Claras Allerleiweltsgedanken


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Allergie gegen NUR

Das ist jetzt kein Rechtschreibfehler, da fehlt kein „h“ in der Mitte. Für mich ist jeder Comedian, Komiker, Entertainer,  Alleinunterhalter und Stadionfüller, der mehr Niveau hat als Mario B., wenigstens für zwei Minuten beschaubar, manche sogar etwas länger.

Nein, ich meine wirklich das einfache Wort „nur“.

Wenn ich an jedem dritten Preisschild vor dem immens hohen Preis das Wort „Nur“ lese, geht mir der Hut hoch, platzt mir der Kragen und schwillt mir der Hals.

 

Nur  37.535,00 €

Auf Tafeln, auf denen das tägliche Gebüseangebot geschrieben steht, ist das „Nur“ auch nicht mehr wegzudenken.


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7 Clara-Klug-Dummheiten

  1. Als Tagesanzeiger dient mir meine Tablettenvorratsdose. Stehe ich jedoch mit meinem „Hackenporsche“ vor dem geschlossenen Supermarkt, sagt mir mein Gefühl, dass mit der Tabletteneinnahme was durcheinander geraten sein muss!
  2. Als sich mein schönster Spiegel ruckartig von der Wand in Richtung Fliesenfußboden bewegte, wartete ich auf die vielen Splitter und die 7 Jahre Pech. Splitter blieben aus – also kommen jetzt 7 Jahre Glück!
  3. Steckt da Methode dahinter, dass ich bei gefragten Ärzten meinen Ersttermin IMMER in den letzten Tagen eines Quartals bekomme? 🙂 – Na klar, die armen Herren Doktoren müssen ja auch leben!
  4. Der Staub findet auch ohne Navigationsgerät den Weg auf meine Möbel – von dem kann ich nur lernen! – Allerdings findet er den Weg „nach Hause“, nach dort, wo er hergekommen ist, nur mit Hilfe meiner Putzfee in Wischfeudelform.
  5. Die Menschen im Mittelalter hatten Bazillen, Viren, Pest und Cholera – wir haben  stattdessen Phones, Computer und Tablets – mal sehen, was die Menschheit nachhaltiger krank macht. Abhängiger macht das „Teufelszeug“ von heute.
  6. Wenn das Spannendste am Tage das Entkalken aller Wassergeräte ist, dann fällt dieser Tag unter „ferner liefen …“
  7. Mein Terminleben habe ich der Technik anvertraut – fällt diese aus, nehme ich keine Tabletten mehr ein, beziehe keine Betten, betreue keine Kinder, entkalke keine Maschinen, überprüfe keine Zählerstände, schalte keine Festplatte ein, stecke keine Monatskarte ein, gieße keine Kakteen usw. – nur essen. schlafen, pipi und bloggen mache ich ohne ausdrückliche Erinnerung. 🙂

Herzlich grüßt das Murmeltier 0103 Clara - Schriftzug


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Deutschland bleibt Papst – RBFB

Juni 2010 im Fotoblog

Link: Deutschland bleibt Papst | Himmelhohes Fotogeflüstere

Dieses Jahr (die Benediktära und der Medienrummel um ihn ist ja vergessen) wäre ja passender gewesen: Deutschland bleibt Weltmeister. Von den gerade gesendeten Jahresrückblicken im Fernsehen beschäftigt sich die gefühlte Hälfte der Sendezeit mit Fußball. Mir erscheint Fußball wie die allseligmachende Wunderdroge für das Volk, damit es nicht nach richtigen Problemen fragt.


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Es ist nicht schwer … RB

Wenn ich schon vor fünf Jahren  meine Witzchen über das Alt- und Älterwerden riss, wie viel mehr sind die jetzt erst berechtigt. Doch nach wie vor ist für mich Lachen die beste Medizin. – Im Vergleich zu damals lasse ich das Abtrainieren überflüssiger Pfunde und bin schon in Rente gegangen.

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Januar 2010

Es ist nicht schwer… jung auszusehen, es dauert nur täglich etwas länger.

Wenn ich so überlege, was im Laufe der Jahre so alles zu der täglichen morgendlichen to-do-Liste hinzugekommen ist, finde ich es erschreckend.

  • dem Kreislauf gut zureden, damit er weiß, es wird jetzt vertikal
  • Augen unter Wasser setzen – damit meine ich nicht Waschen, sondern “künstliche Tränen” in die Augen tropfen, damit die Augenliddeckel nicht knarren wie ungeölte Scharniere
  • Brille putzen, da diese Kunststoffgläser den Dreck anziehen wie gelbe Blusen die Sommerfliegen
  • Zähne und besonders sorgfältig die Implantate putzen
  • die richtige Feuchtigkeitscreme verwenden, die entweder Olivenöl, Hyaluronsäure, Gingko oder Ameisenblut von jungfräulichen Ameisen oder nichts davon enthält – denn der Zahn der Zeit nagt so oder so, und wenn Frau ihn nagen lässt, schont sie wenigstens ihren Geldbeutel
  • und so weiter und so fort, ich will nicht noch mehr Interna ausplaudern.
In größeren Abständen wollen

die Haare gefärbt, die Augenbrauen gezupft, die Haut verschönt, die Nägel gepflegt, der Körper bewegt, die Haare geschnitten, die verspannten Muskeln massiert, die Seele gestreichelt und die überflüssigen Pfunde abtrainiert werden nach dem Motto:

Alt werden will jede(r), alt aussehen will keine(r).
Als üble Prognose könnte am Horizont auftauchen:
Die (künstlichen) Gelenke müssen gefettet werden, der Herzschrittmacher muss eingestellt,die Thrombose mit Spritzen verjagt,  der Diabetes muss mit Injektionen im Zaum gehalten, der Blutdruck durch die Einnahme bunter Smarties gesenkt, der Rollstuhl repariert, die Augen müssen durch künstliche Linsen durchsichtiger gemacht, die Schlabberfalten müssen hinter den Ohren festgenagelt werden und jeden Morgen darf gesungen werden:

“Wir sind die junge Garde …”

Kann mir mal bitte jemand sagen, wo ich für das alles die Zeit und vielleicht auch das Geld hernehmen soll?
Da muss ich ja glattweg in Rente gehen – aber Rentner haben ja noch weniger Zeit!- Also lasse ich mich durch jede Falte ehren und verzichte auf mindestens die Hälfte aller dieser schrecklichen Sachen!

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Original: https://chh150845.wordpress.com/2010/01/19/es-ist-nicht-schwer/

Kommentare: Freidenkerin, Gedankenkrümel, Ute (nur 2010)


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Claras Allerleiweltsgedankensplitter (3)

Oder die Vorbildwirkung von Erwachsenen

Wartezimmer einer kinderpsychiatrischen Beratungsstelle. Eine Mutter kommt mit zwei Mädchen zur Tür herein, daseine geht in das Behandlungszimmer, das andere sitzt neben ihr. Ca. 8 Jahre, sehr brav, sehr still, sehr gelangweilt. Die Mutter tippt und tippt und tippt immer noch auf ihrer Smartphonetastatur herum, hat keinen Blick, kaum eine Geste für das Mädchen übrig, sie muss ja mailen, simsen, kommentieren oder sonstwas. Fragen ihrer Tochter beantwortet sie kurz und abgehackt.

Ihr Smartphone konnte so oder so hübsch aussehen, mir tat das Mädchen Leid.

0411 Smartphone 9

0411 Smartphone

(Diese Hüllen sind noch aus meiner Pink-Periode 🙂 – das gleiche in lila habe ich noch nicht erstanden)

Als das zweite Mädchen wiederkommt, steht sie auf und verlässt grußlos den Raum.

Clara, man kann seine Kinder so oder so erziehen – und das hier war mehr die Methode „so“ 🙂