Claras Allerleiweltsgedanken


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Partielle Amnesie …

befällt mich schon ab und an – und natürlich immer öfter, je mehr Tage sich auf meinem Lebensbuch abgespielt haben.

Diese Fotos von dem wunderschönen Musikerdenkmal sind von mir am 9. Februar fotografiert worden, das sagen mir die EXCIF-Daten. Doch leider sagen sie mir nicht, WOOOOOOOOOOOOOO ich das aufgenommen habe. Ich sollte doch diese Funktion auf meinem Fotoapparat nutzen und eine Sprachdatei zu einem Foto hinzufügen, wenn ich mich 4 Monate später schon an nichts mehr erinnern kann. – Wahrscheinlich kann man oder frau über Bildersuche fündig werden, aber ich finde da immer nichts.

Die Sache mit diesen und anderen Fotos vom September 2013 war sowieso etwas eigenartig. Ich hatte Mitte Juni etwas Fußballfahnenmäßiges fotografiert und wollte es auf den Rechner laden. Nichts, wirklich nichts zu finden. Stattdessen Fotos von meiner Mutter nach dem Tod und eben diese von einem Ausflug. Ich frage mich immer noch, auf welchem Winkel der Speicherkarte haben sich diese Fotos so lange versteckt???

Egal, jetzt zeige ich sie euch:

1107 Musikerdenkmal 87

Fast alles, was in der Musik- besonders in der Komponistenwelt – Rang und Namen hat, wird hier auf und mit diesem Denkmal geehrt.

1107 Musikerdenkmal 84

Der goldene Siegerkranz setzt allen Ehrungen noch die Krone auf – und deswegen zeige ich sie im Fotoblog besonders deutlich.

1107 Musikerdenkmal 85

„Stadtführung“ als Kategorie zu wählen, wenn ich noch nicht einmal weiß, aus welcher Stadt das Foto ist, finde ich ein wenig gewagt, aber so bin ich eben.


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WordPress-Marathon(1) – Thema Musik

12.00 Uhr – Marathonstart

das Feld der Teilnehmer ist überschaubar oder geheim und ich bin durch die Rollstuhlstory gut trainiert.

Musik wird störend oft empfunden,

dieweil sie mit Geräusch verbunden – das meinte schon Altmeister Wilhelm Busch. Und deswegen kommen die meinigen Noten jetzt auf leisen Sohlen und stellen sich dreist vor dem Konzerthaus in Berlin auf. Allerdings standen sie dort nicht lange, sondern setzten ihre Wanderung in andere Städte fort.

1612 WdI Noten Konzerthaus

So, ihr Lieben, jetzt müsst ihr für die nächsten 22 Stunden ganz stark sein, viel Ausdauer haben und tapfer aller zwei Stunden wieder klicken – denn jeweils um 14.00 Uhr, 16.00 Uhr, 18.00 Uhr usw. bis morgen 10.00 Uhr erscheint hier ein Beitrag – jeder natürlich zu einem anderen Thema. – Ich will euch bestimmt nicht langweilen, aber die Spielregeln habe nicht ich gemacht. Und außerdem könnt ihr sie auch lesen, wann ihr wollt oder gar nicht.

Die Themen in dieser Reihenfolge:
Musik, Geschichte, Kunst, Kultur, Gestaltung, Biografie, Poesie, Wissenswertes, Fotografie, Humor, Unterhaltung, Politik

DOCH  ICH WOLLTE EINMAL IM LEBEN EINEN MARATHON AUCH BEENDEN, NICHT NUR TEILNEHMEN.

Dieser Marathon wurde von Dreams of Shadow initiiert

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Wer unbedingt einen (langen), vor allem aber humorvollen  Artikel über Musik lesen will, der muss oder darf jetzt dranbleiben. Vielleicht hat ja jemand 3.-Adventssonntag-Langeweile:

Clara geht mit kindlichen Augen ins Konzert

Das ” sehe” ist kein Schreibfehler. Ich meine damit keine Fernsehsendungen wie Musikantenstadl oder ähnliche. Ich meine wirkliche Konzerte, genauer gesagt, Sinfoniekonzerte, möglichst mit großer Besetzung.
Da meine Ohren nicht nur beim Verstehen, sondern auch bei Musik Probleme machen, verlasse ich mich beim Konzertbesuch viel auf meine Augen. Ich beobachtete:
Bevor ich die ganze -isten oder -istinnen-Parade wie Violin-, Bratsch-, Cell-, Bass-, Flöt-, Klarinett-, Horn-, Posaun- und Fagottisten usw. usf. aufzähle, werde ich bei der Geschichte beim Instrument bleiben, denn bei Tubisten, Oboisten und Paukisten  bin ich mir sprachtechnisch nicht so sicher.

Was bietet sich also einer Konzertbesucherin aus dem 1. Rang?
Die Geigen, Bratschen und Celli, gewissermaßen die kleinen Streicher,  sitzen alle kerzengerade auf ihren Stühlen, den Kopf schräg auf ihrem Instrument abgelegt, ihre Körper wiegen sich  im Takt der Musik. … [weiterlesen bei:]

Diese Geschichte habe ich am 28. März 2010 schon einmal erzählt 


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Suchbild à la Clara H.

Auf dem Fotoblog könnt ihr erst einmal ein Foto suchen, auf dem man genau erkennen kann, mit welcher Rafinesse diese Puppen von der japanischen Künstlerin gestaltet wurden.

Und jetzt zeige ich euch hier eine Collage mit lauter Musikern und frage die, die Vierachtel kennen, ob die sich hier in diesem Fotowirrwarr versteckt hat. Sie spielt zwar ein deutsches Instrument, und zwar die Violine, und muss sich die Zeit für die Proben vom Schlaf „abhungern“ – aber sie spielt und spielt und spielt. Hier in diesem japanischen Puppenorchester auch?

Generalprobe mit dem berühmten japanischen Chefdirigenten Tak-tstoc-kschwing

Auftritt des berühmten Saxophonisten Georg T.

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Ich komme gerade vom Kinderdienst bei Anna und muss euch schnell den Witz aufschreiben, den sie (9 Jahre) mir erzählt hat.

Ein Engländer, ein Franzose und ein Chinese fliegen zusammen und wetten, dass sie sich trauen, was aus dem Fenster zu werfen. Der Erste wirft einen Stuhl, der Franzose einen Tisch und der Chinese eine Bombe.

Nach der Landung fahren sie zu dem überflogenen Gebiet. Sie treffen ein Mädchen, das weint und auf die Frage, warum, antwortet: „Ich habe einen Stuhl auf den Kopf bekommen“

Dann kommt ein stark heulender Junge, der die Frage nach dem Warum mit „Mich hat ein Tisch aus der Luft gestreift“ beantwortet.

Es beginnt ihnen schon mächtig Leid zu tun, da kommt ein Junge, der sich vor Lachen gar nicht mehr einkriegt. Was ist denn mit dir passiert, fragen sie erleichtert, warum lachst du denn so?  „Ich habe gefurzt und da ist hinter mir die Schule explodiert“ *teuflischgrins“


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Bilderrätsel à la Clara H. – Update, sie hat sich geoutet

Out of topic:
Mieterberatung
(vorgestern, kostenlos im Rathaus Steglitz) nach dem Motto: Was nichts kostet, taugt auch nichts

Ich trug geordnet und analytisch durchdacht mein Anliegen vor und stellte dem Anwalt Fragen. Es ging um den Status gerade aus der Grundförderung entlassener Sozialbauten, um Zeiträume und Kappungsgrenzenanwendung bei preisfreien Wohnungen und um Verhalten bei inhaltlich falschen  Mieterhöhungsschreiben:

Seine Antwort auf Frage 1: Googeln Sie, ob die Forderungshöhe gerechtfertigt ist (vom Prinzip ja)
Seine Antwort auf Frage 2: Das müsste ich erst genau recherchieren (das müsste er als Beratungsanwalt wissen)
Seine Antwort auf Frage 3: Das kann ich ihnen nicht genau sagen. (Wer, wenn nicht er)

Außer einem Lob, dass ich selbst Anwältin sein könnte (wahrscheinlich eine bessere und engagiertere als er), gab er mir seine Visitenkarte und den Rat, mir beim Amtsgericht den Beratungsschein zu holen und in seine Praxis zu kommen. Wahrscheinlich geht kein Klient ein zweites Mal zu ihm, so dass er sich auf diese Weise durch die Sprechstunde immer neues Klientenfutter besorgt —— aber nicht mich! – Ich liebe deutsches Recht, das ist so schön kompliziert und man kann immer auf dem gewünschten Auge blind sein bei der Rechtssprechung.

Meinen Einwand: „Wenn die Erhöhung ungerechtfertigt ist, brauche ich doch keinen Anwalt“ wischte er natürlich generös vom Tisch! —————

„Da steh‘ ich nun, ich armer Thor! Und bin so klug als wie zuvor“ – Goethe, Faust, Akt und Szene unbekannt *grins*

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minibares wanted!!! +++ Wo ist Sängerin Barbara? +++ Bärbel untergetaucht!

Gestern kam ich am Japanisch-Deutschen-Zentrum vorbei und hörte Gesang. Angelockt fragte ich, wer denn gerade auftritt. Ein Chor aus dem Ruhrgebiet, wurde mir gesagt.

Heute wurde bekannt, dass sich eine Sängerin abgesetzt hat, vielleicht wollte sie im Osten bleiben??? Ich habe zum Glück einige Sängerinnen fotografiert – vielleicht ist sie ja dabei? Und wenn ja, ist sie sicher incognito aufgetreten, damit sie jetzt nicht erkannt wird.

Lasst euch nicht irritieren, der Chor singt auch Gospel

Soeben in der Detektei eingetroffen! Sie ist hier dabei!

Die Gesuchte, Vermisste, vermeintlich Erkannte hat sich zum Glück wieder angefunden und geoutet. Nach ihrer Aussage ist sie die Umkästelte, Umrandete, Umzeichnete. – Also waren wir alle auf dem Holzweg.

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Später schreibe ich mal über die hier gezeigten, morgen kommen auch noch welche, doch im Fotoblog könnt ihr schon heute eine andere Gruppe sehen. .


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Ich sehe gern Musik

Clara geht mit kindlichen Augen ins Konzert

Das “ sehe“ ist kein Schreibfehler. Ich meine damit keine Fernsehsendungen wie Musikantenstadl oder ähnliche. Ich meine wirkliche Konzerte, genauer gesagt, Sinfoniekonzerte, möglichst mit großer Besetzung.
Da meine Ohren nicht nur beim Verstehen, sondern auch bei Musik Probleme machen, verlasse ich mich beim Konzertbesuch viel auf meine Augen. Ich beobachtete:
Bevor ich die ganze -isten oder -istinnen-Parade wie Violin-, Bratsch-, Cell-, Bass-, Flöt-, Klarinett-, Horn-, Posaun- und Fagottisten usw. usf. aufzähle, werde ich bei der Geschichte beim Instrument bleiben, denn bei Tubisten, Oboisten und Paukisten  bin ich mir sprachtechnisch nicht so sicher.

Was bietet sich also einer Konzertbesucherin aus dem 1. Rang?
Die Geigen, Bratschen und Celli, gewissermaßen die kleinen Streicher,  sitzen alle kerzengerade auf ihren Stühlen, den Kopf schräg auf ihrem Instrument abgelegt, ihre Körper wiegen sich  im Takt der Musik.

Doch halt, da geigt doch einer gegen den Strich, nicht akustisch, sondern optisch. Ein Linkshänder mit einer Links-Geige, ein äußerst seltener und doch recht kurioser Anblick. Ein ganz klein wenig stört er das gemeinsame nach links oder rechts aller Bögen – aber eben nur ein ganz klein wenig.
Die Besitzer der Bässe hingegen machen mitunter einen schwächelnden Eindruck – sie lehnen sich gegen ihr Instrument, als müssten sie sich von der schweren Schlepperei ausruhen.
Die Holzbläser (Klarinette, Flöte, Fagott mit ihrem König, dem Kontrafagott) haben an ihren Notenständern eine Extraablage befestigt, auf denen liegen viele weiße Blättchen herum, an denen sie immer wieder mal lutschen, es befeuchten, dann gegen das schon nass-gesabberte austauschen – damit sind die Damen und Herren richtig beschäftigt. Zum Glück  hören sie trotzdem auf das, was ihnen der Dirigent auf diskrete Art und Weise zu verstehen gibt.
Um die (Wald)hörner und die Posaunen herum muss das Parkett  besonders wasserfest versiegelt worden sein, denn diese kleinen Ferkelchen spucken offensichtlich zu sehr in ihre Instrumente. Jedenfalls sah ich, wie sie immer mal Teile abschraubten, umdrehten und ausschütteten. Offensichtlich ist das vollkommen normal, denn alle machten es.

Die Trompeten feuchteten auch ein wenig, aber sie blieben ziemlich ruhig (außer akustisch), wechselten keine Mundstücke, keine Teile und kein Instrument.
Den Pauker – hä, ist der  Lehrer? Oder heißt er doch Paukist – bewunderte und bedauerte ich gleichermaßen. Ein richtiger Schlagzeuger ist er nicht, dazu fehlt ihm der ganze andere Kram – er begnügt sich mit drei großen Pauken. Ob sie ihn damit in die U-Bahn lassen? Braucht er extra einen LKW als Dienstauto? Hat er noch Freunde in  seiner Wohnumgebung?
Wenn er sich für die richtigen Schlegel entschieden hatte, haute er mächtig auf die Pauke – ja, ohne Übertreibung. Aber, als ob es ihm gleich unmittelbar darauf wieder leid täte, machte er den Nachklang seines Handelns gleich wieder zunichte, indem er die Hand auf das Fell legte. – Ob der Dirigent das so will? Schade! Der Klang war so schön, besonders von der größten, die er allerdings am meisten geschont hat. Wahrscheinlich war es die teuerste. Die hätte er meinetwegen gern länger nachklingen lassen – vielleichgt hätte das  dann die anderen irritiert.
Doch am meisten hat mir folgendes gefallen. Nach der Pause wurde Mr. Beethoven zu den Akten gelegt und ein neuer Komponist durfte zeigen, dass er ein schönes Stück geschrieben hat. Der Herr Pauker bekam Verstärkung – dachte ich. „Vielleicht wechseln die sich jetzt ab, oder der eine paukt auf den zwei Kleinen herum und der andere bekommt die Große zum bepauken.“
Doch nein, plötzlich steht dieser erwachsene Mann auf und hat dieses winzige Metalldreieck und ein Metallstöckchen in der Hand, eine Triangel. Das finde ich immer zu schön, wenn ein Musiker den halben Abend im Orchester rumsitzen muss, um ca. 6x auf das Triaangelchen schlagen zu dürfen. Ist so ein Musiker nicht wegen Mindereinsatz depressionsgefährdet? Wäre das nichts für ein Musiker-Kind, das sowieso auf seine Mama oder seinen Papa warten muss, bis die fertig sind?

Doch nun, Scherz beiseite – es war ein wunderschönes Konzert. Es war für mich auch deswegen so besonders, weil das Hartz IV-Einkommen in keiner Rubrik Konzertkarten o. ä. berücksichtigt. – Hier war das mal anders. Danke!

Als besonderes Instrument kommt jetzt noch das Klavier,  in diesem Fall natürlich ein Flügel, in die Geschichte spaziert. Zum Glück bin ich nicht in einem Pop-Konzert und der Flügel ist schwarz. Bei einem weißen kommen ja immer gleich Putzgedanken auf, denn die werden doch so schnell schmutzig. Ob sich die Herren Pianisten und Damen Pianistinnen auch immer schön davor die Hände waschen, damit die weißen Tasten nicht nah einiger Zeit aussehen wie ihre kleineren Geschwister?

Schade, dass die den Deckel hochgeklappt haben, denn so glänzend wie das Instrument ist, könnte ich glatt von oben sehen, ob meine Frisur auch sitzt. Schließlich schwebe ich fast über dem Flügel, weil ich mich immer so weit über die Brüstung beuge.

So, und jetzt bekommt der Pian-ist (siehe oben die ganze -istenparade) sein Zeichen. Anfangs wirkt er, als wenn er seine Strecke auf den Tasten vergessen hat. Lange überlegt er, welchen Weg er einschlagen soll und bewegt sich mehr oder weniger auf der Stelle. Dann trennen sich seine Hände – die eine marschiert nach links und die andere nach rechts, ich könnte natürlich auch sagen, die eine will tiefe und die andere Hand hohe Töne spielen und dann  hören. Aber das scheint den Händen nicht zu gefallen. Ganz schnell sind sie wieder beieinander und marschieren vereint in die gleiche Richtung. Erstaunlich, wie schnell der seine Finger bewegen kann – der macht bestimmt jeden Tag Finger-Yoga oder Finger-Gymnastik.

Das lasse ich mir so eine ganze Weile gefallen und lehne mich entspannt zurück. Doch halt, aus einem Augenwinkel heraus sehe ich, dass er sich jetzt verheddert hat. Hat er den falschen Befehl bekommen? Auf jeden Fall spielt er jetzt überkreuz – na, das geht ja mal schon gar nicht. Bis zu welchen Höhen und gleichzeitigen Tiefen will er denn da mit seinen Händen kommen, bevor er sich die Luftzufuhr absperrt?

Das scheint er – Gott sei Dank – zeitig genug mitzubekommen und auf einen deutlichen Wink des Herren mit dem Stock / Stöckchen pfeift er seine rechte Hand zur Raison und beordert sie wieder auf die ihr zustehenden Tasten.

Ganz schön schweißtreibend, solch ein langer Einsatz. Was die einen an Feuchtigkeit in ihren Instrumenten fabrizierten, das perlte auf seiner Stirn. Der etwas größere Junge neben ihm, der seine Noten auf ein leichtes Kopfnickzeichen umblätterte, hätte doch gleich noch als Schweißwischer eingesetzt werden können. – Die sollten mich mal befragen, ich hätte da bestimmt noch ein paar Ideen.

Bei Frau Nachbarin gibt es noch ein Bild dazu.