Claras Allerleiweltsgedanken


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Nein, wie unanständig, aber menschlich

… damit meine ich den Titel der Ausstellung „Drauf geschissen„, die zur Zeit in Storkow (Mark) zum Ansehen einlädt. In aller Deutlichkeit wird gesagt und geschrieben, was wir alle einmal am Tag machen oder machen sollten, damit es uns gut geht.

Dem Ausstellungsplakat kann man entnehmen, dass die Ausstellung verlängert wurde, so dass wir sie besuchen konnten.

Die Leiterin des Großelterndienstes hatte alles perfekt organisiert, so dass wir nur noch zur richtigen Zeit am richtigen Gleis des richtigen Bahnhofs stehen mussten. Wir hatten einen sachkundigen und auch lustigen Führer durch die Ausstellung.

Mit seinem blauen Plastikeimerchen hatte er alle wichtigen Toilettenutensilien bei sich. Darüber hinaus erheiterte er uns mit Sprüchen und Gedichten berühmter Leute. Am Ende griff er sogar zur Geige, wusste, was er mit Bogen und Saiten anfangen sollte und trug uns eine kleine „Mordballade“ vor.

Hier war ein eifriger Radler dabei, sein Gefährt so umzurüsten, dass er jederzeit seine dringendsten Bedürfnisse erfüllen kann.

Nach diesem Plakat kam das Thema „Kackstühle“ auf. Ich denke, es war ein großer Fortschritt, wenn nicht jeder an jeder Stelle einfach das ausschied, was ihn gerade belastete. Doch wenn ich mir dann vorstelle, dass es keine Kanalisation gibt, in die man die Eimer ausschütten kann, dann ist es mit der Hygiene auch schon wieder im A…. Allmählich fing man an, mit Wasserspülung zu arbeiten. Auf dem letzten Bild sitzt das Kind schon sehr bequem, wohingegen die Haltung des Erwachsenen doch recht unbequem aussieht.

Hier ist bestimmt ein Toilettenensemble der wohlhabenderen Leute, denn es ist aus feinstem Porzellan.

Und hier kommen wir zu den hightech-Toiletten der Jetztzeit. Diese Bidettoilette haben die Japaner gebaut und sie kostet so um die schlappe 15.000 €. Wenn ihr nicht bereit seid, so viel Geld auszugeben, dann befindet ihr euch in guter Gesellschaft – ich nämlich auch nicht.

Und was braucht man ganz dringend, wenn man auf der Toilette sitzt??? Klopapier oder Toilettenpapier. Damit konnten sie dort auch dienen – ich hätte mir mit keinem davon meinen Popo putzen wollen.

Das letzte Foto verdeutlicht uns, welchen Bereich an der Burgmauer man meiden musste. Dort, wo es ab und an braun regnete, sollte man unbedingt drum rum gehen.


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Schlafen ist gesund …

… und bringt manchmal Überraschungen

Die Anziehungskraft von meinem Bett ist stärker als die der Erde auf den Mond – es zieht mich manchmal für ein kurzes Mittagsschläfchen in seinen Bann. Wenn dann unplanmäßig drei Stunden daraus werden, erwarten mich Überraschungen.

Ich hatte in der Voranzeige meines blauen Discounters gesehen, dass es hübsche WC-Sitze zu kaufen gibt. Ich liebäugelte für mein leicht maritimes Bad zuerst mit dem Leuchtturm auf dem Deckel, entschied mich dann aber doch für die Blatt-Stein-Variante.

2501 WC Sitz 59

Ich schaffte es, alle Teile auszupacken und bereit zu legen, doch dann scheiterten meine Aktivitäten am Abschrauben der alten WC-Brille. Obwohl ich -zig verschiedene Handwerkszeuge probierte, lockerten sich die Muttern nicht um einen mm. Blöd war, dass es keine Flügelmuttern waren, die ich mir zwischen Daumen und Finger hätte klemmen können, sondern ganz, ganz normale Muttern. So was Blödes Unpraktisches hatte ich ja noch nie erlebt.

Gefrustet ging ich in mein Zimmer und erlag den Verlockungen meines rufenden Bettes.

Als ich am späten Nachmittag triefig aus meinem Zimmer kam, strahlte Ola im wahrsten Sinne wie ein Honigkuchenpferd und rief: „Überraschung, Überraschung!!!“

Wir freuten uns beide sehr und genießen das Spielchen mit der Absenkautomatik. Ich dachte immer, die gilt nur für den Deckel – nein auch die Brille geht im Schneckentempo nach unten, dafür dürfen wir uns weder auf den Deckel setzen noch anlehnen – doch das werden wir hinbekommen!

Als ich Überraschung und Freude verarbeitet hatte, fragte ich: „Wie hast du den alten WC-Sitz abgeschraubt bekommen?“ Olas lakonische Antwort: „Hier lag doch genug Werkzeug rum!“

Kein Kommentar 🙂 😉

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Da der Post einige Tage auf seine Veröffentlichung warten musste, muss ich leider sagen: „Die Toilettenbrille ist besser anzusehen als zu be-sitzen. Lange Sitzungen oder gar Lesungen sind mir zu unbequem.“

 


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Ich könnte niemals …

Nach dem Toilettenpapier kommt jetzt folgerichtig die ganze Einrichtung 🙂

Herz- oder Bauchchirurg werden, wo ich mich einzig auf das Gefühl meiner Finger verlassen müsste. Ich kann ja noch nicht einmal eine Toilettenbrillenbefestigungsschraube blind festdrehen. Mit der linken Hand verwechsle ich ständig die Drehrichtung oder mir fehlt die Kraft. Was nutzt mir das schönste Motiv auf der Brille, wenn sie ständig wackelt.

 

2010 Klobrille 18

 

Der Baumarkt meines Vertrauens  war so kulant, und nahm die wackelnde WC-Brille auch nach 4 Monaten zurück, ohne den von mir angegebenen Defekt zu prüfen. – Ich kehrte reumütig zu der langweilig-weißen zurück, die ich noch in petto hatte, und passte den Deckel dem Baddesign an.

2010 Klobrille Steine

Die umliegenden Wände und der Boden mussten was von ihren Steinen abgeben, damit der Deckel bleischwer auf der Brille liegen kann. – Doch die Überraschung kommt erst, wenn die Nutzer den Deckel heben:

2010 Erdmännchen Klobrille 18

Ihr werdet bestimmt nicht erraten, was dieses Erdmännchen für einen Bestimmungszweck hatte? Es ist als Mülltonnendeko gedacht. Deutschland ist so wohlhabend, dass es schon seine Mülltonnen verziert.

1010 Mülltonnendeko

Mein kleiner Steinbeißer oder Klugsch… guckt uns an. Ist der Deckel zu, dann nagt er an den drei Steinen, die ich ihm extra noch aufgeklebt habe. – Wagt aber jemand (unbefugt), auch noch die Brille heben zu wollen, erwartet ihn folgendes Bild;

2010 Klobrille 20


Theaterarchitekteninterview

„Herr XY, aus gegebenem Anlass möchte ich Sie fragen, warum Herrentoiletten und Damentoiletten zahlenmäßig nicht im Verhältnis 1 : 10 gebaut werden?“

„Weil ich keine Lust habe, in den Pausen so lange anzustehen!“

(Viele Positionen sollten mit Frauen besetzt werden, doch es ist kein Allheilmittel.)