Claras Allerleiweltsgedanken


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Ich gehe in die Umzugspause …

und vielleicht auch in die Kommunikationstechnikpause, denn ob alles gleich und sofort und ohne Probleme beim Magentariesen funktioniert, wünsche ich mir zwar, aber es ist nicht garantiert.

Morgen früh um 7.00 Uhr steht der große LKW vor der Tür, der dann alles schluckt. Fachkundige Kräfte gehen hoffentlich beim Auseinanderbau meiner (uralten) Hellerauschrankwand, eines Flurschranks mit Spiegeltüren und einer Wohnzimmerschrankwand so behutsam ans Werk, dass sie 7 km weiter alles wieder zusammen bekommen, ohne dass Türen schleifen, Scharniere gebrochen sind und andere Katastrophen eintreten.

Ein wenig bange ist mir schon – also bitte, bitte drückt mir die Daumen.

Zum Glück bin ich ja über das Smartphone nicht ganz vom Netz getrennt. Das mit dem Lesen von Kommentaren und Mails klappt hervorragend, beim Antworten stelle ich mich mit meinen Fingern immer etwas verquer an.

Es verabschiedet euch die LICHTENFELDERIN und in Kürze begrüßt euch dann die MARIENFELDERIN. Auf dem „Feld“ bin ich also geblieben, nur ist meine Scholle jetzt nebenan.

Es wird auch Fotos geben vom Clara-Endprodukt.

PS: Ansonsten: Ich habe mit dem Citalopram aufgehört, es hatte so viele unangenehme Nebenwirkungen, dass mir ständig speiübel war und das Autofahren sehr bedenklich wurde. Ich brauche das Auto aber jetzt beim Umzug – aber die Nebenwirkungen wie übersteigerte Unruhe und Manie, begleitet mit Schlaflosigkeit, die brauchte ich nicht.


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Qualität zahlt sich aus

Diesen Satz scheint meine Funkuhr nicht gekannt zu haben – vielleicht war der Kaufpreis einfach zu niedrig. Jedenfalls, als sich die erste Batterie ihrem Ende entgegentickte, tat das auch die gesamte Uhr. Ein sehr pfiffiger Uhrmacher hat sie nicht wieder zum Laufen bekommen.

Wenn ich jetzt „Ruhe ….“ schreiben würde, wäre das mehr als pietätlos – aber genau diese Worte haben wir vor zwei Jahren gesprochen oder gedacht, aber natürlich aus anderem Anlass.

Und jetzt trage ich ihre Uhr! Die, über die ich wegen ihres Selbstaufzuges = Automatik immer ein wenig gelächelt habe. Unglaublich, was meine Mutter im Laufe ihres Besitzes an Batteriegeld oder an „Energie zum Aufziehen“ gespart hat. Diese Uhr ist nur ca. 20 Jahre jünger als ich. Ich kann mich schwach erinnern, wie sie stolz damit nach Hause kam – der Preis für dieses „Glashütter Präzisionsmachwerk“ war zwar auch stolz, aber offenbar hat er sich mehr als ausgezahlt.

Das ist jetzt meine Art, an sie zu denken. Goldfarbig ist zwar nicht so mein Ding, aber frau muss auch kompromissfähig sein 🙂

2009 Uhr von Mutti

Allerdings ist es keine Uhr für Schlafmützen. Schlafe ich mehr als 8 Stunden hintereinander, was ja in letzter Zeit öfter vorgekommen ist, dann tickt sie früh nicht mehr in der richtigen Zeit. Offenbar hampel ich zu wenig im Schlaf herum, so dass sie keine Spannkraft abbekommt.

Da sie ja die Hauptsponsorin meines Wohnungsanteils ist, hat sie einen kleinen „Altar“ eingerichtet bekommen.

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Und jetzt noch ein paar erfreuliche Wohnungsneuigkeiten.

Wenn es schon um Zeit geht, dann habe ich hier noch ein Beispiel, wo man eher Gemüse und Mörser erkennt als die Zeit, aber dafür haben wir ja genügend andere Quellen.

Ich habe beschlossen, die 2 vornehmen schwarz-weißen-Ikeastühle in mein Zimmer zu nehmen, da sie so gut zur Couch passen – allerdings wird mich die ungepolsterte Rückenlehne vielleicht ärgern.

2009 noch ohne Tisch

Meine Dauerspielwiese, die jetzt noch um ein CD-Regal erweitert wurde, darf natürlich auch nicht fehlen.

2009 Spielwand - jedes Mal anders

Mal sehen wann ich mich am Parkett satt gesehen habe. Ich habe heute Blut und Wasser geschwitzt, als Lenny mit in der Wohnung war. Aber wo sollte er hin, wenn das Herrchen den ganzen Tag bei mir geschindert hat.

2009 Stühle getauscht

Er hat viele Sachen erledigt von den Dingen, die eigentlich zum Entrümpeln gehören – aber ich habe die Befürchtung, dass das alles an einem Tag eng werden kann.

Er hat in der neuen Wohnung die Lampen im Flur angebracht, es sieht sososo gut aus.

Und dann sind wir haarscharf an einer Katastrophe mittlerer Art vorbeigeschrappt. Er wollte mir einen Haltegriff an der Badewanne anbringen. Und dabei hätte er gut und gern die Wasserleitung anbohren können – als er diese Gefahr erkannte, hat er sekündlich aufgehört und will sich im Baumarkt einen Wasseraderprüfer holen oder so etwas ähnliches.

NOCH 4 TAGE BIS TEMPELHOF!


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Ganz ohne …. kann die Clara nicht!

Die drei Punkte stehen natürlich für „bloggen“ – das schaffe ich noch gerade so. Durch den Feedreader husche ich meist schon mit geschlossenen Augen – vieles nehme ich gar nicht mehr richtig auf. Ich hoffe, ihr versteht und verzeiht – es wird auch wieder andere Zeiten geben. Ich bin momentan so unkonzentriert, dass ich fast in jedem zweiten Wort einen Tippfehler reinhaue – und dadurch dauert es gleich nochmal so lange.

1709 Große Reise 53

Madame mit lila Hut und der Computerengel haben sich in ihre Transportbox gekuschelt, sich für längere Zeit verabschiedet und sind friedlich eingeschlafen.

Der Kistenberg ist um einiges gewachsen, zumal im Zimmer noch drei offene Mit Bildern und ähnlichen Sachen stehen.

1709 Kistenberg

Und das ist das Ziel – zu diesen Sonnenuntergängen wollen wir hin:


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Was ich im ersten Leben sicher nieeeeee war:

Einbrecher oder Einbrecherin.

So dusselig, wie ich mich mit Schlüsseln oder Schlössern anstelle, kann das auf keinerlei Vorerfahrung begründet sein. Meine Aktivitäten mit Schließwerkzeugen sind:

  1. Ich verliere sie oder lege sie an einen unauffindbaren Platz
  2. Ich stecke Schlüssel verkehrt herum ins Schloss
  3. Ich verwechsle ähnlich aussehende Schlüssel miteinander und wundere mich ehrlichen Herzens, warum die Tür nicht aufgeht
  4. In Höchstleistungszeiten verwechsle ich schon mal die Tür, in die ich hinein möchte und bin dann erschrocken, wenn mir jemand aufmacht, den ich nicht erwarte
  5. Ich habe keinerlei Verhältnis zu Sicherheitstüren – am liebsten würde ich gar nicht abschließen
  6. Schlüssel in der Wohnung zu lassen und dann die Tür zuzuwerfen, ist eine meiner Spezialübungen. Nicht umsonst habe ich IMMER einen Ersatzschlüssel in näherer Umgebung
  7. Meine Spitzenleistung auf diesem Gebiet war: Nachts gegen 1.00 Uhr – meine hochaktive Zeit – brachte ich was zum Müll, der sich außerhalb des Hauses befand. Und dann hatte ich den Schlüssel mit dem Müll versenkt (war ca. 1988). Meine Nachbarin hatte einen Schlüssel von mir – nur die alte Dame war ca. 90, so schwerhörig wie ich heute und ängstlich wie ein Hase. Dennoch hat sie mir aufgemacht – und das Beste – sie hat die nächsten Jahre weiterhin nett mit mir gesprochen.

Jetzt gibt es noch Wohnungs- und Umzugsfotos – was sonst auch?:

Nach dem Motto: Keine Leerfahrt – kommen jedesmal zwei Körbe und 2 Postkisten voller Glassachen mit in die Wohnung. Da ich diesen wunderbaren Schrank habe, muss nicht alles auf der Erde oder auf Fensterbrettern rumstehen, sondern wird erst einmal hier zwischengelagert. – Das Fotografieren mit dem Smartphone habe ich immer noch nicht gelernt, ihr müsst mit der leicht unscharfen Aufnahme vorlieb nehmen. (Ich will mein kostbares Kristall nicht zeigen, um keine Einbrecher anzulocken, die sich mit Schlüsseln geschickter anstellen als ich)

1209 Gläserschrank

Wenn ich schon eine Tapete habe, die alle möglichen Sorten von Kaffee anpreist, dann gibt es jetzt bald einen zünftigen Espresso.

1209 Espressotassen

Wo Claras Kräfte sinnvoll walten,
da lässt sich Kistenkunst gestalten.

(Voll im Ernst, als ich das erste Foto einer Bekannten zeigte, fragte die: „Ist das Kunst?“

Das Anheben von Bücherkisten in die dritte und vierte Kistenetage ist unmenschlich – mein Kreuz hat es mir gedankt. – Der Transport ging besser mit einem kleinen Holzroller – die Sackkarre war ungeeignet.


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Noch 12 Tage bis Tempelhof

Ganz am Anfang möchte ich mich mal aufrichtig bei euch bedanken, dass ihr meine Umzugsstory offenbar mit Interesse verfolgt. Gestern machte mich WP darauf aufmerksam, dass meine Statistik ungewöhnlich hohe Werte zeigt – auch ich finde, dass 122 Aufrufe pro Stunde wirklich erstaunlich sind.

DANKE!

Die Arbeit schreitet voran, der „Leerstand“ auch. Ich habe schon immer die Theorie vertreten, dass mindestens 80 % in einer Wohnung überflüssig sind. Ich bin inzwischen gern bereit, diese Zahl nach oben zu korrigieren.

Meine Bücherkisten –  und obwohl der Bestand schon um viele, viele Bücher reduziert wurde – stapeln sich im Flur. Dort besteht höchstens die Gefahr, dass mir jemand Bücher dazu packt – aber es weiß ja niemand, was in den Kisten ist. Die Etage drei war ein Riesenproblem für mich. Kiste für Kiste rollte ich raus und stapelte. Eine über die andere war ja noch machbar, aber die dritte obenauf schaffte ich … letztendlich ….auch ohne Hilfe.

Morgen gibt es Fotos. Vielleicht auch schon von den Ikea-Sachen, die heute aufgebaut werden. Ansonsten bin ich voll ausgelastet mit Renovieren meiner Möbel – alles, was vergraut ist, soll wieder weiß werden.

1109 Renovierungsabsichten 55

Mit Schimmelwandfotos graule ich euch jetzt nicht – ich habe sie extra schön bearbeitet, um sie notfalls als „Waffe“ gegen die Hausverwaltung einsetzen zu können.

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Und das ist die Frau, die hier den Blog schreibt, die Kisten packt, die meist einen Schalk  im Nacken und in den Augen zu sitzen hat – von ihrem Enkel gemalt und mit seinen Augen gesehen.

1109 Clara vom Enkel gemalt


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Umzugsgut minimieren …

… koste es, was es wolle.

Obwohl doch wirklich genug Kisten geliefert wurden, habe ich schnell mal eine Reduzierung „veranlasst“ und drei Tassen auf den Boden gefegt – d.h., das Fegen kam erst danach, nämlich die Scherben von den Fliesen.

0909 Porzellanreduzierung 41

In der neuen Wohnung liegt ein Teppich in der Küche (nicht Luxus, sondern Verwertung, er war zum Wegwerfen zu schade) – da stürzen die neuen Frühstücksgesellen hoffentlich weich, falls sie mal stürzen. – Die recht „lebhafte“ Küchentapete wurde mit zwei alten Küchenbildern mit großem Rahmen etwas „neutralisiert“. Jetzt gefällt es mir besser – hier aber noch nicht zu sehen.

0909 KÜchenwand 36

Sollte ich mal Bedürfnis nach Rotlichtmilieu haben, dann schalte ich die Beleuchtung einfach so:

0909 Rotlichtmilieu 38

Ich bin nach wie vor von diesen roten Fliesen begeistert – da können 10 Leute etwas anderes behaupten, mir (fast) egal.

Im Wohnzimmer hatte ich kurz erwogen, unter die Sitzgruppe (Tisch und 4 Stühle) diese Brücken zu legen – doch mich dann dagegen entschieden. Mir gefällt das Parkett inzwischen so ausgesprochen gut, dass ich es auch zeigen möchte, nicht unter Teppichen verstecken. Meine Lebenszeit wird es schon noch mitmachen – auch ohne schonenden Schutz.

0909 Brücken auf Parkett 33


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Heute werden sie geliefert …

die gefühlt zwölfunddreißig Umzugskisten.

Dann kann ich mir eine Wagen-Kistenburg bauen und mich vor der bösen Welt zurückziehen. … Bloß, wer packt dann die Kisten?

Zerbrechliches ist fast alles schon ohne größeren Schaden in die Wohnung transportiert. Übermorgen baut Ikea ein großes Regal, ein Winzlingsregal, einen Tisch und zwei Stühle auf und hält dafür die Hand auf. -Wann hat sich in meinem Kopf die Meinung festgesetzt, die gehören zu den „preiswerten Möbelmärkten“ – bin ich da in meinen Vorstellungen zurückgeblieben.

Sooooooooooo leer sieht es an manchen Stellen schon aus, bevor eine einzige Umzugskiste gepackt wurde.

Ich will die Rückwand der Schrankwand noch mit der gleichen grünen Wandfarbe streichen – alles vor dem Umzug, da passt dann alles zueinander. Und im Schlafzimmer werden zwei Regale weiß seidenmatt aufgehübscht. – Wann kann frau solche Arbeiten besser erledigen als auf einer Unterlage (Teppich), die eh in den Sperrmüll kommt?

Die Regale sind zwar leer, dafür werden als Ausgleich alle Müllsammelbehälter immer ganz schnell voll. Die zutage getretenen Schimmelstellen sind erschreckend. Ich habe alle fotografiert, falls der Vermieter in irgend einer Beziehung unangebrachte Schwierigkeiten machen sollte – frau weiß ja nie.

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Out of topic: Gestern hatte ich den zweiten Neurologentermin wegen meiner Schwindelei, der den Eindruck vom ersten Treffen verstärkte. Der Mann muss mal bei der Nationalen Volksarmee Stabsarzt gewesen sein oder ähnliches. – Das EEG und eine andere Untersuchung hat wohl nichts ergeben, also hat er sich auf eine Angststörung eingeschossen und mir ein starkes Psychopharmaka (Citalopram) verordnet – es wird hauptsächlich zur Behandlung von Depressionen eingesetzt. Als ich Fragen oder Einwendungen hatte, komplimentierte er mich raus und blaffte mich an, ich solle nicht argumentieren.

Jetzt überlege ich , ob ich den von ihm geforderten 4-Wochen-Tablettentest mitspiele oder ob ich mich weigere und nicht mehr hingehe. – Ein Anruf bei dem Arzt, der mich schon seit Jahren wegen meiner bipolaren Erkrankung betreut, brachte Klärung. Hatte ich mal wieder den richtigen Instinkt – er hat ganz strikt von einer Einnahme abgeraten. Also!!!!!!!!!!!!!