Claras Allerleiweltsgedanken


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Geben – Hören – Sagen … ein Nullspiel von Senseo

18 – 20 – 22 – 23 -……….. 35 ……..46 – bis zur Revolution wollen wir es nicht kommen lassen

Wer sich ein klein wenig auf dem Sektor der Kartenspielerei auskennt, weiß jetzt gleich und sofort, dass es sich um Skat handelt – ein fast eben so schönes Spiel wie Doppelkopf. Aber ich missbrauche jetzt dieses spannende Spiel, um meinem Frust auf Senseo Worte und Bilder zu verleihen.

Ich trinke sehr gern Cappuccino. Mein neues Kaffeeerzeugungswunder hat zwar einen Milchschäumer, aber mit dem habe ich mich noch nicht so richtig angefreundet. Also habe ich mir eine Packung mit 8 Pads von Senseo gekauft und die alte Maschine wieder heraus geholt.

Jungfräulich sehen diese Pads so aus:

Natürlich habe ich mich gewundert, warum diese Dinger so dick und so steif sind. Die beiden ersten Cappuccinos habe ich noch mit Genuss getrunken und die Überreste in den Müll geworfen.

Doch dann erwachte mein Entdeckergeist. Ich nahm sie nach der Benutzung auseinander und war im wahrsten Sinne des Wortes entsetzt über so viel sinnlos eingesetztes Plastik. Die Ummantelung ist nicht nur Papier, wie ich gehofft hatte, sondern zusätzlich eine dünne Folie. Die Füllung ist in den Kammern des Plastikkörpers und löst sich beim Durchlaufen des Wassers nicht vollkommen auf. Nehme ich sie über der Tasse auseinander, füllt sich diese noch um einiges und der Cappuccino wird stärker.

Ich bin der Meinung, das hätte man auch ohne Plastik eleganter lösen können – diese Packung werde ich für den nicht kleinen Preis nicht noch einmal kaufen. – Aus lauter Ärger habe ich mit den drei Überresten Skat gespielt – und zwar habe ich mich von Null über Null Hand auf Null Ouvert gesteigert.

Ich verrate euch nicht, was im Skat liegt – ich brauchte ihn nicht, habe ihn liegen gelassen und damit meine Punkte etwas verbessert und meinen Ärger etwas gesenkt.

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Aber es gibt ja selten nur Ärger – und so riesig war der Ärger dann doch nicht, weil ich erstens schlecht die Welt alleine retten kann und zweitens der Cappuccino recht gut geschmeckt hat.

Jetzt die Freude: Bei mir kam eine bombastische Nikolausfrau vorbei. Ich fand nicht nur eine rote Kugel mit Beleuchtung in einem Päckchen, das vor meiner Tür stand, nein, es waren auch noch 6 kleine Marzipanleckerlis dabei. Da das Marzipan nicht von der haltbaren Sorte ist, freue ich mich natürlich über die Kugel mehr.

Zuerst habe ich mich mit dem Stand für die Kugel etwas schwer getan – ich wollte sie auf eine Kerze stellen, aber da stand sie viel zu hoch. Also wollte ich diese Kerze kürzen, gab dieses Unterfangen nach zwei „verwachsten“ Messern und einem zugewachsten Sägeblatt auch auf. Auf solche Ideen kommt immer Clara, die andere C.-Dame ist vernünftiger.

Die schmeißt dafür zum Ausgleich Weihnachtskugeln runter – die echten alten sind ja hauchdünn und die Splitterchen findet man Tage später noch in den Parkettritzen. Ihr kennt ja den Spruch, dass man sich sonst nichts gönnt! 😉


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Clara kocht ist langweilig.

… Bei dem Zusatz „aus Wut“ kann es interessanter werden.

Das Leben ist ja nicht nur für mich in den letzten Monaten immer eintöniger geworden – damit verrate ich keine Geheimnisse.  Zum Glück bekomme ich morgen Besuch von einer Freundin aus SH – und wir haben 4 volle Tage Zeit, das Berlinleben zu genießen – immer schön mit Impfnachweis. Und davor kommen die lila und terrakottafarbenen Plissees an die Fenster – hoffentlich ohne Zwischenfälle.

Meine heiß geliebte Doppelkopfspielerei kränkelt auch ein wenig, weil sich die im höheren Erwachsenenalter befindlichen Mitspielerinnen zum Teil wie Kindergartenkinder aufführen und zur Zeit gerade in der Phase des gegenseitigen Bewerfens mit Sandspielförmchen sind.

Das Spielen am Tablet ist nicht die wahre Sahne, weil „inoffizielle Clarastudien“ beweisen, dass ICH fast immer die schlechtesten Karten bekomme. Andere spielen en masse ein Solo und haben dafür DIE SUPERKARTEN. Zum Glück kann ich in der App nach dem Spiel die Karten der anderen sehen und auch die Stiche nachvollziehen. – So ist das Leben! – Ich bin jetzt schon auf Skat ausgewichen, natürlich mit den gleichen Teilnehmern. – Na gut, eine Person musste gecancelt werden, da Skat in der App nur zu dritt gespielt wird. Der Sohn hat eh zu viel mit dem echten (Geschäfts-)leben zu tun, also flog er raus.

Die Fotos von meiner echten Kocherei haben mit ganz, ganz viel Gemüse zu tun und mit ganz wenig Wut. Es ist einfach, wird oft wiederholt mit verschiedensten Zutaten und schmeckt mir immer, immer (kann jetzt noch mehrfach wiederholt werden) wieder und reicht vor allem nicht nur für einen Tag. – Das ist immer der Anfang. In einer (sehr) großen Pfanne werden viele Zwiebelstückchen auf ihr zukünftiges Leben in der Hölle in Claras Magen vorbereitet, bis sie schön angeröstet sind.

Eifrigst werden von mir die verschiedenen Gemüseteile und zwei richtig große Kartoffeln in Stücke zerteilt. Hier habe ich mich offensichtlich mit Gemüsesorten zurück gehalten – war eben nicht mehr im Gemüsefach vorhanden. – Es hat nichts zu bedeuten, dass die lila Gewürzfraktion doppelt vertreten ist – die Füllung des ersten Glases ging ihrem Ende entgegen – und Knoblauch MUSS sein – mit irgend etwas muss ich doch Leute erschrecken, wenn ich sonst schon so brav bin.

Wenn alle Gewürzgläser ihren Inhalt über den Schüsseln verteilt haben, geht bei mir das große Husten los – gegen irgendein Gewürz muss ich allergisch sein, aber nur im Rohzustand. Ich glaube, es ist der Pfeffer. Egal – es sieht dann so aus. – Und gegen Kurkuma – das Glas mit der gelben Verschraubung – ist meine Spüle offensichtlich allergisch. Beim Abgießen gelangt das gewürzgesättigte Öl in die Spüle und hinterlässt dort kräftige gelbe Spuren, die mit normaler Spülenreinigung nicht zu beseitigen sind – da muss schon kräftig Scheuermilch arbeiten. Vielleicht streue ich das Gewürz erst kurz vor dem Essen auf.

Es ist kein Wunder, dass mein Abfluss immer so schnell verstopft, denn von Oregano, Basilikum & Co landet ja eben doch einiges in der Spüle – alles andere landet oder endet in der Pfanne und dann in meinem Magen.

Wenn ich mich mit dem Backen genau so verhalten würde wie mit dem Kochen, wäre dieser leckere Kuchen, dessen Rezept ich von Frau Momo bekommen habe, schon längst auf der Tortenplatte – wird noch … der Russe würde sagen: уже будет – wird schon werden! Dass ich das Rezept MIT DER HAND auf einen LILA ZETTEL geschrieben habe, bedeutet, dass ich es ausprobieren will und werde – vielleicht kurz vor meinem Besuch – wenn mir der „gesunde Kuchen“ nicht schmecken sollte, habe ich Hilfe bei der „Vernichtung“.

Das Notrufgerät ist zu den Johannitern zurück gebracht, die Hülle für das Handy mit den Ösen ist angekommen.  Das und von der Aktion des Sohnes hatte ich euch ja schon erzählt, und der Fensterbauer hat sich immer noch nicht gerührt – er hat  von mir die restlichen 10 % der Gesamtsumme bisher nicht bekommen. Wahrscheinlich sagt er sich, dass er damit ein sehr gutes Geschäft macht, wenn er auf dieses Geld verzichtet und alle Restarbeiten unerledigt lässt. – Und ich lebe den Rest meines Daseins in dieser Wohnung damit, dass im Bad das dicke „Wörterbuch der Medizin“ und in der Küche die dicke, lange Wasserwaage auf der Erde liegen, um meine Körpergröße bei Bedarf um 5 cm zu erhöhen. Frau gönnt sich doch sonst (nichts) zu wenig! *haha*


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So darf es bleiben

Mein Ärger mit der DSL-Technik ist ja schon fast sprichwörtlich – doch vielleicht bin ich jetzt aus dem Schneider. Am 3. Juli war ein Techniker da, der

  • tatsächlich einen fachkundigen Eindruck machte,
  • meine Telefondose gewechselt hat,
  • im Keller bei den  Telefonverbindungen etwas entwirrt hat
  • im Straßenverbindungskasten nach dem Fehler gesucht hat

und der einen hervorragenden Job gemacht hat – bisher jedenfalls. Er gab mir den Rat, das Modem am Abend wirklich mal für 3 Sekunden vom Netz zu trennen, damit es sich neu initialisieren muss und seine Tageslast abschütteln kann.

Die Zeit zwischen den hohen Balken kann man symbolisch mit Skatkarten so ausdrücken:

Kein Null, kein Grand, kein Blatt, kein Bube, kein Spaß – so ist es, wenn die Technik versagt und nur 10 % Leistung oder weniger bringt.

Da kann ich ja wieder zu meinen (harmlos) zweideutigen Witzen zurückkehren und euch hoffentlich an meinem Lachen teilhaben lassen: (Quelle: witze.net)

In der Schule werden Wörter zusammengesetzt.
Als der Lehrer Fritzchen dran nimmt sagt der: „Ich kenne ein Wort das mit A anfängt und mit och endet.“
Antwortet der Lehrer: „Pfui, Fritzchen so was sagt man doch nicht!“
Erwidert Fritzchen: „Aber Herr Lehrer, was haben sie denn gegen Aschermittwoch?“ 🙂

 


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Zum ersten Mal …

Kaum geworfen, schon gefangen

Die liebe Skryptoria Skriptum wirft so mir nichts, dir nichts ein Stück Holz in die Luft, nennt es Stöckchen und hofft, dass es alle aufheben und mitnehmen. Liebste SPS, die Zeiten der Brennstoffknappheit, in denen alle Bäume vom Berliner Tiergarten verfeuert wurden, sind vorbei! Wer braucht denn jetzt noch Holz? – Nein, es gibt ja wieder Kamine! Deswegen habe ich es doch mitgenommen, obwohl ich keinen habe. Ich reiche es dann eben einfach weiter.

… einen Spickzettel geschrieben (1952)

  • Clara ist in der ersten Klasse; das erste Diktat, bestehend aus 5 Wörtern, wird vorbereitet (und, das …)
  • Freundin Barbara und sie beschließen, einen Spickzettel zu schreiben, obwohl sie alle Wörter auswendig und richtig schreiben können
  • Claras Zettel bleibt unter der Bank, Barbara wird erwischt und verpetzt ihre Mittäterin

Fazit: Spickerkarriere vorzeitig wegen Nichteignung abgebrochen

… eine Narkose bekommen (1958)

  • Bei der 13jährigen Clara erfordert eine superakute Blinddarmentzündung eine sofortige Notoperation
  • Kaum auf dem Tisch, bekommt sie diese widerwärtig stinkende Äthermaske vor Nase und Mund und soll zählen
  • Der erreichte mathematische Höchstwert dieser Zählerei ist ihr entfallen
  • Nicht entfallen ist ihr die Angst, dass die Ärzte mit der OP anfangen könnten, bevor sie richtig schläft. An dieses Bedürfnis zu schreien: „Noch nicht anfangen!“ erinnert sie sich bis heute.

Fazit: Mit der nächsten OP gewartet, bis anständig narkotisiert wird.


… bewusst dagegen gewesen (1961)

  • September – die DDR hatte sich im August eingemauert, damit keiner rein oder raus konnte
  • die Menschen in der DDR sollen diesen „Antifaschistischen Schutzwall“ auch noch gut finden
  • die Schüler des Gymnasiums „Frédéric-Joliot-Curie“ sollen dieses „gut finden“ noch steigern und eine „Resolution zu seiner Begrüßung“ unterzeichnen
  • und Clara bekam das erste Mal richtig Ärger, weil sie „Nein“ sagte

Fazit: Nicht sehr viel daraus gelernt.

… schwanger geworden (1968)

  • der Mann  erkennt noch vor mir die Schwangerschaft
  • ich – sonst supermäklig im Essen – staune, auf was man alles in welchen Mengen und vor allem solch kurioser Zusammenstellung Appetit haben kann
  • die Milchbehälter explodieren von (Tisch-)Tennisbällen zu Fußbällen, Tendenz: Medizinball
  • täglich in den letzten 6 Wochen das Wunder bestaunt, wie die Haut eines Bauches der eines Trommelfells einer großen Pauke immer ähnlicher wird – so doll gespannt
  • beim Endspurt erfreut gestaunt, dass nach 36 Stunden schmerzhaftestem Kampf zwar ein vollkommen zerknautschtes, aber dennoch so süßes Endprodukt „ausgestoßen“ wurde

Fazit: Ausgedehnte Haut und Milchbeutel gleich für zweite Schwangerschaft genutzt, die viel unkomplizierter beendet wurde

… ein Hörgerät getragen (2004)

  • iiiiihhhhh, war das komisch: die Ohren standen ab, in den Hörgängen drückte es, als hätte ich Bohnen in den Ohr’n
  • alles war plötzlich so schrill, hell, unerträglich laut
  • die Toilettenspülung versetzte mich vom Geräusch her dicht neben die Niagarafälle
  • Türenknallen kam kriegsähnlichem Trommelfeuerbeschuss gleich
  • Plastiktütengeknister oder Besteckschubladengeräusche kamen hochtonigen Detonationen nahe

Fazit: Diese Dinger wollte ich nicht, also musste ich für bessere mehr Geld ausgeben.

… mit 2 unbekannten 12.-Klässlern Skat gespielt (10.6.10)

  • nach einem Zahnarztbesuch im Straßencafé ge-imbisst
  • Horde Jungen hatten eine Freistunde, setzten sich an Nachbartisch und okkupierten meinen letzten freien Stuhl
  • sie holten Skatkarten raus und fingen eher schlecht als recht an zu spielen
  • ich schaute meinem Nachbarn in die Karten und holte tief und hörbar Luft, als er im Begriff war, einen kapitalen Bock zu schießen

Fazit: Nach kurzer Zeit baten sie mich mitzuspielen, was ich dann auch gern tat. Es hat richtig Spaß gemacht, obwohl ich sonst nur Doppelkopf spiele.


… ein anständiges Hutfoto aufgenommen (13.06.10)

  • Motzstraßenfest – wunderschönes Wetter – wunderschöne Hüte in allen Farben
  • Clara allein hingegangen – also musste jemand als Fotografin gewonnen werden

Fazit: Auch uneingespielte Teams können gute Arbeit leisten!