Claras Allerleiweltsgedanken


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Wenn es blüht, dann …

… ist es Frühling oder Sommer und fast alle freuen sich.

Ich zeige euch jetzt nur eine farbenfreudige Blume von meinem Balkon, die sich für das neue Handy in Positur geblüht hat.

Den Zustand des „verblüht Seins“ kann man nicht nur bei Blumen und Pflanzen beobachten – wenn ich mein Faltengesicht so ansehe, schlussfolgere ich, dass ich auch schon ganz schön verblüht bin.

Bei Bauwerken spricht man auch vom ausblühen – das ist selten etwas Gutes, denn aus dem feuchten Mauerwerk blühen Salze, die das Mauerwerk kaputt machen.

Aber bei mir gibt es eine ganz besondere Art des Ausblühens – nämlich bei meiner Teekanne. Aber nicht, dass mir jetzt jemand sagt, die wäre einfach zu alt – weil sie noch aus DDR-Zeiten ist – und hätte schon viel zu oft auf den Hagebutten – oder Hibiskustee aufpassen müssen. Jetzt gieße ich das heiße Wasser grundsätzlich in der Spüle in die Kanne, damit ich nicht eine Überflutung mit heißem Wasser bekomme, falls die Teekanne platzt. – Es fing ganz langsam an und anfangs fand ich es noch lustig – doch jetzt ist genug.

Diese braunen Ausblühungen (ich habe es schon immer gewusst, bei braun kommt selten was Gutes raus) kann ich abkratzen oder mit ganz heißem Wasser aufweichen und abspülen – aber man kann auch übertreiben – ich habe mir eine küchenpassende neue Teekanne gekauft und habe diese gleich für einen Fotovergleich zwischen Fotoapparat und Handy benutzt – deswegen die fast identischen Aufnahmen.

In der Nähe eines S-Bahnhofs habe ich an der Schaufensterscheibe eines Friseurladens folgenden Aufkleber gesehen.

Natürlich musste ich das mal testen gehen und war – bis auf die längere Wartezeit vor dem Laden – vollkommen zufrieden. Die Dame vor mir, die ich wegen ihres Haarschnitts für einen jungen Mann gehalten hatte, hat mehr als 30 Minuten die Haarschneidekünste der Friseuse in Anspruch genommen und hat zweimal Kritik geübt – denn wie war schon fast weg vom Stuhl – setzte sich dann aber doch wieder hin. – Termine werden nicht gemacht.

Ich konnte gar nicht so viel Trinkgeld geben, um mein Gewissen nicht zu sehr zu beunruhigen. Der Haarschnitt sieht auch am nächsten Tag noch gut aus – hier auf dem Foto hat es ein wenig geweht.

Aber jetzt höre ich auf, denn es wartet eine angenehme Aufgabe auf mich.