Claras Allerleiweltsgedanken


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Warum alles rechts?

oder: (hoffentlich) Jammern auf hohem Niveau

Das ist keine politische Fragestellung, sondern eher eine philosophische.

Anfangs hielt ich es noch für Zufall, doch dann häuften sich die Beschwerden, Ausfälle, Beeinträchtigungen auf oder in der rechten Körperhälfte. Hat es damit was zu tun, dass ich rechte Gesinnung so sehr verabscheue, dass sich meine rechte Körperhälfte diesem Prozess anschließt? – Glaube ich eher nicht.

Wenn ich mal so von oben nach unten gehe, bin ich sehr glücklich, dass ich wenigstens keinen rechtsseitigen Haarausfall habe. –
Die Probleme mit dem rechten Auge sind weitestgehend behoben. Durch die Diagnose-Unfähigkeit einer Augenärztin wurde ich zum Austausch der Linse geschickt, obwohl es richtiger Weise eine Membran auf der Netzhaut war, die dann mehrere Wochen später operativ entfernt wurde.
Zum Glück gibt es auch beiderseitige Kopf-Miseren, nämlich der Zahnbefund, doch der wird hier nicht behandelt, auch die Nase ist beidseitig atmungsbehindert, obwohl drei „Koryphäen“ an ihr herumoperiert haben. – Aus eingeschränktem Mitteilungsbedürfnis verlasse ich jetzt die Kopfregion. –
Sollte ich von leichten anfangenden Schultergelenksbeschwerden jammern wollen, dann sind auch diese nur rechts. –
Dass sich ab und an sehnenscheidenähnliche Entzündungserscheinungen einstellen, ist zu verstehen, denn RechtshänderInnen machen nun mal mehr mit diesem Arm als mit dem anderen.
Das Herz liegt auf der linken Seite, deswegen ist es auch in Ordnung. Über die restlichen Innereien erstatte ich jetzt auch keinen unappetitlichen Bericht – nur der rechts gelegene Wurmfortsatz wurde mir in einer dramatischen Aktion als Kind entfernt – ich war noch nicht dran mit dem Sterben, aber viel soll wohl nicht gefehlt haben!!!
Bei der Schwindeldiagnostik haben die Neurologen übereinstimmend festgestellt, dass die Reizleitungsverzögerungen am rechten Bein weitaus stärker sind als am linken. – Mich hat es nicht gewundert. –
Aber das, was sich mein Hüftgelenk (das eigentlich soll es ja laut Röntgenbefund nicht sein) in den letzten Wochen leistet, ist der absolute Oberhammer. Rien ne vas plus – nichts geht mehr. Im Spielsalon lässt frau sich das ja noch gefallen, aber am eigenen Körper? – Wenn ich gegen 4.00 Uhr aufwache, weil die Schmerzen keinen Weiterschlaf möglich machen, spaziere ich im Wohngebiet umher.

Gerade gegen die Hüftbeschwerden habe ich eine teure, selbstbezahlte Stoßwellentherapie gemacht.

Die beiden (schlechten Handy)Fotos sind nur als Beweisfotos aufgenommen worden.

Was in das Fachgebiet des Urologen fällt, ist ja auch eher beidseitig oder mittig und wird nicht bejammert. Lediglich die Gynäkologie hat nichts auszusetzen, denn ich bin nicht schwanger 🙂

Und jetzt der absolute Höhepunkt: Hautkrebsvorsorge – die Ärztin war sehr gründlich. Plötzlich holte sie eine Lupe und schaute ganz genau. Ihr dürft raten, wo sie ein winziges Verdachtsmomentchen entdeckt hat – am rechten Vorderhals. Ich bin felsenfest überzeugt, da kommt nichts.Sie will sich hoffentlich nur ihre Patientenzahlen für das nächste Quartal sichern, denn – ein Schelm, der Böses dabei denkt – den nächsten Termin gibt es IMMER erst im NÄCHSTEN QUARTAL.

Obwohl, meine Mutter hatte das auch, aber erst mit 95 – also habe ich noch ein wenig Zeit. Allerdings war das Ding auf der Stirn dann so groß geworden, dass Eigenhaut transplantiert werden musste. – Das war 2008 – 5 Jahre später ist sie gestorben, aber nicht daran.

1208 Operation

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Und jetzt meine ernsthaft gemeinte Frage: Hat es einen tieferen Sinn, dass sich alles Unangenehme in einer Körperhälfte abspielt?


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Welche Mütter richten größeren Schaden an?

oder andersherum, nutzen ihren Töchtern mehr:

  • Mutter schildert der erwachsenen oder gar schon schwangeren Tochter die zu erwartende Entbindung in relativ realistischen Nuancen. Sie weist also auch auf Schmerzen hin, die ausgehalten werden müssen.
    Tochter kann sich dann unter der Entbindung entweder bestätigt fühlen oder denken: „Na so schlimm ist es doch gar nicht, wie sie gesagt hat. In diesem Fall:
    Tochter kommt sich am Ende wie eine Heldin vor
  • Tochter fragt vor Entbindung nach den zu erwartenden Schmerzen – Mutter verharmlost stark, so dass Tochter frohgemut in den Kreißsaal geht —— dort, vollkommen andere Erfahrung, Schmerzen ohne Ende, Geburt ohne Ende – Jammern und Wehklagen groß; Tochter schimpft innerlich auf Mutter, die sie so in die Irre geführt hat
    Tochter kommt sich am Ende wie ein jammerndes Weichei vor, weil sie die Entbindung nicht so heldenhaft überstanden hat, wie Mutter es vorausgesagt hat

Tja, was sollen Mütter denn nun machen? Am besten gar nichts sagen, den Mund halten! Oder?

Und jetzt gibt es zur Belohnung für’s Durchhalten bei geistiger Kost etwas emotionale Nachspeise – eine Diashow mit Blumen!