Claras Allerleiweltsgedanken


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Aus Eins mach Vier (3)

Und, seid ihr bereit für den Fotomarathon, Teil 3?

2609 Brunnen Collage

Hier beobachtet der Rabe aus dem rechten Augenwinkel, was denn dieser komische Schatten bedeutet. Er kann nicht verstehen, warum diese Frau mit den bunten Hosen den Brunnen so intensiv beäugt und versucht, etwas Genaueres zu erkennen. Sie vermutet, dass in Frankfurt in diesem Brunnen Geldwäsche stattfindet – na gut, nicht Euro und auch nicht Zloty, das Geld ist schon etwas älter, dafür um so sauberer, weil das Wasser schon lange darüer fließt.

2609 Collage

Der Oderspeicher, sicher früher ein Kornspeicher, wie der seitliche Haken schlussfolgern lässt. (Fotoblog) – Der Pegelstand gab keinen Grund zur Besorgnis. – Das unhübsche Hochhaus habe ich fotografiert, weil ich  mir über die vertikalen Stangen, die mittig über die Fenster gehen, keinen Reim machen konnte. Nur Zier? Zum Runterklettern bei Gefahr ungeeignet, weil sie zu weit oben enden. 2609 Kirche Ausstellung 2

Kunst in der Marienkirche. Die versandete Nachricht war mehr humoristisch zu verstehen, aber die anderen Sachen waren alle sehr aufrüttelnd und gegen den Krieg gerichtet.

2609 Kirche Ausstellung 82

Dieser mit Beton beschwerte und mit Spiegelscherben verzierte Einkaufswagen wird bestimmt nicht mehr entwendet (bei uns stehen diese Wagen nämlich überall rum). Na gut, das Gemüse war auch nicht mehr das frischeste.

2609 Kirche Ausstellung

Ich weiß nur noch, dass die beiden unteren Kunstwerke „Der Terrorist“ und das „Trojanische Ei“ heißen – letzteres gefiel mir ausnehmend gut.

2609 Skulpturen 2 Collage

Schach ist international – das kann man auch spielen, wenn der Gegner von der polnischen Seite nicht mehr als „Guten Tag“ auf deutsch kann. Der Deutsche revanchiert sich mit dzien dobry. – Wenn Bremen seine Stadtmusikanten hat, dann hat Frankfurt seinen Turm der Tiere. Leider wurde davor gebaut – aber die Bauarbeiter waren so freundlich, mir die Zäune wegzuräumen, damit ich besser an FlusspferdBärZiegeHaseRabe rankomme. – Diese neugriechische Dame mit wallenden Gewändern steht mitten in der Stadt. Ich vermute, dass ihr ehemaliges Zuhause zerbombt wurde, sie aber überlebt hat. – Der Herr, der auf der goldenen Kugel tanzt, schert sich um all das nicht, sondern narrt weiter vor sich hin.

2609 Skulpturen Collage

Kunst und Skulpturen gibt es in Frankfurt reichlich. – Ob die beiden Geschwister rechts oben (1990) darauf aufmerksam machen wollen, dass es in der neuen Gesellschaftsordnung auch Bulimiekranke gibt? – Dagegen spielt der kleine Junge (1970) selbstvergessen mit dem Fisch, den er gerade geangelt hat.

Und morgen nur noch Tag 4 im Fotoblog.


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Schwedt an der Oder …

war zu DDR-Zeiten bekannt durch das große Textilkombinat. Davon ist nichts übrig geblieben. Auch sonst scheint von industrieller Erwerbstätigkeit nicht viel in Schwedt und Umgebung zu sein – die Stadt macht keinen wohlhabenden Eindruck. Kunst gab es einiges, was mir gefallen hat – und Wasser. Eine Stadt am Fluss hat schon immer für mich einen besonderen Reiz. In der Nähe der Donau geboren, an der Neiße gelebt, an der Elbe (Dresden) studiert, an der Spree die Berliner Luft geschnuppert, an der Elbemündung geliebt, am Rhein Fahrrad gefahren, am Neckar einen Teil der Familie geparkt! Gibt es eigentlich Städte ohne Flüsse????

Das sind hier also ODER-Möven, die auch nicht anders aussehen als andere Möven, nur dass sie Polnisch verstehen, weil sie ja ständig hin und her fliegen.

1009 Collage Möven

Und jetzt Kunst satt.

Ich hoffe, jeder erkennt die Seejungfrau

Ich hoffe, jeder erkennt die Seejungfrau

Wie es aber kommt, dass die Seejungfrau ein Baby im Arm hat, das verstehe biologisch, wer will. – Vielleicht ist das hier der Vater von dem kleinen Seejungfrauen-Baby, der jetzt ganz schnell davon reitet, um keine Alimente zahlen zu müssen???

1009 Schw Skulptur Reiter 85

Als die Seejungfrau noch eine Mädchenjungfrau war, hat sie ganz unbeschwert mit ihrem Liebsten getanzt. – Diese Skulptur strahlt den typischen DDR-Kunst-Charme aus.

1009 Schw Skulptur Liebespaar 18

Und jetzt noch zwei Collagen von der Rathaustür, die ganz mit Skulpturen geschmückt war. – Dass die Industrie eine Rolle spielte, verstehe ich ja – aber warum Pferde für Schwedt so bedeutend sind, habe ich nicht erforscht.

1009 Collage Rathaustür (2)

Offenbar wurde die Industrie durch Natur und Obstbau ersetzt und die Pferde durch die symbolischen Pferdestärken. 1009 Collage Rathaustür 2

Und morgen gibt es noch was im Fotoblog über Schwedt.


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Manchmal helfen nur … ???

… warme Gedanken und (hitzige) Worte, um danach so ruhig wie diese Damen bei Kälte (jeder Art) so sitzen zu können!

1002 Frauenskulpturen Spree 04

Mit den Fotos geht ein Gruß an Nixe, denn die hat es geschafft, dass ich diese Damen so lange gesucht habe, bis ich sie endlich gefunden habe.1002 Frauenskulpturen Spree 05

Und dann noch ein LKW voller MUT, OPTIMISMUS und  ZUVERSICHT, da kann doch nichts mehr schief gehen – oder fast nichts mehr. Allerdings weiß ich nicht, wie es ausgeht, wenn die GELASSENHEIT dem Optimismus entgegen fährt und die Zuversicht durchgestrichen ist. –

1002 Bild mit LKWs Mut Optimismus

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Dieses Bild habe ich in einem Schaufenster fotografiert und kann leider keine näheren Angaben machen.

Aber hier weiß ich, dass ich das in Birkenwerder fotografiert habe – und frage lediglich: „Ist das ein ausgedrücktes Gefühl oder Kunst???“

1002 Stinkefinger 37


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Eberswalde-ein lohnenswerter Ausflug 7

Weil es so schön ist, bin ich noch ein wenig im Familiengarten geblieben. Es gibt nicht nur wunderschöne Spielplätze dort, es gibt nicht nur einen Aussichtsplattform-Kran dort, es gibt nicht nur Pflanzen und Themengärten dort – nein, es gibt auch Künstler dort, die ihre Werkstatt vor Ort haben. Mir ist dieser „Metallkünstler“ besonders aufgefallen, dessen Namen ich mir – wie immer – wieder nicht notiert habe. Doch seht euch einfach seine Werke an. Und ich schwöre und gelobe, oben rechts das ist nicht der kirchliche Adlige aus Limburg, auch wenn er ihm ähnelt. Vielleicht ist er es dennoch – es könnte ja sein, dass er in jungen Jahren Modell gestanden hat, um sein Studium zu finanzieren. – Dieser hier schmeißt nicht das Geld, das ihm gar nicht selbst gehört und das er auch nicht selbst erarbeitet hat, mit vollen Händen in … in die Badewanne, in den Garten, auf das Dach, um seinen eigenen Luxus zu erhöhen, sondern er guckt einfach nur skeptisch im Atelier herum.

UPDATE: Dank der fleißigen Recherchearbeit von Frau tonari (ganz, ganz lieben Dank, Britta, dass du trotz Reisevorbereitungen noch meine „Hausaufgaben“ machst, ich habe mich jetzt auf der Künstler-Webseite ausgiebig umgesehen) kann ich jetzt ergänzen, dass der Metallkünstler Eckhard Herrmann heißt und 1949 in Finowfurt geboren wurde. Und da nicht alle immer alle Kommentare lesen, schreibe ich hier die von frau Tonari gemachten Ergänzungen extra in den Beitrag hinein.

Die erste Plastik heißt „Windsbraut„, ist 3,50 m hoch und hat einen eingebauten Grill, was ich besonders lustig finde.

Der Kopf mit Brille heißt schlicht und ergreifend nur „Herr Dr.„, was also meiner These über den promovierten Herrn Dr. aus Limburg nicht zwangsläufig widersprechen muss. 🙂

Frau tonari sagt, dass „Die Ameise“ auch aus der Werkstatt von Eckhard Herrmann im Familiengarten stammt, obwohl ich sie so auf die Schnelle nicht bei ihm rumkrabbeln sah.

Wohingegen das „süße“ Wildschwein auf den Namen Borstel hört, so es hört, doch nicht in der Herrmannschen Kunstwerkstatt das Licht der Welt erblickte, sondern von Peter Fritzsche so rund und gesund in die Kunstwelt gesetzt wurde. Dennoch ward ihm ein „bewegtes“ Leben beschert. Trotz seines Lebendgewichtes von über 50 kg wurde es wegen seines wertvollen Rohstoffs Bronze von Dieben aus seinem Sockel gerissen und verschleppt – aber zum Glück blieb ihm das Einschmelzen erspart, denn den Dieben wurde ihre Beute zu heiß. So konnte Borstel auf seinen Platz im Familiengarten zurückkehren und wurde jetzt an vier seiner Füße fest im Boden verankert.

Jetzt kann ich auch ergänzen, dass der im ersten Beitrag über Eberswalde gezeigte halbe Stier „Europa und der Stier“ heißt und ebenfalls von diesem Künstler ist.

1410 Collage Metallkunst


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Wenn BSuM zu Ende ist, …

müssen Skulpturen und anderes Gekreuch und Gefleuch irgendwo anders untergebracht werden.

In BSuM ging es auch um Denkmal, auf der Landesgartenschau in Prenzlau wurde das Wort in seiner doppelten Bedeutung angeführt: Denkmal und Denk-mal. Leider konnte ich nicht mehr gute Sprüche fotografieren, da es gerade heftig anfing zu regnen und gar nicht wieder aufhören wollte – aber verständnisvoll mit dem Kopf konnte ich auch unter der Regenjacke nicken.

2007 Denkmalworte 35

2007 Denkmalworte 36

In der Nähe vom Potsdamer Platz habe ich diese Figur = Skulptur fotografiert.

2007 Skulptur PP

So richtig weiß ich nicht, was uns diese Plastik sagen will. Hier wird wohl geboxt oder gekämpft – und das auf den Kopf und den Plexus gleichzeitig. 2007 Skulptur PP 35 In Oberhausen habe ich ja schon eine ähnliche Plastik gefunden – nur in anderen Farben – diese sah so aus und ich vermute, es ist der gleiche Künstler. Da ging der Kampf auch nicht vornehm zu, denn wenn man dem Gegner den Kopf in den Bauch rammt, ist das zumindest unüblich zu nennen.

2007 Skulptur mit ClaraUnd ca. 12 km Luftlinie vom Potsdamer Platz entfernt ist die Fischerinsel, die ich bestimmt noch NIEEEEEEEEEEEEE hier erwähnt habe *grins*. Und da ist die Gertraudenbrücke – und wo Brücken sind, ist meist auch Wasser. Und wo es Wasser gibt, kann dieses hochsteigen und über die Ufer treten. Und was machen dann die Ratten – die verschwinden, denn nicht umsonst sagt man ja: „Die Ratten verlassen das sinkende Schiff“. – Aber ein Schiff sinkt ja nicht immer, wenn das Wasser steigt – also insofern ein blöder Vergleich. – Es sinkt nur, wenn das Wasser direkt im Schiff steigt.

2007 Denkmal Gertraudenbrücke  Ratten 85 2007 Denkmal Gertraudenbrücke Ratten 84Richtig „appetitlich“ sehen diese Viecher nicht aus, auch wenn sie vollkommen bewegungslos sind. – Ratten sind in etwa die einzigen Tiere, vor denen ich „Respekt“ habe.