Claras Allerleiweltsgedanken


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Öffentliche Verkehrsmittel sind oft …

… realistischer als ein Horrorfilm

Ich fahre am zeitigen Abend in der U-Bahn und will an der nächsten Station aussteigen. So nebenbei bekomme ich mit, wie ein junger Mann, wahrscheinlich der Vater dieses etwa 3jährigen Mädchens, auf sie einredet. Es klang wie nicht-Deutsch, mehr konnte ich nicht hören. Die Tür geht auf, der junge Mann stürmt davon. Ich vermutete noch eine Mutter in der Nähe – doch das blieb Vermutung. Ich steige aus und gehe zum Ausgang. Da kommt mir der junge Mann entgegen gerannt – er wollte seine Fahrkarte am Automaten abstempeln lassen.

Ich drehe mich um – und die U-Bahn mit dem kleinen Mädchen fährt ab. – Und auf dem Bahnhof kein Personal, dem man den Fall schildern könnte.

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Fortsetzung Stadtbesichtigungsparcour

2005 Spiegelbild Clara 93

Ich schlich im Centrum so für mich hin, Kräne zu suchen, das war mein Sinn.
Dabei entdeckte ich eine Scheibe, die machte mich unscharf bei ganzem Leibe.

Kräne hatten wir ja schon vor ein paar Tagen – doch denkt ja nicht, dass mein Vorrat schon erschöpft ist. Berlin bekommt drei neue U-Bahn-Stationen – und dafür steht die ganze Innenstadt Kopf. Das Stück, das auf dem Plan gestrichelt ist, wird ergänzt, damit nun von A nach B in Zukunft mit weniger Zeitverlust gefahren werden kann. – Durch tonaris Bemerkung zu dem U-Bahn-(B)au vor zwei Tagen wurde ich animiert, auf diesen Plan noch einmal genauer hinzuschauen. Blooooooooß gut, dass ich nicht mehr täglich durchs Centrum muss, nicht Bahn fahren muss, denn der „Spaß“ geht wirklich noch bis 2019. Ob die in Paris mit ihrer Metro oder in Moskau auch so lange gebraucht haben oder sind das wieder ganz spezielle „Berliner (Bahnhofs- und Flugplatz)-Baugeschwindigkeiten? Aber dann wird dieses Teilstück bestimmt das schönste U-Bahn-Stück der Welt *grins*

2005 U Bahn Plan 39

Der „Preis“ für den Bau: Überall Baustellenumfahrungen, Staus und natürlich KRÄNE.

Erst einmal einen kleinen, ganz bescheidenen, der vom Wasser aus operiert.

2005 Schiffskran

Aber der nächste ist fast eine Koryphäe unter den Kränen – er soll nämlich der größte n Europa sein. Ich sage das so vorsichtig, weil ich es nicht selbst ausgemessen habe und deswegen auch nicht bestätigen kann.2005 U Bahnbaustelle 38

Er ist wohl für den Fortschritt an den U-Bahnarbeiten sehr wichtig.

Tja, und dann wollen je die Berliner, aber auch alle anderen Menschen in der Bundesrepublik ihre Steuergelder in ein neues Schloss stecken, denn was ist eine Hauptstadt ohne ein Schloss für die Regierenden???

So wird es auf Schautafeln angepriesen.

2005 Schloss Plan 54

Das ist doch dann wohl klar, dass jede und jeder so ein paar kleine Einschränkungen hinnimmt und sich jahrelang um diese Riesenbaustelle drumherum bewegt.

2005 Schlossbaustelle mit Dom 45

Dann, wenn das Schloss da ist, wird der Dom aber um sein Image fürchten müssen 🙂


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Wir waren schon lange nicht mehr unterirdisch!!!

Stümmmmmmts? Doch überirdisch gut waren wir auch nicht!

Anna und Clara ist es nieeeeeeee langweilig, dennoch können die beiden nicht immer nur zu Haus hocken und das Spieleprogramm durcharbeiten. Zum Glück sind wir beide Spielerseelen aus ganzem Herzen.

Also sind wir mal wieder in die U-Bahn gestiegen und Richtung Nordwesten gefahren – mit der U 7 nach Spandau. In Höhe der Jungfernheide (das ist der Bahnhof für Anna) fangen die gefliesten Wände an. Das sieht in etwa so aus:

1104 Coll Jungfernheide

Wir waren uns beide einig, dass die Reklame zwar nicht hässlich ist, aber hier nicht hinpasst zu diesem Muster.

1104 U-B Paulsternstr 67 600

Der Bahnsteig „Paulsternstraße“ reiht sich in die Fliesenornamentik“ ein – die Farben gefallen mir, die Muster nur zum Teil.

Auf dem Bahnhof „Zitadelle“ sind die „Wachhäuschen“ auch schon auf dem Bahnsteig zu finden. – Ziegelwand und vor allem die Decke gefallen mir.

1104 U-B Zitadelle 600

An der Endstation  U-Bahnhof Rathaus Spandau hält sich die Kunst in Grenzen. Die herunterhängenden Lampen und die verzierten Stützpfeiler lohnen gerade noch so einen zweiten Blick – wer will, darf auch dreimal.

1104 U-B RH Spandau 50 600

Wenn ihr noch andere Fotos sehen wollt, dann husch husch zum Fotoblog.


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24 BSuM – die da drinnen und die da draußen …

Wenn jetzt wieder ganz Neugierige von mir wissen wollen, auf welchem U-Bahnhof ich diesen Glatzkopf für Lucies Projekt fotografiert habe, dann muss ich passen. Aber pfiffig wie manche sind, kann ich es bestimmt bald lesen, wo er steht. (Ich war selbst pfiffig, es ist der U-Bahnhof Vinetastraße)

Auf jeden Fall ist ihm warm – trotz seiner Glatze – die Sonne scheint für ihn auch unterirdisch! Beneidenswert, für manche von uns scheint sie kaum oberirdisch.

Wie die Menschen aussehen, die es nicht so warm haben, weil sie im Schnee und in der Kälte stehen, das könnt ihr euch im Fotoblog ansehen – die da draußen.

Dem MOrgenrot entgegen ...

Dem Morgenrot entgegen …

Dem bin ich mit meinem Fotoapparat ganz schön auf die Pelle gerückt, da sieht man ja fast das Ohrenschmalz *hihi*

Und jetzt stürmt der junge Mann in die andere Richtung :-)

Und jetzt stürmt der junge Mann in die andere Richtung 🙂

1902 Bahnhofsskulptur 01

Oder soll der auf einem Surfbrett stehen und deswegen diese eng anliegende Kleidung tragen? – Man weiß es nicht, frau auch nicht!


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Wo findet man nicht nur eine Rose …

2501 Breitenbachplatz Rose

Diese natürlich ganz besonders für Rosen-Ruth, aber auch für alle treuen LeserInnen hier auf diesem Blog. Ein Vergrößern lohnt sich kaum, denn bei den schlechten Lichtverhältnissen und der Entfernung hat meine kleine Minicam die Hufe gehoben.

Außer der Rose sind zu finden: Bienenstock, Eule, Getreidegarbe, Hasen, Helm, Hund, Mikroskop, Raubvogel und Widder.
Das ist schon eine illustre Zusammenstellung für den U-Bahnhof Breitenbachplatz – über den ihr euch gern über den Link bei Wiki näher informieren könnt. Bitte, bitte keine Beschwerden über die Fotoqualität.

Im Fotoblog gibt es eine Galerie von Tieren, die sich am Heidelberger Platz in der U-Bahn rumtreiben. Aber dann ist erst mal Schluss mit U-Bahn-Kunst – zumindest von der U 3.


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Stelle dein Licht nicht unter den Scheffel …

sondern hänge es an die Decke, von der ich euch gestern erzählt habe.

Ich fahre also heute wieder U-Bahn, aber immer nur eine Station – steige aus – nutze die 10 Minuten bis zur nächsten U-Bahn (am Wochenende muss man manchmal ganz schön Geduld mitbringen) – und komme mit diesen wunderschönen Lampenfotos zurück. Es ist erstaunlich, wie viel Mühe man sich früher noch beim Bauen gegeben hat.

2001 Hohenzollernplatz  95 Lampe

Alle anderen schönen und vor allem doch recht abwechslungsreich dekorierten Lampen könnt ihr im Fotoblog sehen. Ein Klick genügt.  Ich finde, ein Miniausflug zu Frau Foto sollte sich lohnen – seht doch selbst.


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Musst du mal „an die Decke geh’n“ …

dann lass es stilvoll stets  gescheh’n! –
Fällt dir die Decke auf den Kopf,
dann hilft dir nur ein dicker Schopf. –
Musst du dich nach der Decke strecken,
ist das dann meist kein Zuckerlecken. –
Wenn zwei zusammen unter einer Decke,
dann ham se meist was zu verstecke. 🙂

**************

„Eigentlich“ hasse ich sie ja, diese gereimten Unsinnigkeiten, doch heute verzeihe ich mir mal diesen Ausrutscher.

Wer schon mal in Moskau oder St. Petersburg war, hat sicher einen bleibenden „positiven “ Architekturschock bekommen oder sogar behalten. Damit kann die Berliner U-Bahn nicht mithalten. Doch einige Bahnhöfe sind recht stil- und prunkvoll ausgestattet, doch mir geht es heute nicht um kunstvolle oder werbetechnische Wandgestaltung, sondern einzig und allein um die Decken in Bahnhöfen der Linie U3. Je jünger die Bahnhöfe sind, desto schmuckloser. Ganz besonders schmucklos sind die Freiluftbahnhöfe – da frieren die Leute nicht nur, nein, sie haben auch nichts Schönes, um sich warme Gedanken zu machen.
Wie sagte doch unser „Feier-Prinz“: „Berlin ist arm, aber sexy“. Das muss er irgendwie gaaaaaaaaaaaanz anders gemeint haben.

Ich werde jetzt hier keine Architekturvorlesung über die einzelnen Bahnhöfe oder deren Erbauer halten, sondern euch hier und im Fotoblog nur ein paar Fotos zeigen zur Demonstration, dass meine Eingangsthese richtig ist. Die ausgesuchten Bahnhöfe heißen alle was mit -platz: Heidelberger Platz, Rüdesheimer Platz, Fehrbelliner Platz, Hohenzollernplatz.

Vom Heidelberger Platz gibt es ein Video, das noch besser den Gesamteindruck wiedergibt. Also nur wer will: Die Werbung zu Beginn kann man problemlos überspringen.

Neben dieser Kollage könnt ihr im Fotoblog die Sachen in einer Galerie sehen.

1801 Deckenmontage