Claras Allerleiweltsgedanken


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Man sieht sich im Leben meist zweimal –

und in unserem Falle, liebe Ola,  hoffe ich das sehr.

Die von vornherein so geplanten 4 Monate sind also vorbei – Ola zieht nach M., wo ihr M. sicher schon sehnsüchtig auf sie wartet. Ihre Masterarbeit, die ich voller „Interesse“ Korrektur gelesen habe, ist zwar noch nicht ganz fertiggestellt, doch das kann sie auch in M. machen.

Doch sie hat versprochen, wenn sie sich mit ihrem Betreuer an der Uni treffen muss, dann sehen wir uns auf jeden Fall noch einmal. Und – vielleicht besuche ich sie auch mal in M.

Auf jeden Fall gab es ein wunderschönes Abschiedsessen. Das Elektro-Grillen auf dem Balkon wurde wegen Kälte und Regen in die Bratpfanne verlegt, hat aber dennoch sehr gut geschmeckt. Echt und ehrlich – ich habe vergessen, Fotos zu machen. Diese „Mission“ fiel mir erst beim Dessert auf – und das muss euch dann reichen.

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Dass das Tiramisu nicht vollkommen unberührt ist, liegt daran, dass mir die Fotografiererei erst NACH dem ersten Bissen einfiel.

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So, inzwischen habe ich Ola mit dem Auto zu ihrer Schwester gebracht, damit sie es morgen mit dem riesigen Koffer nicht so weit zum Busbahnhof hat.

In den nächsten Tagen habe ich noch eine Erinnerung an sie. Sie hat bei ihrer Arbeitsstelle einen sehr großen, wunderbaren Blumenstrauß geschenkt bekommen. Da für ihn kein Platz im Bus ist, steht er jetzt auf meinem Tisch. Da die Hälfte der Blumen und Bänder lila ist, hat das wohl auch seine Richtigkeit.

 


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Das nimmt noch ein schlimmes Ende mit mir …

… ich werde noch zur begeisterten Koch- und Backfee!!!

Wenn wir hier in Bloggersdorf eine Karfunkelfee haben, kann ich auch eine Kochfee werden 🙂 hahaha!!! 100Tausende sind da besser und versierter als ich – deswegen gibt es auch keine Fotos. Ich möchte um nichts in der Welt ein Kochblog werden.

Doch Ola spricht meine mütterlichen oder großmütterlichen Instinkte an. Sie kann sicher besser als ich kochen und backen, doch ihre Hauptaufgabe ist das Erstellen ihrer Masterarbeit. Und ich kann ja in diesen halbwinterlichen Zeiten mein Interesse wirklich mal auf das Essen zubereiten richten, nicht immer nur auf das Essen vertilgen.

Ola kam nach fast 5 Tagen Abwesenheit aus M. zurück und packte als erstes dieses Geschenk für mich aus: Selbstgebacken – und dann gleich und sofort selbst aufgegessen von mir, zumindest einen Keks. – Das Rezept will ich jetzt nicht loben (sonst wollt ihr es gleich wieder haben 🙂 )  – aber die lila Glasschale! Wenn sie so weitermacht, dann mache ich ihr noch einen HochzeitsAdoptionsantrag. 🙂

0202 Kekse Schale Ola 2

Das von mir zubereitete 3-Gänge-Menü bestand aus Kürbissuppe, Rosenkohl in Buttersemmelbrösel gewälzt und Kartoffeln, danach ein bunter Chicoreesalat. Wow! Ich staune über mich, denn die Suppe ist selbst gekocht, die Kartoffeln selbst geschält und der Salat selbst geschnippelt.

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Jetzt wälze ich mein Backbuch, denn ich möchte tatsächlich einen Kuchen backen.

 


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Basteln oder Backen???

… oder Basteln und dann Backen?

Ola: Hast du kleinere Backformen als diese hier?

Clara: Nein, das sind schon die absolut kleinsten und auch die runde Form ist viel größer.

Ola: Gut, und hast du Backpapier?

Clara: freudestrahlend Na klar, ich bin doch ein perfekt ausgestatteter Haushalt und sie überreicht ihr eine Rolle.

Ola: Und dann hätte ich gern noch einen Tacker!

Clara: ??? ich hatte gehofft, sie will backen – und jetzt will sie doch eher basteln, Mist! Hier ist einer und wenn du willst, kannst du auch einen für dein Zimmer bekommen!

Und dann ging ich und blieb in unauffälliger Neugierbeobachtungsposition! Ich nützte meine Fähigkeit, auch hinten Augen zu haben. 😉

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Als ich sah, wie sich Ola mit Hilfe des Tackers aus Backpapier eine kleinere Form bastelte, war ich richtig stolz auf sie, auch wenn ich ihr diese Pfiffigkeit nicht anerzogen hatte.

Ich sah, wie sie etwas in die Form hineinkrümelte, dann hineingoss und erneut krümelte. – Und das war das Ergebnis:

2701 Basteln u Backen

Der mit Quark gefüllte Kuchen schmeckte supergut – und die kleinen Mohnkrümel stören zwischen den Zähnen nur minimal – bei diesem guten Geschmack stören sie eigentlich gar nicht.

2701 Backen


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Schlafen ist gesund …

… und bringt manchmal Überraschungen

Die Anziehungskraft von meinem Bett ist stärker als die der Erde auf den Mond – es zieht mich manchmal für ein kurzes Mittagsschläfchen in seinen Bann. Wenn dann unplanmäßig drei Stunden daraus werden, erwarten mich Überraschungen.

Ich hatte in der Voranzeige meines blauen Discounters gesehen, dass es hübsche WC-Sitze zu kaufen gibt. Ich liebäugelte für mein leicht maritimes Bad zuerst mit dem Leuchtturm auf dem Deckel, entschied mich dann aber doch für die Blatt-Stein-Variante.

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Ich schaffte es, alle Teile auszupacken und bereit zu legen, doch dann scheiterten meine Aktivitäten am Abschrauben der alten WC-Brille. Obwohl ich -zig verschiedene Handwerkszeuge probierte, lockerten sich die Muttern nicht um einen mm. Blöd war, dass es keine Flügelmuttern waren, die ich mir zwischen Daumen und Finger hätte klemmen können, sondern ganz, ganz normale Muttern. So was Blödes Unpraktisches hatte ich ja noch nie erlebt.

Gefrustet ging ich in mein Zimmer und erlag den Verlockungen meines rufenden Bettes.

Als ich am späten Nachmittag triefig aus meinem Zimmer kam, strahlte Ola im wahrsten Sinne wie ein Honigkuchenpferd und rief: „Überraschung, Überraschung!!!“

Wir freuten uns beide sehr und genießen das Spielchen mit der Absenkautomatik. Ich dachte immer, die gilt nur für den Deckel – nein auch die Brille geht im Schneckentempo nach unten, dafür dürfen wir uns weder auf den Deckel setzen noch anlehnen – doch das werden wir hinbekommen!

Als ich Überraschung und Freude verarbeitet hatte, fragte ich: „Wie hast du den alten WC-Sitz abgeschraubt bekommen?“ Olas lakonische Antwort: „Hier lag doch genug Werkzeug rum!“

Kein Kommentar 🙂 😉

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Da der Post einige Tage auf seine Veröffentlichung warten musste, muss ich leider sagen: „Die Toilettenbrille ist besser anzusehen als zu be-sitzen. Lange Sitzungen oder gar Lesungen sind mir zu unbequem.“