Claras Allerleiweltsgedanken


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Das Leben findet statt …

während ich am Computer Fernseher sitze – aber dort ist es auch schön und bunt und harmonisch. – Ich will euch ja nicht nerven, aber einmal muss ich noch schwärmen. Keine Angst, keine Technikdetails, keine 3D-Horrorgeschichten – einfach nur komplette Freude.

Der Discounter mit dem großen „A“ und dem nachfolgenden „LDI“ hat Märchenfilme von der DEFA im Verkaufsprogramm. Es sind Filme, die in meiner Kinderzeit entstanden,  Filme, die ich mit meinen Kindern gesehen habe. Als erstes habe ich mir „Der kleine Muck“, „Die Schneekönigin“ und den Klassiker „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ gekauft. Er ist ungefähr so alt wie mein Sohn, dieser Film.

Ich versorgte mich mit „Beiwerk“ und haute mich in den Fernsehsessel. Die Haselnüsse blieben für den nächsten Tag – aber die ersten beiden MUSSTEN sein. Und ihr werdet es nicht glauben, bei dem einen sind bei mir auch Tränchen geflossen. Mein Sohn hat vor ca. 38 Jahren Rotzblasen beim kleinen Muck geweint, so tat ihm der kleine Junge Leid.

Wenn ich diese Filme mit heutigen Kinderfilmen vergleiche – da liegen wirklich Welten dazwischen.

2211 Märchen

Und damit es bei mir noch einige Male heißen kann „Und wenn sie nicht gestorben sind, dann …“ wollte ich mir am nächsten Tag noch welche holen, aber alle waren ausverkauft. Doch mein bester Freund P. aus F. besorgte mir noch „Zwerg Nase“, „Aladin und die Wunderlampe“ und „Schneeweißchen und Rosenrot“, da es keine lila Märchenfiguren gibt. Und um meine Lieblingszahl 7 zu erreichen, fuhr ich zu ihm und holte mir den siebenten. Wer kann erraten, was es ist.

2211 Zwerg Nase

Und dieses „Märchen“ könnte sein: „Wer hat an meinem Tischchen gesessen? Wer hat auf mein Stühlchen gepubst?“

2211 Schneewittchen

Und das „Märchen“ würde ich nennen: „Die guten ins Töpfchen, die schlechten ins Kröpfchen“

2211 Glassteine

 


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2040 – Das ist alles nur aus Sand

Und den Urlaub gab es als Zugabe, den bezahlte aber Johannis allein, zumindest den für seine Frau. Sandra, die Frau von Kay, arbeitete bei einer Reiseagentur. Sie kam eines Tages mit der Idee, auf der wunderschönen Insel Rügen ein großes Ferienhaus für viele Familien mit Kindern zu mieten. Nach genauer Umfrage stellten sie fest, dass ein Haus allein doch nicht ausreichte. Also wurde noch ein zweites gemietet – für die ältere Generation, die ja nun durchweg alle über 60 waren und alle etwas mehr Ruhe brauchten. Da die beiden Häuser direkt benachbart waren, konnten die Kinder problemlos zwischen den Häusern und Generationen hin und her wechseln. Alle waren glücklich damit. Mit 5 Autos machte man sich an einem Wochenende im Juli auf den Weg nach Rügen.
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Dort angekommen, teilte man sich je nach Interessen bei den Freizeitbeschäftigungen auf. Frühstücks- und Mittagsmahlzeiten wurden getrennt in den einzelnen Ferienwohnungen eingenommen, aber das Abendbrot fand gemeinsam für alle in der großen Diele statt. Da saßen die Eltern von Anna und die Eltern von Anno (4 Personen), die Anno-Familie (4 Personen), Felix und Constantin (2 Personen) und Kays Familie (4 Personen). Ihr könnt euch sicher vorstellen, was das für ein Geschnatter und Gekichere war. Zum Glück war das Haus mit einer großen Spülmaschine ausgestattet, so dass die Kinder nicht zum Abwaschdienst abkommandiert werden mussten. Das Kochen übernahmen wechselseitig die einzelnen Ehepaare. – Ich habe anschließend mal den Jüngsten gefragt, an welchem Abend es ihm denn am besten geschmeckt hat. Na, wer kennt die richtige Antwort? Weiterlesen


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10 BSuM – der Märchenbrunnen im Friedrichshain

Wollt ihr mehr sehen von Claras Schildkrötenritt – dann geht zum Fotoblog. Vielleicht fühlte sie sich von Tiger and Turtle in Duisburg angestachelt, zumindest konnte sich es nicht lassen, auf den Brunnenrand zu krabbeln. Ich sah sie schon (schadenfroh) im Wasser landen.

Wollt ihr wissen, von wem das Projekt ist – dann geht zu Lucie


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Rotkäppchen 2010 – Projekt von Paradalis

Folgende Personen spielen in dem folgenden modernen Märchen mit, das auf keinen Fall als Aprilscherz zu werten ist :

Rotkäppchen

Lockenkäppchen, die Mama

Graukäppchen, die Großmutter und Hauptperson

„Rotkäppchen, kannst du gleich nachher mal bitte zu Graukäppchen fahren. Ich mache mir ernsthaft Sorgen. Großmutter geht weder ans Telefon noch an ihr Handy“, meint die Mutter zu ihrer gerade aus der Schule gekommenen Tochter.  Seit Rotkäppchen das Gymnasium besucht, kommt sie immer erst ziemlich spät nach Haus.

„Hast du ihr eine SMS und eine Mail geschrieben?“, fragt Rotkäppchen  leicht besorgt zurück. „Eine Mail schon, aber du weißt doch, wie ich das simsen hasse, dieses Rumstochern auf den kleinen Tasten.“

„Ich hab‘ dir ein paar Sachen für Oma eingepackt, ein Stück von dem Kuchen von gestern und eine Flasche Wein. Geht das problemlos auf dein Fahrrad?“ „Geht schon, ich packe alles in den Rucksack – der Kuchen sollte schon in ’ner festen Schachtel sein, damit nichts matscht! Aber warum fährst du denn eigentlich nicht selbst?“ – „Ich muss auf die Handwerker warten.“

Und mit diesen Worten sitzt Rotkäppchen schon auf dem Rad. Die Oma wohnt ein paar Kilometer weg. Trotz ihrer Sorge nimmt sie sich ein paar Minuten Zeit, um ein paar Feldblumen zu pflücken. Rotkäppchen weiß, wie sich Graukäppchen immer über einen Feld- und Wiesenstrauß freut.

Als sie da ist, klingelt und klopft sie wie wild, aber nichts rührt sich. Zum Glück kennt sie das Schlüsselversteck und gleich ist sie im Haus. „Graukäppchen, wo bist du?“ – ruft sie ganz, ganz laut durch das Haus, da das Wohnzimmer leer ist. Allmählich bekommt sie richtig Angst und glaubt jetzt auch, dass Großmutter was passiert ist.

In diesem Moment schaut sie aus dem Fenster in den Garten und schreit vor lauter Schreck auf. Sie sieht nur die Beine und sie weiß sofort, dass Oma verunglückt  ist. Hektisch sucht sie den Schlüssel für die Terrassentür. Da sie den nicht gleich findet, rennt sie um das Haus in den Garten.

Dort findet sie folgendes vor:

Graukäppchen, verletzt und verschmutzt

Sie kniet sich nieder, sieht die Verletzungen im Gesicht ihrer Oma, den Schmutz und lauscht, ob das Herz noch schlägt und ob Oma noch atmet. Gott sei Dank, das ist noch in Ordnung.

Auf Notfälle vorbereitet, ruft sie als erstes die 112 an und schickt dann ihrer Mutter eine MMS, damit die sich gleich ins Auto setzt und herkommt.

Der Notarztwagen kommt schnell, versorgt Graukäppchen notdürftig und packt sie sofort in den Krankenwagen. Zum Glück war alles nicht so schlimm, wie es im ersten Augenblick den Anschein hatte. Nach drei Tagen konnte Graukäppchen frisch, munter, sauber und gesund das Krankenhaus wieder verlassen.

So sah man Großmutter nie:

… so ungeschminkt, so  ungewaschen, vor allem aber so ohne Zähne, ohne ihre blauen Kontaktlinsen und ohne Perücke

Zu diesem Projekt hat vor einiger Zeit paradalis aufgerufen.