Claras Allerleiweltsgedanken


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Nachtrag zu „Urlaub auf Balkonien“

Mein Reiseveranstalter hat mir gestern ca. 5 Seiten mit Erklärungen geschickt und die Forderung aufgestellt, das restliche Geld bis zum 15.7. zu überweisen.

So viel, so gut.

Erst durch sehr genaues Vergleichen der eigentlichen Reiseroute mit dem jetzigen Fahrverlauf konnte ich feststellen, dass aus der eigentlichen „Skandinavienreise“ ein „Norwegenurlaub“ geworden ist.

Auf einer Einladungsseite zu einem Extraausflug wird noch von Schweden und Norwegen gesprochen – wahrscheinlich ist diese Seite dafür gedruckt, dass der Aufenthalt in Schweden VOR der Einreise in Norwegen wieder erlaubt sein wird – momentan ist das nicht der Fall.

Das schon ein wenig vertraute Malmö samt Übernachtung wird also nicht angefahren – also kein Wiedersehen mit der Musikkapelle aus Metall.

… Ich kann auch keinen Blick in die extravagante Löwenapotheke am Markt werfen.

… und der „Turnig tower“ kann auch nicht erneut fotografiert werden. Vielleicht hätte ich dieses Glasbild zu meiner Sammlung hinzugefügt, damit die halbrunde Zahl 25 erreicht wird.

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Madame Wankelmut hat es geschafft …

… sich zu entscheiden und verbindlich anzumelden

In der vorigen Woche war eine Präsentationsveranstaltung von dem Reiseanbieter, mit dem ich bisher die meisten Reisen gemacht habe.

Der Referent, den ich schon sehr lange kenne, hat mir wärmstens die Georgienreise ans Herz gelegt. Die Temperaturbedenken hat er damit zerstreut, dass wir während der Rundfahrt überwiegend in höheren Lagen sind, wo es nicht so heiß ist – und die zwei Tage am Meer in Batumi würde es ja nicht schaden.

Außerdem wird es diese Reise nächstes Jahr nicht mehr geben, weil u.a. in Georgien größere Bauprojekte stattfinden, die vieles von der Ursprünglichkeit des Landes zerstören werden.

Also füllte ich einen unverbindlichen Anmeldungsbogen aus – so kann ich 14 Tage ohne Kosten die Reise wieder stornieren.

Und dann habe ich zu Haus eine Plus/Minus/Liste aufgeschrieben und bin auf SKANDINAVIEN gekommen. Damit ich nicht wieder rumeiere, habe ich mich noch in der Nacht an den Computer gesetzt und die Reise mit Vor- und Nachaufenthalt in Hamburg gebucht.

Jetzt zeige ich euch mal paar Fotos, was ich von Skandinavien schon gesehen habe.

Ich war 2006 und 2017 schon mal in diesen Gefilden, aber nicht zu lange und nicht zu weit oben. Bei meiner Erinnerungshalbwertzeit werde ich vieles bei der kommenden Reise als neu begrüßen und fotografieren, als wenn ich es noch nieeeeeeeeee gesehen hätte. Eventuell erinnert ihr euch besser als ich, denn vieles davon habe ich ja verblogt.

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Für den Februar habe ich mir zwei private Fotoprojekte ausgedacht. Täglich werde ich in diesem Blog und im stark vernachlässigten Fotoblog etwas vor eure Augen bringen. Ich wollte die SaureGurkenZeit nicht vollkommen ungenutzt verstreichen lassen.

Lasst euch überraschen.

 


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Dreiländerhauptstadttour – Stockholm 8

Unser Weg führte uns auf der Durchreise auch in die Schärenstadt Västervik, und zwar am 3.8.

In Schweden liegen ja fast alle Orte am Meer, deswegen gehören dort große alte Segelschiffe zum Alltagsbild. Aber dass vor den Schiffen so hübsche Bäume mit so leuchtenden Blättern stehen, das gehört nur zum Touristenprogramm 🙂

Die Häuser waren klein und niedrig und sehr oft rot. Warum, haben uns die Reiseleiter erklärt – entweder habe ich es nicht verstanden oder nicht behalten. Manche davon hielt ich fast für Asylbewerberunterkünfte, werden es aber nicht sein. – Die Blüten hinterm Zaun waren mehr als üppig.

Als wir Freizeit hatten, habe ich mir auch was zum Kuscheln gesucht, denn irgend etwas fürs Herz braucht der Mensch: Robbenkuscheln

Und dann ging es in die Hafenstadt Karlskrona, wo auch unser Hotel war

Schweden machte auf mich stets einen sehr sauberen Eindruck – selten lagen irgendwo so viele Abfälle rum wie in Berlin. Und wenn ich mal welche entdeckte wie hier z.B. in diesem Brunnen, kam bald jemand vorbei, der sie beseitigte und sogar Zigarettenkippen aufpiekte.

Die Auffassung davon, was oder wie ein Vier-Sterne-Hotel zu sein hat,  wich allerdings von der deutschen Klassifizierung ein wenig ab – ich habe es überlebt.

„Lustig“ fand ich es, dass die schon eher wussten als ich, dass ich eigentlich ein Behindertenbad gebraucht habe.

Jetzt zum Schluss dieses Tagesartikels noch ein paar schöne Sachen für Mallybeau. Als ich in dieses Schaufenster schaute, musste ich an ihre reichhaltige Designertätigkeit denken und dachte mir so, ob sie vielleicht ein paar schwedische Clara-Eindrücke braucht.

Dieser Tag ist zu Ende – doch langsam sollte auch die Reise zu Ende sein – zumindest die Berichterstattung.


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Dreiländerhauptstadttour – Stockholm 5

Immer noch Übernachtung 4: Stockholm am 31.07.17

Zu dem gestrigen Artikel fehlten ja noch einige Fotos, da ich abgebrochen hatte.

In jedem schwedischen Hotelfahrstuhl hätte man eine Fahrstuhlbedienungsprüfung ablegen und bestehen müssen. Jedes Mal war der Gebrauch der elektronischen Zimmerkarte anders – aber irgendwie kam ich immer von A nach B.

Warum ich in der 9. Etage wohnte, die Zimmernummern aber mit einer 1 begannen, war auch nicht so ohne weiteres ersichtlich. Ich habe mal Zimmernummern fotografiert, die mein Leben interessant gemacht haben. Warum mein eigenes Geburtsjahr ausgespart war, war ein weiteres Hotelzimmernummernmysterium. – Wohnte ich in einem Einzelzimmer am Ende des Ganges, war es schon fast Frühsport, zum zeitigen Frühstück früh genug zu erscheinen. – Ich wohnte im „Jahr des Mauerbaus“ – wenn jeden Tag eine neue Zimmernummer mental gespeichert werden muss, kann ich schon mal durcheinander kommen.

In der unmittelbaren Umgebung des Hotels war ein gleichnamiges Einkaufszentrum und eine spaßige Spiegelwand. Die Häuserfronten waren auch nicht langweilig, zumindest waren sie oft farbig.

Aber jetzt kommt das allerschönste, was ich auf dieser Reise erlebt habe. Ohne viele Worte – nur mit Fotos. Zwei gläserne Kugeln fuhren wie bei einer Standseilbahn wechselseitig nach oben auf den Zenit der Kugel und zurück zum Fuß. Die Aussicht von oben war gigantisch.

 


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Dreiländerhauptstadttour – Stockholm 4

Übernachtung 4: Stockholm am 31.07.17 – Fahrt über Vätternsee, Gränna, Vadstena

Der Weg nach Stockholm wird am Ende des Tages abgeschlossen sein, doch bis dahin gibt es noch verschiedenste Zwischenhalte.

Vom Vätternsee aus dem Bus kann ich mit keinen Fotos aufwarten, dafür aber mit vielen aus der Zuckerwarenmanufaktur in Gränna und dem ganzen Drumrum.  In einem der Karls Erdbeerhöfe habe ich das schon mal gesehen. Die herumgereichten Probebonbons waren entweder lakritzlastig (sofort ausgespuckt) oder pfefferminzlastig – nach einer halben Minute ausgespuckt.

Bitte entschuldigt, wenn es heute eine Fotoflut gibt – falls ihr das nicht wollt, gilt dieses „angepasste“ Verkehrszeichen als Einfahrtsverbot für diesen Artikel.

Irgendwo unterwegs – wahrscheinlich bei einer dringend notwendigen Pipipause – gefiel mir dieser Spielplatz.

Also nun zu den Bonbons und den Folgen davon.

Da ja heute passenderweise Montag ist, kann ich ja gleich noch ein paar süße Herzen posten.

Als wir dann der „süßen Hölle“ entwichen waren, ging es mit den „Schrecklichkeiten“ gleich weiter. Auf dem letzten Foto preist der Bär Eis an.

Einige Bürger der Stadt verdienen ihr Geld, indem sie Ballonflüge anbieten.

Der nächste Stopp war in Vadstena – einer Stadt mit einem Schloss, das völlig von Wasser umgeben ist. llÜber dieses Wasser haben die Segler Zugang zum offenen Meer.

Die Ankunft in Stockholm mit dem wunder-wunderschönsten Erlebnis der Reise hebe ich mir für den nächsten Artikel auf, sonst wird es mir auf jeden Fall zu viele Fotos.


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Dreiländerhauptstadttour – Stockholm 3

Übernachtung 3 in Jönköping 30.07.17 – über Halmstad und Göteborg

Stockholm lässt immer noch einen Tag auf sich warten – heute gibt es einen geführten Stadtrundgang in Göteborg und eine Übernachtung in Jönköpping.  Ich habe mir gerade die auf G. gezeigten Fotos von Göteborg und speziell von der Altstadt angesehen – da muss ich sagen, wir müssen in einer anderen Stadt herumgefahren sein, denn keines dieser Foto gleicht einem von mir geschossenen. Weder bei den sogenannten „Top 10-Sehenswürdigkeiten“ noch bei den normalen Touristenfotos. – Vielleicht oder sogar sicher fiel die Zu-Fuß-Begehung von Göteborg wegen Starkregen aus – und die Fotos aus dem Bus kann man nicht verwenden.

Wer weiß, was ich da schon wieder wegen Informationsoverflow verwechsle. Ich zeige sie jetzt ohne Ortsfestlegung.

Kunst

Dieses Tütengebilde sieht aus wie ein Tischtennisball-Auffanggerät. Meine Kinder hatten das, schnippten den Ball hoch und versuchten, ihn mit dem „Ding“ in der Hand wieder aufzufangen. – Bei dem Revolver kann ich nur zustimmen und es auf alle Waffen ausdehnen. – Will uns die schwimmende Null zeigen, dass sie sich ganz schnell zu einer 8 entwickeln kann?

Brunnen

 

Blumenrabatten mit Segelschiffen

Restbilder

Ein wenig Schloss, ein wenig Backstein-Architektur, ein wenig Segelschiffe im Hafen und ein Fachwerkhaus, welches ich aber nur wegen der Mülltonnenbehältnisse fotografiert habe. Ich hätte diese Gebilde für Fahrradgaragen gehalten.

 


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Dreiländerhauptstadttour – Stockholm 2

Übernachtung 2: Malmö 29.07.17 über Puttgarden, Schiffsfahrt nach Rodby, Öresundbrücke zwischen Dänemark und Schweden

Rom wurde nicht an einem Tag erbaut – und Stockholm nicht in einem Ritt erobert.

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Die Facebookleser wissen es schon: Ich bin einfach zu „blöd“ zum Verreisen. Bei der letzten Reise vergaß ich mein Handy, welches ich zur Orientierung über G. Maps dringend gebraucht hätte, doch dieses Mal vergaß ich etwas weitaus Notwendigeres, was mich richtig teuer zu stehen kam. Zum Glück war ich zwei Stunden vor der geplanten Busabfahrt am ZOB. Unmittelbar davor bemerkte ich, dass meine Hördremmel zu Haus in der Schachtel liegen. Ohne diese verstehe ich so gut wie nichts – ich verstehe ja schon MIT ausreichend wenig.

Mit Koffer und Rucksack öffentlich zurück und wieder zum ZOB zu fahren, wäre zwar knapp, aber machbar gewesen. Sicherheitshalber entschied ich mich für die Taxivariante. Der Fahrer – vor 40 Jahren aus dem Iran gekommen – war genau der richtige für mich. Durch Geschichten aus seiner Familie beruhigte er mich und lenkte mich ab. Wir schafften es ganz bequem, da er ganz geschickt jedem Stau aus dem Weg ging. Die Rechnung betrug etwas mehr als 70,00 €, aber ich habe noch nie so gern auf den nächsten Zehner aufgerundet wie hier.

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Der Bus kam relativ pünktlich und schon mehr als halbvoll an. Der Fahrer hatte Fahrgäste aus Zwickau, Chemnitz und Dresden abgeholt. Fazit war, die besten Plätze waren weg und blieben auch weg. – So wie hier auf diesem „idyllischen Regenbild“ ist es uns oft in den nächsten Tagen ergangen.

Bald fuhren wir über eine der vielen ingenieurtechnischen Meisterleistungen von Brücken und kamen zur Fähre, die uns nach Schweden übersetzte. Diese riesigen Schiffe mit ihren drei Decks für Busse, Autos und Motorräder brauchte 45 Minuten für die Überfahrt. Die einen beschäftigten sich in Spielsalons, die anderen fuhren imaginäre Motorrennen, andere gaben im Duty free-Shop ihr Geld für Alkohol aus und die ganz Langweiligen knabberten an ihren Essensvorräten und gingen fotografierend übers Schiff.

Als wir zum ersten Mal schwedischen Boden betraten, fielen uns bald die wunderbaren Pflanzkübel auf, die immer Ton in Ton bepflanzt waren. In Gedanken habe ich einen stillen Gruß an die schwedischen Lila-Fans geschickt.

Und dann waren wir in Malmö – der Turning Torso, ein Wohnhochhaus, ist wohl das bekannteste Gebäude. Bei Wiki kann man sich alle Fakten holen: https://de.wikipedia.org/wiki/Turning_Torso

Nicht nur die Bewohner der 54. Etage werden sich kräftig den Wind um die Nase wehen lassen müssen – bei den unteren ist es sicher nicht viel weniger. Abends im Hotelzimmer fand ich das Motiv auch auf einem meiner geliebten Glasbilder – zum Glück sind meine Wände voll, so dass kein Kaufzwang aufkam.

Aber in Malmö sind natürlich auch noch andere Fotos entstanden. Ein Kanaldeckel für Frau Tonari lag mal so rum.

Die Kunst auf Kugeln und mit Brunnen stand  oder hing oft herum. Als ich die Musikkapelle sah, da endlich wusste ich genau, dass ich vor Jahren schon mal zu einem Kurzbesuch in Malmö gewesen bin. – Was das mit der Wäsche auf hohen Leinen mit Kunst zu tun hatte, kann ich euch nicht sagen.

Was finde ich noch unter diesem Datum auf meiner Speicherkarte? An diese äußerst kunstvoll ausgestaltete Löwenapotheke auf dem Marktplatz erinnere ich mich auch, denn vor Jahren habe ich sogar Innenfotos machen können – jetzt war sie geschlossen.

Und zum Abschluss lasse ich einen Erfrischungsbrunnen sprudeln, damit wir uns alle bis zum nächsten Beitrag erholen können.