Claras Allerleiweltsgedanken


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An die Wand „genagelt“ …

… ist zwar immer noch christlicher als ans Kreuz genagelt zu werden …

aber dennoch die falsche Überschrift für diesen ZimmerGroßstadtspaziergang zu Lockdownzeiten –

… denn bei mir wird auch geklebt.

Wenn wir mit dem Spaziergang beginnen, müssen wir ja erst einmal wissen, in welcher Stadt wir uns befinden. Die Silhouetten von Berlin wollen die Betrachter verlocken, durch ihre highlights die Spaziergänger ins Freie zu locken, raus aus der Coronaumklammerung.

Nachdem alle dieser Versuchung widerstanden haben, geht die Besuchergruppe weiter. Bisschen witzig ist das schon, denn plötzlich werden sie von 4 Teufelinnen auf- oder angehalten. Sind das die Berliner Ordnungshüterinnen? Machen die Damen vom Freudenhaus hierher einen Ausflug, um Besucher glücklich zu machen??? – Alles sehr ominös.

Doch letztendlich haben sich Engel und Teufel sehr diskret verhalten und die Besucher mit einem Getränk ihrer Wahl erfreut. Als es einigen zu warm oder heiß wurde, haben die vier Damen beherzt und kurz entschlossen die Fächer von der Wand genommen und den transpirierenden Besuchern Kühlung zugewedelt.

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Ein Versprechen einlösen …

So, jetzt habe ich lange genug meine Wunden geleckt – meine Zunge ist schon ganz rau – aber viel genutzt hat es dennoch nicht.

Denn alles, was mir so zu schaffen gemacht hat, ist nicht beseitigt oder verändert. Ein großer Teil davon war politisch und öffentlich. Diese Kindermissbrauchsskandale, die Finanzbetrügereien im Zusammenhang mit Coronaunterstützungen, der Skandal, wie rumänische Leiharbeiter bei Tönnies „gehalten“ werden und damit im Zusammenhang die „Beschäftigung“ von Sigmar Gabriel für diesen Konzern für einen monatlichen Salär von 10.000 € plus Einzelentschädigung für „Anwesenheitstage“ und und und – wenn es mir aus persönlichen Gründen nicht gut geht, dann kann ich mit solchen Nachrichten nicht umgehen und könnte nur noch reihern.

Ich bin ja seit hundert Jahren bipolar erkrankt – aber meist neigt sich die Waage zur manischen Seite hin und ermöglicht mir, viele Dinge, die mich sehr belasten, irgendwie auszuhalten. Ohne diese Tendenz hätte ich bei meiner Situation schon in den Sack gehauen, denn die körperlichen Unpässlichkeiten gehen weit über das Schlecht-Hören hinaus, haben aber fast alle mit dem Kopf zu tun. Allein zu sein ist ja in Ordnung – aber die Gewissheit zu haben, einsam zu sein, ist nicht immer zu verkraften.

Verstärkt wird das ganze Dilemma durch meine Hörsituation – ohne Hörgeräte tendiert die Hörleistung so gegen 10 – 20 % vom Normalohr. Mit Geräten bin ich in manchen Situationen bei ca. 95 % und in Umgebung von Krach oder Musik und vielen Leuten so bei ca. 50 %. Leider reicht das nicht, um Kommunikation zu betreiben – die mir so unendlich wichtig ist und die mir unter gewissen Umständen Kraft gibt. Da war der leicht unwirsch erteilte Rat meines „Thronfolgers“, doch Gebärdensprache zu lernen, wenig zielführend, weil all die Personen in meiner näheren und ferneren Umgebung keine Gebärdensprache können. Es wäre so einfach: Nur etwas langsamer und deutlicher zu sprechen – aber das ist wahrscheinlich schon zu viel verlangt. Weiterlesen