Claras Allerleiweltsgedanken


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2035 – Incognito

Gleich übergehend von der Silvesterfeier wurde in Annos 35. Geburtstag hinein gefeiert. Die „halben“ und die runden – wenigstens die wurden immer mit Freunden und Familie gefeiert. Seine Eltern sah Anno ja häufig, da sie sich oft um die Kinder kümmerten, doch der Kontakt zu Annas Eltern war inzwischen nicht mehr so eng wie anfangs – vielleicht, weil sie in einer anderen Stadt wohnten, vielleicht, weil sie ein wenig dachten, sie seien etwas Besseres als Annos Eltern. Das hatte zwischendurch schon zu Auseinandersetzungen zwischen Anno und seiner Frau geführt, die dann aber immer wieder mit Versöhnung endeten. Sie liebten sich wirklich sehr – immer noch – auch wenn sie jetzt schon so lange zusammen waren.

Anna war gerade mit ihren home-office-Aufgaben beschäftigt und hatte sich kopfüber in eine schwierige Aufgabe gestürzt, als sie ein markerschütterndes Gebrüll hörte. Sie glaubte, Benno sei die Treppe runter gefallen. Felicitas war in der Schule, von ihr konnte also keinerlei Gefahr ausgehen. Anna rannte die Treppe zum Kinderzimmer nach oben. Benno lag auf der Erde, hatte erbrochen und aus seiner Windelhose floss Blut. Ohne auch nur einen Moment nachzudenken, packte sie den Jungen, trug ihn die Treppe runter, setzte ihn ins Auto und jagte mit total überhöhter Geschwindigkeit ins nahe gelegene Klinikum. Vielleicht wegen des Geruchs, vielleicht auch, weil die Schwester die Dringlichkeit der Sache erkannt hatte – Benno kam sofort dran … und Benno kam auch sofort auf den OP-Tisch. Weiterlesen


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Helfen, wenn Hilfe not tut …

aber sonst trollen, und nicht gaffen

Das ist die drastische Zusammenfassung von Beobachtungen, wie sie bei jedem Verkehrsunfall zu machen ist. Viele schauen weg, wenn sie gebraucht oder helfen sollten – doch wenn sie gehen sollen, dann bleiben und gucken sie.

Es gibt da einen Blog mit einem ganz sympathischen Rettungssanitäter Paul, sein Blog heißt: Alltagimrettungsdienst

An diese Mailadresse „alltagimrettungsdienst@gmx.de“ können wir Geschichten mailen, die mit erster Hilfe oder mit Unfallsituationen  im Alltag zu tun haben, bei denen wir schon vielleicht irgend eine Rolle spielen. Es ist wohl klar, dass ich auch etwas geschrieben habe.

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Und: Erneut glücklich von Drillingen entbunden … nicht ich, sondern meine Blogstatistik.
Wie sie in echt aussehen, könnt ihr hier sehen

Das ist ja auch eine Situation (die einer richtigen Entbindung), wo es nicht nur Taxifahrern abverlangt wurde, tatkräftig zuzulangen. Aber bei mir sind es doch nur virtuelle Drillinge, die kommen ohne Hilfe zur Blogwelt. Die Tiger eher nicht – die brauchen sicher einen Tierarzt.

2004 Neue Drillinge