Claras Allerleiweltsgedanken


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Ohne Prinz auf Pirsch auf der LAGA Wittstock – 2

Ein paar Fotos habe ich vorgestern noch übrig gelassen. – Ich schwärmte ja so von der Stadtmauer mit Türmen und so, die sich wunderbar in die Gartenschau einbringen. – Durch die Durchgänge – deswegen heißen sie ja so – kann man schreiten und dann einen weiteren Teil der Gartenschau bewundern.

Keine LAGA ohne Geschenke – natürlich nicht für mich, denn ich kaufe MIR doch keine Geschenke. Aber für Gudrun, die mit diesem Stand und seinen Produkten sicher hätte mehr anfangen können als ich. Es war wohl keine Schafwolle, sondern Flachs – kann das sein? Als ich an dem Stand vorbeikam, waren die Damen noch nicht in Aktion.

Als ich mich müde oder hungrig gelaufen hatte, konnte ich ganz wunderbar in diesen Liegestühlen Platz nehmen und picknicken.

Es dürfte wohl keinem verborgen geblieben sein, dass ich für Spielplätze ein besonderes Faible habe. Da ich 15 Jahre lang über den Großelterndienst Wunschgroßmutter gewesen bin, ist das also schon fast ein „Berufsschaden“. – Nun sage noch einer, die Insekten würden weniger werden bei uns – weniger vielleicht, dafür werden sie monstergroß.

Über Kunst lässt sich ja bekanntlich nicht streiten. Doch was ist an dieser verrosteten Blume Kunst? – Dass ich sie nicht pflegen und gießen muss? Dass ich da in die Mitte ein Teelicht stellen kann? – Alles sehr fragwürdig.

Da sieht das mit den beiden folgenden Fotos nach meiner Meinung nach schon weniger diskussionswürdig aus – ich erkenne es als Kunst an. – Auf dem ersten Foto sind es große Glasplatten, die was mit der Bibel zu tun haben. – Das zweite Foto stammt von einer Giebelwandbemalung.

Jetzt bin ich fast durch mit den Fotos. – Alle wissen auch, dass ich ein kleiner Orientierungsidiotmuffel bin – deswegen habe ich die Wegweiser so geliebt – da wusste ich immer, wie ich wohin gehen musste.

Gartenschauen haben auch einen Bildungsauftrag, wie uns dieser kleine Gartengiftzwerg vermitteln will.

Und damit verabschiede ich mich aus der Landesgartenschau Wittstock und trete meinen fast dreistündigen Rückweg an.


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Neuer Job: Reisen – 2 – Travemünde

24. Juni – Nachmittag

Was haben wir von Travemünde und dem Timmendorfer Strand gesehen??? Einen total überfüllten Strand, eine Fußgängerpromenade und eine Einkaufsstraße – Natur war dabei nicht mit eingeplant.

Das Hochhaushotel und der Leuchtturm haben damals die Gemüter erhitzt – denn das Hotel hat dem Leuchtturm seinen Wirkungsradius genommen, es wurde ein neuer gebaut.

Hol dir deinen Strand mit einem Strandkorb auf den eigenen Balkon – da hast du mehr Ruhe, allerdings weniger Meer in der Nähe.

Hier ist eigentlich nur Platz für die Reichen und Schönen, wie man an den Booten unschwer erkennen kann. Diese beiden Musikanten sind zwar schön, aber keinesfalls reich – daran müssen sie noch heftig arbeiten. – Vielleicht bringt ihnen ihre Musik viele Taler in den Kasten.

Dass man meinem Prinzen entsprechend huldigt, finde ich sehr gut.

Hätte man nicht dieses Schiff anstelle der teuren Gorch Fock nehmen können?

Spielplätze sind da oben immer wieder bespielenswert – offenbar gibt es auch noch genügend Kinder, für die es sich lohnt, Spielplätze einzurichten. Nicht immer sind es deutsche – aber den Spielgeräten ist das egal.

An Bougainvillen fehlt es der Strandpromenade nicht – auch an Hitze nicht – aber ein südliches Flair kommt dennoch nicht bei mir auf.

Entschuldigen Sie bitte, wo ist denn hier der Strand?“ – Na, Sie stehen doch direkt davor, da wo die vielen weißen Strandkörbe sind! – „Was? Wirklich? da kann ich ja kaum noch Sand zwischen den Körben erkennen!“ – „Tja, so ist das immer so, wenn uns die Tausenden von Touristen überfallen, uns gefällt das auch nicht, aber wir brauchen das Geld!“ “ Aber bei 16° Wassertemperatur will ich weder an den Strand noch ins Wasser – da kann rutschen, wer will.!

Direkt am Timmendorfer Strand steht eine Rehaklinik für Kardiologie – ein schöner Backsteinbau der neueren Zeit. Mich hat hauptsächlich der Brunnen davor interessiert. Den Hund, der neben der suchenden Frau steht, hielt ich im ersten Moment für ein kleines Schwein.

Es gibt doch Leute, die findet man fast überall.


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Zufriedenheitsrechnung

Stellt euch eine Frau oder einen Mann vor – so ca. in der Mitte seines oder ihres Lebens. Ab und an zieht jeder mal über sein Leben Resümee.

Ich teile das Leben mit seiner Zufriedenheit in sieben Bereiche ein, da die 7 eine meiner Lieblingszahlen ist. – Die Bereiche ordne ich nach dem Alphabet, damit keine falschen Irrtümer aufkommen.

Berufsleben

Ehepartner/in bzw. Partnerschaft

Familienleben (außer Partner), Kinder, Tiere, Haushalt

Finanzielle Verhältnisse

Freizeit (auch Urlaub u.a.)

Gesundheitszustand

Wohnverhältnisse

Wenn wir von 100 % Gesamtsumme ausgehen, dann würde bei vollkommener Gleichwertigkeit aller Punkte jeder Stichpunkt 14,3 % ausmachen. Kein Punkt darf höher bewertet werden.
Wie viele Abstriche sind möglich, um immer noch ein sehr zufriedenes, ein zufriedenes oder ein wenig zufriedenes Leben zu führen?
Kommt jemand – auch wenn ein Punkt ganz und gar unbefriedigend ist – dennoch auf ca. 80%, ist dann das Glas halb voll oder halb leer?

Schwierig wird die Berechnung bei Leuten wie mir, die nicht mehr im Berufsleben stehen und auch keine Partnerschaft haben. Ich habe diese Punkte für mich einfach gestrichen und habe dann die anderen mit jeweils 20% angesetzt.

Ich werde weder mein Resultat hier „verhandeln“ noch weitere Worte machen.

Stattdessen will ich noch einiges zeigen vom 29. September, an dem ich einen total ungeplanten „Oma-Einsatz“ hatte. Solche Tage mit dem gemütlichen Essen am Ende erhöhen meine Zufriedenheitsbilanz gewaltig, denn ich freue mich sehr, wenn ich anderen helfen kann.

Ist er denn nicht wonnig, unser kleiner „Joghurt-Kämpfer“?

Mit den Videos hat es nicht so geklappt, wie ich es wollte. – Zuerst hatte ich sie gleich vom Handy in die Mediathek eingepflegt – aber da waren sie zu schlecht. – Als ich dann den Umweg über YT gegangen bin, hätte ich sie drehen müssen, denn sie waren im Hochformat aufgenommen und werden hier z.T. im Querformat abgespielt. – Kleine Fitnesseinlage für euch, wenn ihr den Kopf schräg halten müsst, um was zu sehen.

Das erste Video erinnert mich an Anna – die konnte so supergut hangeln. Wenn „vom Affen abstammen“ ein Kompliment sein kann, dann konnte ich es ihr machen. – Aber ich habe die beiden hier auch gelobt.

Was der Große macht, will der Kleine natürlich auch können, beachtet aber nicht immer, dass er 4 Jahre jünger ist. –

Das erste war im richtigen Format, das zweite falsch – mal sehen, wie das dritte und letzte wird. – Es ist zwar im richtigen Format, aber dennoch ist oben die Hälfte „im Nebel“. Deswegen höre ich jetzt auf.

 


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Rundreise Marokko 4 – Weg über Rabat nach Meknés (Teil 2)

In der Realität ist es immer noch der 14. Juni 2018.

Vorgestern habe ich ja nach der Moscheebesichtigung aufgehört – mit gutem Grund, denn auch heute werden es noch einmal über 50 Fotos, die ich über euch ausschütten werde.

Casablanca liegt ja am Meer, am Nordatlantik, nur Marrakesch hat nur Poolwasser abbekommen – und deswegen wird es jetzt vom Weg wiele Meeresbilder geben. Der Reiseleiter und der Busfahrer waren immer wieder so nett, uns aussteigen zu lassen – entweder, um eigenes Wasser aus unseren Körpern zu lassen oder um Wasser, Land und Leute fotografieren zu können.

Da war es nun, das Meer – doch noch ein wenig weg und von oben aus fotografiert. Die Wellen sahen wenig furchterregend aus – aber wir hatten weder Zeit noch Badezeug parat, um das zu testen. – Bei den letzten drei Fotos dachte ich, ich sei am IKEA-Strand.

 

Dass Warnflaggen an einen Strand gehören, um Besucher darüber zu informieren, ob man darf oder nicht darf, ist sonnenklar (ein beaknntes Reisebüro, das Fahrten hierher organisiert). Doch Fahnen insgesamt sind in Marokko großgeschrieben. Überhaupt prunkt der Marokkostern des nachts an den Straßenrändern in Flimmerbeleuchtung – ich kam mir vor wie im Advent. – Als erstes ein Plakat mit großer Fußballbegeisterung – offenbar hat es den Marrokanern so wenig geholfen wie die vielen Fähnchen auf den Autos den Deutschen.

Ihr könnt lesen, dass wir nicht in Marokko sind, sondern in Miami. Jeder will gern mal wo anders sein. 😉 – Spielmöglichkeiten für Kinder gehören unbedingt an einen Strand – sie waren alle so anders als bei uns. – Das Foto mit den gestreiften Objekten – es sind zusammengestellte Tische. – Und ein wenig künstlerische Musik kann ja auch nicht schaden, wenn sie nicht lauthals dröhnend am Pool ausgeschüttet wird.

 

Nun auf zu neuen Foto-Ufern. – Für die Reisenden der Gruppe, die das 110,00 € teure Sonderprogramm gekauft hatten, gab es während der Tour drei zusätzliche Mittagessen. Ansonsten war nur Halbpension inbegriffen. Die wenigen, die das nicht gebucht hatten (wohl nur sechs von über 40 Reisenden), verpflegten sich irgendwie anders. – Ihr seht, der Rahmen ist auf der einen Seite festlich, denn er nennt sich „Hochzeitssaal“, auf der anderen Seite aber ein wenig verkitscht – aber um das zu genießen oder zu nicht-genießen, dazu war die Zeit viel zu knapp. – Vielleicht habe ich deswegen nicht zugenommen. Alles wurde immer in großen Gemeinschaftsschüsseln serviert, wo sich dann jeder bediente. Bei meinem langsamen Essen wurde ich oft nicht satt, was aber keine Katastrophe war.

 

So, und nun kommen wohl Fotos von irgendwo unterwegs, die ich nicht mehr so genau zuordnen kann. Das dritte Foto habe ich hauptsächlich deswegen aufgenommen, um wieder die kleinen oder größeren Kugeln zu zeigen. Die liegen festzementiert überall an den Straßenrändern, damit die Autos nicht noch die Bürgersteige zuparken können. Sie sind je nach Wohlhabenheit der Städte aus verschiedensten Materialien.

 

An hohen „Würdenträgern“ muss Marokko mehr als den allgegenwärtigen König haben – und damit meine ich nicht Allah. Das könnte ich jedenfalls aus den vielen Prunkbauten schlussfolgern.

Rabat ist die Hauptstadt Marokkos und dort steht auch der Palast des Königs. Wenn dieser nicht da ist (oder wenn er Besichtigungsgeld braucht), kann man seinen Palast besichtigen – wahrscheinlich nur die offiziellen Räume, seine vielen Privatgemächer nicht. Bei den Royals in Großbritannien konnte man ja gerade vor kurzem sehen, dass sie diese Privatgemächer in ausreichender Zahl haben.

Die Soldaten auf den Pferden dürfen fotografiert und gezeigt werden, außerdem sind sie eh nicht zu erkennen.

 

So, jetzt habt ihr den Fotomarathon fast geschafft und wir sind in real bald am Ziel unseres Tages angekommen. Bei weniger Temperaturgraden hätten die Besichtigungen sicher nicht so geschlaucht. – Ich höre jetzt schon wieder die Stimmen der Nichtreisenden: Das hast du doch vorher gewusst. Tja, im September oder Oktober oder im Frühjahr sind die Reisen aber auch um vieles teurer.

Ich stelle jetzt den ganzen Rest der Fotos in eine Galerie, obwohl sie unterschiedlichen Genres zuzuordnen sind. – Auf dem zweiten Foto ist der unfertige Bau der Oper zu sehen, wo ich sowohl Ort als auch Name der bekannten Architektin vergessen habe. – Das Meer konnten wir wieder von oben sehen, denn es hat uns noch eine Weile begleitet.

 

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Wenn ich mir die Zugriffs- und Kommentarzahlen ansehe, stelle ich fest, dass Marokko oder meine Berichterstattung vom Interesse her im Blog gen Null streben. Dennoch ziehe ich es durch, als Erinnerungskrückstock, wenn ich mal alles vergessen habe. – Traurig finde ich, dass Mitreisende sich auch nicht äußern. Dafür habe ich einen neuen Abonnenten – „der Marokkaner“ und er scheint auch tatsächlich einer zu sein. Er wollte meinen Blog gleich sechsmal abonnieren – unter jedem Artikel. Ich hoffe, meine Bilder erinnern ihn an seine Heimat.

 


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Jeden Tag ein Foto von Berlin (I) – RBFB

Wer braucht sie nicht, wer sucht sie nicht – die Erholung, die Entspannung vom Alltag. Je mehr wir tagsüber um die Ohren haben, desto mehr Bedürfnis haben wir dann manches Mal nach Ruhe, Alleinsein und Gammeln der Seele. Leider setzen sich dann viele vor den Fernseher und lassen ihre Sinne mit anderen Dingen zumüllen.

Dieser Spielplatz ist zwar nicht aus Berlin, wie ich noch dort im Fotoblog erzählt habe – aber diese Notlüge ist nur eine kleine, lässliche Sünde – schön ist er trotzdem. In der Nähe von Niesky haben wir ihn gesucht und gefunden.

Link: inseln-der-erholung-und-entspannung/

15.Nov. 2011

https://clarahimmelhoch.files.wordpress.com/2011/10/0911-insel-der-erholung.jpg


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Ludwigsfelde – ist einer der vielen Orte …

… die was mit Ludwig zu tun haben. Es gibt da:

Ludwigsau, Ludwigsaue, Ludwigsbad, Ludwigsburg viermal, Ludwigsfelde, Ludwigshafen, Ludwigslust zweimal, Ludwigsmoos, Ludwigsstadt, Ludwigstal, Ludwigsthal, Ludwigswinkel.

Wenn ihr genau so wenige Orte davon kennt wie ich, dann müssen wir entweder gemeinsam eine Deutschlandtour machen oder jedes Jahr findet bei einem anderen Ludwig in einem anderen Ludwigsort ein Bloggertreffen statt. Oder was habt ihr für Bildungslückenbeseitigungsvorschläge?

Ein wenig zeige ich euch jetzt und hier und übermorgen im Fotoblog von Ludwigsfelde in Brandenburg. Zu DDR-Zeiten stand dieser Ort für LKW-Bau, aber auch die Motorroller Pitty, Berlin, Troll und Wiesel kamen von dort. Auf einigen davon bin ich selbst gefahren, auf anderen ließ ich mich fahren, glückselig den vor mir sitzenden jungen Mann fest umfassend.

Der kurze Eindruck, den ich in den wenigen Stunden gewinnen konnte, war der: Der Ort ist ein zur Bedeutungslosigkeit abgesunkener Hauptstraßenort. Ich hatte das Gefühl, es gab eine Hauptstraße, die durch den Ort führt – und was dort nicht ist, ist auch woanders nicht. Vielleicht tue ich dem Ort unrecht – ich muss noch einmal hinfahren.

Dumme Sprüche kann man jedenfalls ausreichend dort lernen.

0111 Spruchcollage

0111 Ludwigsfelde Sprüche 90

Den letzten Spruch enthalte ich mich zu kommentieren.

Hier habe ich gestutzt, denn ich las kürzlich das Buch „Isch geh Schulhof“ – das Schild erinnerte mich verdächtig an diesen Sprachstil, obwohl es natürlich anders gemeint ist:

0111 Ludwigsfelde Sprache 72

Aber Ludwigsfelde hat auch Kinder – und Kinder brauchen Spielplätze und große Kinder brauchen hüglige Plätze, wo sie mit ihren BMX-Rädern und Rollerblades und Skateboards halsbrecherische Kunststücke proben oder vorführen. – Ich zeige euch lieber die harmlosen Schaukeltiere.

0111 Ludwigsfelde Esel 75

Esel und rosiges Schwein direkt auf dem Rathausvorplatz – sollte uns das zu denken geben?

0111 Ludwigsfelde Schwein 74

Na, wer weiß (ohne nachzulesen), welcher Motorroller der oben genannten das ist. Er ist mit vielen anderen auf eine gelbe Wand gesprayt.

0111 Ludwigsfelde MR Pitty 81

Zum Nachdenken regte mich diese Holzplastik an, sie hieß wohl schlicht: Trennung

0111 Ludwigsfelde Skulptur 76

Wie schon mal gesagt, übermorgen mehr im Fotoblog.