Claras Allerleiweltsgedanken


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Belgien – Niederlande – Schiff – 6

19. Dezember – 5. Reisetag – Maastricht

Da das Wort Schiff in der Überschrift als gleichberechtigtes drittes Wort steht, müssen jetzt wieder ein paar Schiffsfotos kommen. Das ist das MS Olympia.

Auf diesen Clarafotos fühlt sie sich nicht so 100%ig wohl – einmal war es sehr kalt, weil die Heizung ausgefallen war – aber ein Heizlüfter pustete warme Luft in den Raum – und dann konnte sie wegen des Maschinenlärms nicht schlafen und saß bis früh 2.00 Uhr bis zum Anlegen wie ein Häufchen Unglück in ihrer Kabine.

Die Fotos vom festlichen Dinner müsst ihr euch in die Abendstunden denken – die Mannschaft hat das richtig schön gemacht. Der junge Mann auf dem ersten Foto war mein absoluter Lieblingskellner. – Es gab nicht nur leckeres Essen und Wunderkerzen-Eis (fast wie beim Traumschiff), nein, es gab auch Kulturprogramm.

Schon in den vorhergehenden Artikeln habe ich euch ja verschiedene Skulpturen gezeigt, die mich immer wieder anziehen. Dieser junge Mann hat mir eine Zigarette angeboten, die ich aber abgelehnt habe. – Und die junge Frau konnte mich wirklich nicht wegen ihrer Oberweite neidisch machen.

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Belgien – Niederlande – Schiff – 5

Heute ist der 18. Dezember – mit ‚heute‘ ist natürlich der Reisetag gemeint.

Wir wurden zwar schon am gestrigen Nachmittag auf das MS OLYMPIA gebracht, aber Fotos konnte ich wegen Dunkelheit nicht machen. Schön war, dass Thomas unsere Koffer schon hingefahren und entladen hatte. Hatte jeder brav seine Kabinennummer auf den Kofferanhänger geschrieben, fand er seinen Koffer in der Kajüte. Die Betten waren sowohl in den Einzel- als auch in den Doppelkajüten hochgeklappt und wurden vom Servicepersonal abends runter und morgens hoch geklappt – darum mussten wir uns nicht kümmern. – Der Löwe weist aus, dass es wirklich mein Bett ist. – Komischer Weise wurden weder das Schachspiel noch die Sonnenliegen genutzt. – In den Kisten sind die Rettungswesten und die wurden zum Glück nicht gebraucht – Wasser wäre mir zu kalt. – Und die letzten Fotos sind aus einer der unendlich vielen Schleusen, in denen wir immer mehrere Meter angehoben werden mussten.

Als erstes stand eine Besichtigung von Antwerpen an. Wenn ihr die nächsten Fotos vollkommen ohne Text betrachten würdet, könnte der Eindruck entstehen, es ist ein Schloss oder eine Kathedrale – aber es ist ein Bahnhof.  Er wird wohl auch „Eisenbahnkathedrale“ genannt und wurde 1905 eingeweiht. Ich habe wohl noch nie so einen vornehmen Bahnhof gesehen, bei dem man versucht hat, ihn an die neue Technik anzupassen.

So, jetzt seid ihr hoffentlich so beeindruckt, dass ich euch ganz normale Fotos unterjubeln kann.

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Belgien – Niederlande – Schiff – 3

Wie ihr später noch sehen werdet, passt der heutige Beitrag wie die Faust aufs Auge (ein sehr unschöner Vergleich) zum heutigen Datum, denn zum heutigen Feiertag der Heiligen drei Könige, die leider nur in einigen Bundesländern FEIERlich empfangen werden, zeige ich sie euch in einigen Varianten

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Am Vormittag gingen wir mit unserem sehr sympathischen Reiseleiter durch Hasselt – ein nicht zu großer, angenehmer Ort mit ca. 77000 Einwohnern – natürlich in makelloser Sauberkeit, hatte aber noch anderes zu bieten. Übrigens bündeln sich dort verschiedenste Pilgerrouten zum Jakobsweg, der bekanntlich in Santiago de Compostela in Spanien endet.

In Hasselt war wie auch anderswo auf dem Weihnachtsmarkt natürlich ein Riesenrad … wir müssen immer zu den falschen Zeiten da gewesen sein, denn ich habe nie Leute in einer Gondel sitzen sehen

Hasselt muss sehr Aschenbrödelfreundlich sein (ich kenne diese spätere Prinzessin immer nur unter dem Namen AschenPUTTEL) denn im ganzen Zentrum sind Haselnüsse aus Kupfer in den Fußboden eingelassen. Ihre Spitze zeigt in Richtung Rundweg.

Fahrräder scheinen auch hier eifrig geklaut zu werden. Mit reinen Vorderrädern kann man nicht viel anfangen.

Die Katzen scheinen Genfutter zu bekommen, deswegen geraten sie so groß und abstrakt. – Typische „Clara-Falsch-Denke“. Ich habe in einem guten Hasseltreisebericht gelesen, dass das eine Brille im Großformat sein soll.

Der soll ein ganz berühmter Mediziner oder Pharmaziemensch gewesen sein – aber ich finde ihn nicht auf der Hasselt-Seite im Netz und habe seinen Namen vergessen – nicht weiter schlimm – so löchrig wie der ist, zerfällt er vielleicht bald.

Nach Daggis hilfreichem Kommentar habe ich noch einmal gesucht und bin fündig geworden. Es ist
Dr. Louis Willems, der 1822 als Sohn eines Geneverproduzenten geboren wurde. Er war nicht Biologe sondern Bakteriologe und hat sich in seiner Lebenszeit bis 1907 mit Impfungen verdient gemacht.

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Das ist ganz typisch – nicht nur für Hasselt. An jeder Ecke oder in jeder Nische steht eine Frau – eine heilige Frau – nämlich Maria, als Königin dargestellt. Hier in Deutschland kenne ich das wohl nur von Bayern – der Rest ist ja nicht so christlich.

Mallybeau soll auch nicht zu kurz kommen – es ist eine echte 3D-Kuh, nur nicht aus Herrn Heinrichs 3D-Drucker, sondern aus einem Schaufenster in Hasselt. Aber ich habe sie ihr dennoch fotografiert und gewidmet.

Wenn schon Landwirtschaft – dann aber richtig. Zu der Kuh gehört auch ein Pferd. Ob das Pferd gegen das Fahrrad gewinnt?

Das nenne ich farbenfreudige und lebensfrohe Hauswandbemalung. Es vogelt (ohne Punkte über dem o) so vor sich hin.

Über diesen jungen Mann habe ich erst im Netz gelesen, dass es ein Fallschirmspringer ist. Ich weiß gar nicht, für was ich ihn gehalten habe.

Das ist jetzt schon eine Einstimmung auf Brüssel, wo dieser kleine Pisser ja wirklich steht.

Farbenfroh und bunt – so waren viele Häuser.

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Zum Hasselt-Schluss kommen jetzt noch paar Clarafotos. Ich wollte dem Reiseleiter in einem Café was ausgeben, weil er mich in einem Souvenirladen so ausdauernd fotografiert hatte. Er hat gemeint, es wird klappen mit dem Kürbis – aber es klappte nur Minisekunden lang. Mir bleibt vor Schreck der Mund offen stehen. – Und auf dem Fahrrad mache ich angeblich auch eine gute Figur.

Als ich an der Theke seinen und meinen Kaffee und den Kuchen bezahlen wollte, meinte der Eigentümer, dass er uns beide einlädt, weil der Reiseleiter ihm immer so nette Gäste bringt. (Ob der wirklich mich gemeint hat???)

Aus Freude fotografierte ich gleich seine vorgezogene „Osterdekoration“

Bevor uns der tolle Reiseleiter seiner Nachfolgerin in Brüssel übergeben hat, verteilte er noch eine Flasche Genever mit Karamellgeschmack unter uns Reisenden – das Zeux war richtig lecker und wird hier in Hasselt produziert.

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So – jetzt klappt es mit den Heiligen drei Königen zum 6. Januar doch nicht, weil ich den Nachmittag des Tages, den wir schon in Brüssel verbrachten, auf den nächsten Post verschiebe. Die Menge der Fotos (17) ist ausreichend und der Artikel mit 630 Wörtern auch lange schon lang genug.


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Belgien – Niederlande – Schiff – 2

Das Jahr ist gerade 3 Tage alt und steht fast am Abgrund. In Australien brennen Tausende von Quadratkilometern und nehmen Menschen und Tieren ihren Lebensraum, vernichten alles, womit die Flammen in Berührung kommen.

Und jetzt haben die Amerikaner durch die Tötung des iranischen Generals die Gefahr eines Krieges im Nahen Osten heraufbeschwört. Und wer will es wirklich wissen, ob sich so ein Krieg nicht auch ausbreiten kann. 

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Lüttich – so heißt die Stadt wohl nur im deutschen Sprachgebrauch – ist eine überschaubare Stadt mit vielen schönen Kirchen. Von ihrer Sauberkeit hatte ich ja schon im letzten Beitrag geschwärmt – und auch bei Tageslicht wurde die Stadt nicht dreckiger oder unansehnlicher.

Die Gruppe wurde aufgeteilt, weil sich trotz Mikrofonübertragung schlecht 42 Leute an einen Reiseleiter koppeln lassen. Und ich kam zu diesem in die Gruppe.

Ich kann nur sagen: Damit hatte ich den falschen Joker gezogen. Der Mann konnte wohl fünf Sprachen – aber er konnte sich nicht schnell genug entscheiden, welche er gerade sprechen wollte oder sollte. Oft warf er uns Worte oder Satzteile in französisch, englisch, niederländisch oder ??? hin und manchmal bekam er dann auch die Übersetzung aus der Gruppe zugerufen. – Egal, frau muss nicht alle Kleinigkeiten über Architektur verstehen.

Mit diesem Gentleman konnte ich mich besser unterhalten – er meinte ernsthaft, ihm sei nicht kalt. Dennoch hatte ich wenig Lust, neben ihm Platz zu nehmen und mich fotografieren zu lassen. – Es gibt Fotos, die sind verschmerzbar.

Und jetzt einige Fotos aus Kirchen. Ich weiß noch nicht mal genau, ob es alles die gleiche Kirche war, von der die Fotos stammen. Doch ich habe gerade bei den Originalen geschaut – die Aufnahmezeiten lassen den Schluss zu, dass es alles der Dom von Lüttich war. Die auf dem letzten Foto war aber nicht die Heilige Clara, die es ja geben soll.

Irgendwie waren wir in dieser Gruppe wohl alle froh, als die Stadtbesichtigung zu Ende war. Die aus der anderen Gruppe waren sehr zufrieden mit ihrem Stadtführer.

Der Nachmittag war entweder zur freien Verfügung vorgesehen oder man konnte für einen Extrabetrag eine Fahrt nach Löwen buchen. Dass Löwen und Löwinnen sich einen Ausflug in „ihre Stadt“ nicht entgehen lassen können, ist ja wohl klar.

Leider kam auch hier die Enttäuschung im Bus – dieser Ort heißt nur für bequeme deutsche Touristenohren so – die belgische Originalbezeichnung hätte ich nie mit einem Löwen in Verbindung gebracht.

 

Überall in allen Prospekten wurde mit der adventskalenderähnlichen Beleuchtung des Rathauses geworben. – Na gut, für mich war sie hart am Kitsch, aber dennoch habe ich fleißig fotografiert und zeige euch hier nur eine Auswahl.

Doch erst noch mal etwas Skulpturenschmuck. Dieser Kanzelschmuck war sehr beeindruckend. Ich staune immer und immer wieder, wieviel Geld, Zeit und Können die Leute früher auf die Ausgestaltung von Kirchen, Schlössern, Burgen und sonstigen Protzbauten aufgewendet haben. Wie gut, sonst hätten wir nicht so vieles bewundern können. – Manchmal frage ich mich, ob die Hinterlassenschaften unserer letzten Jahrhunderte von der Nachwelt auch noch so staunend betrachtet werden.

Jetzt in Nachsilvesterstimmung und „guten-Rusch-Laune“ macht der junge Mann mir hier den Eindruck, als wäre er auch ausgerutscht. Aber das ist sicherlich nur wieder „Clara-Definition“.

Auch zu dieser jungen Dame wollte ich mich nicht dazusetzen – es war mir zu kalt. Die Autos hinter ihr sind eingepackt – und ihr hat keiner eine warme Jacke gestrickt oder gehäkelt.

Einer (Lo???) hatte vor kurzem die Frage erwähnt: Quo vadis? Hier hättest du sie vielleicht beantwortet bekommen.

Das Gelände um das beleuchtete Rathaus war mit weihnachtlichem Schmuck gestaltet. Ein Hirsch weihnachtete da so vor sich hin. Er war aus reinem Naturmaterial. (Vom Hygienemuseum in Dresden gab es immer Körper- und Muskeldarstellungen, an die mich dieser Hirsch erinnerte)

Und Krippen gab es auch an den verschiedensten Orten zu sehen, manchmal wirklich zu bewundern. Die meisten waren „Jesuskind-frei“, weil das Kind ja noch nicht verfrüht in der Krippe liegen durfte. Es wirkt etwas befremdlich, denn die Könige hätten ja auch noch nicht da sein dürfen, die ritten ja erst langsam aus dem Morgenland an und mussten sich von Herodes den Weg weisen lassen.

Genug von frommen Bibelgeschichten. – Nach der Besichtigung blieb noch ein wenig Freizeit. Ich habe die mehrfach angepriesenen Pommes probiert – die sind wirklich ein Gedicht. Liegt es an den Kartoffeln oder am Öl oder an den Zubereitern??? Ich weiß es nicht – ich würde sie sofort wieder essen wollen.


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Belgien – Holland – Schiff – 1

Den gestrigen Tag habe ich euch noch Ruhe gelassen, damit ihr euch von der Silvesterfeierei und -knallerei erholen könnt. Ich finde 2020 eine schöne Zahl und lege deswegen fest, dass es für mich ein gutes Jahr wird. Und wenn es MIR gut geht, dann bin ich auch gern bereit, mit euch zu teilen und euch von meinem Wohlbefinden abzugeben.

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Das war Vorspann und Wünsche genug für das neue Jahr. Bei mir ist ja schon Tradition, dass ich gemachte Reisen auch beschreibe – als Eigennutz für mich selbst, damit ich mich später besser an manches erinnern kann – und als eventuell interessanten Spaß für euch, wenn ihr über meine Erfahrungen lachen könnt. – Das Fotobuch zeigt alles mehr von der fotografischen Seite, hier sind die Worte ausgeprägter.

Am 15. Dezember quälte sich eine hundemüde Clara an einem Sonntag früh um 5:30 Uhr zum Zentralen Omnibusbahnhof, weil die Berliner die ersten waren, die die Fahrt nach Lüttich starteten. An weiteren sieben Haltestellen nahmen wir neue Gäste, auf bis wir 42 waren. Der Bus musste in die kleinsten Motzpläken, um an irgendwelchen Parkplätzen oder Tankstellen neue Leute aufzunehmen. Mit allen Pausen kam eine Fahrzeit von ca. 13 Stunden zusammen. Zum Glück hatte ich eine Bank für mich allein, was bei den kleinen Gepäckfächern und einem Rucksack ein großer Vorteil war.

Der Bus war wirklich sehr chic und an dem Busfahrer konnte ich NICHTS aussetzen. Er fuhr sehr gut, war witzig und vor allem war er ein uriges Original. (1. Foto: heller ist es früh um diese Zeit noch nicht am Busbahnhof!!!) Der Vorteil eines roten Busses ist, dass sogar ich den überall finde.

 

Der Busfahrer legte großen Wert auf seine halbitalienische Herkunft und wollte liebend gern Tomaso statt Thomas genannt werden. Die ligurische und die italienische Fahnen wiesen auf seine Abstammung hin und die beiden Teufel Luzifer und Kleinlucie auf seine Vorliebe für rot.

Auch an ihm war bei seiner ausgefallenen Kleidung, die wie aus einem Theaterfundus wirkte oder wie das Gewand von Mephisto, viel rot zu finden. Ein Mantel hatte ein komplettes rotes Seidenfutter, der andere nur die Schnürung – und der Maestro hatte lange Fingernägel wie eine Diva. Dass der Schmuck für einen Mann ebenfalls ausgefallen war, ist fast selbstverständlich. – Das klingt alles ein wenig spöttisch – aber er war sehr sympathisch und ich bedauerte sehr, wenn ich bei seinen Witzen gerade die Pointe akustisch nicht verstanden habe.

Die ersten beiden Nächte verbrachten wir in einem sehr schönen Hotel in Lüttich. In der Zimmerausstattung fehlte es mir an nichts. Das ist übrigens mein Begleiter.

Wenn vor dem Hotel solche schnaubenden Tiere stehen, kann einem ein kräftiger Löwe schon mal behilflich sein.

Und hier Fotos von außen, von innen, vom Interieur und aus dem Zimmer.

Das Breitreifenfahrrad war wohl mehr als Schmuck gedacht, obwohl man sich Fahrräder und Elektroroller durchaus auch ausleihen konnte. Der Gebrauch von E-Rollern war im Ort etwas gemäßigter als in Berlin – aber das ist auch keine Kunst.

Jetzt wundert ihr euch sicher, warum ich euch hier einen Papierkorb präsentiere. Damit will ich mich an meine Begeisterung über die Sauberkeit der belgischen Städte erinnern. Wir haben zu abendlicher Stunde noch einen Gang in die Innenstadt von Lüttich gemacht – immer an der Maas (?) entlang. An der Uferpromenade standen viele Bänke. Bei jeder Sitzgruppe war auch ein Papierkorb – die maximale Entfernung bis zum Abfalleimer waren wohl 15 m. Ich habe wohl noch nie so eine saubere und gepflegte Stadt gesehen. In Brüssel war es als Hauptstadt nicht mehr in dieser Perfektion, aber gegenüber Berlin, das für mich die dreckigste Stadt ist, noch um Meilen besser. Sogar Kippen lagen kaum auf den Straßen herum.

Es geschehen also doch noch Zeichen und Wunder.

 


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Das neue alte Hutgesicht … täglich 6

So, mein Urlaub geht heute seinem Ende entgegen. Wenn ich die lange Busfahrt nach Hause gut überstanden habe, dann geht der Weihnachtsstress NICHT bei mir los – diese Zeiten sind schon lange vorbei.

Um allmählich wieder in normalen Außentemperaturen nach dieser Sommerkollektion anzukommen, habe ich jetzt einen winterlichen Hut aufgestülpt und sage tschüss als NEUES ALTES HUTGESICHT!

Und schon haben wir den letzten Kalenderspruch erreicht – und der passt ganz hervorragend zu diesem Tag. Es ist mein letzter Urlaubstag und damit auch der Heimreisetag – der Tag, an dem der oder die ReiseleiterIn und der Busfahrer ihre Belohnung für gute Arbeit bekommen.

Wenn das den Tatsachen entspricht, dann muss ich ja mit vollen Händen belohnen.


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Ich bin wieder auf der Jagd …

… nicht nach Juwelen oder Männern …

sondern nach schönen Fotos und neuen Eindrücken

Welcher Teufel mich in diesem Jahr geritten hat, dass ich so viele Reisen gebucht habe, weiß ich selbst nicht richtig – aber ich habe eine Ahnung. Durch mein superschlechtes Hören und den quasi nicht vorhandenen Orientierungssinn fällt es mir jetzt schon wahnsinnig schwer, immer zur rechten Zeit am rechten Ort zu sein und auch – wenn ich mal von der Leine gelassen wurde – mich wieder zurück zu finden.

Und wenn dann noch eine deutlich ausgeprägte Altersdemenz dazu käme, könnte ich ja kaum noch einen Fuß vor die Tür setzen – deswegen habe ich 2019 so viele Füße vor die Tür gestellt 🙂 😉

Wir fahren am Sonntag in aller Herrgottsfrühe vom Busbahnhof ab – um diese Zeit fahren kaum öffentliche Verkehrsmittel – also musste ich mir ein „privates Taxi“ organisieren.

Zuerst dachte ich, dass ich zum ersten Mal auf einem Schiff schlafe – aber das stimmt nicht ganz. Vor Jahren hatte ich eine Übernachtung auf einer Fähre an der Küste des italienischen Stiefels entlang. Ziel war dann Palermo.

Ich denke, bis auf die eine noch gebuchte Reise im Mai nach Sardinien werde ich mich allmählich mit Deutschland begnügen. Wenn ich da nicht in ausgeprägte Dialektgegenden fahre, kann ich mich wenigstens verständigen, wenn es nötig ist. – Als die Pleite mit dem Reiseunternehmen Cook war, habe ich voller Schreck überlegt, wie ich mich in so einem Fall fühlen und verhalten würde.

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Nummer 1: Da ich gerade mein 13. Fotobuch frei Haus geliefert bekommen habe, leiste ich mir jetzt hier einen Rückblick. – Das war das allererste und ist auf jeden Fall vor 2010 gedruckt worden. – Bis zum letzten Softwareupdate hätte ich bedingungslos für die ALDI-Fotobücher geschwärmt. Doch jetzt ist die Software umständlich und viel schlechter geworden – das angefangene Buch wird dort noch fertig gestellt – dann suche ich einen anderen Anbieter.

Nummer 2: Hier sieht man die Entstehungszeit und es hat auch schon mit der Bloggerei zu tun.

Nummer 3: Reisen habe ich also auch schon früher gemacht und beschrieben und fotografiert.

Nummer 4:  Irgendwann fühlte ich mich „berufen“, allen meine Stadt zu zeigen – zumindest per Foto. Nach der Größe der Enkel zu urteilen, ist es auch schon eeeeeeeeeeeewig her. – Der Bärenerstürmer darf inzwischen schon allein Auto fahren.

Nummer 5: Und dann wurde mein liebstes Betreuungsenkelkind 10 Jahre alt und ich fertigte dieses Buch an.

Nummer 6: Das muss so um 2013 herum gewesen sein. Mit dem Titelbildfoto fing alles an.

Nummer 7: Hier habe ich mal ein rein thematisches Fotobuch über die Landesgartenschau in Prenzlau gemacht.

Nummer 8: Dieses Fotobuch habe ich Luzie gewidmet – es sind ganz viele Fotos von ihr und unseren gemeinsam verbrachten Tagen drin. Aber leider konnte sie es nicht mehr sehen.

Nummer 9: Und hier müsste eine von den Betrachterinnen ihre „Handschrift“ erkennen. Es ist doch schön, wenn ich auch „Werke“ von anderen verarbeiten kann.

Nummer 10: Im Jahr 2018 komme ich das erste Mal auf die Idee, das A4 Querformat zu probieren und zu nutzen. Da ja die meisten Fotos auch quer fotografiert werden. lassen sich aus einem hochpixligen Foto wunderbar Seitenhintergründe gestalten – dann bin ich nicht mehr auf die jetzt fast vollkommen fehlenden von ALDI angewiesen.

Nummer 11: Und prompt bleibt das Reisefotobuch über Marokko auch in diesem Format.

Nummer 12: Aller guten Dinge sind drei – offensichtlich macht mir Fotografieren großen Spaß, obwohl ich nach wie vor keine (technische) Ahnung davon habe. Mit Blenden- oder Zeiteneinstellung habe ich nichts am Hut – meine Fotoapparate müssen einen sehr guten Automatikmodus haben, so dass ich nur noch das Auge für die Motive beisteuern muss.

Nummer 13: Und jetzt das bisher letzte. Als es 100 Seiten stark war, habe ich es ausdrucken lassen und es geht als Weihnachtsgeschenk nach Baden Württemberg. Ich führe es noch ein wenig weiter und lasse es ausdrucken, wenn die maximale Seitenmenge erreicht ist. – Und ich bin wieder zum Hochformat zurück gekehrt.

Nach so viel Fleißarbeit darf ich mich jetzt im Urlaub ausruhen.