Claras Allerleiweltsgedanken


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Jeden Tag (ein) Foto von Berlin – C

zu öffnen bei Blogspot. und bei WordPress. Sehr oft gibt es ein Übersichtsfoto und ein Detailbild – aber nicht viel mehr, versprochen.

Heute jedenfalls gibt es  nicht das Café Humboldtbox – eines der höchstgelegensten, hässlichsten und domverschandelndsten Cafés in Berlin und auch  nicht „Claras futuristisches Kraftwerk“ – das natürlich nicht ihr gehört, aber das sie ziemlich dicht vom Fenster aus sieht – was für manche negativ wirkt – ich freue mich, dass es da ist. Warum? Die Schornsteine zeigen mir oft den Weg nach Haus und die Wärme lässt mich ohne dicke Jacke hier sitzen.

sondern … ach guckt doch selbst.

Bis heute lief es im Tagesrhythmus, denn alle mussten ja erst „angefüttert“ werden – aber jetzt kommt immer nur an den ungeraden Tagen, denn in Berlin steht bei dieser Finanzpleite nichts mehr gerade.

 

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Für ZEIT-lose, die nicht rechts und LINKS in meine Nachbarblogs schauen wollen, gibt es hier jeweils ein Foto im Kleinformat ohne Erklärungen:

Bei WP-Foto: Die Charité in Teilen:

Bei Blogspot ein Detail aus der Charité: Die Sonnenuhr


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Im Dreisprung von Nord nach Süd (25/28) Osdorfer Straße

Willkommen zu Haus

… nämlich bei mir zu Haus, also fast schon. Wenn ich hier aussteige, dann trennen mich ca. 1000 m Fußweg oder eine Busstation von meiner Wohnung.

Solche mittelprächtigen Orientierungsidioten wie ich einer bin – Navigationsgeräte gibt es ja noch nicht so lange – müssen immer in die Nähe eines von großer Ferne erkennbaren Wegweisers wohnen. In den Jahren in Ost-Berlin bis zum Jahr 2000 war das immer der Fernsehturm, erst 15 Jahre auf der Fischerinsel = 2 km Luftlinie und dann 15 Jahre auf der Frankfurter – beginnt mehr oder weniger am Fernsehturm

Ich glaube, niemandem hier aus Bloggersdorf hat der Fernsehturm so oft den Weg gewiesen wie mir. Und deswegen möchte ich mich hier noch einmal herzlich bei den beiden Button-Initiatoren Lucie (geistige Mutter des Motivs) und Bigi (praktische Mutter des Objekts) bedanken.

Er wird bei mir bestimmt hoch in Ehren gehalten.

Nun ist seit 2000 Fernsehturm passé – aber Kraftwerk kam stattdessen herbei. Viele rümpfen die Nase, wenn sie auf meinem Balkon stehen und ganz versteckt hinter der riesigen Trauerweide noch die Schornsteine entdecken. Das sieht dann so aus:

So sieht man die Türme von der Straße her

Als ich 2000 dort hinzog, waren die Bäume noch nicht so hoch und es waren noch hässliche Öltanks zu sehen. Die wurden dann mit viel Lärm abgebaut – und mich stört der Rest nicht. Die Türme spucken nur Wasserdampf aus, so dass ich viel öfter meine kleinen weißen Wolken habe als andere Leute.

Die Riesen-Trauerweide vor dem Balkon stört mich da schon eher, da sie mir das ganze Licht nimmt. Ich bin in eine helle Wohnung gezogen, wovon jetzt nicht mehr so viel zu merken ist.

Abends ersetzen mir die roten Lampen (Flugsicherung) sehr oft die Beleuchtung im Zimmer.

Und so sehe ich Kühltürme und den einen Schornstein vom Balkon aus

Der ganz dunkle Balkon ist der meinige!

Da sieht man nicht nur die Trauerweide sehr schön, sondern auch den Fleck an der Decke. Seit 3 Jahren kämpfe ich mit der Hausverwaltung, dass da was gemacht werden muss. Wahrscheinlich muss erst die obere Decke runterkommen. Wenn ich Glück habe, bin ich da gerade nicht auf dem Balkon. Ansonsten könnt ihr ja über Facebook meinem Sohn Bescheid sagen, dass er seine Mutter ausgraben gehen soll.

Gleich am S-Bahnhof kann man eine Prise Urlaubsluft schnuppern.

Wem das zu umständlich ist, der sucht sich einen der vielen Kleingärten, buddelt seinen Swimmingpool dort ein und träumt von Hawaii in Berlin.

Und wer es vor Hunger nicht aushalten kann – diese ungesunden Schnellrestaurants sind hier wie Pilze aus dem Boden geschossen:

Hier ist der Link zum Fotoblog Auch hier ein wenig Schummel, den den erreiche ich wirklich nicht in der Zeit von der S-Bahn, aber von meiner Wohnung aus. Dort joggtläuftwalktrenntfährt es Tag für Tag um die Wette – nur Clara sitzt sich ihren Popo am Computer breit. – Das muss aufhören!