Claras Allerleiweltsgedanken


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… nie vor 13.00 Uhr!

Ja, was denn nicht vor 13.00 Uhr?

  1. Steht dieses Faultier etwa nie vor 13.00 Uhr auf?Nein, manche Kommentare von ihr gibt es sogar schon vor 10.00 Uhr *grins*
  2. Geht sie vor 13.00 Uhr nicht aus dem Haus, da sie vorher immer am Computer hängt?  Damit seid ihr der Wahrheit schon sehr nahe gekommen, doch das ist es auch nicht.
  3. Steigt sie vor 13.00 Uhr nicht aus ihrem Schlafanzug? (der allerdings ein ganz fescher Hausanzug ist) Mein Gott, ihr kommt ja der Wahrheit schon bedrohlich nahe – aber auch  das kann anders ablaufen.
  4. Schaltet sie vorher kein Radio oder Fernseher an? – Radio ist leider nicht mein Ding, da ich es richtig gut nur im Wohnzimmer über meine Bluetoothhörgeräte hören kann – und dort bin ich nie am Vormittag, nicht zu Mittag und auch nicht am Nachmittag. Und der Fernseher wird fast immer erst zu den 20 Uhr-Nachrichten eingeschaltet.
  5. Ist sie ein ausgeprägter Morgenmuffel und hat erst ab 13 Uhr erträgliche Laune?   Das ist eine schlechte Eigenschaft, die man ihr wirklich nicht anhängen kann.
  6. Hat sie vielleicht einen attraktiven Nebenjob, den sie erst in den Abendstunden ausübt? Nebenjob vielleicht, aber nicht attraktiv und auch nur selten. Sie betreut einen pfiffigen Erstklässler, der ihr immer die Legowelt erklärt.

Ja, aber verd….. nochmal, was macht sie denn nicht vor 13.00 Uhr? – Sie isst nicht. Damit soll wenigstens einmal am Tag ein Intervall von mindestens 12 Stunden entstehen, in dem die Futterluke nicht gefüllt wird. – (Kaffee ist aber erlaubt.)

Doch um 10.00 Uhr nimmt sie ihr Medikament und die Nahrungsergänzungsstoffe wie Curcuma, Magnesium und Hyaluron Forte – und jede Pille oder jedes Dragee mit einem halben Löffel Joghurt – das ist ja schon fast eine KOMPLETTE MAHLZEIT. Und jetzt ist noch die kleine rosa Pille dazu gekommen, die meinen Blutdruck wieder in die Schranken weisen soll.

Keiner ist so verrückt, dass er nicht einen noch Verrückteren fände, der ihn versteht.
Heinrich Heine (1797 – 1856)


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Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker …

… oder lesen Sie die Packungsbeilage vollständig! (So Sie das können)

Ich habe einen Vorschlag für die Pharmaindustrie: Sie drucken zwei unterschiedliche Packungsbeilagen, und zwar eine mit lesbarer Schrift und die andere wie bisher, auf der Menschen jenseits der 40 oder 50 oder sogar 60 und 70 NICHTS oder KAUM ETWAS lesen können, weil diese Geizkrägen von Pharmaleuten derartig mit dem Papier gespart haben, so dass die Schrift millimeterklein ausfallen muss.

Und die lesbare Beilage packen sie dann in Schachteln mit einem aufgedruckten „A“ wie Alter. Statt eine Packung Papiertaschentücher oder der Apothekenumschau würde ich liebend gern kostenfrei immer die Packung mit dem A wählen, denn ich gehöre zu den Leuten, die solche Informationen lesen.

In meiner Auszeit habe ich mich mit einigen unangenehmen Sachen beschäftigt bis gequält. Mein Körper macht immer alle Tore für Bakterien, Viren und andere Einwanderer auf, wenn es mir eh schon nicht so gut geht. Und dieses Mal war es – seit langer, langer Zeit wieder einmal – eine handfeste Cystitis = Blasenentzündung. Die Laborantin hat in den wenigen Tropfen Bakterien, Leukozyten und Blut entdeckt. Wenn jeder Toilettengang von Ach und Weh begleitet wird, lindert auch die schickste WC-Brille diesen Schmerz nicht. Auch eimerweise trinken, baden bei Temperaturen, mit denen man sonst Kochwäsche wäscht (fast!!!) oder Heizkissennutzung brachten keinen Erfolg.

Genau an einem Mittwoch, wo die Hälfte aller Praxen geschlossen sind, hielt ich es nicht mehr aus.

Eine Praxis in relativer Nähe hatte Sprechzeit. Und prompt und gleich habe ich wieder mal mein schlechtes Gedächtnis bestaunt, als die Helferin sagte: Sie waren schon mal hier, und zwar 2004. Der Grund war der gleiche – wahrscheinlich hatte damals auch die übliche Praxis geschlossen.

Ich bekam das gleiche Medikament und zum Glück die wichtigsten Anweisungen von der Apothekerin erläutert. Denn ich hätte – wie ich mich kenne – die Tablette mit einem Löffel Joghurt geschluckt, und das ist ABSOLUT kontraindiziert – doch so hat alles gut funktioniert und nach wenigen Tagen war alles okay.