Claras Allerleiweltsgedanken


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Gesinnungstoiletten an Politikerversammlungsorten

Lieber Lu, der du ja auch finbar heißt – entschuldige, aber diese zwei Fotos von dir MUSSTE ich mir einfach holen, um meinen Sch… dazugeben zu können.

Größte Fraktion – da gibt es das meiste Klopapier. (Fast) schwärzeste Gesinnung – da gibt es das dunkelste Papier.

Mitglieder dieser Fraktion leiden an Hartz-IV-Dünnpfiff, an Ausländer-Obergrenzen-Diarrhö oder an Obstipationen. Letztere kann man schon mal bekommen, wenn man 12 Jahre lang an seinem Stuhl oder Sessel fest klebt.

Wenn ich richtig nachdenke, lasse ich Herrn Gauland und andere Herren aus seiner Partei ebenfalls auf diese Toilette, denn das, was bei ihm oben und unten rauskommt, stinkt, sogar ganz fürchterlich.

Ich kenne welche aus dieser Fraktion, denen würde ich das Klopapier am liebsten in den Rachen stopfen, damit sie endlich ihren Mund halten. Oder es ihnen mit klugmachender Milch (Milch von guten Blog-Kühen) verdünnen und füttern, damit es sich auf ihr Hirn auswirkt.

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Und jetzt die anderen, die „freiwillig“ mitregieren oder unfreiwillig auf der Oppositionsbank sitzen. – Genug über Politik gesagt, jedes Wort darüber ist mir eigentlich zu viel.

Würde ich Photoshop besitzen und beherrschen (oder umgekehrt), dann wäre die Einfärbung der Klorollen formvollendeter gelungen. Aber darauf kam es mir als Perfektionistin heute nicht an.

Wichtiger finde ich, dass ich mit den etablierten Parteien nichts mehr anfangen kann. Es wird Zeit, eine neue ins Leben zu rufen. Die „Grauen Panther“ gibt es ja schon, die haben wohl noch nicht sehr viel bewegt.

Ich bin jetzt dafür, die LLP zu gründen – die Lila Löwen-Partei. Anfangs wird der Vorsitzende ein männlicher Löwe sein, bis ich mich so weit mit der Materie befasst habe, dann übernehme ich den Vorsitz. Die Katholenoberhäupter sind ja auch nicht mehr taufrisch, wenn sie den Leitungsschlüssel von Petrus übernehmen.

Diesen wirklich königlichen Löwen habe ich vor langen Jahren von der Bloggerin Elke Gedankenkrümel bekommen. Jetzt erst hat er seinen großen Auftritt. Er findet sich so gut, dass er schon eine eigene Briefmarkenserie von sich herausgegeben hat. (Typisch Mann)

So lange ich nur zweite Vorsitzende bin, werde ich mich mit männlicher Löwenperücke so geben, als wäre auch ich ein kämpferischer Löwe. Aber dennoch kann ich all diese Regierungsgeschäfte „im Schlaf“ – deswegen regiere ich auch von meinem Bett aus.

Und sind dann alle innerparteilichen Querelen ausgestanden, dann besiege ich den Parteichef, setze mich auf seinen Rücken und lasse mir vom Volk huldigen – und dabei schlecke ich genüsslich ein Eis, was allerdings nicht lila ist. Lila Brille schaut auf die Untergebenen, die Jacke ist für die Koalitionspartner eingefärbt, die Socken sind Parteikleidung und das Eis habe ich von der FDP bekommen.

Den ehemaligen Vorsitzenden erschrecke ich immer wieder mit meiner Abgebrühtheit – der wird mit mir nicht glücklich. Zur Abschreckung habe ich mir die Haare rot gefärbt, das wirkt besonders gefährlich. Ich ziehe ihn an den Ohren und dann ist er still.

Wenn er sich dann beruhigt hat und nur noch das Maul aufreißt, zeige ich ihm, was ich von ihm halte.

Aber jetzt habe ich genug gelöwt und gelogen, denn ich würde nie eine Partei gründen.

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Geschenkideen gewünscht?

Vielleicht sucht noch jemand für das heranwachsende Kind oder Enkelkind ein „preisgünstiges“ Geschenk. Da kann ich mehrere Läden auf dem Kurfürstendamm empfehlen.

2112 Luxus Kinderkleidung 76

2112 Luxus Kinderkleidung 77

Man gönnt sich ja sonst nichts!


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Allergie gegen NUR

Das ist jetzt kein Rechtschreibfehler, da fehlt kein „h“ in der Mitte. Für mich ist jeder Comedian, Komiker, Entertainer,  Alleinunterhalter und Stadionfüller, der mehr Niveau hat als Mario B., wenigstens für zwei Minuten beschaubar, manche sogar etwas länger.

Nein, ich meine wirklich das einfache Wort „nur“.

Wenn ich an jedem dritten Preisschild vor dem immens hohen Preis das Wort „Nur“ lese, geht mir der Hut hoch, platzt mir der Kragen und schwillt mir der Hals.

 

Nur  37.535,00 €

Auf Tafeln, auf denen das tägliche Gebüseangebot geschrieben steht, ist das „Nur“ auch nicht mehr wegzudenken.


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7 Clara-Klug-Dummheiten

  1. Als Tagesanzeiger dient mir meine Tablettenvorratsdose. Stehe ich jedoch mit meinem „Hackenporsche“ vor dem geschlossenen Supermarkt, sagt mir mein Gefühl, dass mit der Tabletteneinnahme was durcheinander geraten sein muss!
  2. Als sich mein schönster Spiegel ruckartig von der Wand in Richtung Fliesenfußboden bewegte, wartete ich auf die vielen Splitter und die 7 Jahre Pech. Splitter blieben aus – also kommen jetzt 7 Jahre Glück!
  3. Steckt da Methode dahinter, dass ich bei gefragten Ärzten meinen Ersttermin IMMER in den letzten Tagen eines Quartals bekomme? 🙂 – Na klar, die armen Herren Doktoren müssen ja auch leben!
  4. Der Staub findet auch ohne Navigationsgerät den Weg auf meine Möbel – von dem kann ich nur lernen! – Allerdings findet er den Weg „nach Hause“, nach dort, wo er hergekommen ist, nur mit Hilfe meiner Putzfee in Wischfeudelform.
  5. Die Menschen im Mittelalter hatten Bazillen, Viren, Pest und Cholera – wir haben  stattdessen Phones, Computer und Tablets – mal sehen, was die Menschheit nachhaltiger krank macht. Abhängiger macht das „Teufelszeug“ von heute.
  6. Wenn das Spannendste am Tage das Entkalken aller Wassergeräte ist, dann fällt dieser Tag unter „ferner liefen …“
  7. Mein Terminleben habe ich der Technik anvertraut – fällt diese aus, nehme ich keine Tabletten mehr ein, beziehe keine Betten, betreue keine Kinder, entkalke keine Maschinen, überprüfe keine Zählerstände, schalte keine Festplatte ein, stecke keine Monatskarte ein, gieße keine Kakteen usw. – nur essen. schlafen, pipi und bloggen mache ich ohne ausdrückliche Erinnerung. 🙂

Herzlich grüßt das Murmeltier 0103 Clara - Schriftzug


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Deutschland bleibt Papst – RBFB

Juni 2010 im Fotoblog

Link: Deutschland bleibt Papst | Himmelhohes Fotogeflüstere

Dieses Jahr (die Benediktära und der Medienrummel um ihn ist ja vergessen) wäre ja passender gewesen: Deutschland bleibt Weltmeister. Von den gerade gesendeten Jahresrückblicken im Fernsehen beschäftigt sich die gefühlte Hälfte der Sendezeit mit Fußball. Mir erscheint Fußball wie die allseligmachende Wunderdroge für das Volk, damit es nicht nach richtigen Problemen fragt.


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Es ist nicht schwer … RB

Wenn ich schon vor fünf Jahren  meine Witzchen über das Alt- und Älterwerden riss, wie viel mehr sind die jetzt erst berechtigt. Doch nach wie vor ist für mich Lachen die beste Medizin. – Im Vergleich zu damals lasse ich das Abtrainieren überflüssiger Pfunde und bin schon in Rente gegangen.

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Januar 2010

Es ist nicht schwer… jung auszusehen, es dauert nur täglich etwas länger.

Wenn ich so überlege, was im Laufe der Jahre so alles zu der täglichen morgendlichen to-do-Liste hinzugekommen ist, finde ich es erschreckend.

  • dem Kreislauf gut zureden, damit er weiß, es wird jetzt vertikal
  • Augen unter Wasser setzen – damit meine ich nicht Waschen, sondern “künstliche Tränen” in die Augen tropfen, damit die Augenliddeckel nicht knarren wie ungeölte Scharniere
  • Brille putzen, da diese Kunststoffgläser den Dreck anziehen wie gelbe Blusen die Sommerfliegen
  • Zähne und besonders sorgfältig die Implantate putzen
  • die richtige Feuchtigkeitscreme verwenden, die entweder Olivenöl, Hyaluronsäure, Gingko oder Ameisenblut von jungfräulichen Ameisen oder nichts davon enthält – denn der Zahn der Zeit nagt so oder so, und wenn Frau ihn nagen lässt, schont sie wenigstens ihren Geldbeutel
  • und so weiter und so fort, ich will nicht noch mehr Interna ausplaudern.
In größeren Abständen wollen

die Haare gefärbt, die Augenbrauen gezupft, die Haut verschönt, die Nägel gepflegt, der Körper bewegt, die Haare geschnitten, die verspannten Muskeln massiert, die Seele gestreichelt und die überflüssigen Pfunde abtrainiert werden nach dem Motto:

Alt werden will jede(r), alt aussehen will keine(r).
Als üble Prognose könnte am Horizont auftauchen:
Die (künstlichen) Gelenke müssen gefettet werden, der Herzschrittmacher muss eingestellt,die Thrombose mit Spritzen verjagt,  der Diabetes muss mit Injektionen im Zaum gehalten, der Blutdruck durch die Einnahme bunter Smarties gesenkt, der Rollstuhl repariert, die Augen müssen durch künstliche Linsen durchsichtiger gemacht, die Schlabberfalten müssen hinter den Ohren festgenagelt werden und jeden Morgen darf gesungen werden:

“Wir sind die junge Garde …”

Kann mir mal bitte jemand sagen, wo ich für das alles die Zeit und vielleicht auch das Geld hernehmen soll?
Da muss ich ja glattweg in Rente gehen – aber Rentner haben ja noch weniger Zeit!- Also lasse ich mich durch jede Falte ehren und verzichte auf mindestens die Hälfte aller dieser schrecklichen Sachen!

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Original: https://chh150845.wordpress.com/2010/01/19/es-ist-nicht-schwer/

Kommentare: Freidenkerin, Gedankenkrümel, Ute (nur 2010)


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Claras Allerleiweltsgedankensplitter (3)

Oder die Vorbildwirkung von Erwachsenen

Wartezimmer einer kinderpsychiatrischen Beratungsstelle. Eine Mutter kommt mit zwei Mädchen zur Tür herein, daseine geht in das Behandlungszimmer, das andere sitzt neben ihr. Ca. 8 Jahre, sehr brav, sehr still, sehr gelangweilt. Die Mutter tippt und tippt und tippt immer noch auf ihrer Smartphonetastatur herum, hat keinen Blick, kaum eine Geste für das Mädchen übrig, sie muss ja mailen, simsen, kommentieren oder sonstwas. Fragen ihrer Tochter beantwortet sie kurz und abgehackt.

Ihr Smartphone konnte so oder so hübsch aussehen, mir tat das Mädchen Leid.

0411 Smartphone 9

0411 Smartphone

(Diese Hüllen sind noch aus meiner Pink-Periode 🙂 – das gleiche in lila habe ich noch nicht erstanden)

Als das zweite Mädchen wiederkommt, steht sie auf und verlässt grußlos den Raum.

Clara, man kann seine Kinder so oder so erziehen – und das hier war mehr die Methode „so“ 🙂