Claras Allerleiweltsgedanken


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Wer sein Parkett „baden“ lässt …

… muss es nachher auch schön einölen,

damit es keine Runzeln und Falten bekommt.

Watt’n Glück, dass die Zeit seit der Aufarbeitung des Parketts und die Parkettbade-Orgie zeitlich übereinstimmen. Der Parkettmensch hatte mir gesagt, ich solle es jedes Jahr einmal ölen, damit es nicht austrocknet. Er hat nicht gesagt, ich solle es jedes Jahr einmal wässern, damit es nicht austrocknet. Der wusste eben nicht, dass ich nicht mehr so gaaaaaaaaaanz gut hören kann, deswegen habe ich die Wässerungsvariante gewählt, die war körperlich nicht so anstrengend.

Aber: Wat mutt, dat mutt, also alle Vorbereitungen getroffen. Manchmal, z.B. jetzt, wäre ich durchaus zufrieden, wenn mein Wohnzimmer nur 10 qm klein wäre. Zum Glück sind von den 24 qm einige durch einen Teppich mit Couch und 2 Sesseln bedeckt – dieser Bereich muss schon mal nicht GEÖLT werden.

Das Öl hatte der Parkettleger mir aufgeschwatztredet, er wollte sicher auch noch was nebenbei verdienen.

Dann das Hanadwerkzeug bereit gestellt: Einen Schwamm zum Auftragen, ein Gefäß für das Öl und ein Kissen für die Knie, denn an den Knien will ich nicht auch noch schmerzende Druckstellen haben. – Wenn ihr genau hinschaut, seht ihr, dass sich der Erfolg langsam vorarbeitet – die noch zu bearbeitende Fläche wird kleiner und kleiner!

Die letzten Quadratmeter schaffe ich nun auch noch.

1208 Parkett 67

Anfangs bekam ich schon einen Schreck, dass es so glänzend bleibt – denn genau das wollte ich bei der Renovierung nicht. Aber so nach und nach zog alles ein und es sah aus wie vorher.- Zum Glück habe ich jetzt ein Jahr Ruhe. Wie gut, dass ich auf dem Balkon keine Holzfliesen genommen habe, sonst hätte ich das dort auch jährlich machen müssen.

Vor fast genau einem Jahr schrieb ich über das Parkett schon mal einen Artikel

Zur Gedankenauffrischung: 1208 Parkett geschliffen 36


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Ein Schaden kommt selten allein

Ich will nicht übertreiben, aber das Wort „Schädchen“ gibt es nicht, das wäre angebrachter.

Kaum hatte ich das Wasser auf dem Parkett und dem Balkon gebändigt, schaue ich in den Kühlschrank: „Das gelbe orangefarbige Elend.“2108 Kühlschrank in orange

Sieht ja nicht unübel aus, gehörte dort aber nicht hin. Lange war ich begriffsstutzig, woher das kam. Dann fiel mir der original verschlossene Orangensaft ein, der liegend gelagert war. Als ich das Defizit in der Flasche bemerkte, war alles klar. Blick auf den Haltbarkeitsstempel sagte: 24. September 2016. Auf nichts mehr kann sich frau verlassen, auch auf das Datum nicht mehr. Die Flasche stand so unter Druck, dass sich der Boden schon wölbte. Eine Explosion im Kühlschrank wäre noch unschöner gewesen, denn da hätte ich den gesamten SchweinOrangesaftkram wischen müssen.

„Ein bisschen Kitsch muss sein …“ und meine Rosensammlung ist sicherlich Kitsch und Plunder, ich liebe sie dennoch. Und deswegen finde ich es unfair, wenn eine Vase umfällt und Kollateralschaden anrichtet.

Das gerade so wassergebeutelte Parkett hat diesen Glasangriff locker weggesteckt – und ich auch! Ihr könnt auf dem Foto nicht erkennen, dass in jeder Vase eine andere Rose steckt – Metall, Glas, anderes Glas, Aludraht.

Aber es gibt auch Erfreuliches zu berichten: Clara kocht jetzt anders – nicht mehr aus Wut, nicht mehr Ceran, sondern auf Induktionsplatten. Da ich den Herd kaum gebändigt bekam – er kochte auf Stufe 1 wie ein Wilder weiter – bin ich auf 2 Induktionsplatten umgestiegen.

Ich bin restlos begeistert, da alle Töpfe und fast alle Pfannen verwendbar sind. Und prompt und gleich habe ich das erste Spiegelei genossen, bis es mir mein Hausarzt vermiest hat. Er meinte, mein „böses“ Cholesterin sei zu hoch – der Mensch gönnt einem auch nichts. Am Blutzuckerspiegel hat er auch leise gemeckert – ich habe langsam das Gefühl, dass meine Zipperleins jetzt nicht mehr nur den Kopf betreffen. – Ich muss in Klausur gehen.

Da kann ich ja richtig von Glück reden, dass ich nicht 10 % so gut kochen kann wie Arabella – denn da würde nicht nur mein Cholesterin Orgien feiern, mein Zuckerspiegel auf höchsten Höhen tanzen und mein Gewicht auf der Waage eine 8 vorn bekommen – denn nach wie vor würde ich nämlich ziemlich UNGESUND kochen, mit Butter und Zucker und Kalorien. 🙂


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499 g abgenommen und die Folgen davon

Als erstes Schlagwort habe ich Humor hingeschrieben – also nicht alles bierernst nehmen, was Clara hier so fabuliert.

Zwei Termine riefen – ich hatte es eilig – und … blieb im Fahrstuhl stecken, eine leichte Horrorvision für mich. Notrufknopf betätigt – nichts, keine Stimme, keine Frage. Leicht entnervt hämmerte ich gegen die Fahrstuhltür. Das gefiel dem Fahrstuhl offensichtlich nicht und er setzte sich wieder in Bewegung und hielt eine Etage unter mir. Den Rest lief ich lieber.

Und nun ich nach der SM-Sitzung beim Physiotherapeuten, auf die der Orthopäde noch einen Schlag, nein besser ja einen Stoß  draufsetzte, von daher heißt sie Stoßwellentherapie. Ich wollte mich dringend angenehmeren Dingen hingeben. Ich wollte Hosenträger kaufen, da die Hosen rutschen.

In den ersten Läden Fehlanzeige. Dann fand ich ein Geschäft und auch die gewünschten Träger. Die ganze Sache verzögerte sich ungewollt — bis es vor der Tür zum gewittrigen Weltuntergang kam. Egal, wo man untergeschlüpft war, man wurde nass. Wenn nicht von oben, dann durch die idiotischen Autofahrer, die wie die Geisteskranken durch die Pfützen bretterten.

Irgendwann traf ich zu Hause ein.

Als ich die Wohnung betrat, traf mich (fast) der Schlag: Seenlandschaft auf Parkett – es war keinesfalls ein meine Seele erfreuender Anblick. Verzeiht, dass ich die Möglichkeit für dieses hoffentlich einmalige Foto ungenutzt verstreichen ließ und erst die Saugehandtücher geholt habe . Bis zum Esstisch hatte sich das Wasser ausgebreitet, das durch die unverschlossene Balkontür hereingeregnet war. Auch wenn der Balkon fast 1,50 m breit ist – das macht dem Regen gar nichts, das überwindet er locker. Das ist eine seiner leichtesten Übungen.

Ein wenig habe ich gegrübelt, warum mir das NIE in der alten Wohnung passiert ist, wo ich auch einen Westbalkon hatte – aber dort ohne Wind und in der 2. Etage, hier in der 8. Dort blieben die Scheiben der zwei Balkontüren immer trocken – wahrscheinlich wurde der Regen von der Trauerweide geschluckt.

Mit dieser Erinnerungscollage kann ich die Trauerweide, die zwei Balkontüren und die Tiefe des Balkons „beweisen“ und mich erinnern.

Doch zurück zur Wirklichkeit!

1808 Überflutung 48

Es ist doch schön, wenn so viele Reservehandtücher parat liegen. – Weniger schön ist es, beim Weggehen immer daran zu denken, die Balkontür zu schließen – nicht wegen Einbruch, oder doch wegen Einbruch, nämlich Wettereinbruch.

Wie es in Berlin an diesem 27. Juli war, soll euch dieses Video zeigen. Am süßesten finde ich die Stelle, wo der Junge auf der Straße „schwimmt“:

Da ist doch mein Parkett ein KinderClaraspiel dagegen.

Die neuen Balkonfliesen wurden auch gewaschen – Regenwasser dürfte ja keine Kalkflecke ergeben. Aber ich habe festgestellt, dass die Feuchtigkeit von allein kaum verschwindet – ich muss wischen, wenn ich den Balkon am nächsten Tag betreten will. Es ist wie in der Spülmaschine, die Plastikdosen bleiben immer am längsten nass.

Und … das bedeutet weiterhin, der Blausauger, pardon, Staubsauger wird wohl keine Blättchen auf dem Balkon saugen dürfen, denn unter den Fliesen hält sich das Wasser verdammt lange, das habe ich beobachtet. – Leider hält es sich auch AUF den Fliesen verd… lange, da es keinerlei Belüftung gibt und die Sonne nur kurz und nicht direkt einwirkt. Da hätte ich doch gleich eine Idee für ein tolles „Krachmachergerät“: Ich schlitze an verschiedenen Stelle Belüftungsöffnungen hinein, damit hier mal ein frischer Wind die Nässe wegpustet 🙂 😉

1808 Überflutung 49

Das Parkett hat nur minimalen Schaden genommen.

1808 Parkett Wasserschaden

An der Stelle liegt immer ein Fußabtreter mit Buchsbäumen darauf, also werde ich nichts tun (lassen).

 

 


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Umzugsgut minimieren …

… koste es, was es wolle.

Obwohl doch wirklich genug Kisten geliefert wurden, habe ich schnell mal eine Reduzierung „veranlasst“ und drei Tassen auf den Boden gefegt – d.h., das Fegen kam erst danach, nämlich die Scherben von den Fliesen.

0909 Porzellanreduzierung 41

In der neuen Wohnung liegt ein Teppich in der Küche (nicht Luxus, sondern Verwertung, er war zum Wegwerfen zu schade) – da stürzen die neuen Frühstücksgesellen hoffentlich weich, falls sie mal stürzen. – Die recht „lebhafte“ Küchentapete wurde mit zwei alten Küchenbildern mit großem Rahmen etwas „neutralisiert“. Jetzt gefällt es mir besser – hier aber noch nicht zu sehen.

0909 KÜchenwand 36

Sollte ich mal Bedürfnis nach Rotlichtmilieu haben, dann schalte ich die Beleuchtung einfach so:

0909 Rotlichtmilieu 38

Ich bin nach wie vor von diesen roten Fliesen begeistert – da können 10 Leute etwas anderes behaupten, mir (fast) egal.

Im Wohnzimmer hatte ich kurz erwogen, unter die Sitzgruppe (Tisch und 4 Stühle) diese Brücken zu legen – doch mich dann dagegen entschieden. Mir gefällt das Parkett inzwischen so ausgesprochen gut, dass ich es auch zeigen möchte, nicht unter Teppichen verstecken. Meine Lebenszeit wird es schon noch mitmachen – auch ohne schonenden Schutz.

0909 Brücken auf Parkett 33


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Ich lag im Walde …

… könnte ich annehmen, wenn ich an den Geruch denke. Es roch so wunderbar nach frischem Holz. Diesen Trost brauchte ich aber auch als Ausgleich gegen den Krach. Ihr glaubt nicht, wie laut so eine Schleifmaschine sein kann. Auf dem Foto sieht man nur die kleine – für die Randbezirke. – Die große ist zum Glück an einen Staubsauger angeschlossen, so dass nicht die ganze Wohnung aussieht wie frisch gepudert.

Es gefiel mir sehr, was da unter der aufgetragenen Teppichkleberschicht hervorkam. Ich musste mich einfach mal auf den „Waldfußboden“ legen. – Wenn es geölt und gewachst wird, dann wird es dunkler – aber ich hoffe, es bleibt so schön.


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Whg 4 – Parketterfahrung und -beratung ist gefragt

Kompliziert, wie ich manchmal bin, mache ich aus vielem ein Problem. Aber ich will nicht Geld für etwas ausgeben (und die Summe könnte vierstellig werden), wenn ich mich kurze Zeit später ärgere, warum ich es nicht anders gemacht habe.

Es geht um das Parkett im Wohnzimmer der neuen Wohnung. Es ist ziemlich abgewirtschaftet, weil u.a. Auslegeware darauf verklebt war. An einer Stelle hat es sich gelockert – schließlich hat es ja auch schon gute 40 Jahre auf dem Buckel.

Ich muss zu mir sagen, dass ich noch NIEEEEEEEEE auf Holzfußboden gelebt habe. Die Wohnung meiner Kindheit hatte zwar Dielen, aber die waren hässlich rotbraun gestrichen. Danach hatte ich immer und immer (Teppich)-Auslegeware. Wenn man sich meine Möbel betrachtet, kann man mir nicht nachsagen, dass ich Holzfanatikerin bin.

Ganz instinktiv hätte ich das Parkett rausreißen lassen und durch den Bodenbelag ersetzt, der in die beiden anderen Zimmer kommt und der vom Preis den Aufarbeitungskosten für das Parkett gleichkommt. Es ist sogenanntes Klick-Vinyl und sieht so aus:

1706 Vinyl ohne Schild

 

Mir gefällt die Unebenheit der Oberfläche und die helle Farbe.  – Nun traf es sich aber so glücklich/unglücklich, dass der Wohnungskäufer gern das Parkett in der Wohnung belassen hätte.

Und damit fing das Dilemma an. Ich erkundigte mich bei sogenannten „Parkettmenschen“, die schon seit ewigen Zeiten mit solch einem Boden leben und deswegen die entsprechende Erfahrung haben. Spontan sagten drei oder vier: Abschleifen und hochglanzversiegeln. Der Handwerker, der es machen will, hat eine matte Versiegelung vorgeschlagen. Doch dann kam die liebe Familie, die unisono rief: Nicht versiegeln, nur ölen.

Also fing ich an, einszweidreivierviele Seiten im klugen Netz aufzurufen. Ich las mir ausführlich die Vor- und Nachteile beider Verfahren durch. Jetzt muss ich zur Ergänzung von schreiben, dass ich absolut kein Putzweib bin, die auch noch regelmäßig den Ölstand des Parketts auffüllen möchte, damit es nicht verdreckt und vergraut, weil die Poren des Holzes freiliegen und nach irgendetwas lechzen – eigentlich nach Öl, bekommen sie das aber nicht, futtern sie auch Schmutz.

Ich würde mich sehr, sehr freuen, wenn mir hier Leute ihre Erfahrungen aufschreiben, ich bin wirklich überfragt.

Und jetzt kommt der größte Gag: Einen Teppich für die Essgruppe habe ich mir über eBay Kleinanzeigen schon gekauft – er ist 2 x 3,20, besser kann er nicht passen, aus Sisal, hat vor 2 Jahren mal richtig Geld gekostet und gefällt mir sehr.

1706 Teppich Sisal

Er ist so neutral, dass er zu allem passt. Ins Auto hat er mir ihn zusammen mit seiner Tochter gelegt – aber raus habe ich es allein geschafft. Wie kann ein Teppich allein so sauschwer sein.

Dieser Mann hat sein Leben lang auf Parkett gewohnt, sogar mit 6 Kindern. Und jetzt hatte er auch Parkett in seiner Mietwohnung, was ihm aber nicht gefiel. Und jetzt könnt ihr raten, was er mir im vollsten Brustton der Überzeugung geraten hat.

Was schrieb ich vor drei Tagen? „Back to the roots!“ – Und ich erinnere mich, dass in der Kindaufwachswohnung auch ein Sisalteppich im Flur lag. Den fand ich schrecklich, wenn ich barfuß gehen wollte. Aber dieser hier ist nicht so kratzig und borstig.