Claras Allerleiweltsgedanken


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Schon mehr als die Hälfte …

… von diesem vertrackten Jahr vorbei.

Wenn bei mir der August anfängt, beginnt auch immer ein klein wenig Weltuntergangsstimmung – denn schließlich weiß ich ja nicht, wie oft ich noch einen August erlebe.

Ich möchte auf die Besonderheiten der diesjährigen vergangenen Monate nicht eingehen – die kennt jeder bis zum Erbrechen, denn sie wurden nicht nur durch die Medien verbreitet, man begegnete ihnen sichtbar, sobald man das Haus verließ.

Meine Jahreskarte für den Britzer Garten war dieses Jahr mehr eine Spende als eine Eintrittsgebühr – ich konnte mich viel zu selten aufraffen, wirklich hinzufahren. Entweder war es zu heiß oder zu kalt, zu nass oder zu trocken, die Fahrt im Bus mit Maske zu beschwerlich oder … oder … oder.

Deswegen bin ich letztens einfach nur in den Park gegangen, der fast vor meiner Haustür ist.

Wird es diese herzkitzelnde Situation noch einmal geben? Ich hoffe, ihr könnt die Fragen auf den Blättern lesen, die ich in mühevoller Kleinarbeit 🙂 dort drauf geschrieben habe. Ich weiß sogar, dass das Robinienblätter sind. – Vielleicht begegnet mir dieser HerzSchmerzPrinz im Seniorenheim? Und nicht nur, wie in der Vergangenheit, als Fotoapparat Prinz Lumix, der sich dann nach kurzer Zeit von mir verabschiedet hat.

Lila geht immer – vor allem so wild und ungebändigt – fast so wie ich mal war – und so verblüht, wie ich jetzt bin.

Futter für das Wild – hier wächst es heran.

Wer das futtern will, kann es sich selbst aussuchen.

Diese Blütenstände finde ich immer wieder schön.


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Inside and outside – mal wieder Sonne tanken

Ich werde immer mehr zur Stubenhockerin – das muss genbedingt sein, denn meine Mutter war auch am liebsten zu Haus. Doch als ich so um den 19. und 20. Januar überall in den Blogs von Sonne und schönstem Wetter las, schaute ich intensiv aus dem Fenster und bemerkte, dass das bei mir auch so ist.

Also: Fotoapparat eingesteckt und auf die Füße gemacht. Doch – als ich mir nach einem langen Spaziergang die Fotos dann so ansah, war ich enttäuscht – halt, ich war schon WÄHREND des Spaziergangs enttäuscht. Vielleicht fehlt mir der Blick, vielleicht gab es nicht viel Fotografierenswertes.

Ihr wisst ja, für KUGELN habe ich immer etwas übrig – doch hier sind sie wohl Parasiten im und für den Baum.

Von Schnee und Eis konnte man bisher in Berlin wirklich nicht sprechen, denn mehr habe ich nicht gefunden.

Ich hatte das Gefühl, der Baum ballt seine Faust so nach dem Motto: „Proletarier aller Länder – vereinigt euch“

 

Besonders auf dem letzten Foto finde ich die kleinen Zweige sehr filigran – ich hoffe nicht, dass es daran liegt, dass das Foto verwackelt ist. Und wenn schon – dann ist es auch egal, denn mehr gibt es nicht.

Und weil das so schön war, bin ich gleich am nächsten Tag noch einmal an die frische Luft gegangen – soll ja nicht unbedingt schlecht sein.

Diese Wurzel hat mir besonders gut gefallen – sieht aus wie ein Tierkopf.

Dass hier so dicht in meiner Nähe „Bienenhausen“ ist, wusste ich gar nicht.

Wenn der „Jüngling“ weiter so desinteressiert in die Gegend guckt, wird das nichts mit der hübschen Maid.

Und wenn ich weiter so alt werde und so wenig Creme auf meine Haut schmiere, werde ich so runzlig wie dieser Baum.

Ich lese gerade ein Buch von Ulrike Renk, dass in der Zeit des zweiten Weltkriegs spielt. Dieses Gebäude hat mich sehr stark an diese Vergangenheit erinnert.

Und jetzt nur noch ein paar Restfotos: Warum ich den zweiten Baum so mag, kann ich nicht richtig erklären.


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Kunst in Rost

oder: Verrostete Kunst

Bevor ich mit dem heutigen Artikel anfange, will ich den Link mitteilen, unter dem ich schon einmal über diesen Park mit seiner seltsamen verrosteten Kunst geschrieben habe. Wer also Lust hat, kann gucken gehen – die Kunst hat sich so gut wie nicht verändert, obwohl der erste Artikel 2010 geschrieben wurde.

https://chh150845.wordpress.com/2010/05/11/kunst-im-park/

Es gibt jetzt so gut wie keinen Text, denn (diese) Kunst im Schöneberger Naturpark Südgelände kann ich nicht beschreiben.

Ich will einfach mal mit dem Ungewöhnlichsten anfangen. Es bringt mich zum Grübeln, wenn ausrangierte rostige Nägel oder kleine Stücke Steinkohle Kunst sein sollen.

Es geht nicht viel weniger seltsam weiter – ich halte mich an den Leitspruch: „Kunst muss man nicht verstehen, Kunst muss man nur bewundern und bestaunen.“ An manchen Stellen fiel es mir aber schwer.

Diese rostigen, sehr großen Behälter wurden bepflanzt und sahen dadurch recht hübsch aus.

In diese Schlange konnte ich mich ankuscheln und anlehnen, als ich eine Lesepause machen wollte.

und hier konnte ich grübeln, was es denn darstellen soll: