Claras Allerleiweltsgedanken


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Noch kein Ostergeschenk?

Dann schenken Sie doch ein Schlagloch!

Keine Angst, Anna-Lena , ich mache dir jetzt nicht ernsthaft Konkurrenz – obwohl, wer weiß, vielleicht entscheidet sich doch die eine oder andere für meine Vorschläge. Wer hat schon so ein kleines, süßes Osterloch?

Zu Ostern, dem heiligen Feste, wird man es beim Eiersuchen aus vielen Gärten hören, das „Schatz, du bist mein allerliebstes Schlagloch!“ oder auch „Danke für dieses entzückende Schlagloch!“ – wenn sich denn unser Oberbürgermeister entschließen kann, es ganz schnell der thüringischen Gemeinde Niederzimmern gleichzutun.

Die Berliner Zeitung (welche denn sonst, eine andere kann ich vom Format her gar nicht bewältigen) meldete, dass o. g. Gemeinde ihre Schlaglöcher im Internet mit Erfolg verkauft.  Obwohl sich im Normalfall Schlaglöcher ob ihrer destruktiven Eigenschaften keiner großen Beliebtheit erfreuen – scheint das mit einem virtuellen Loch anders zu sein. – Wer schon alles hat, den kann man nur noch mit einem Schlagloch glücklich machen – Steigerung Wirbelsturm oder Stern ist lediglich noch machbar. Doch letzteres ist nicht mal gerade für 50,00 € zu haben.Es soll wohl Schlaglochanfragen aus Moskau, Griechenland und China gegeben haben. Jedes Loch kann der Besitzer mit einem individuellen Spruch versehen.

Ist doch toll: Hollywood hat Sterne, Berlin hat Löcher – dann allerdings zugestopfte, wenn alle Berliner ihr eigenes Loch kauften!

Also lasst euch animieren:

Hier das völlig urbelassene Schlagloch!

Urbelassen, Typ 2

Die Geschenkvariante erfordert einen etwas tieferen Griff ins Portemonnee.

Bitte, bitte bestell mich!

Und jetzt kommen die Einschränkungen, weil unser lieber Wowi leider nicht alles zulässt:

Dabei ist die Seerosenvariante so romantisch!

Diese Variante können sie nur wählen, wenn Sie das Schlagloch auf eigenem Gebiet haben

Greifen Sie zu, bei mir sind noch ein paar herrliche Schlaglöcher im Angebot.Richtig preiswert!

Warum habe ich dieses Potential nur nicht erkannt,  als ich  folgenden Artikel veröffentlicht habe? Dumm sind Berliner Omas eigentlich nicht, aber eben doch nicht geschäftstüchtig genug.

Und am Ende wieder der Hinweis auf Frau Nachbarin!


Berlin repariert nicht –

Berlin stellt Schilder auf.

Mein kleiner Leon würde über die Schlaglöcher nicht so dicke Kullertränen verlieren, wenn das Geld – statt auf die Straße geworfen – stattdessen in kulturelle, soziale und caritative Projekte oder besser: in meine Tasche – fließen würde. Der kleine, flotte Twingo bliebe ab sofort in der Garage und Clara nutzte freudenfroh die (kostenlosengünstigen) öffentlichen Verkehrsmittel.