Claras Allerleiweltsgedanken


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„Herr Dieb“ schlug wieder zu

Am 3. März passierte ja der Kofferklau und da waren es eindeutig 8 Diebinnen. Die Folgen aus dieser Aktion – zwei neue Brillen – sind heute beim Optiker abholbereit, die wichtigsten Ladekabel sind ersetzt, das Gehirn begann die ersten Verdrängungsschritte  zu gehen. Bei dem ebenfalls enthaltenen alten Navi redete ich mir immer wieder ein, dass ich es ja durch ein neues ersetzt hatte, weil die Software überaltert war.

Doch dieser Prozess des Vergessens und Verdrängens wurde gestern Abend gegen 21.00 Uhr jäh gestoppt. Ich stand fassungslos vor bzw. neben meinem Auto. Das Innenleben und die Bordsteinseite waren von Tausenden Splittern übersät. So verschafft man sich in Berlin-Neukölln und anderswo schnellen Zugang zu einem Navi. es bleibt spannend!


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Die Stimme aus dem Off

Ich sitze im Auto, will gerade vom Parkplatz bei meiner Mutter runterfahren – es ist stockdunkel und ich habe das Navi in der Jackentasche, weil ich es mit in die Wohnung nehmen will. Natürlich ist es ausgeschaltet, denn den Weg zu ihr finde ich im Schlaf. Das Einschalten des Gerätes  ist recht schwierig, damit es nicht versehentlich passiert. Ich muss einen vertieft angebrachten Knopf ca. 3 Sekunden drücken, dann beginnt es zu leuchten.

Plötzlich eine klare, deutliche Stimme: „In 100 m haben sie ihr Ziel erreicht!

Ich kenne Bauchredner, aber ich habe noch nie einen „Taschenredner“ erlebt, nur Taschenrechner. Um damit aufzutreten, müsste ich es perfektionieren, aber es ist mir selbst unerklärlich, wie es sich anschalten konnte. Es ist nicht das erste Mal – es hat auch schon unmotiviert zu labern begonnen, obwohl es mutterseelenallein im Flur herumstand.

Ich schwöre, es ist die Wahrheit, nichts als die Wahrheit!


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13 x ja zu Tom

Ein Artikel bei Emily, vor allem aber die vielen zustimmenden Kommentare, haben mich dazu gebracht, mal eine Lanze für diese Dinger zu brechen.

Da er noch so klein ist, lasse ich den zweiten „Tom“ im Namen einfach weg. Fach- und Sachkundige merken, dass ich von meinem Navi erzählen will, das mir seit 4 Jahren das Autofahren erleichtert.

Was habe ich hier und anderswo nicht schon alles für Horrorgeschichten über Navis gelesen, Antipathiebekundungen gehört – nichts davon kann ich unterstreichen oder nachvollziehen. Vielleicht liegt es daran, dass ich mit einem Orientierungssinn ausgestattet wurde, der gen Null strebt – jede Fahrt mit ist besser als ohne.

Welche Punkte sprechen  für so ein Gerät:

  1. Gebrauchsanweisung genau lesen und Gerät wunschgerecht programmieren sind die halbe Miete. – Günstig ist der Besitz eines Computers, um die kostenfreien Updates zu installieren.
  2. Tom spart Geld, da er auf  Wunsch  Geschwindigkeitsüberschreitungen kundtut  und damit unerwünschte Fotos verhindert, u.U. festinstallierte  Starkästen meldet und die sparsamste Route auswählt.
  3. Tom spart weiterhin Geld für den Kauf verschiedenster Stadtpläne – mich begleitet er in jeder Stadt auch als Fußgängerin
  4. Tom kennt alle Tankstellen, Restaurants und Touristenattraktionen in meiner Umgebung oder auf der Strecke; ebenso kennt er Telefonnummern von Ärzten, Apotheken oder was man sonst so für Informationen  in der Ferne brauchen kann.
  5. Tom findet mein Auto in einer fremden Stadt 100%ig wieder, wenn ich vorher einen PIN gesetzt habe, ich finde es in meiner eigenen Stadt ohne Navi nur  „zu 50 %“ wieder.
  6. Tom weiß auch, wann ich in etwa losfahren muss, um pünktlich zu sein. Bei einer Sicherheitszugabe klappt es dann meist.
  7. Sollte Tom mir wirklich an unpassender Stelle empfehlen „Bitte wenden“, gibt es einen kurzen Dialog und ich sage: „Tom, red‘ keinen Sch…, hier geht das nicht!“ und schon überlegt er sich blitzschnell einen neuen Vorschlag.
  8. Auf der Autobahn liest Tom für mich Schilder so zeitig, die ich erst lesen könnte, wenn ich sie schon längst gelesen haben müsste!
  9. Acker- oder Feldwege fährt Tom nur, wenn ich ihm erlaube, unbefestigte Straßen zu befahren.
  10. Die Stauumfahrung mag sinnvoll sein oder nicht – aber vor länger bestehenden Baustellen hat er mich schon bewahrt.
  11. Schön finde ich auch, dass mir Tom durch den Spurassistenten sagt, in welcher Spur ich mich einordnen muss, um gut um die Kurve zu kommen.
  12. Am Abend auf vollkommen dunkler Landstraße finde ich Tom besonders hilfreich, denn er sieht, wie die Straße weitergeht, ich schlecht oder nicht.
  13. Mein Auto verfügt über keinen Bordcomputer, aber Tom hat so etwas.

    Alle wichtigen Infos auf einen Blick

    Man muss   es beim Einsatz von Navigationsgeräten nicht gleich so übertreiben wie hier!Das macht noch nicht einmal Clara.

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Wenn ich es mal nicht schaffe, meinen Leon wiederzufinden, weil ich das Navi nicht eingesteckt habe, würde der Kleine bestimmt weinen.