Claras Allerleiweltsgedanken


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Endlich wieder himmelhohen Doppelkopf zu Hause

Doppelkopf ist mein Leib- und Magenspiel, gleich danach kommt Phase 10 – also bin ich eine richtige Kartenzockerin.

Das zweite Spiel kann man schon zu zweit spielen, zu dritt ist besser und zu viert ist es nahezu ideal.

Doppelkopf KANN man nur mit vier Personen spielen, aber Clara ist nun mal allein und nicht „selbdritt“ oder gar „selbviert“.

Notfalls kann ich auch delegieren, das doppelkopfen. Also, lasst euch überraschen. – Die NEUE konnte dieses Spiel zum Glück – und wie sich dann am Ende rausstellte, ist sie wie Clara eine ganz gewiefte Spielerin. Ich habe von der Seite aus natürlich zugesehen. Ich habe der Roten immer wieder ins Ohr geflüstert: „Du bist neu hier, wenn du die anderen gleich beim ersten Mal so abzockst, spielen die nie mehr wieder mit dir!“

Das hat sie überhaupt nicht beeindruckt. Ganz im Gegenteil, sie flüsterte zurück: „Wenn die immer so ein Oma-Spiel machen, dann WILL ich da auch gar nicht mitspielen.

Doppelkopfkenner können sich ja mal die Karten ansehen – die Rote ist auch sehr gut bedacht worden – und zusammen mit ihrer Partnerin wird das eine tolle Nummer. Und dass der Kleine ganz hinten schmollt, wenn er seine Karten ansieht, ist sonnenklar. Da würde mir auch ein deutliches Sch…. Mist rausrutschen.

Natürlich werde ich jetzt nicht alle 10 Runden fotografisch begleiten – aber ihr solltet schon mal beachten, wo die gewonnenen Kartenstapel landen. Hier hat jede noch ihre 10 Karten, aber doppelkopfkundiges Publikum kann die vier Blätter besser erkennen.

Der ganz vorn kann ja mit seinen vier Königen auch nicht gerade von einem guten Blatt sprechen. – Wie sagt man so schön: „Der Teufel sch…immer auf den größten Haufen, deswegen haben die beiden Kreuzdamen auch so supergute Karten.

Jetzt sind ein paar Stiche weg, da sieht es so aus: Schmolli hat entdeckt, dass er heute die A….karte gezogen hat, denn in seinem Sammelbehälter ist noch nicht ein einziger Stich gelandet. Und mit den restlichen 4 Karten könnte er bestenfalls noch eine Chance haben, nämlich mit der Herzdame.

Meine Supertrumpfkarte gebe ich diesen Schüsseln natürlich nicht, die sind einzig für meinen privaten Gebrauch! – Und da ich immer 2 Asse im Ärmel brauche, weil ich eines so schnell verliere, gehe ich auch im Hochsommer langärmelig zum Doppelkopf 🙂 😉

Ich glaube langsam, dass ich mir vielleicht doch ein anderes Hobby als Doko zulegen sollte. Gestern war mal wieder Doppelkopfturnier – und über meine Platzierung haben sich sogar die befreundeten Kreuzdamen die Augen zugehalten. Von 19 Teilnehmerinnen auf dem 15. Platz zu landen, ist ja schon fast ehrenrührig.

Im Normalfall heißt es ja „Glück im Spiel – Pech in der Liebe!“ Das würde ja im Umkehrschluss bedeuten, dass … ich schreibe es lieber gar nicht erst hin, denn es ist Schwachsinn.

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Ich sehe gerade am Datum, dass ich vor 50 Jahren in weiß am Traualtar geflüstert habe „Bis dass der Tod uns scheidet!“ Ob es daran liegt, dass damals das „dass“ noch mit ß geschrieben wird? Jedenfalls hat es gerade mal 10 Jahre funktioniert und zum Glück niemand von beiden zu Tode gebracht.

 

 

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Nicht nur unter Regenschirmen …

… gibt es Liebe und mehr, auch unter Schüsseln

… aber die sind nicht ganz so stürmisch – sie bleiben (brav) auf ihrem Platz.

Dass ich einen Farbknall habe, ist ja hinlänglich bekannt. Liegt das mehr daran, dass es im echten Leben nicht immer oder eher sogar sehr selten bunt und zufriedenstellend zugeht oder ist das eben einfach so.

Über lila wurde schon genug geplaudert, heute ist mal wieder rot dran.

Über kunterbunt79 wurde ich auf die Firma „FIFTYEIGHT PRODUCTS“ aufmerksam. Sie veranstaltete eine Verlosung, in der für mich eine lila und eine rote Schüssel von Interesse war. Ich habe nicht gewonnen, und mich deshalb selbst auf die Suche gemacht.

Nachträglich finde ich es sehr bedauerlich, dass ich meinem A-Händler untreu geworden bin – denn dort hätte ich für meine gewünschte rote Schüssel 7,00€ weniger bezahlt – und das finde ich nun schon richtig Geld. Wenn ihr genau hinschaut, dann könnt ihr oben auch die Adresse der Seite erkennen.

Gut, wer nur wegen eines Farbknalls für die rote Küche eine rote Schüssel und rote Stullenbretter bestellt, der muss sich nicht beklagen.

Die Neue wurde also ausgepackt und sofort in das Regal gestellt. Der Kussmund war sofort zur Tat bereit. Fast augenblicklich ergab sich eine Sympathie zwischen der schmunzelnden und der küssenden Schüssel. Die „Dame“ im Hintergrund fühlt sich zu Recht benachteiligt und zieht deswegen eine nicht zu übersehende Schippe.

Da es vorher an dieser Stelle drei weiße Schüsseln gab, musste also eine ausgelagert werden. Sie leckt sich ganz genüsslich den Mund, weil sie erstens die Streitereien im Nachbarfach hört und zweitens hier unmittelbar vor ihrer Nase einen Keks liegen hat, den sie gleich verspeisen wird.

Aber dort gibt es ja nicht nur Tassen, Schüsseln, Eierbecher, Kaffeekannen und mehr, nein, es gibt auch Stullenbretter mit den gleichen Motiven. 7,50 € für ein Stullenbrett finde ich wiederum einen stolzen Preis, aber hier muss man wohl die Ideen und den Einmaligkeitsfaktor bezahlen.

In der Galerie sieht man auf dem ersten Foto, dass ich ein Schnittenbrettchen gleich an die Schranktür geklebt habe, denn ich finde die Küchenmöbel nach wie vor ziemlich langweilig.

Auf dem dritten und vierten Foto sieht man noch ein paar Postkarten. Die habe ich als Belohnung bekommen, weil ich so viel bezahlen musste.

Wenn ich mir die Fotos und die Galerie so ansehe, bereue ich es nicht, dass ich (unüblich) viel Geld für so wenige Sachen ausgegeben habe.