Claras Allerleiweltsgedanken


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Nur noch 356 Tage bis Weihnachten 2018

Doch ich habe mich entschlossen, für diesen kurzen Zeitraum die Weihnachtsdeko dennoch wegzuräumen – obwohl – so schnell wie die Zeit rast, hätte ich sie auch stehen lassen können 🙂 😉  Noch zwei Tage früher hätte ich behauptet, die Weihnachtsdeko mindestens bis zum 6. Januar stehen zu lassen, jetzt habe ich das nur mit der Krippe gemacht. –

Am letzten Abend, also am 2. Januar, habe ich mir eine warme Stube gemacht. Keine Angst, meine Bude habe ich nicht abgefackelt, ich habe nur alle Teelichte bis zum Ende abbrennen lassen. Da die neuerdings auf 8 Stunden Brenndauer ausgelegt sind, wurde es eine sehr lange Nacht, aber das ist ja bei mir nichts besonderes.

Ich weiß, dass mein kleiner Fotoapparat am Tage bei hellem Licht wunderschöne Aufnahmen macht, hingegen bei Dunkelheit sind sie schrecklich – aber ich habe keinen anderen und vor allem will ich auch keinen anderen. Ich müsste ja die Fotos hier nicht zeigen, aber wie soll ich mich dann nächstes Weihnachten erinnern können???

Jetzt steht also nur noch die Krippe – erst im Kerzenschein, jetzt im Kugellampenschein. Die Bildcollage darüber ist meine Mutter mit dem kleinen Christ(inen)kind.

 

 

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Jetzt ist es wirklich fast da …

das Weihnachtsfest.

Bei uns freuen sich wohl alle Kinder am meisten auf den Heiligabend, da es dann die Geschenke gibt. Laut Kirchenkalender ist ja erst am 25. das richtige Weihnachtsfest, doch wer in Deutschland und in anderen christlichen Ländern der Welt denkt bei dem ganzen Lichter- und Dekozeugs wirklich noch an den wahren Gedanken der Weihnacht???

Weil Mallybeau mir eine Freude machen wollte, hat sie ein T-Shirt entworfen, das mit Italien zu tun hat. Weil ich meinem Enkel eine Freude machen wollte, hatte ich die Absicht, ihm dieses T-Shirt zu schenken, doch er wollte nichtso richtig. Und deswegen wollte ich Mallybeau dennoch eine Freude machen und habe es trotzdem bestellt. Und jetzt werde ich nach der Größe entscheiden, ob ich es trage, ob es mein Enkel nach seiner Rückkehr aus Italien bekommt oder ob es so klein ist, dass es meiner Enkeltochter passt.

Bevor der Artikel hier auf den Bildschirm wollte, kam das Shirt an und passt wie angegossen. Wenn ich aber weiter so viele Süßigkeiten esse, kann sich das ganz schnell ändern.

Und jetzt sagt mir die Designerin sicher, welche Motive sie verwendet hat. Rom mit Collosseum oder Petersplatz habe ich nicht gefunden, bestenfalls den Marcusplatz habe ich erkannt. – Mit dem von Redbubble geborgten Foto und meinen Spiegelaufnahmen zeige ich es euch. Sicherlich hätte ich auch ein Selfie machen können, aber meine Handyaufnahmen sind nicht so gut.

In weiß und beige gefiel es mir nicht, also habe ich ein dunkelgraues genommen. – Wenn ich es trage, ist es mittelschwer übertrieben, denn ich kenne Italien viel zu wenig. Aber es steht ja auch nicht drauf: „Ich bin Italienfan“ oder „Ich liebe Italien!“

Dann habe ich überlegt, wie ich so einigen Menschen eine Freude machen kann. Die Frauen bekommen Sebstgebackenes und Selbstgerolltes (Marzipankartoffeln), aber die Männer bekommen Selbstgebrautes, allerdings nicht von mir. Unsere Hausmeister sind echt gut und haben sich eine Belohnung verdient. Immer freundlich, immer fleißig, immer aufmerksam.

 

Ich habe auch vieles geschenkt bekommen, obwohl noch gar nicht richtig Weihnachten ist.

  • Die Mutter von einem Jungen, den ich über den Großelterndienst betreue, hat meinen Betrag beim letzten Mal so kräftig aufgerundet, dass ich mir was Schönes davon kaufen kann. –
  • Bei fast allen Leuten ist meine Liebe zum Marzipan bekannt. Eine Freundin hat mir Mozartkugeln geschenkt. Im Grunde genommen sind es die, die ich selbst geformt habe – nur meine sahen nicht so formvollendet aus. –
  • Aber auch über eine Weihnachtskarte von Frau Tonari habe ich mich sehr gefreut. Britta, ich staune immer wieder, mit welcher Ausdauer und Hingabe du in den verschiedensten Lebenslagen Freude für andere schreibst. Lieb, dass du mir einen anderen Motorroller schenkst.
  • Und als letztes gab es dieses Geschenk: einen Ersatzgravatar:

Der Baum war als echter Baum, also nicht in lila, bei finbarsgift zu sehen. Er  bot ihn mir für bestimmte Umstände als Avatar an, wenn mir mal die Haare zu Berge stehen und mir alles über den Kopf wächst, – aber ich wollte ihn nur in lila. Das hat dann die liebe Mallybeau in Sekundenschnelle für mich erledigt. Ich hoffe, du bist nicht enttäuscht, dass er wahrscheinlich nicht als Avatar eingesetzt wird, denn mir soll ja nicht alles über den Kopf wachsen. Du musst dich also nicht entwöhnen von meinem geliebten Motorroller. Den hat Lucie für mich eingefärbt – und als Erinnerung an sie wird er bleiben.

Aber nun noch was zum Thema Kopf – es kann einem nicht nur alles über den Kopf wachsen, man kann wortwörtlich auch den Kopf verlieren. Man könnte denken, im Stall von Bethlehem hat es einen Anschlag gegeben, denn ein Hirte hat den Kopf verloren. Aber noch schlimmer, das Christkind war auch getrennt von seinem Kopf. Den konnte ich gut wieder ankleben, aber der Hirtenkopf klebt nicht.

Am 4. Advent müssen 4 Kerzen brennen lila Kugeln rollen!!! Nein, es war zwei Tage davor.

Da meine lila (Kugel-)liebe die anderen angesteckt hat, haben wir die ungebrauchten Kugeln von den Nachbarbahnen zu uns geholt. – Ich hatte zwei junge Männer mit an meiner Bahn. Die ersten 4 Runden habe ich (souverän) geführt, doch dann mit Hand und Arm geschwächelt und wurde von einem Jungmann um zwei Punkte überholt. – Ich habe es überlebt.

Jetzt zum Schluss wünsche ich euch, dass ihr Weihnachten Ruhe und Zeit habt – für euch und für eure Lieben. Es soll nicht so sein, dass ihr wie im Schweinsgalopp durch die Feiertage fegt und die ganzen schönen Weihnachtslieder nur ansingt oder nur andenkt.

 


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Mal was anderes als basteln –

Sonst denkt noch jemand, ich mache nichts anderes mehr

So langsam kann man wirklich sagen, Weihnachten steht vor der Tür, denn wir gehen (stramm) auf den dritten Adventssonntag zu. Um es symbolisch mit meinen Wohnverhältnissen auszudrücken, müsste ich sagen, das Weihnachtsfest ist bereits mit dem Fahrstuhl hier oben angekommen. Jetzt muss es noch – mit oder ohne Geschenke, 8 Stufen nach oben steigen. Das wäre für mich noch die Möglichkeit, ihm die Tür vor der Nase zuzuknallenmachen.

Irgendwo sah ich einen süßen, pudelwarmen Schlafanzug mit Herzgesicht und musste sofort an meine Enkeltochter denken. Er brauchte für die Anreise sehr lange – wahrscheinlich wurde er nicht in Deutschland produziert. Als er kam, habe ich ihn für gut und für einpackwürdig befunden. – Da zwei Schlafanzüge von mir den Weg alles Irdischen gegangen sind, habe ich mich auch um einen warmen bemüht, denn ich werde immer mehr zur Frostbeule. Wenn auch oben rosa, so wurde er doch für gut befunden. Aber noch besser ist die Thermounterwäsche, dieses Mal oben fliederfarbig oder pink oder abgeändertes lila. Obwohl, wenn ich so richtig überlege, haut doch die Klimakatastrophe immer mehr zu, und wir reden viel mehr über Erderwärmung als über Erdunterkühlung. Vielleicht hätte ich mir lieber ein Flatterhemd kaufen sollen, falls ihr noch wisst, was ich meine. Wenn nicht, könnt ihr z.B. „Flatterhemd DDR“ googeln.

Die allerbeste Art sind wohl Geldgeschenke nicht – doch ich denke immer, ehe ich Sachen kaufe, die nachher umgetauscht oder weggeworfen werden, dann überlasse ich es lieber den Beschenkten, diesen Blumenstrauß meistbietend zu verhökern.

Und jetzt wünsche ich euch noch gute Tage bis zu den Tagen, wo besonders viel gegessen, weniger gebetet, manchmal auch gestritten aber hoffentlich besonders viel gefreut wird. – Ihr seht, ich habe mit der Menge der Kerzen vorgesorgt – ich lasse mir doch nicht vorschreiben, dass es nur 4 Adventssonntage gibt, dieses mal nur mit 21 Tagen. Nenene!


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Höhen-Tiefen-Gletscher-Serpentinen 2 – Ulm, Davos

Rothenburg ob der Tauber – Ulm – 11.08./12.08.

Dieses Dreirad habe ich nicht wegen seiner absonderlichen Form fotografiert, nicht wegen der lustigen Bezeichnung „Lädle“ – nein, oben drauf ist ein Navigationssystem, wie ich es auch immer ähnlich fahre. 🙂

Und der wohlfeilen Frau Wohlfahrt muss ich mit ihrem Weihnachtsspleen natürlich ein paar Bilder widmen.

Bekomme ich jetzt „Bären-Kloppe“, wenn ich kein Like bei Fb hinterlassen habe?

Ob dieser Schottenladen seine Waren an brave Schwaben verkauft oder ob dann doch mehr die Schotten selbst kommen, um hier günstig einzukaufen? – Mich würde er nicht zum Kauf animieren, er sieht aus wie A…. auf Eimer 🙂 Und das alberne bedruckte T-Shirt passt nicht zu dem Rock, der auch nicht echt wie ein Kilt aussieht, sondern wie ein Faltenrock für ältere Damen. Ich zöge ihn noch nicht mal in lila an!!!!

Und jetzt lasst uns nach Ulm einreiten, ins Hotel Maritim, das schönste Hotel aller meiner letzten und zukünftigen Hotelunterkünfte.

Ich war begeistert, besonders über die sanitären Anlagen in meinem Bad. Endlich mal eine Dusche, die ich sofort begriff, da ich die beiden Worte „hot“ und „cold“ fließend spreche 🙂 Und das Geschirr finde ich sehr passend zu dem Hotelnamen. Was allerdings in Ulm maritim sein soll, das habe ich weniger begriffen.

Doch dann hatte ich ein Erlebnis der ganz besonderen Art. Spontan und freudig, wie ich sein kann, hatte ich bei der Rezeption das Hotel gelobt, sehr gelobt. Dass ich zur Belohnung für kurze Zeit den Schlüssel zur Supersuite in der 13. Etage ausgehändigt bekam, fand ich ganz, ganz großartig. Ich habe auch nichts angefasst, nichts beschädigt. Ich finde den Tagespreis mit 750,00 € für einen Scheich doch so, dass er ihn aus der Portokasse bezahlen kann. Insgesamt sind es 162 m², zwei Bäder, ein Gäste-WC, eine Sauna, eine Küche, zwei Schlafzimmer, ein Wohnraum und wunderschöne Terrassen, die bei meiner Stippvisite allerdings alle verregnet waren.

Das Personal musste schmunzeln, als ich ihnen verklickerte, dass ich die Suite ja buchen würde, wenn der Föhn nicht aus Plastik wäre sondern auch aus Messing wie fast alle anderen Sachen im Bad.

ca. 12.00 Uhr machten wir uns auf den Weg nach Davos, um dort für einige Tage unser Hotel zu beziehen. Die Bilder aber sind in der unmittelbaren Umgebung fotografiert. D.h. wir wollten um 12.00 starten, doch eine Frau fehlte. Das Ehepaar hatte keine Mobilfunktelefone – er war pünktlich zur Abreise da, sie fehlte. Die Erklärung, die sie uns dann gaben, war haarsträubend. Heutzutage hat fast jeder ein Handy und jemand von der Straße hätte bestimmt für sie im Maritim angerufen, wenn sie jemanden angesprochen hätte. So hat die Gruppe 1,5 Stunden dämlich rumgesessen, -gestanden und gewartet.

 

 


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Feengrüße „schweben“ durch das All …

… sie brauchen zum Schweben allerdings die DHL, und das ist auch gut so, denn die rotgelben Engel wollen ja wie die gelben Engel auch leben.

Ich hoffe, dass meine liebe Fee nicht sauer ist, dass ich ihre so persönlich gedachten Geschenke anders verwende als sie vielleicht von ihr gedacht waren. Als erstes zeige ich mal die Fotos. Dass da lila eine Rolle spielt, dürfte auch dem seltensten Besucher auf diesem Blog klar sein.

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Eine schöne lila Filzblüte mit einem Stiel und einer Sicherheitsnadel – sicher gedacht, um es an meinem schönen lila Loop zu befestigen – oder auch wo anders. Doch wie ich mich kenne, hätte ich diese Blüte nach kürzester Zeit verloren – doch hier, an meinem lila Geschenkeregal, lacht sie mich immer freundlich an.

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Ich meine das, was an dem Griff der Küchentür baumelt. Sicher habe ich schon mal den Begriff „Handschmeichler“ gehört, den ich dann zwischen den vielen Jackentaschen immer wieder umlagern müsste. Und auch der wäre bald irgendwie WEG – und SO bleibt er immer da. Das rote Säckchen war Schuld, dass das Behältnis einfach in die Küche MUSSTE. Ich kann üüüüüüüüüberhaupt nichts dafür, schließlich braucht das lila Clarazimmer ein Gegengewicht, sonst bekomme ich ja einen Lilastich, den ich sicher schon habe.

Ganz, ganz lieben Dank, liebe Fee. Mein roter Hirsch in der Küche passt ja exzellent zu deiner Weihnachtskarte.

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Und jetzt möchte ich euch noch eine Geschichte aufschreiben, die ich auch von der Weihnachtsfeier im Großelterndienst mitgebracht habe. – Ich hoffe, niemandem ist es bei der gestrigen Bescherung so gegangen.

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Einen Hund als Geschenk

Hermann und Hermine saßen zusammen auf dem Sofa. Hermann und Hermine, das Rentnerehepaar. Ich höre ihnen so gern zu, weil ich bei ihnen immer irgendwie etwas fürs Leben lerne. Etwas, was ich mir merken muss.»Wir sollten uns zu Weihnachten gegenseitig einen Hund schenken!«, sagte Hermann zu Hermine. »Also jeder einen halben.« Dabei stopfte er sich seine Pfeife.

»Nein«, sagte Hermine ganz entschieden, »lieber nicht.«

»Doch, das sollten wir. Wenn einer von uns beiden stirbt, dann bist du allein und dann brauchst du einen Hund.«

»Ich will aber keinen Hund.«

»Du brauchst aber einen Hund. Wenn ich tot bin, dann kommt doch kaum noch jemand zu Besuch und du bist allein. Wenn du dann einen Hund hast, kannst du wenigstens mit dem über alles reden.«

»Nein, ich will keinen Hund.«

»Warum denn nicht? Alle alten Menschen reden mit ihren Hunden. Über Krankheiten reden sie mit ihrem Hund oder wenn sie sich über die Nachbarn geärgert haben.«

Hermine seufzte: »Nein, ich will keinen Hund!«

„Ja, verdammt noch mal“, Hermann wurde ärgerlich, »warum willst du denn keinen Hund haben?«

Hermine sah ihren Mann merkwürdig an.

»Ich hätte Angst, Hermann. Wenn man fünfzig Jahre mit einem ewigen Meckerkopp, Besserwisser und Nörgler wie dir gelebt hat und kriegt dann so einen lieben Hund – da ärgert man sich doch nur, dass man sich nicht von Anfang an einen Hund genommen hat und keinen Mann!«

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Ich bin schon weg, damit ich keine Schläge bekomme.

 


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Der Kalender ist unbestechlich …

und das Weihnachtsfest steht vor der Tür.

Nach christlichem Brauch ist heute erst die Ouvertüre und das eigentliche Fest beginnt morgen. – Wenn man sich aber so umhört in der Welt der Geschenkebesorger und Geschenkeverschenker und Geschenkeempfänger, scheint es doch so, als wenn der ursprüngliche Grund – die Feier der Geburt Christi – meilenweit in den Hintergrund getreten ist und der heutige „Gabentisch-Tag“ der wichtigste Tag zu Weihnachten ist . Ich habe oft das Gefühl, dass das Wort „Christus“ gegen „Luxus“ getauscht wurde – klingt ja ein klein wenig ähnlich. – Früher reichten einzelne Kugeln am Baum als Schmuck – heute haben wir so viel davon, dass ein Baum von der Wurzel vom Stamm bis zur Spitze dicht an dicht mit Kugeln überhäuft wird. Und das ist nicht nur an Bäumen im KdW, einem Superluxustempel von der Bekleidung bis zum Essen hin, so zu beobachten.

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Wie viel Prozent der Bevölkerung sind wirklich noch Christen, nicht nur sogenannte Weihnachts-Christen, die nur am Heiligabend die Kirchen füllen? Die Gründe sind unterschiedlich. Es mögen die nostalgischen Erinnerungen an die Kindheit sein; es mögen die schönen Chorgesänge in der Mitternachts-Christmette sein; es möge die Begleitung der eigenen Kinder sein, die so gern das Krippenspiel von der abgewiesenen hochschwangeren Maria und und ihrem Mann Josef sehen möchten, die in einem Stall untergekommen sind und dort dann auch das Neugeborene in eine Krippe mit Stroh legen mussten.

Ich erspare mir wirklich Vergleiche zu heute. Ich möchte nicht wissen, unter wie viel schlechteren Bedingungen heute in den Kriegs- und Krisenländern junge Frauen ihre Kinder zur Welt bringen müssen.

Wir alle, denen es in einem Land wie Deutschland so unendlich gut geht, könnten unsere Geschenkemenge, unseren kulinarischen Luxus, unsere kulturellen Genüsse um ein weniges zurückdrehen, um mit diesem eingesparten Geld Not und Elend in der Welt zu lindern. – Leider hat das vor einigen Tagen in Berlin stattgefundene Verbrechen, das nach einem seltsam verzögerten Auffinden der Identitätspapiere eines Tunesiers im Tat-LKW diesem Tunesier natürlich auch angelastet wird, die Stimmung entsprechend angeheizt. – Sehr, sehr oft denke ich, dass die Welt aus den Fugen ist, meine kleine persönliche ein wenig, die große allgemeine viel, viel mehr.

Vielleicht schaffen wir es, den Gedanken der (christlichen) Nächstenliebe nicht nur auf ungeliebte Schwiegerelternteile, in Ungnade gefallene engere Familienangehörige, auf entfernte unliebsame Cousins, Cousinen und Tanten oder Onkels auszudehnen, sondern auch Leute darin einzuschließen, die unsere finanzielle Unterstützung wirklich brauchen.

Von mir gibt es Collagen aus der weihnachtlich geschmückten Wohnung, in der ich mich saupudelclarawohl fühle und die ich auch genießen werde bis auf die wenigen Stunden, in denen ich nicht zu Hause bin.

Kugeln und Sterne – das ist meine Weihnachtsdeko. Ein Baum muss nicht sein, da bin ich Umweltschonerin. Mir reicht dieser kleine Lichterbaum auf dem Balkon, der statt Kugeln Kirschblüten(imitate) trägt.

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Meine Küche ist teilweise mit einer Leihdeko ausgestattet. Der riesige Nussknacker ist von einer Freundin, die im Moment keinen Platz für ihn hat. Und da er so eine schöne rote Jacke trägt, darf er sich zu dem glitzernden roten Hirsch und dem roten Stiefel gesellen. – Spitze fand ich ja, dass der Stiefel in seinem Geschenkebehälter wunderbar schmeckende Schokoladenkugeln mit LILA Einwickelpapier trug. Für 5 Stunden schaffte ich es, diese Kugeln in einem Glas im Lila-Regal auszustellen, dann waren sie leider, leider aufgegessen verschwunden.

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Da mir Hirsch (Heinrich) so ausnehmend gut gefällt, habe ich von ihm noch eine Portraitaufnahme gemacht.

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Damit verabschiede ich mich und wünsche euch frohe Festtage.

 

 


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Aufklärungs- und Dankpost …

… nicht nur für Frau Tonari

Geständnis: Bis zum Abend des Heiligabend habe ich es nicht ausgehalten – aber immerhin bis 13.00 Uhr – da habe ich mir selbst die Absolution erteilt und machte mich ans Auspacken.

7. Erster Eindruck: Das ist wirklich ein Päckchen, dessen Inhalt mit Herz ausgesucht und mit noch mehr Herz eingepackt wurde. Und wo gehört ein rotes Herz hin???? Natürlich in die Küche – vielleicht nicht gerade an diese Herztasse, aber da erschien es mir am fotogensten.

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6. Clara und ich – wir sind offenbar doch kleine Glitzer-Elstern, auch wenn wir das oft nicht so zeigen wollen. Doch dieses grünglitzernde Einpackpapier zog sofort die Aufmerksamkeit auf sich. Früher haben wir ja jedes Einwickelpapier wieder verwendet – war gut für die Umwelt. Doch diese Masche scheint ein wenig außer Mode gekommen zu sein. – Ich habe auf dem Glitzerpapier mit viel Mühe das durchsichtige Klebeband entfernen können. – Glaubt mir, dieses Foto gibt die Schönheit des Papiers nur zu 20 % wieder.

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Grün???? Sollte der Inhalt im „grünen Salon“ genossen werden? Mir scheint doch sehr, dass die liebevolle Versenderin die Farben sehr wohl mit Bedacht gewählt hat. – Und was konnte ich auswickeln?

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Stress-weg-Tee!!!! Ich, ich habe doch gar keinen Stress! Oder doch? Will ihn nur nicht wahr haben. Ich werde mal heftig daran glauben, dass ich alle Probleme – so ich welche habe oder 2016 bekomme – mit einem Kännchen oder Tässchen von diesem pfirsicharomatisierten Tee wegschlucken kann. Ob dann mein Bauch ganz dick wird??? Weil alle Probleme runtergeschluckt wurden und sich jetzt durch den Darm zum Ausgang quälen müssen. – Darüber muss ich noch ein wenig nachgrübeln.

5. Hier muss ich üüüüüüüüüüüüüüüberhaupt nicht lange grübeln: Wer lila Herzen verschenkt, weiß 100pro, dass ich lila mag und diese Herzen in meinem Bett neben der lila Wand genießen werde.  Mhmmmmmmmmmmmm!

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4. Was habe ich gelacht, als ich diese Karte sah – und noch mehr, als ich las, was sie für Assoziationen auslösen soll. So bepackt soll ich nächstes Jahr meinen Urlaub in Jordanien antreten. Sollte ich das machen, würde die Zuzahlung für Übergepäck im Flugzeug bestimmt die Reisesumme übersteigen. Also: Ich nehme drei Säcke weniger mit!!!!

Damit ihr wisst, warum ich so komische Zahlen vor die Absätze schreibe – hier die Erklärung:

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Bin ich bisher konsequent rückwärts vorgegangen bei der Beschreibung, dann bleibe ich auch dabei.

3. In diesem wunderschönen Notizbuch mit einer phantastischen Umhüllung (ob es Absicht war, dass der Umschlag auch ein wenig glitzert?)  und einem Magnetdeckel soll ich (eventuell) meine Reisenotizen festhalten. Sollte sich die allgemeine politische Lage im nächsten Jahr zuspitzen und die Reise vom Auswärtigen Amt abge“pustet“ werden, dann fällt mir bestimmt auch noch anderes ein, was ich da schreiben kann – meine Postideen, wenn ich unterwegs bin. Was nicht hineinkommen wird, sind selbstgeschriebene Gedichte – kann ich nicht, bin keine Poetin.

2. Für die Freudentränen und Tränen der Rührung gibt es auch angemessene Tücher. Ich hoffe, man hat ihnen die Stacheln am Ende der Blätter nicht „angehext“. Ich muss mal eines probieren.

1. Die Nummer eins hat mir am meisten Kopfzerbrechen gemacht, da ich damit  so reineweg nichts anfangen kann. Ich sehe schon, das Sprichwort mit der alten Kuh, die immer noch was dazu lernen kann, scheint zu stimmen. – Mühsam entzifferte ich, was auf dem silbernen Stift (ohne Schreibspitze) geschrieben stand. Und dann las ich auf der Karte noch eine weitere Erklärung: Das ist ein Silvester“event“. Wenn ich hinten die halbrunde Fläche an einer Streichholzschachtel reibe, kommen vorn silberne Funken heraus, bei denen ich mir was wünschen soll. PHANTASTISCH! Wird definitiv ausprobiert und wird auch nicht reklamiert, wenn sich der Wunsch nicht erfüllt.

Tja, und jetzt gibt es noch eine Nummer 8 die nicht auf dem Foto ist. Ich fand die Karte so putzig, dass ich sie sofort im Korridor hinter den Spiegel gesteckt habe. Dieser Reisehund soll mich erinnern, zeitig genug mit dem Kofferpacken zu beginnen.

 

So, sind jetzt alle Neugierwünsche befriedigt? – Wie sehr ich mich gefreut habe, wollte ich mit diesem Artikel zeigen!