handwerker einen verständnisvollen Freund gefunden. 🙂

Die „Bar“ für die fleißigen Männer stand auch schon.


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Whg 15 – Die Wahrheit hat nur eine Farbe …

… die Lüge jedoch mancherlei.

Ich verstehe jetzt den Zusammenhang selbst nicht, was ich mit diesem Sprichwort sagen will. Vor allem, WELCHE Farbe soll denn die Wahrheit haben?

Heute ist der Tag, an dem ich die Wohnungsschlüssel bekommen werde. Ich werde meine neuen Nachbarn kennen lernen, denn heute veranstaltet die Hausverwaltung für alle Bewohner des Wohngebiets ein Fest. Für mich wird dieser Tag immer der „Schlüsselübergabefesttag“ sein.

Nachdem ich mich von dem Kostenvoranschlag für Malerarbeiten, Fußbodenlegearbeit und Fliesenlegerarbeit erholt hatte, ging es konzentriert ans Aussuchen der Farben und Tapeten.

Ich werde einen grünen Salon für das Dinner, ein lila Kabinett for sleeping and working, einen orangegelben Miniroom für Besucher und Gäste, einen Flur mit grauen Wandsteinen und eine rote (((Koch)))Küche haben, in der die Fliesen zum Kochen animieren sollen und die Mikrowelle davon abraten wird.

Also trifft für mich wohl zu, dass „die Lüge mancherlei Farben hat. Aber ich weiß gar nicht, an WELCHER STELLE ich gelogen habe???

Von unzähligen Musterrollen habe ich große Stücke abgerissen, um dann zu Hause mit mir zu Rate zu gehen. Andere Leute brauche ich nicht um Rat zu fragen, die haben IMMER, oder zumindest fast immer, eine andere Auffassung als ich.

Ansonsten macht das „Ausmisten“ große Fortschritte. Der Schredder lief heiß – im wahrsten Sinne des Wortes. Ich habe den armen Kerl überfordert, den „jungen Mann“. – Als ich die gesamten Rentenunterlagen meiner Mutter in den Reißwolf steckte, wurde mir ganz anders – es ist, als wenn man ein halbes Leben den gefräßigen Mahl- und Reißzähnen überantwortet.

Gestern habe ich über eB..-Kleinanzeigen einen der beiden Schuhschränke verkauft – und siehe da, die Käuferin erschien auch wie angekündigt – in anderen Fällen habe ich erlebt, dass sie zwar reservieren ließen, dann aber doch nicht kamen. – Andere Sachen habe ich einem sozialen Projekt angeboten, die gegen Ende August alles holen.

Ich weiß gar nicht, warum ich überhaupt was fürs Entrümpeln bezahle – außer der Auslegware wird kaum noch was vorhanden sein.