Claras Allerleiweltsgedanken


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Ein Buch für Anna – 14

 

Anna, das Telefonierkind

Anna, das Telefonierkind

Das ist ein hervorragender Post zum Frauentag: Diese junge Frau wird einmal groß rauskommen, nicht nur in einem Fotobuch.

Und wenn so ein Jung-Kind einige Zeit von zu Hause weg ist, dann gibt es schon Sehnsüchteleien auf beiden Seiten – vielleicht von seiten der Mutter mehr als von seiten des Kindes, denn das hatte gar keine Zeit für Heimweh, so viel, wie wir in Görlitz und Umgebung unternommen haben.

Ich weiß bis heute noch nicht, ob sie die Gesichter so eindrucksvoll gestaltet hat, weil die Nachricht aus dem Telefon das verursachten, oder weil sie mir einen Gefallen tun wollte, als sie meinen Fotoapparat auf sich gerichtet sah.


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Trarira, das Smartphone ist jetzt da …

… ihr müsst jetzt etwas warten, weil ich will ständig smarten …

Bitte jetzt keine Diskussion über die absolute Un-Notwendigkeit eines solchen Teils. Ein Computer mag ja für Rentner und Hausfrauen noch ganz notwendig und nützlich sein – aber so ein Teil ist überüberflüssig – und dennoch will ich mich mit neuer Technik rumplagen.

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Der erste Eindruck war ein wenig erschreckend, weil nichts so funktionierte, wie ich es gewöhnt war. Wollte ich was löschen, blieb es beharrlich auf dem Bildschirm kleben, doch Sachen, an denen fast mein Herz hing, die rutschten so schnell ins Nirwana – schneller, als ich gucken konnte.

Mich reizt die neue Technik es ist Android 4.? drauf, also nicht soooooooo schlecht. Die Mailkonten und Google sind schon eingerichtet. Bei der Einrichtung von letzterem staunte ich nicht schlecht – Google schaufelte mir über 1200 Fotos von dem RosaRotBlog auf das Phone – obwohl ich die gar nicht will, hocken die in der Galerie, als wenn ich eine Kunstsammlung eröffnen möchte.

Als ich das erste Mal den Bildschirm mit dem Schloss sah, hat mich nur eine Intuition in das „Schloss“, also in das Innere des Phones gelassen – ich wollte meine Sorgen weg“wischen“ – und schon war die Tür offen. Und Kundige sehen schon, dass ich auch schon WLAN-fähig bin, was die Lösung einiger Dumm-Probleme meinerseits mit meinem DSL-Anbieter notwendig machte. Ich muss wieder mal eine Lanze für Vodafone brechen. Wenn die Callcenter-Mitarbeiter (offensichtlich) mein Geburtsdatum sehen, sind die so etwas von erklärbereit, das ist eine wahre Freude.

A propos „wischen“ – da soll es ja auch so eine eigenartige Schreibmethode geben. Was ich mir auf meine ollen Dage so alles zumute – und das alles freiwillig. – Wenn ich so weitermache mit dem Training, wische ich nach kurzer Zeit auch über meinen Bildschirm am Rechner und mache den zum Touchscreen – da kann ich mir dann Windows 8 sparen.

Bildschirmhintergründe zu wechseln war schon immer meine Stärke. Lenny hatte ich noch nicht als Datei – also musste ein anderer Hund herhalten.

Aber – wer einmal in der Werbung gearbeitet hat, bleibt berufsgeschädigt – von wegen des Corporate Identity oder wie das auf vornehm so heißt. Also: Voila!!!!!

Dann hatte ich einen, da fielen ununterbrochen Ahornblätter ins Wasser – und dieses kräuselte sich. – Spiele wie „Galgenmännchen“ oder „Wer wird Millionär“ habe ich auch schon drauf, kann über whatsApp kostenlose Nachrichten verschicken – aber jetzt kommts. Dieses Smartphone werde ich nicht behalten, es hat mir zu viele Macken. Ich habe mich doch für ein Samsung entschieden – aber eine ältere und preiswertere Ausführung. Das Ace 2 ist erschwinglich – alles andere sehen wir später und ich erstatte nach der Pause Bericht.

Das neue Phone ist mich schon teuer zu stehen gekommen – es hat mich einen Topf gekostet. Als ich den eigenartigen Geruch bemerkte, konnte ich die Nudelsuppe nur noch in schwarzen Klumpen vom Topfboden lösen oder gleich den Topf entsorgen.

Doch jetzt erst mal meine verschiedenen Bildschirmfotos.

 

2002 Pausenbild

Und jetzt gibt es nur noch das zu sagen: Das ist zwar noch der alte Bildschirm, aber die Pausenbemalung ist neu.

Bei mir sind solche Ankündigungen immer relativ. Die Brunnen, Skulpturen und Meer werden hier weiterhin erscheinen, da ich Lucie nicht so allein lassen kann – dann macht die noch Dummheiten, und das in ihrem Alter.

An den anderen Tagen zeige ich euch jeden Tag eine Doppelseite aus dem Fotobuch, dass ich für Anna zusammengestellt habe. Keine Angst, nicht die ganzen 60 Doppelseiten, nur ausgewählte. Wenn ich dann immer noch nicht mit meiner Pause fertig bin, dann gibt es ???? – weiß noch nicht.


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Ominös – am Telefon und im Leben

Das fast perfekte Automateninterview:

Telefon klingelt, auf dem Display das von mir wenig geliebte „Unbekannt“, was immer nur ein „Hallo“ zur Folge hat. (Die zwei Farben stellen die beiden Personen am Telefon dar. Die rote Stimme bin ich)

„Ja, hallo!“

„Wer ist denn da! Mit wem spreche ich denn?“

„Na, wen haben Sie denn angerufen?“ (sage ich zu der unbekannten, stark sächsisch sprechenden Männerstimme)

„Gut, dass ich sie erreiche. Wir führen eine Umfrage zu Kreislauferkrankungen durch und möchten ihnen vier Fragen stellen.“

„Ich bin gerade sehr zeitknapp – nicht länger als 5 Minuten.“ (da wundere ich mich noch nicht, dass keine individuelle Antwort kommt)

„1. Frage: Wohnen sie in einer Gegend mit viel Verkehrslärm oder ruhig?““

Die Straße ist laut, aber meine Fenster gehen nach hinten raus. Suchen sie sich etwas aus.“ (keine eindeutige Reaktion)

„2. Frage: Treiben Sie regelmäßig Sport?“

„Nein!“

„3. Frage: Messen sie regelmäßig zu Haus ihren Blutdruck?“

„Nein! Warum sollte ich das machen, ich habe keinen Grund dafür.“ (spätestens dort wurde ich stutzig, als keine Antwort kam)

„4. Frage. Essen sie regelmäßig 2x pro Woche gesunden Seefisch?“ (Wahrscheinlich bezahlt Igloo oder eine andere Handelskette diesen Dummfug.)

„Nein! Ich esse ihn, aber seltener. „– (Offenbar registriert der Automat nur das nein, alles was dahinter kommt, ist ihm egal. Und jetzt brach eine Flut von Erklärungen und Belehrungen über mir zusammen. Ich wollte erläutern, dass ich es bis fast 67 ohne die Volkskrankheit und Sterbeursache Nr. 1 in Deutschland geschafft hatte – er aber sabbelte und laberte im ununterbrechbaren Zustand, so dass ich nur noch mitten in seinem Gesäusele auflegen konnte.

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Ich mag diese Art von Interviews auch mit lebenden Personen nicht sehr, aber auch ich habe mal für Allensbach Leute befragt. Einer echten Person stehe ich immer  Rede und Antwort – habe aber auch schon Befragungen abgebrochen, weil der vorher erfragte Zeitrahmen nicht im entferntesten eingehalten wurde. 5 Minuten darüber und Ende der Fragen noch nicht in Sicht – Abbruch meinerseits, und da bekommen sie wohl kein Geld.

Diese sinnlosen Wiederholungen von „Trifft das auf sie immer zu, trifft das sehr oft zu, trifft das manchmal zu, trifft das ab und an zu, trifft das kaum zu, trifft das gar nicht zu“ – ja, lacht ihr nur, so oder so ähnlich ist es doch schon gewesen und da können meine Ungeduld und ich sehr ungehalten werden.

Und jetzt die zweite ominöse Story.

Sonntag , später Nachmittag. Kurz vor meiner Wohnung steht eine Frau unschlüssig rum und kommt dann gezielt auf mich zu.

„Können sie mir mal bitte 2,00 Eus für eine Fahrkarte schenken, ich bin im Bus beklaut worden und mein Portemonnaie ist weg, aber die 40 Ct habe ich noch.“

(Da ich mich nicht an den genauen Dialog erinnere, gibt es jetzt hier keine wörtliche Rede.)
Nach einigem Hin und Her gebe ich meinem sozialen Gewissen einen Stoß und reiche ihr das Geld. Viele, viele Minuten später habe ich gedacht, dass es besser gewesen wäre, sie mit dem Auto nach Haus zu fahren. Zu Haus wollte sie den EC-Kartenverlust und anderes melden, aber sie legte keinerlei Eile an den Tag.

Auf dem ca. 300 m langen Weg zur Haltestelle legte sie mehrere Stops ein – ich wurde schon bei dem ersten stutzig. Angeblich tat ihr plötzlich das Knie weh. Als ich sie stützend zur Haltestelle brachte, fuhr der gewünschte Bus am Sonntag gar nicht, was ich weiß, wenn ich ohne Auto dort an dieser Haltestelle wohne. Dann brachte ich sie zu einem anderen und ließ sie an der Haltestelle sitzen.

Als ich bei Abfahrt des Busses sah, dass sie nicht eingestiegen war, dachte ich so: „Warum lügen die Leute meist, um das Mitleid der anderen zu erregen und an das Geld zu kommen, was sie für andere Zwecke verwenden wollen.“

Da mir die ganze Sache von vornherein etwas „verschwommen“ vorkam, musste natürlich auch das Foto verschwommen sein. Absichtlich was unscharf hinzubekommen ist leichter als anders herum. 🙂

Im Fotoblog habe ich ein Foto eingestellt von dem mit betrügerischen Mitteln vorgehenden Unternehmen handy-service und ein bisschen vor diesen Leuten gewarnt.


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Kampf David=Clara gegen Goliath = Vodafone geht in die nächste Runde

Wenn ich an Vodafone schreiben werde, lautete der erste Satz etwa so:

Ein Vertrag ist keine Einbahnstraße –
der Provider leistet 10%, doch der Kunde zahlt 100%.

Heute Nachmittag, 15.45 Uhr, kam eine SMS von den Vodafontechnikern mit ungefähr folgendem Inhalt: „Ihre am 19.05. gemeldete Störung wurde behoben. Sollten Sie wider Erwarten immer noch was zu meckern haben, dann wenden Sie sich erneut an unsere Servicenummer.“

Ich sofort nach Haus und bei drei unabhängigen Institutionen einen Speedtest gemacht. Wen verwundert es, dass der von Vodafone am günstigsten ausfiel, aber eben nicht günstig genug. Ich habe noch nicht einmal eine 1000er Leitung, sondern ca. 670.

Das Ergebnis sah so aus:

Halten die ihre Kunden wirklich für soooooooooooo blöd??? – Die nächsten 15 Minuten verbrachte ich in der Warteschleife der Technikhotline, deren Automatenstimme mir zu Beginn mitteilte, dass die Störung jetzt behoben sei.

Aber jetzt gehe ich in die Spur – bisher war ich ja noch schaumgebremst. Schau’n wir doch mal, wie es weitergeht.


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Telefonieren via Bluetooth – eine tolle Erfahrung

Jetzt denkt bitte nicht, ich hätte durch die lange Enthaltsamkeit beim Bloggen einen Informationsstau bei mir aufgebaut und schütte euch jetzt mit belanglosen Neuigkeiten zu.

Aber dieses Telefon ist wirklich was besonderes für mich – es hat nämlich Bluetooth. Den „Witz“ mit dem „blauen Zahn“ muss ich ja wohl nicht machen, denn ihr wisst alle, dass das eine drahtlose Übertragung von Gerät zu Gerät gewährleistet.

Dieses hervorragende Telefon verbindet sich auf Wunsch auch mit meinen Hörgeräten, so dass ich fröhlich pfeifend in der Wohnung umher gehen kann, alle Infos jedoch deutlich und bestens verstehbar in meine Ohren geliefert bekomme. Als ich beim Hörgeräteakustiker vor 2 Jahren diese einem Mercedes A-Klasse gleichkommenden Hörgeräte für richtig viel Geld erwarb, konnte ich mit der Info „Bluetooth“ noch nichts anfangen. Erst, als ich die Fernbedienung dazu kaufte, die mit der „Antenne“ mir um den Hals hängt, erfüllte sich zum ersten Mal der Traum, auf der Straße beim Telefonieren mit dem Handy auch was zu verstehen. Ich höre über die Hörgeräte und spreche über das Mikrofon der Fernbedienung – und alle sind glücklich.

Und jetzt kann ich das auch zu Haus – was für eine Freude. Vielleicht habe ich jetzt endlich die Chance, nuschelnde Kinder, undeutlich sprechende Söhne und überhaupt alle schlecht zu verstehenden Leute wieder zu verstehen. – Wer sich noch ein bisschen Technikbedienung zutraut, sollte sich diesen Luxus gönnen – es ist echte Lebensqualität.

Technik sei Dank.  – Und wenn ich jetzt schon beim Geld ausgeben war, habe ich mir noch einen richtig guten Bürostuhl geleistet, damit sich mein Arm mit der Bloggerei wieder abfinden kann. Die besondere Freude bei diesem Stuhl: Ich habe ihn für den Werbepreis von 130,00 Eus bekommen, am Montag kostet er dann wieder 160,00 – und so war er eine Stunde vor Feierabend schon ausgepreist, obwohl ich ihn zwei Stunden davor für 30,00 Eus weniger gesehen hatte. Mein Schreck war groß, aber es klärte sich und ich griff – motiviert durch diese 30 Mäuse Preisnachlass – jetzt nochmal so freudig zu.

Und morgen geht es los mit
„Claras leicht boshaftem Gesundheitslexikon“


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Clara bekommt Telefon (1985)

Bei einer Scheidung in der DDR ging es nicht nur darum, die persönlichen Erinnerungen aufzuteilen nach dem Motto, wer bekommt welche Fotoalben, Schallplatten oder Bücher. „Bücher“, „Schallplatten“ – das hört sich für Leute, die nicht in einer solchen (teilweise bewusst herbeigeführten) Mangelwirtschaft groß geworden sind, so an, als wenn man sie doch einfach bei Amazon oder im Laden nachkaufen könnte. – Mit Nichten (auch nicht mit Neffen) – dafür musste man Beziehungen haben, damit man diese Bückware bekam, zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Fleck stundenlang in der Schlange stehen. Na ja, vorbei, dafür hatten wir damals immer das nötige Geld für die wenigen guten, aber preiswerten Bücher.

Also wurden diese Exemplare, an denen von beiden Seiten Herzblut hing, ausgelost – bei uns zumindest.
Doch dann ging es ja auch noch darum, die größeren Sachen zu teilen wie Wohnung, Garten oder Auto. Bei der Wohnung hilft das Gericht, bei den anderen die finanzielle Situation

Doch wer hilft bei der Teilung der Telefonnummer? Es brächte ja nichts, wenn jeder 4 Ziffern der Nummer bekommt!

Die Wartezeit auf einen neuen Telefonanschluss lag in manchen Gegenden der DDR im zweistelligen Jahresbereich, wenn der Antrag nicht durch ärztliche Atteste, betriebliche Dringlichkeitsbescheinigungen oder sonstige erlogene Schreiben unterstützt werden konnte.

Aus dem „Kampf“ um die Telefonnummer ist Clara als Verliererin hervorgegangen.

Da war guter Rat teuer, wo doch das Telefon den Stellenwert für sie hatte, wie es heute vielleicht das Internet haben mag – schlichtweg Möglichkeit zur Kommunikation.Die familiären Telefonrechnungen wurden immer nur von ihr in die Höhe getrieben.

Nicht, dass jetzt jemand den Ratschlag erteilt, als Interimslösung auf ein Handy auszuweichen!

Keiner soll sagen, es gab in der DDR kein Handy – nur jeder kann sagen, die Hand- und Hosentaschen für dieses Handy waren zu klein.

Anträge schreiben ist  wohl typisch deutsch, nicht nur typisch DDR-deutsch, denn es heißt:

Von der Wiege bis zur Bahre – Formulare, Formulare!

Kaum in die neue Wohnung gezogen, war der Telefonantrag auch schon abgegeben. In Berlin hatte sich der Markt etwas entspannt – die Wartezeiten lagen bei ca. 3 Jahren, abhängig von der Wohngegend.

Üblich waren sogenannte Doppelanschlüsse, bei denen gleichzeitig immer nur ein Partner telefonieren konnte. Kaum jemand kannte seinen Partner – wahrscheinlich sollte Lynchjustiz vermieden werden bei solchen Leuten wie Clara, die stundenlang die Leitung blockierte.

Es gab folgenden Trick: Wenn besetzt, Hörer daneben legen, und dann war es wie bei den heutigen Bandansagen:

Die nächste freie Leitung ist für Sie reserviert!

Das Ende der Wartezeit ist schneller erreicht als gedacht, die Techniker der Deutschen Post kommen zur Montage in die Wohnung. Verwunderlich ist die ausgesprochene Unfreundlichkeit der Männer, trotz Kaffee. Unbedarft, wie Clara des öfteren ist, fragt sie nach dem Grund der Unfreundlichkeit. Sie erfährt, dass sie für eine Stasimitarbeiterin gehalten wird, da sie einen der begehrten Einzelanschlüsse verlegt bekam.

Wahrer Grund für den Einzelanschluss:

Doppelanschlüsse konnten nur im gleichen Haus verlegt werden, und Clara war offensichtlich der 23., 25. oder 27. Teilnehmer in diesem Haus.

Mein eventueller Partner hat sich viel Wartezeit erspart!

Und hier gibts zum heutigen Datum noch ein Bild.