Claras Allerleiweltsgedanken


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Kurzgedenken an Leon, meinen Renault Twingo

Am 17. Oktober vor einem Jahr gegen 13.00 Uhr hat er sich von mir verabschiedet, mein kleiner Freund. Diesen Artikel habe ich ihm damals gewidmet.

Richtig ernsthaft habe ich ihn im vergangenen Jahr nicht vermisst, nur manchmal ein ganz kleines bisschen. Hier noch ein paar Gedenk-Erinnerungs-Fotos.

So hat er kurz nach meinem schuldhaften Auffahrunfall ausgesehen. Ich hielt das im ersten Moment für relativ harmlos, da es mir nicht mehr auf Schönheit angekommen wäre. – Doch offenbar hatte er schlimmere innere Verletzungen, die einen Wiederherstellungspreis von 2.500,00 € nach sich gezogen hätten.

Diese beiden Fotos zeigen das Nummernschild, das eine Erinnerung an Heiko war: Seine Initialen und sein Todesjahr. – Die Wimpern habe ich nicht fertig gekauft, sondern in „kreativer Selbstschnipselei“ befestigt.

Soooooooooo musste der arme Leon nieeeeeeeeee rumfahren.

Sein vollkommenes Glasdach und die Schiebeluke – die waren ausschlaggebende Gründe für den Kauf. Und Anna hat ihn immer veredelt.

Aber Lenny stand ihm auch nicht schlecht zu den Polstern, zumal beide mit dem gleichen Buchstaben anfangen. Gut, dass es Ledersitze waren, denn Lenny hat immer so gesabbert.

Die Andenkenfotos sollen ja nicht mehr werden als die Jahre des Besitzes, also Schluss damit.

Der Käufer, der ihn für ein Spottgeld erworben hat, teilte mir nach einiger Zeit mit, dass er wieder zugelassen ist. Dr Preis war weniger, als ich zwei Monate zuvor für 4 Ganzjahresräder bezahlt hatte.


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Darüber ärgere ich mich …

… darüber werde ich richtig wütend, denn es ist Ressourcenvergeudung

Chronologie der Ereignisse:

  • 17.10.2017 – Unfall mit dem Auto – Auto ist vollkommen fahruntüchtig und ein Wiederaufbau wäre mir zu teuer – Post darüber
  • 20.10.2017 – Verkauf des Unfallautos um 13:57 Uhr an einen Tomasz D. für einen Appel und ein Ei
  • 22.10.2017 – Abmeldung des Autos bei der Versicherung und beim Kraftfahrzeugamt
  • 07.12.2017 – Ein Schreiben mit diesem Datum erreicht mich. Mir wird vorgeworfen, am 27.10.2017 gegen 13.57 Uhr „irgendwo“ im Bereich eines Taxistandes verkehrswidrig geparkt zu haben. Für dieses Vergehen soll ich 15,00 € bezahlen.
  • 11.12.2017 – ich wende mich schriftlich an die Bußgeldstelle und erkläre den Sachverhalt, dass ich mein Auto zu diesem Zeitpunkt nicht falsch geparkt haben kann, da ich es gar nicht mehr besaß
  • 29.01.2018 – das ist das Datum des Schreibens, die Ankunft war aber erst 3 Wochen später, wird mir nur kurz und lakonisch mitgeteilt, dass ich eine Kopie des Kaufvertrages beibringen soll.
  • 22.01.2018 – in aller Ausführlichkeit bringe ich alle Beweise bei – Kaufvertrag, Versicherungsauflösungsbescheinigung und Benachrichtigung vom Kraftfahrzeugamt; meine Autoschilder habe ich ja auch schon lange bei mir
  • 06.03.2018 – mit diesem Briefdatum und immer noch falscher Postleitzahl wird mir am 10.03. per Zustellungsurkunde ein Kostenbescheid in den Briefkasten geworfen. Ich soll eine Gebühr von 20,00 € + 3,50 € für Auslagen bezahlen. Der Text dazu lautet:
    Erneuter Falschparkvorwurf. Dann:
    Das in dieser Sache anhängige Bußgeldverfahren ist eingestellt worden. Ihnen werden als Halter die Kosten des Verfahrens auferlegt (§ 25 a StVG), da die Feststellung des Führers des Kraftfahrzeugs, der den Verstoß begangen hat, nicht vor Eintritt der Verfolgungsverjährung möglich war oder einen unangemessenen Aufwand erfordert hätte. Die Kosten des Verfahrens belaufen sich gemäß § 107 Abs. 2, 3 OWiG auf (siehe oben)
  • 11.03.2018 – Natürlich habe ich dagegen Widerspruch eingelegt. Ich habe das vorhergegangene Schreiben kopiert, den Kaufvertrag erneut kopiert und persönlich zur Dienststelle gebracht – gegen Quittung habe ich das Schreiben abgegeben. – Und jetzt hoffe ich, dass endlich Ruhe ist.

Wegen ursprünglich 15,00 € wird eine alte Autofahrerin bezichtigt, die Unwahrheit zu sagen, und mehrere Beamte beschäftigt, da unsere Polizei ja sonst nichts zu tun hat.

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Und weil manche so schön den „Amtsschimmel“ erwähnten, setze ich diesen jetzt noch dazu – nur leider ist der Amtsschimmel nicht so süß und knuffig, sondern zeitaufwändig und manchmal auch teuer.


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Post vom Präsidenten zu bekommen …

ist schon immer etwas Außergewöhnliches. Aber richtig unangenehm wird es erst, wenn sie vom Herrn Polizeipräsidenten kommt. Wenn das in der Vergangenheit der Fall war, dann war das immer eine „Belobigung“ – und zwar für besonders zügiges Fahren. Aber dieses Mal wird er ja richtig böse mit mir – ich bin schon mächtig erschrocken, was daraus noch wird. Es wird doch hoffentlich kein Gerichtsverfahren geben.


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Abschied – weder kurz noch schmerzlos

Es war im Frühjahr des Jahres 2009. Im Land geisterte die Umweltprämie herum. Ich wollte mich diesem Geldsegen anschließen und meinen ca. 13 Jahre alten Renault Clio, genannt Maxx,  den Weg allen Blechs gehen lassen. Deswegen bestellte ich mir den kleinsten der Stierautos, den Toyota Aygo. Mir tat es noch Monate leid, dass ich Maxx, so hieß der Clio, habe abgegeben. Für meine Begriffe war er ein ganz schmuckes Kerlchen, denn ich liebe ja weiße Autos.

Doch dann kamen Gerüchte auf, dass Arbeitslose damit Ärger bekommen können. Wenn es bei mir um Ärger mit Behörden geht, bin ich immer sehr vorsichtig, denn wir Ostkindermenschen kannten und kennen die hiesigen Gepflogenheiten immer noch nicht vollkommen.

Also wollte ich die Bestellung rückgängig machen – aber der Toyotahändler schmollte und wollte mich zu einer ziemlich hohen Strafe verdonnern. Diese hat eine Freundin für mich auf 500,00 € runtergehandelt.

Ich entschied mich für einen Twingo Initiale mit allen Features, die ein Twingo überhaupt haben kann. Sogar beheizbare und von innen verstellbare Außenspiegel waren im Komfort enthalten. Am besten fand ich aber das durchgehende Plexiglasdach, das sogar geöffnet werden konnte.

Ganz stolz fuhr ich vom Hof. Wenn ich ehrlich bin, bei dem geringen km-Stand muss ich meinen Leon mehr im Stall bzw. in der Garage geliebt haben als auf wilder Pistenfahrt.

Leon, du warst die ganze Zeit über ein wenig „empfindlich“ und musstest oft behandelt werden. Sehr luxuriös und auf teure Reparaturdienstleistungen aus warst du auch. Du warst ein einziges Eurograb. Zum Glück habe ich nie alle Summen der Rechnungen addiert, sonst würde ich jetzt frohlocken, dass du nicht mehr fährst.

Irgendwann hat mir ein Idiot die Seitenscheibe eingetreten, um an das Navi zu gelangen. Auch da war die Reparatur durch die Selbstbeteiligung nicht billig.

Da sich aber mit dir so einige gute Erinnerungen verbinden, tut es mir trotzdem Leid, dass du nicht mehr in der Garage auf eine gemeinsame Fahrt wartest. Urlaub mit Anna gehört zu den schönsten Erinnerungen.

 

Jetzt wage ich noch einen Autorückblick, denn ich fahre seit 1973 und da ist natürlich so einiges passiert.

Insgesamt gesehen hatte ich wohl nie das richtige Glück mit Autos. Das erste Auto, noch ein „schwer erwarteter“ Trabant Kombi  wurde mir gleich nach der Wende geklaut. Schlimm war nur, dass er nicht teilkaskoversichert war, weil die Versicherungen noch nicht festgelegt hatten, zu welchem Preis er gehandelt wird. Das Auto war noch nicht ein Jahr alt, als er von meinem Hof verschwand.

Mit dem dann besorgten Toyota Starlet, genannt Hannibal,  gab es keine Querelen, er hat sogar bei meinem Sohn ein reichliches Jahr Linksverkehr in Irland gut überstanden.

Dann kam 1996 und Heikos Tod. Mit meinem Auto waren so viele Erinnerungen an ihn und Hamburg verbunden, so dass ich das Gefühl hatte, etwas ändern zu müssen. Fast im Vorübergehen besorgte ich mir einen gebrauchten Golf. Der Verkäufer hat mich nach Strich und Faden betrogen, das Auto hatte schon einige Unfälle, wie sich beim Wiederverkauf dann herausstellte. Aber so dusselig wie ich damals darf man auch kein Auto kaufen – da war ich wirklich selbst daran Schuld.

Da er für Jugendliche interessante Sachen hatte (Breitreifen, tiefergelegtes Chassis), wurde auch dieses Auto geklaut. Leider, leider tauchte er nach ca. 2 Wochen wieder auf. Und leider hat die Versicherung nicht auf wirtschaftlichem Totalschaden bestanden, sondern er wurde wieder aufgebaut. Wie schlecht alles war und gemacht wurde, habe ich dann bitterböse beim Verkauf gemerkt.

1999 kam dann also Maxx ins Haus. Der weiße Clio war beim Kauf 3 Jahre jung, er hatte mit 18.000 km einen sehr niedrige Kilometerstand. Er blieb 10 Jahre bei mir und war in der Geschichte aller meiner Autos mein Liebling. Auch ihn habe ich abgegeben, als er noch lange keine 100.000 auf den Reifen hatte.

Ich glaube, es ist gut, wenn ich erst einmal meine Finger von Autos lasse. – Ich hoffe nur, dass ich nicht noch eine Strafe nach Bußgeldkatalog bekomme.

Am 20. Oktober ist er in die Hände eines Autohändlers gegangen nach dem Motto: Weg ist weg und futsch ist futsch. Hier sehen seine Wunden und Verletzungen so harmlos aus. Als die Stoßstange abgebaut war, konnte man das Ausmaß des Schadens erst richtig sehen.