Claras Allerleiweltsgedanken


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Die Vorgängerversion von jetzt

Ausgangssituation: Ein Bad, ca. 5 qm groß oder klein, von oben bis unten mit grau geflammten Fliesen zugefliest, auch auf dem Fußboden die gleichen 12 x 12 oder 15 x 15 hellgrauen Quadrate. Keine Zierborte, keine Abwechslung, keine Augenfreude.

Wer es dann schafft, nichts an den Wänden anzubringen, nichts aufzukleben, ist in meinen Augen ein Fliesenheiliger – ich habe es nicht geschafft, mir war es zu eintönig. Außerdem hatte ich in diesen Jahren noch oft Kinderbesuch, da ich über den Großelterndienst und das Jugendamt Kinder betreut habe. Die haben immer gejuchzt vor Freude, wenn sie in mein Bad kamen. Da leuchtete die Fisch-Lichterkette, da fluoreszierten die Sterne am Himmel, der Mond leuchtete ganz besonders hell, wenn ich ihn vorher mit Licht aufgepumpt hatte.Tja, von nichts ist nichts, auch kein glimmender Mond.

Zwischendurch immer mal ein bisschen manisch angehaucht, kann es manchmal nicht genug sein – das noch und das noch und das auch noch. Manchmal wird einiges wieder entfernt, zum Beispiel die Steine vom Fußboden, aber ich kann mich gut an viel gewöhnen.

An der Wand tummelten sich Seesterne, eine Riesenschildkröte paddelte durch das Fliesenmeer, Muscheln lagen am „Strand“, überall konnte man hinter Steinen seine „Juwelen“ verstecken,  wenn man in die Fluten tauchen wollte.

Und besser als jetzt: Das Wasser floss üppiger und ließ sich gradgenau auf die Wunschtemperatur einstellen.

In 15 Jahren darf man auch schon mehrere Toilettenbrillen verschleißen – aller 5 Jahre eine neue ist ein sparsamer Durchschnitt. Mr. Erdmann war der absolute Hammer – um den hat es mir sehr leid getan, als ich ihn verlassen musste. Und jetzt passt er nicht auf meiner vornehmen WC-Brille mit Selbstschließautomatik.


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Garantie mal anders …

… oder Olas Werk musste ersetzt werden.

Ende Januar montierte Ola unseren neuen Toilettendeckel – ich hatte davon berichtet. Ich war so besonders angetan, da ich schlief und nichts dergleichen erwartet hatte. Sie fühlte sich von dem im Bad herumliegenden Werkzeug animiert und brachte alles zu einem guten Ergebnis.

Wir genossen es, aus der Badewanne japanisch animiert auf das WC zu schauen. Die Absenkautomatik fand unser beider Gefallen – und besonders ich genoss es, dem Deckel nur einen leichten Schubs zu geben und er machte sich auf seinen Weg zur Brille nach unten.

Doch leider ließ dieser Komfort zusehends nach – letztendlich plauzte der Deckel ungebremst nach unten. Der Verkäufer sagte mir, dass ich bei der Herstellerfirma anrufen könnte – das wäre ein Garantiefall. Ich tat das und sie schickten mir ganz schnell ein Ersatzteil zu. Doch das war kleiner als das Ursprungsteil, so dass die Abdeckung nicht mehr passte und hielt. Und mit zwei Händen eine Arbeit zu verrichten, wo ich 4 Hände gebraucht hätte, habe ich nicht geschafft. Es fiel runter und zerlegte sich in seine Bestandteile – und ich die Brille nur noch in die Mülltonne.

Ich hatte mir schon vorher im Bauhaus eine neue auserkoren, die ich prompt holen ging. Und alles war so einfach, wie ich noch nie eine Toilettenbrille montiert habe.

Mir gefiel sie deswegen so gut, weil das Muster auf der Brille und auf dem hochgeklappten Deckel weitergeht. – Nach 15 Minuten war alles fertig und hier gibt es alt und neu in einer Collage.

0907 WC Montage